PSAGOT (inn) – Der israelische Diaspora-Minister Amichai Schikli hat am Donnerstag die Region Binjamin in Judäa besucht. Er sprach mit Siedlern und auch Vertretern der „Hügeljugend“ über aktuelle Herausforderungen. Binjamin befindet sich im Hügelland nördlich von Jerusalem. Der Verwaltungssitz ist in Psagot.
Bei seinem Besuch regte der Likud-Politiker an, die in den Oslo-Abkommen festgelegte Aufteilung der umstrittenen Gebiete in die Zonen A, B und C aufzugeben. Wichtig sei es, vor Ort zu handeln. Mit Bezug auf mehrere Farmen, die er aufsuchte, sagte Schikli: „Was den Sieg bringt, sind Schafe und Landwirtschaft, nicht Erklärungen und Gerede.“ In der Zone A hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) die Verantwortung, in der Zone B ist Israel für die Sicherheit zuständig und die Zone C unterliegt israelischer Kontrolle.
Die landwirtschaftliche Unternehmung sei heute die Speerspitze des Zionismus. „Es schafft eine Revolution vor Ort und man muss es mit voller Kraft fortsetzen“, ergänzte der Minister. Er sprach sich dafür aus, den Weg von Anführern wie Jigal Allon und Jizchak Tabenkin fortzusetzen. Allon (1918–1980) war Politiker der linksgerichteten Arbeitspartei (Avoda) und einer der Begründer der Siedlungspolitik. Tabenkin (1888–1971) gehörte zur Kibbuzbewegung.
Schikli nahm auch an der Grundsteinlegung der neuen Siedlung „Maos Zur“ teil. In Binjamin warnte er indes vor Gewalt. Siedler sollten davon Abstand nehmen, obwohl die Lage kompliziert sei. „Das schadet dem Siedelungsprojekt und dient dem Feind“, zitiert ihn die Nachrichtenseite „Srugim“.
Neue Siedlungen bewilligt, aber noch nicht von allen Gremien
Derweil berichten israelische Medien, dass das Sicherheitskabinett bereits vor zwei Wochen 34 neue Siedlungen genehmigt habe. Es handele sich teils um neue Außenposten und teils um bestehende, die derzeit illegal sind. Die Regierung hat den Schritt bislang nicht bewilligt, ebenso wie die für den Planungsprozess zuständige Zivilverwaltung. Damit sind sie noch nicht völlig autorisiert.
Laut der israelischen Organisation „Frieden Jetzt“ handelt es sich allerdings um die größte Zahl, die das Sicherheitskabinett auf einmal genehmigte. Seit dem Amtsantritt der aktuellen Regierung Ende 2022 seien insgesamt 103 Siedlungen oder Außenposten zugelassen worden. Das sei mit Hinblick auf die bereits bestehenden 127 Siedlungen ein Anstieg um 80 Prozent. Zwischen den Oslo-Abkommen von 1993 und der jetzigen Regierung seien sechs Siedlungen bewilligt worden.
Laut der Nachrichtenseite „i24news“ befinden sich mehrere der neuen Siedlungen in palästinensischen Enklaven im Norden des Westjordanlandes. Andere liegen an abgelegenen Orten. Das bedeute in Zukunft eine große zusätzliche Last für das Militär, was Sicherheits- und Logistikaspekte angeht.
Die PA sprach am Donnerstag von einer „gefährlichen Eskalation“. Sie ließ verlauten: „Jegliche Siedlungsaktivität ist im besetzten palästinensischen Gebiet illegal, gemäß internationalem Recht.“ (eh)
40 Kommentare
Minister Amichai Schikli, „Was den Sieg bringt, sind Schafe und Landwirtschaft“, guter Mann.
@Alberto
Na ja, „dein guter Mann“ gehört zu den Rechtsradikalen der Regierung. Er würde gerne das Westjordanland annexieren, man könnte deuten, Schafe und Landwirtschaft den palästinensischen Bauern wegnehmen. Dann bedeuten Schafe und Landwirtschaft Sieg!
Nein. Ella, Palästinenser sind gute Schäfer und gute Landarbeiter. Israel braucht sie und Israel wird sie, wenn sie arbeiten und keine Steine werfen, großzügig belohnen.
Da kann man wenigstens noch siedeln.
Bei uns (NRW) werden gerade ganze Wälder abgeholzt, für ca. 250 Meter hohe Windenergieanlagen und die dafür erforderlichen Zuwegungen.
Dank unserer Vorgängerregierung (Bund / Ampel) bis auf wenige hundert Meter zu Wohnhäusern, also von den Proportionen her quasi vor der Haustür.
Die Buntspechte, die bei uns am Haus immer zum Futterpicken kamen, haben bereits das Weite gesucht.
