Bericht: Amerika übernahm Löwenanteil der Luftverteidigung Israels

Die USA trugen massiv dazu bei, Israel vor iranischen Luftangriffen zu verteidigen. Indes nutzt der Iran die Feuerpause zur erneuten Aufrüstung.
Von Israelnetz

WASHINGTON (inn) – Der Vorrat amerikanischer THAAD-Raketenabfangjäger ist durch die Unterstützung Israels im Irankrieg zur Hälfte erschöpft. Das berichtete die amerikanische Tageszeitung „Washington Post“ am Donnerstag unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium.

Demnach haben die USA mehr als 200 Abfangjäger zur Verteidigung gegen iranische Luftangriffe auf Israel abgefeuert, die angegriffene Nation hingegen nur knapp über 150. Kelly Grieco, leitende Wissenschaftlerin am Stimson Center, findet die Zahlen „auffällig“. Ein derartig hoher Verbrauch könne nicht adäquat nachproduziert werden, sagte sie der „Washington Post“.

Die Deutungsansätze dieser „auffälligen“ Verhältnisse sind unterschiedlich. Ein Mitarbeiter einer Regierungsbehörde sagte im Gespräch mit der Zeitung: „Israel ist nicht in der Lage, Kriege selbst zu führen und zu gewinnen.“ Der Sprecher des Pentagons Sean Parnell sieht das anders. In einer offiziellen Erklärung schreibt er, es gebe kein Problem mit der Lastenteilung mit Israel. Die genannten Raketen seien nur ein Werkzeug in einem riesigen Netzwerk aus Systemen und Fähigkeiten.

Die israelische Regierung nahm ebenfalls in einer Erklärung Stellung. Sowohl der erste Angriff auf den Iran, „Epische Wut“, als auch der zweite, „Löwengebrüll“, seien auf höchster Ebene koordiniert sowie zum Wohle beider Länder geplant und durchgeführt worden.

In sechs Monaten erneut volle Militärstärke

Israel wies den Vorwurf, nicht ausreichend funktionstüchtige Raketenabwehranlagen zu haben, entschieden zurück. Indizien dafür gibt es dennoch. So wurde die Produktion von „Arrow“-Abfangsystemen in den vergangenen Wochen drastisch erhöht. Ein US-Beamter sagte zudem der „Washington Post“, dass Israel künftig noch stärker auf Amerikas Unterstützung angewiesen sei, da es einige seiner Verteidigungssysteme zur Wartung geschickt habe.

Der Bedarf an Abwehrraketen ist aufgrund anhaltender Waffenruhen und Friedensverhandlungen aktuell gering. Luftangriffe gibt es kaum. Trotzdem ist das Thema von Brisanz, denn: Der Iran rüstet offenbar schneller auf als erwartet. Das berichtete der amerikanische Nachrichtensender CNN am Donnerstag. Trotz der Zerstörung von mehr als 25.000 Zielobjekten des Terrorregimes durch die USA und Israel produziert das Regime erneut Drohnen – ein Kampfmittel, das bei Angriffen auf umliegende Nachbarstaaten bereits zahlreich eingesetzt wurde. Kriegsexperten schätzen laut CNN, dass der Iran bereits in sechs Monaten seine volle Militärstärke zurückerlangt haben könnte.

Friedensverhandlungen in Pakistan

Die USA verhandeln derzeit mit dem Iran in Pakistan über einen möglichen Frieden. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio (Republikaner) äußerte gegenüber Reportern am Freitagmittag, dass ein „leichter Fortschritt“ zu erkennen sei. Der Iran hält weiterhin an seinen Maximalforderungen fest, alle angereicherten Uranvorkommen zu behalten. Außerdem fordert das Land Reparationszahlungen von Amerika für den angerichteten Schaden, den der Krieg hinterlassen habe.

Uneinigkeit gab es Anfang der Woche auch zwischen dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud) und dem amerikanische Präsident Donald Trump (Republikaner). Laut Medienberichten stritten sie Anfang der Woche telefonisch über das weitere Vorgehen im Irankrieg. Eine Einigung ist bislang nicht bekannt. (cb)

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8 Kommentare

  1. Der Iran nutzt die Feuerpause zur erneuten Aufrüstung. Friedensverhandlungen in Pakistan sind eine Farce.

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  2. Wer den Wolf mit Verhandlungen streichelt, statt ihm den Garaus zu machen, der muss sich nicht wundern, wenn seine Herde gerissen wird. Europa und auch die USA sind unstrittig zu vernichtende Ziele des Iranischen Mulla-Regimes. Da ändern auch Steinmeiers Träume, der Krieg ginge uns nichts an, absolut nichts daran. Aufwachen und die freiheitlich demokratische Ordnung des Westens wirksam verteidigen!

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  3. Ich glaube an das gute Bündnis Israel-Iran und an den praktizerten DAVID-BUND gegen die Mullahs.
    Es wird ein gutes Ende geben, am Ende wird Mullah fallen…

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  4. Dass Israel künftig noch stärker auf Amerikas Unterstützung angewiesen sein wird, ist keine gute Nachricht. Und „der Streit“ zwischen Nethanjahu und Trump endete damit, dass Trump nun äussert: „Nethanjahu wird in der Iran-Frage tun, was immer ich will“. Israel hat sich von einem Größenwahnsinnigen zu einer Marionette machen lassen. Nichts desto trotz bin ich dankbar, dass USA Israel unterstützt. Israel hat in einigen Kriegen mit eigener Kraft gesiegt, aber die Kriegsführung ist eine andere geworden als in früheren Jahren. Es ist auf Unterstützung angewiesen. Der Iran wird das Uran nicht herausgeben. Alles ist offen und Iran ist noch lange nicht am Boden, wird es vielleicht niemals sein. Rubios geäusserte „gute Anzeichen“ zu einer Einigung ist mal wieder eine Farce. Man darf ein bisschen träumen von ein bisschen Frieden, aber ich flüchte mich ins Gebet! 🙏🇮🇱

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    1. @Antonia
      Hätten die USA gar nichts unternommen (siehe Nordkorea, Vietnam), wäre besser gewesen? Fragt meine Ehefrau, Politologin, die besten Universitäten besucht.

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  5. Das einzig Berechenbare an Trump ist seine Unberechenbarkeit. Armes Israel! Arme Welt!

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    1. @Caja
      Die Stärke Trumps im aktuellen Krieg ist gerade die Unberechenbarkeit. Das iranische Regime muss jederzeit mit allem rechnen und die bestialischen Führer dieses Regimes können keine Nacht ruhig schlafen, sagt unser Bischof, bester Militärbischof von allen.

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