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Bilder von Hamas-Gräueltaten rauben UN-Gesandter den Schlaf

Nach knapp vier Monaten informiert sich die zuständige UN-Gesandte vor Ort über Sexualverbrechen der Hamas am 7. Oktober. Die Gräuelbilder verfolgen sie in den Schlaf.
Von Israelnetz

JERUSALEM / LONDON (inn) – Die UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt in Konflikten, Pramila Patten, hat schockiert auf Videoaufnahmen vom 7. Oktober reagiert. Diese zeigen Vergewaltigungen durch Hamas-Terroristen in Südisrael. Sie habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen, sagte die 65-Jährige laut der Zeitung „Yediot Aharonot“.

Patten hat auf Einladung des israelischen Außenministeriums für acht Tage den jüdischen Staat besucht. Ziel der Reise war es, sich vor Ort ein Bild von den Gräueltaten der Hamas zu machen. Am Montag kehrt die Mauritierin nach New York zurück.

Seit sie das 47-minütige Video vor einer Woche gesehen habe, könne sie nachts nicht schlafen, sagte Patten. Die Szenen verfolgten sie. Erst jetzt verstehe sie etwas vom Ausmaß der Katastrophe, die sich am 7. Oktober ereignete.

Teil der Delegation setzt Recherche fort

Begleitet wurde die Sondergesandte der Vereinten Nationen von zehn Experten aus den Bereichen Medizin und Recht. Ein Teil der Delegation soll noch eine Woche in Israel bleiben, um weitere Beweise für die Verbrechen zu sammeln.

Patten sprach unter anderen mit Ärzten und Psychiatern des israelischen Gesundheitsministeriums. Zudem traf sie Mitarbeiter des Sozialministeriums, die darauf spezialisiert sind, Opfer sexueller Gewalt zu unterstützen.

Zu der Reise gehörte auch ein Treffen mit Staatspräsident Jitzchak Herzog und dessen Ehefrau Michal. Das Staatsoberhaupt bedankte sich anschließend auf X für ihre „lebenswichtige Berufung, die Wahrheit herauszufinden und sie klar der Welt zu präsentieren“.

Foto: Isaac Herzog, X
Sondergesandte Patten (M.) mit dem Ehepaar Herzog

Überdies besuchte sie Schauplätze des Massakers. So führten sie der Überlebende Or Jalin und ein Mitarbeiter der Rettungsorganisation ZAKA. Jossi Landau, durch den verwüsteten Kibbutz Be’eri. Eine weitere Station war der Kibbutz Nahal Os.

Erdan: Welt muss begreifen, gegen wen wir kämpfen

UN-Botschafter Gilad Erdan begleitete die Delegation. Er betonte die Bedeutung von Pattens Besuch: Dadurch könnten das Leiden und die abscheulichen Sexualverbrechen, „die am 7. Oktober von den Monstern der Hamas an israelischen Frauen und Mädchen begangen wurden“, internationale Anerkennung finden.

„Es ist ebenso wichtig, damit die Welt begreift, gegen wen wir kämpfen“, fügte er Diplomat hinzu. „Die Missachtung und die Gleichgültigkeit der UN und ihrer Frauenorganisation ist eine Schande, die nicht weitergehen darf.“

Patten kann nach eigener Aussage nachvollziehen, dass Israel sich durch die Reaktion der Vereinten Nationen auf das Massaker und den dadurch ausgelösten Krieg verraten und im Stich gelassen fühlte. Erst 57 Tage nach dem Terrorangriff verurteilte die UN-Frauenorganisation (UN Women) die Gewalt gegen Frauen. Am 13. Oktober hatte sie das Terrormassaker und die israelische Reaktion auf eine Stufe gestellt und verurteilt.

„Die Welt da draußen kann das Ausmaß des Vorfalles nicht begreifen. Ich selbst habe es erst verinnerlicht, indem ich hier war“, sagte Patten. Die Frau aus dem östlich von Madagaskar gelegenen Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean hatte Anfang Dezember zur bedingungslosen Freilassung aller Geiseln aus der Gewalt der Hamas aufgefordert – als Reaktion auf Berichte über sexuelle Gewalt. Dazu forderte sie umfassende Untersuchungen.