Also lasst wenigstens den Israelis das Siedeln. Israel braucht den Platz, da noch große Aufgaben bevorstehen und noch Viele in das Land ihrer Väter und Mütter zurückkehren werden.
„Also lasst wenigstens den Israelis das Siedeln. Israel braucht den Platz, da noch große Aufgaben bevorstehen und noch Viele in das Land ihrer Väter und Mütter zurückkehren werden.“
Und das berechtigt, gegen bestehendes (Völker-)Recht zu verstoßen?
Und dann wird sich wieder über Palästinensische Gewalt gegen Israel beschwert. Mit solchen Aktionen gießt Israel doch selbst Öl ins Feuer.
Dann wollen auch Sie ein judenfreies Westjordanland, Schneemann? Ich sage eigentlich lieber Judäa und Samaria, da das die historischen Bezüge besser erkennen lässt.
Im Übrigen hat „Land für Frieden“ nie funktioniert. Das sollten Sie eigentlich wissen.
Falls nicht würde ich sagen: antizionistisches Rumgequatsche.
@Lothar
Ich würde gerne auf Ihren Kommentar antworten, aber wer versucht, mit Begriffen wie „antizionistisches Rumgequatsche“ die Diskussion abzuwürgen, ist kein seriöser Diskussionspartner.
@Ella
Es wurde bereits mehrfach festgestellt, daß diese Sidlungen eine Vertreibung der Palästinsischen Bevölkerung zur Folge hat und damit illegal und nicht umstritten.
@Schneemann
Meine Formulierung „antizionistisches Rumgequatsche“ war bedingungsabhängig. Fühlten Sie sich etwa angesprochen?
Und was den Satz an Ella angeht „Es wurde bereits mehrfach festgestellt, daß diese Si(e)dlungen eine Vertreibung der Palästinsischen Bevölkerung zur Folge hat …“ ist eine individuelle Einschätzung bzw. Meinungsäußerung und kann insofern keine „Feststellung“ sein.
Es gibt auch die anders gerichtete Meinung, dass es ohne die Siedlungen in Judäa und Samaria zu einem ungesunden Gleichgewicht kommen kann und die Juden irgendwann herauskatapultiert werden, wie bei der nicht mehr aus dem Wege zu gehenden Evakuierung aus dem Gazastreifen 2005. Und was dabei ausgekommen ist, haben wir gesehen.
Diese Einschätzung dürfte wohl realistischer sein.
@Lothar: Wo habe ich etwas gegen Juden gesagt. Ich habe lediglich die Politik Israels kritisiert.
Oder bedeutet für sie Israel=Jude? Haben also Ihrer Meinung nach andere kein Recht, in Israel zu leben?
Das klingt aber schon ziemlich rassistisch…. 🤔
Wo habe ich denn gesagt, dass Sie etwas gegen Juden gesagt haben, Schneemann? Dichten Sie bitte nicht etwas hinzu, was ich nicht gesagt habe.
Die Problematik scheint hier insgesamt etwas komplizierter zu sein, als das in einigen Ihrer Kommentare durchscheint.
Sehen Sie dazu bitte darunter den Kommentar von Ella (11.4.26, 19:56 Uhr). Aber auch dem sind Sie ausgewichen. Schade.
@Schneemann
Deutschland = Deutsche
Frankreich = Franzosen
Italien = Italiener
Schweden = Schweden
Portugal = Portugiesen
usw & usf
Was ist Ihr Problem!?
@Schneemann
Der Völkerbund, dessen Entscheidungen von der Uno übernommen wurden (Artikel 80 der Uno-Charta) hat 1920 in San Remo klar festgelegt, dass Juden sich in allen Gebieten Palästinas ansiedeln können. Somit widerspricht das Bauen von Siedlungen dort nicht dem internationalen Recht. Es handelt sich nicht um illegal besetzte, sondern um umstrittene Gebiete, auf die zwei Völker Anspruch erheben. Deren Zukunft muss im Rahmen eines Friedensvertrags festgelegt werden. In den Oslo-Abkommen ist ausdrücklich festgehalten, dass die Siedlungsfragen erst in der letzten Phase bei Friedensverhandlungen diskutiert werden sollen. Zu solchen Friedensverhandlungen ist es wegen Verweigerung der Palästinenser nie gekommen. Bisher kam immer ein klares dreimaliges Nein dazu: keine Friedensverhandlungen, keine Anerkennung Israels, kein Frieden mit Israel. Von Israel war immer geplant, bei entsprechenden Verhandlungen Siedlungen wieder zu räumen, so geschehen beim Friedensvertrag mit Ägypten, als Israel den Sinai aufgab. Und so war es auch 2005 in Gaza, als 10.000 Israelis ihr Heim aufgaben. Statt dort palästinensische Flüchtlinge anzusiedeln, wurden diese Siedlungen zu Terrorbasen. Wieso also sollte Israel sein Siedlungsbau im WJL aufgeben, wenn niemand von den Palästinensern mit Israel verhandeln will? Was nicht in Ordnung ist, sind die extremen israelischen Siedler, die Palästinenser bedrohen. Aber solche gibt es bei den Palis auch.
