EILAT (inn) – Ein Passagier hat in Eilat einen Unfall mit einem Bus verhindert. Der Rechtsanwalt Tomer Benisri unternahm mit seiner Frau und den Kindern einen Wochenendausflug in die südisraelische Stadt am Roten Meer. Als sie am Samstag in einem Linienbus der Gesellschaft Egged unterwegs waren, geriet das Fahrzeug außer Kontrolle: Der Fahrer hatte das Bewusstsein verloren.
In Eilat wollte die Familie den Geburtstag einer Tochter feiern. Die Kinder wollten im Bus auf der Rückbank sitzen. Doch Benisri befürchtete, ihm könne übel werden. Also nahm er mit seiner Ehefrau direkt hinter dem Fahrer Platz.
Dieser bog auf einen Platz vor dem Hotel Leonardo Club ein und geriet plötzlich mit zwei Rädern auf die Bordsteinkante. „In diesem Augenblick dachten wir, dass der Fahrer die Kontrolle verloren hatte und ein Unfall passiert war und er anhalten würde. Aber er hielt nicht“, erzählte Benisri der Zeitung „Yediot Aharonot“. Der Bus rammte eine Haltestelle, Glas splitterte an der Vordertür und am rechten Seitenfenster.
Unter den etwa 20 Passagieren sei Tumult entstanden, alle hätten geschrien. Seine Frau habe ihn aufgefordert, das Steuer zu übernehmen. „Ich sagte mir, dass die Kinder in diesem Bus sind und wir aus dieser Geschichte herauskommen müssen“, erklärte Benisri im Nachhinein sein instinktives Handeln.
Durch einen Spalt in die Fahrerkabine
Er sei zur Fahrerkabine gegangen. Der Kopf des Fahrers habe auf dem Lenkrad gelegen. Wegen der Glastür konnte der Passagier die Kabine nicht auf dem dafür vorgesehenen Wege betreten. Doch es gelang ihm durch einen Spalt vor der Frontscheibe.
Benisri setzte sich in den Zwischenraum und packte das Lenkrad. Er lenkte den Bus zur Straße. Dabei habe er halb auf dem Schoß des Fahrers gesessen – und versucht, ihn zu wecken. „Denn was habe ich mit Busfahren zu tun?“
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Der Fuß des Fahrers war auf dem Gaspedal. Benisri ertastete die Bremse: „Ich bremste scharf, und der Bus hielt an.“ Doch habe er nicht gewusst, wie er den Motor ausschalten oder die Feststellbremse einschalten konnte. „Ich schüttelte den Fahrer. Er sah mich und verstand nicht, warum ein Passagier auf seinen Knien sitzt. Ich sagte ihm, dass er offenbar das Bewusstsein verloren habe und alles in Ordnung sei, bat ihn nur, den Motor auszuschalten. Ich stieg aus dem Bus, und da kamen der Rote Davidstern und die Polizei.“
Die Passagiere blieben unversehrt. Der Rettungsdienst versorgte den Fahrer. „Am Anfang war ich sehr aufgewühlt“, sagte der beherzte Buspassagier. „Ich brauchte Zeit, um mich zu erholen. Wir saßen draußen und beruhigten uns.“ (eh)
3 Kommentare
Ist das ein Geschenk, dass sich dieser Mann trotz Hindernissen nicht aufhalten liess! Toda
Einmal eine gute Nachricht in einer Zeit, die eher von schlechten Nachrichten und von negativen Schlagzeilen geprägt ist.
Rechtsanwalt Tomer Benisri, der Held des Tages. Mario, unser Fahrer stark beeindruckt, er hätte es genau so gehandelt.