Demonstration für weibliche Geiseln in London

Unterdessen demonstrierten in der britischen Hauptstadt London mehrere Dutzend Menschen zugunsten der Frauen, die sich noch in Geiselhaft befinden. Auf einem Banner war zu lesen: „Vergewaltigung ist kein Widerstand“.

Nach Angaben der stellvertretenden Jerusalemer Bürgermeisterin Fleur Hassan-Nahum werden noch zwischen 17 und 20 Frauen und Mädchen im Gazastreifen festgehalten. Mütter hätten ihr von ihrer Befürchtung erzählt, dass die Töchter schwanger geworden sein könnten. „Wir müssen sie jetzt herausholen, damit wir etwas tun können“, zitiert die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ die Likud-Politikerin.

Der Protest formierte sich in der Nähe des BBC-Gebäudes. Die Organisatoren werfen der Rundfunkanstalt vor, nicht ausreichend über sexuelle Gewalt am 7. Oktober berichtet zu haben.

Für Ende Februar wird Pattens Sonderbericht erwartet. Er soll sexuelle Gewalt in vielen Ländern behandeln – und ein besonderes Kapitel Israel widmen. (eh)

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12 Antworten

  1. ‚ Sexualverbrechen der Hamas am 7. Oktober 2023. Die zuständige UN-Gesandte informiert sich vor Ort.
    Für Ende Februar wird ein Sonderbericht erwartet‘. Ein besonderes, dickes Kapitel betrifft Israel. Wird Guterres das lesen? Nein, keine Zeit.

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  2. Namens der UN führt Frau Patton eine Mission in Israel zu den Vorgängen am 7.Oktober durch, dieses „in Übereinstimmung mit Standard-UN-Methodik“ , was immer das heißen mag.
    Fest steht, dass es ihr nicht erlaubt ist, eine offizielle Untersuchung durchzuführen, sie wird lediglich „berichten“. An wen wird Sie berichten? Wird der Bericht öffentlich gemacht?
    Es heißt, nur die „UN-Untersuchungskommission für den israelisch-palästinensischen Konflikt“ die allerdings unter massiver internationaler und israelischer Kritik steht, verfügt über Untersuchungsbefugnisse für den 7. Oktober. Wieso der zusätzliche Einsatz von Frau Patton oder untersucht die Kommission gar nicht, um für die UN peinliche Ergebnisse zu vermeiden?

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  3. Es ist schon bitter, was die UN so berichtet. Um so mehr MUSS dies auch offiziell werden, wenn nicht durch die UN, dann durch weltweite Medien, durch Israel, USA,UK, und dann MUSS auch in GER ein Umdenken her ! Hier wird mittlerweile fast ausschließlich Israel kritisiert.

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    1. Ein Umdenken in Deutschland wird von vornherein ein erfolgloses Unterfangen sein. Wie man weiß, ist das Weitergeben und Betrachten von Missbrauchsbildern strafbar. Im Fall Israel wird sich die deutsche Regierung dieser Gesetzesvorlage auch gegenüber Israel „erfolgreich“ bedienen. Den Traum von der deutschen Staats-Raison für Israel kann man vergessen. Es gibt sie nicht.

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  4. Ein israelischer Militär hat mal vorgeschlagen, tote islamistische Terroristen in Schweinefleisch einzuwickeln und zu begraben. So können sie nicht ins Paradies. Wenn sich das rumspräche, wäre Ruhe. Klingt brutal, ich weiß. Verstößt wahrscheinlich gegen die „Menschenwürde“ dieser Bestien …

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  5. @Hans Raum
    Nein, das gerade nicht. Es gäbe eine andere Lösung: Erschießung von gefangenen Terroristen mit in Schweineblut getauchten Kugeln, glänzende Idee von US-Generals John Pershing 1899 in den Philippinen.

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  6. AlbertNola > An die Pershing-Methode habe ich auch gedacht. Und wenn diese Besessenen von Frauen getötet werden, sind die Paradies-Jungfrauen auch futsch. Oder täusche ich mich da?

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    1. @Hans Raum
      Wenn die Terroristen von Frauen oder egal von wem getötet werden, kann man sich darüber nur freuen: mors tua, vita mea.

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  7. Beten, dass sie vom“Saulus“ zum „Paulus“ werden, dass sie wie Bileam Israel segnen statt zu fluchen. Unmöglich? Nicht beim HERRN!

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