@Ella
Es wurde bei mehreren Gelegenheiten festgestellt, daß die Siedlungen im WJL auf eine Vertreibung der Palästinenser hinausläuft und daher illegal sind.
@Schneemann
Diese Aussage ist mir zu vage. Wer ständig Verhandlungen mit Israel ablehnt, Abkommen boykottiert, Israels Existenz in Frage stellt und Terrorismus duldet, kann nicht ernsthaft über Rechtsordnung und Illegalität diskutieren.
@Ella
Das im WJL israelische Siedlungen illegal sind, wurde u. a. vom ISTG und vom obersten Israelischen Gericht festgestellt.
@ Ella und Schneemann
Dass bis heute die ganze Welt auf Israel herumhacken darf, ist der judenfeindlichen, althergebrachten antisemitischen Politik in der gesamten Welt anzulasten.
Was sollte man auch von einem Völkerbund erwarten dürfen, in dem sich imperialistische Kolonialstaaten wie Frankreich und Großbritannien ohne Rücksicht auf die in der Region lebenden Ethnien den Nahen Osten untereinander verschacherten.
Die vielen geschlossenen Vereinbarungen (Sykes-Picot-Abkommen, Balfour-Deklaration, K. v. San Remo etc.) wurden ausschließlich dazu genutzt und entsprechend gebrochen, um eigene Machtinteressen, insbesondere von GB und Frankreich, zu sichern.
Diese Praxis des Verrats am jüdischen Volk wurde ungeniert übernommen durch die Nachfolgeorganisation der UN. Dieses bewusst rücksichtslose und kaltblütig geschaffene Durcheinander in der Region Nah-Ost ist bis heute verantwortlich für den Terror in dieser Region.
Und heute erheben sich genau dieselben Strippenzieher wieder, zusammen mit anderen Israel-Neidern und -Feinden, um im Namen des von ihnen geschaffenen „Völkerrechts“ oder ihrer Beschlüsse in der UN, Israel am Nasenring durch ihre verlogene Manege, entsprechend ihres Verständnisses von „Gerechtigkeit“, zu zerren.
Ich könnte vor Wut und Empörung aufheulen und laut schreien, wenn es irgendetwas bringen würde.
Dieses seit Jahrhunderten andauernde Martyrium des jüdischen Volkes durch Verrat, Scheinheiligkeit und Ignoranz muss endlich ein Ende finden! Und auch wenn ich das nicht mehr erleben werde, so will ich wenigstens immer wieder mein Wort dazu erheben!
@Caja
Danke meine liebe Mitstreiterin. Deine Worterhebung dazu ist richtig und wichtig und sehr gut formuliert. 👍🏻
Liebe Grüße Ella
@Ella
Sie schreiben: „Wieso also sollte Israel seinen Siedlungsbau im WJL aufgeben, wenn niemand von den Palästinensern mit Israel verhandeln will?“
Dieser Frage stellt sich Amichai Chikli, so scheint mir. Das Massaker der Terroristen und ihrer zivilen Gefolgsleute aus dem Gazagebiet (Okt. 2023) haben verdeutlicht: Die Zeit des Verhandelns ist vorbei. In der „Westbank“ leben eine halbe Million Juden. Die meisten Araber in diesem Gebiet halten am Ziel fest, Israel zu vernichten. Einen sog. „Palästinenserstaat“ wird es nicht geben (oder Jordanien könnte dieser Staat sein?).
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Die jüdische Besiedlung Judäas und Samarias wird unaufhaltsam weitergehen. Und irgendwann wird die „Westbank“ zum Staat Israel gehören. Weshalb es keine Zukunft für einen Araberstaat geben kann? Weil die Mehrzahl der in Samaria und Judäa lebenden Araber geprägt ist durch die rassistische Ideologie des „islamischen Nazismus“, wie ihn Chikli nennt.
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Hinweis:
Um Chikli besser zu verstehen, könnten sich Interessierte auf YouTube ansehen:
„Israeli Minister of Diaspora Affairs [and Combating Antisemitism] Amichai Chikli interview with Jonathan Tobin“
(JNS TV, vor 11 Monaten, 17:31)
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Bemerkungen:
Chikli begründet, weshalb Judaismus und Zionismus gleichermaßen wichtig sind, Er erläutert, wer die Feinde Israels sind: u.a. Katar, Al Jazeera, Muslimbrüderschaft („local branch named Hamas“). Nennt Unterschiede zwischen Nazis und den Massaker feiernden Terroristen. Woke Left vs. Woke Right. – „Wir arbeiten mit allen zusammen, die die Gefahr des radikalen Islam erkannt haben.“ – Chikli naiv? Aber nein.
@Ella
Ergänzende Bemerkungen
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In seinem Interview hat Amichai Chikli einen weiteren Feind Israels genannt – den syrischen „Übergangs“-Präsidenten.
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Frau Hausen schreibt in Ihrem Artikel:
„Er [Chikli] sprach sich dafür aus, den Weg von Anführern wie Jigal Allon und Jizchak Tabenkin fortzusetzen. Allon (1918–1980) war Politiker der linksgerichteten Arbeitspartei (Avoda) und einer der Begründer der Siedlungspolitik. Tabenkin (1888–1971) gehörte zur Kibbuzbewegung.“
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Typisch für Chikli, dass er Yigal Allon erwähnt. Allon, Befehlshaber der Südkommandos, die „Dienstwege“ missachtend, schreibt am 27.03.1949 direkt an David Ben-Gurion, dieser möge anordnen, die israelische Armee solle die Westbank erobern. Er begründet seinen Vorschlag ausführlich. Sein Vorschlag, so meine ich, zeugt von großer Weitsicht. Wie wird sich David Ben-Gurion entscheiden?
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Wer sich für Details interessiert und – leider ist das immer wieder einmal die Voraussetzung – Englisch halbwegs beherrscht, sollte Udi Manors Buch „Yigal Allon: A neglected Political Legacy, 1949-1980“ lesen. Es ist vor 9 Jahren erschienen.
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Benny Morris erwähnt so nebenbei Allons Brief an Ben-Gurion (zitiert auch ein wenig daraus; kommentiert andeutend) in seinem 2023 bei Hentrich & Hentrich erschienenen „1948. Der erste arabisch-israelische Krieg“, S. 507/08.
Morris lässt deutlich durchblicken, was er von Allons Vorschlag hält. Wenig. Im Gegensatz zu mir. 😉
Gut gesprochen👍
Was Schikli da fordert, ist nicht logisch, es spricht eher für eine gewisse Naivität gegenüber den illegalen Siedlern.
SHABBAT SHALOM
@ Klaus
Wieso sind die Siedler illegal? Warum dürfen die in Samaria und Judäa nicht wohnen? Wollen Sie ein judenreines Westjordanland?
Das Oslo-Abkommen ist doch seit langen gescheitert und es lag sicherlich zum geringsten Teil an den Israelis. In der Zone A sind mindestens 30.000 illegale/ nicht genehmigte Bauten der Palästinenser, z.T. mit Hilfe und/oder Gelder der EU, errichtet worden. Warum bauen die nicht in der Zone B oder C sinnvoll ihre Siedlungen aus?
Zone A steht komplett unter der Kontrolle der Palästinenser. Was sie wohl eher meinen, ist die Zone C.
Diese steht zwar unter der Kontrolle des Staates Israels. Dennoch sind nach internationalem Recht israelische Siedlungen in dieser Zone illegal.
Außerdem ist ihre Frage unsauber formuliert. „Wollen Sie ein judenreines Westjordanland?“
Ich denke, jeder sollte dort wohnen, wo er möchte. Und dazu gehören natürlich aus Juden im Westjordanland.
Aber diese sollten dort nach internat und nicht (nur) nach israelischem Recht leben. Und das schließt eine rein israelische Siedlung in Zone C aus.
Und Sie könnten sich vorstellen, dass Juden in einem eventuellen Palästinenserstaat leben könnten, also unter palästinensischer Regierung und mit palästinensischen Gesetzen ? Ich frage für einen (jüdischen) Freund.
@Antonia
Ja, das kann ich mir vorstellen. Ebenso, wie ich es mir vorstellen kann, das Palästinenser in Israel unter israelischen Gesetzen leben könnten.
Oder fällt ihnen die Vorstellung schwer, das Menschen unterschiedlichen Glaubens friedlich zusammen leben können?
@ Schneemann
„Oder fällt ihnen die Vorstellung schwer, das Menschen unterschiedlichen Glaubens friedlich zusammen leben können?“
Ach, woher, natürlich wäre das ein Leichtes! Haben wir doch in Deutschland, Frankreich etc. doch auch schon prima im Griff!
Natürlich müssen wir noch einiges tun, um die unterschiedlichen Gruppierungen muslimischen Glaubens hierzulande vollends zufriedenzustellen und uns ihrem Verständnis von Staat, Rechtsprechung, Frauenrechten etc. ausreichend angenähert haben; aber ich bin da ganz zuversichtlich angesichts dessen, dass wir nicht müde werden, uns in zahlreichen Verhandlungsgremien zusammen mit verschiedensten NGOs auf die Durchsetzung von deren Vorstellungen abzustimmen.
Bei solch gutem Vorbild von uns sollte Gleiches wohl auch den Israelis möglich sein, wollen sie nicht weiter als Ignoranten, Aggressoren und Unruhestifter im Nahen Osten gelten!?
@Caja
Herzlichen Dank! Brillant! 👍👍
Bewundernswürdige Antwort auf Vorstellungen des Foristen @Schneemann, sich meldend aus dem Lande Fantasterien.
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Besagter Forist schreibt aber auch: „Ebenso, wie ich es mir vorstellen kann, das [besser: dass] Palästinenser in Israel unter israelischen Gesetzen leben könnten [sic].“
Könnten? Sie können es seit langem, diese Araber. Und sie tun es auch. Im Staat Israel leben mehr als zwei Millionen arabische Israelis. Die allermeisten von ihnen möchten in keinem andern Staat leben, so wohl fühlen sie sich dort. Jedem ist „Captain Ella“ Waweya bekannt.
Vorsicht, Herr Westphal.
Maßen Sie sich nicht an, einem Juden vorzuschreiben, ob und wie er die Maßnahmen seiner künftigen Landsleute zu beurteilen hat, und lassen Sie diesen Nazisprech von wegen Judenreinheit aus dem Spiel. Damit machen Sie nämlich den Fehler der Philosemiten, sich jüdischer zu geben als wir Juden selbst uns sehen,und das ist genauso extrem wir der aufbrandende Antisemitismus zur Zeit.
Ich habe das Recht, ungerechtes und kriminelles Verhalten eines Teils meiner Glaubensbrüder zu kritisieren, soviel dazu.
Zur Sache :
Die Zone A gehört als Siedlungsgebiet ausschließlich den Palästinensern, und solange die Osloer Vereinbarungen nicht durch die Regierung ganz offiziell gekündigt werden, haben sie Bestand, ungeachtet Schiklis Ansichten.
Was die Palästinenser in der Zone A an Baumaßnahmen treffen, ist alleine Sache der PA.
Die Zone B wird laut der Abkommen von beiden Seiten besiedelt und in der Zone C gibt es so gut wie keine palästinensischen Siedlungen mehr .
Wenn Israel als vollwertiges Mitglied der Staatengemeinschaft gelten will sollte es sich an bestehende Verträge halten und nicht Ansprüche auf dieses Gebiet gleich welcher Art geltend machen. Vor allem nicht auf diese Art und Weise und nicht durch eine Minderheit, die bei der Mehrheit meiner Glaubensgemeinschaft verschrieen ist und uns immer wieder negative Werbung beschert.
Sobald ich meine Aliya hinter mir habe, werde ich mich jedenfalls den Kritikern solcher Siedlungspolitik anschließen, selbst wenn nur geringe Aussicht besteht, das Problem jemals ganz in den Griff zu bekommen. Ende Teil 1
@ Klaus
Tut mir leid, aber jetzt muss ich doch mal ein paar deutlich kritische Worte an dich und deine teils grenzwertige Sichtweise richten:
Mein Vater war Jude, wurde im DR verfolgt, gequält und seiner gesamten Familie beraubt durch Tod im KZ ( bis auf einen Cousin, der sich später in Haifa mit seiner Ehefrau niederließ und dort eine Familie gründete).
Weil meine Mutter evangelisch war, gelte ich als „Vaterjüdin“, die nach der Halacha aber nicht als Jüdin anerkannt ist. Wie schlüssig es ist, jemanden als Juden zu bezeichnen, nur weil er eine jüdische Mutter hatte, egal ob der Vater Muslim, Katholik etc. ist, unabhängig davon, ob er oder seine Familie gläubig ist oder nicht, ob er betroffen war oder ist von der Verfolgung etc., mag dahin gestellt bleiben.
Ich verwehre mich aber dagegen, dass allen Menschen, die als nicht-jüdisch gelten, die Berechtigung abgesprochen wird, sich für das Judentum, das Existenzrecht Israels auszusprechen und zu seiner Politik zu äußern!
Und den verhöhnenden, herabsetzenden Begriff des „Philosemitismus“ will ich auch nicht mehr hören! Diesen von dir so verunglimpfend bezeichneten Menschen hat Israel sehr viel zu verdanken! Sie setzen sich seit Jahrzehnten ein für das jüdische Volk und seine Existenzsicherung, indem sie sich trotz vieler damit verbundenen Beeinträchtigungen und Anfeindungen solidarisch und leidenschaftlich engagieren!
Demgegenüber gibt es viele Menschen, die sich nach der Halacha „Jude“ nennen, aber das Judentum und den Staat Israel in den Dreck treten, wo immer sich die Gelegenheit bietet!
Bitte nachdenken!
Caja, ich muss mich nicht für das rechtfertigen, was ich geschrieben habe. Ich habe niemandem das Recht abgesprochen, sich für Israel, dessen Existenzrecht und das Judentum einzusetzen, erst recht keinem Nichtjuden. Mich hat in erster Linie der Begriff ,,Judenrein“ gestört ,in zweiter Linie der Versuch, mir klarzumachen, wie ich als Jude die Taten anderer Juden zu beurteilen habe und auch für verbrecherische Taten einiger meiner Glaubensbrüder Sympatien pflegen sollte und drittens stören mich die Ansichten von einigen ,aber keineswegs allen von mir als Philosemiten bezeichneten Freunden Israels, das Judentum und damit auch Israel als eine Art von Gloriana zu betrachten, dem nach Jahrtausenden der Vefolgung als Belohnung nahezu alles erlaubt sein darf. Nein nicht alles ist erlaubt, und Israel ist nicht auf Anarchie erbaut, sondern auf Rechtsstaatlichkeit. Und diese Leute, diese Siedler, scheinen zu glauben, daß diese Rechtsstaatlichkeit für sie nicht gilt. Damit entsprechen diese Leute genau dem, was du in deinem letzten Absatz anprangerst.
Klag sie an, nicht mich,denn ich ich bin nicht mehr als ein säkularer Jude und habe auch nie einen Hehl daraus gemacht, somit gehen deine Vorwürfe an die falsche Adresse.
SHALOM VE YOM HASHOAH
@ Klaus
Ich stimme dir in manchem des von dir Geschriebenen durchaus zu, bleibe aber dabei, dass ich diese beiden Aussagen von dir nicht in Ordnung finde:
„Maßen Sie sich nicht an, einem Juden vorzuschreiben, ob und wie er die Maßnahmen seiner künftigen Landsleute zu beurteilen hat …“
„Damit machen Sie nämlich den Fehler der Philosemiten, sich jüdischer zu geben als wir Juden selbst uns sehen, …“
Zum einen gibt es nicht „die Juden“ als homogene Masse (siehe meine Antwort zu deinem Kommentar unter „Ehemalige Geisel klagt über Hassbotschaften auf Instagram“) , auf die du dich beziehen solltest, zum anderen ist der Begriff „Philosemit“ extrem herabwürdigend als Bezeichnung für Menschen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, an die Seite des jüdischen Volkes und ihres Staates Israels stellen.
Beides sind Pauschalierungen, die ich nicht teilen möchte.
Wenn sich jemand als Israelfreund dazu versteigt, sich völlig unkritisch in realitätsfernen Glorifizierungen zu verlieren, ist es völlig legitim, dies aufzuzeigen und sich davon zu distanzieren. Aber dazu muss nicht der von Antisemiten generierte, verhöhnende Begriff des „Philosemiten“ verwendet werden. Damit leistet man der Sache der Juden- und Israelhasser Vorschub.
Ich habe @ manfredwestphal bisher als durchaus differenziert argumentierenden User erlebt.
Es ist völlig ok, seine provozierende Frage entsprechend deutlich und scharf zu beantworten. Das mache auch ich, wenn mich etwas besonders verärgert. Aber diese beiden oben stehenden pauschalierenden Allgemeinplätze sind kontraproduktiv.
Naja aber Caja, im Philosemitismus sehe ich eine „Umkehrung des Antisemitismus“. Das Problem dabei: Menschen werden wieder nicht als Individuen gesehen, sondern als Gruppe mit festen (wenn auch positiven) Eigenschaften belegt. Werden Juden z. B. als „besonders klug“ oder „moralisch überlegen“ bezeichnet, ist das immer noch eine Form von Stereotypisierung.
In Debatten um Israel wird der Vorwurf des „Philosemitismus“ manchmal genutzt, um Unterstützern Israels eine unkritische oder gar „blinde“ Solidarität zu unterstellen, die eher auf eigenen Schuldgefühlen (besonders in Deutschland) als auf echter Empathie basiere.
@ Gideon Lahav
Jetzt will ich aber doch noch mal etwas weiter ausholen, um zu versuchen, meine Position und Kritik an Klaus Äußerungen zu erklären.
Die Begrifflichkeit des „Philosemitismus“ geht zurück auf H. v. Treitschke, einen Nationalisten und Antisemiten des 19. Jahrhunderts, der den Satz in die Welt brachte „Die Juden sind unser Unglück“, welcher später zum Wahlspruch des nationalsozialistischen Hetzblattes „Der Stürmer“ aufstieg.
Du, Gideon, sprichst selbst von herabsetzenden Stereotypisierungen, die nur dazu dienen, Ideologien zu befeuern, die nicht im Entferntesten etwas mit der Realität zu tun haben. Pauschale Idealisierungen des Judentums sind genauso rassistisch wie pauschale Diffamierungen, sprich Antisemitismus.
Der Philosemitismus des Nachkriegs-Deutschlands hat entscheidend zur Entstehung des sog. „Neuen Antisemitismus“ als einer Form der Schuldabwehr beigetragen. Der „alte Antisemitismus“ konnte durch die falsche Idealisierung des Judentums mittels Verzichts auf die tiefgehende Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Geschichte des DRs weiter im Verborgenen schwelen, um bei passender Gelegenheit krebsartig mit Antisemitismus-Metastasen und großer Wucht wieder auszubrechen (siehe die aufbrechenden Abgründe nach dem 7. Oktober!).
(Fortsetzung folgt)
@ Gideon Lahav
(Fortsetzung I)
Philosemitismus nach 1945 hatte in erster Linie den bis auf das Skelett abgemagerten KZ-Juden im Blick, hilflos, schwach, bedauernswert wie ein geprügelter Hund. Oder den intelligenten, belesenen intellektuell versierten Wissenschaftler, Dichter, Musiker etc., der Deutschland einst das Ansehen verschaffte, „das Volk der Dichter und Denker“ zu sein. Beides total falsch, verzerrt, krank.
Juden sind nicht besser oder schlechter als alle Menschen dieser Welt! Sie können genauso gut und böse sein wie jedermann, denn sie sind Menschen!
Aber der Philosemit hat aufgrund seiner völlig kranken Zuschreibungen dem modernen Israeli nicht verzeihen können, ihn seiner so behaglichen Möglichkeit beraubt zu haben, im Juden weiter das entrechtete Opfer sehen zu dürfen, um sich so von der Täter-Generation der Eltern/Großeltern abgrenzen zu können.
Die Komplexität des Daseins holte den Philosemiten ein und konfrontierte ihn mit der bitteren Realität, dass Juden „keine Kuscheltiere“ sind, die sich brav auf dem Sofa platzieren lassen, um als nostalgisches Anschauungsobjekt und Beweis der eigenen Nicht-Täterschaft zu dienen.
Dass Juden heute selbstbewusst, durchaus bisweilen auch rücksichtlos nur an sich selbst und ihre eigene Existenzsicherung denkend, Kriege führen, sich nicht um erhobene Zeigefinger der Weltgemeinschaft scheren etc., kann der Philosemit nur als Verrat empfinden, nicht verwinden und verzeihen. Philosemiten laufen Gefahr, zum Antisemiten von morgen zu mutieren. Philosemiten sind nicht nur blauäugig, sondern gefährlich.
(Fortsetzung folgt)
@ Gideon Lahav
(Fortsetzung II)
Einen Einzelnen kann ich durchaus als Antisemiten oder Philosemiten bezeichnen, wenn ich ihm das entsprechend stichhaltig nachweisen kann. Beide schaden in ihrer Verblendung der ausgewogenen Diskussion in dem Bemühen nach zielorientierten Lösungsansätzen und Klärung eines komplexen Geschehens.
Hier im Forum habe ich jedoch noch keinen einzigen Philosemiten ausmachen können, sondern – abgesehen von den „Unbelehrbaren“ – nur ausgewogen vernünftig und auch kritisch denkende, argumentierende und um fruchtbaren Austausch bemühte, reflektierte Freunde Israels und des jüdischen Volkes.
Deshalb bezeichne ich es als nicht gerechtfertigt, @ manfredwestphal schon allein aufgrund seiner provokanten Frage als Retourkutsche ins Lager der Philosemiten zu verorten, indem ihm deren „Fehler“ zugeschrieben werden. Das ist unfair, diffamierend und geht an der Realität vorbei.
@ Gideon Lahav
(Ergänzung)
Ich räume ein, es war vielleicht missverständlich, als ich Folgendes in meinem ersten Kommentar an @ Klaus schrieb:
„Und den verhöhnenden, herabsetzenden Begriff des „Philosemitismus“ will ich auch nicht mehr hören! Diesen von dir so verunglimpfend bezeichneten Menschen hat Israel sehr viel zu verdanken! Sie setzen sich seit Jahrzehnten ein für das jüdische Volk und seine Existenzsicherung, indem sie sich trotz vieler damit verbundenen Beeinträchtigungen und Anfeindungen solidarisch und leidenschaftlich engagieren!“
Damit meinte ich, dass es unpassend ist, Usern wie bspw. @ manfredwestphal aufgrund einer als unangemessen aufgefassten Äußerung sofort mit der Philosemiten-Keule zu begegnen, einem Begriff, der insbesondere von Antisemiten dazu genutzt wird, Israelfreunde zu verhöhnen und zu diskreditieren.
Israel hat seinen nicht-jüdischen Freunden viel zu verdanken. Wir Israel-Freunde haben genug Probleme, die vielen Antisemiten argumentativ zu entwaffnen. Wenn wir in Foren wie diesem mal nicht die richtigen Worte finden, sollte nicht sofort die verhöhnende Philosemiten-Schubladen geöffnet werden, um uns gegenseitig zu zerlegen.
Es ist manchmal schwer, angesichts des vorgegebenen Zeichen-Limits das auf den Punkt zu bringen, was man meint, ohne missverstanden werden zu können – Alberto ausgenommen.
Trotz allem, ich meine, Klaus mittlerweile so gut kennengelernt zu haben, um ihn bei aller Impulsivität als von mir sehr geschätzter Kommentator bezeichnen zu können. Und für Impulsivität habe ich viel Verständnis, das ist mir selbst nicht fremd.
@Manfredwestphal
Teil 2
Wenn ich, Herr Westphal, zu Beginn meiner Antwort in Teil 1 etwas harsch gewesen sein sollte, so bitte ich um Verzeihung, aber Sie sollten wissen, daß wir Juden es satt sind, uns immer wieder Vorhaltungen anhören zu müssen, wie wir zu sein haben. Viele unserer Freunde machen auch immer wieder den Fehler, Israel in seiner historischen Größe zu sehen, aber mal ganz ehrlich, welcher Staat, welches Reich ist das geblieben, was es zu Beginn seiner Existenz war, wenn es überhaupt noch existiert?
Diesem Wandel ist auch das heilige Land unterworfen, es war von jeher eine der am heißesten umkämpften Ecken der Welt. Und selbst, wenn Juden ihr Land wiedererrichtet haben, so können sie von Glück sagen, daß ihnen das gelungen ist, was viele andere nicht geschafft haben, doch sollten sie glücklich sein, wenigstens einen Teil ihres historischen Siedlungsgebietes zurück gewonnen zu haben.
Die ursprüngliche Größe wird es nie wieder erreichen, denn die Bewohner, die nach ihrer Vertreibung dort siedelten, haben ebenfalls Ansprüche erlangt. Berechtigte Ansprüche.
Von uns aus werden wir diese historische Größe jedenfalls nicht mehr erreichen, außer wenn es dem Ewigen gefällt uns diese Größe wieder zuzumessen. Dies mag irgendwann mal geschehen, aber mit Sicherheit nicht zu unserer Zeit, und ich werde es zufrieden sein, meinen Lebensabend dort in Ruhe und Frieden beschließen zu können,ein Jude unter Juden zu sein, ohne mich wie hier in Deutschland ständig dafür rechtfertigen zu müssen, was ich bin. Diese Siedler bringen genau das in Gefahr.
SHABBAT SHALOM
@manfredwestphal
Ich zitiere aus Frau Hausens Artikel (siehe oben):
„In der Zone A hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) die Verantwortung, in der Zone B ist Israel für die Sicherheit zuständig und die Zone C unterliegt israelischer Kontrolle.“
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Ich zitiere aus Ihrem Kommentar:
„In der Zone A sind mindestens 30.000 illegale/ nicht genehmigte Bauten der Palästinenser >>[Nennen Sie bitte die Quelle für diese Behauptung, die ZONE A betreffend! A.M.]<< , z.T. mit Hilfe und/oder Gelder der EU, errichtet worden. Warum bauen die nicht in der Zone B oder C sinnvoll [?!] ihre Siedlungen aus?"
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Ich bezweifle, dass Ihre Fehlleistung allzu viel mit seriösem Kommentieren zu tun hat.
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Ich empfehle Ihnen, den Beitrag der Foristin @Ella aufmerksam zu lesen. Ich finde ihn inhaltsreich und anregend. Das stelle ich mir unter sachgerechtem Kommentieren vor. Sie auch?
Ich könnte mir vorstellen, dass Herr Westphal sich mit Zone A ganz einfach verschrieben hat und er den Kommentarverlauf nicht weiter gesichtet hat. Natürlich kann er nur Zone C gemeint haben.
Die von ihm genannten 30T pal. illegalen Bauten finden ich nur geschätzt über KI. Genau zu verifizieren ist das m. E. wohl nicht, genauso wenig die Anzahl radikaler gewaltbereiter Siedler. Die müßte man dann mal in Relation setzen zu den ca. 500T israelischen Siedlern gesamt in Judäa/Samaria, damit nicht wieder die Pauschalisierung „die Siedler“ um sich greift, wie das häufig in den Medien zu beobachten ist.
Daraus würde ich Herrn Westphal jetzt also keinen Strick drehen wollen. Vertun kann sich jeder mal.
Ansonsten finde ich seinen Kommentar sehr zutreffend.
Der Begriff „judenrein“ wurde übrigens auch vom ICEJ verwendet, m. E. aber auch um auf das schreckliche Geschehen durch die Nazis hinzuweisen und wir auf der Parallelspur, der „pal.“ und weiteren Israelhasser, ähnliche Vernichtungsphantasien sehen.
Eine zusätzliche große Last für das Militär. Das kann das Militär jetzt bestimmt nicht brauchen. Lt. Bennet fehlen 20.000 Soldaten. An anderer Stelle habe ich von 15.000 fehlenden Soldaten gelesen. Ich glaube nicht, dass da jetzt etwas gebaut wird.