Drei Jahre ist es nun her. Drei Jahre, in denen ein ganzes Land zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankte und nach Wegen suchte, weiterzumachen, nachdem das einst Undenkbare tatsächlich eingetreten war: palästinensische Terroristen, die an mehreren Stellen Zäune und Mauern durchbrachen und rund 1.200 Menschen in Israel ermordeten.
In diesen drei Jahren gab es: den Gazakrieg, der sich schnell zu einem regionalen Mehrfrontenkrieg ausweitete; die Hoffnung auf die Rückkehr der Geiseln, das Entsetzen über ihre Behandlung und schließlich, vor einem Jahr, die Freude darüber, als die zwanzig letzten lebenden Israelis die Hamas-Tunnel verlassen konnten.
Es gab außerdem einen weltweiten Anstieg von Antisemitismus, der sich oft mehr schlecht als recht als „Israelkritik“ tarnt; sprachliche Verdrehungen und ein Staunen darüber, dass es internationalen Organisationen, die doch eigentlich unter „moralisch gut“ laufen, erstaunlich leichtfällt, dabei mitzumachen.
(Nicht-)Reaktionen auf Gedenktag
Wie sonst soll man den Eifer einer Agnès Callamard verstehen, Israel ausgerechnet am 7. Oktober 2023 der Kriegsverbrechen zu bezichtigen? Die Generalsekretärin von „Amnesty International“ entblödete sich auch nicht, Israel zum Gewaltverzicht aufzufordern – ausgerechnet an dem Tag, an dem über 5.000 palästinensische Terroristen ins Land einfielen.
Auch diesmal konnte Amnesty es nicht lassen: Am dritten Jahrestag zum 7. Oktober warf die Organisation mit dem Völkermordvorwurf um sich wie andere mit Konfetti. Das Hamas-Massaker diente lediglich als Sprungbrett, um Israel mit den bekannten Schlagworten „Völkermord“ und „Apartheid“ zu belegen.
Leider befindet sich die Organisation in guter Gesellschaft. Das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“ (IKRK) etwa verurteilte Angriffe auf medizinisches Personal und Krankenhäuser, ganz allgemein natürlich und ohne Israel zu nennen. Aber der Kundige wird es schon zu deuten wissen. Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ entschied sich für das Schweigen. In den Tagen davor und danach jedoch beklagte sie auf ihren Social-Media-Kanälen palästinensisches Leid und bezichtigte Israel des Völkermords.
Hamas-freundliche „Einordnung“
Hilfsorganisationen mit Antisemitismusproblem sind gewiss nichts Neues. Nur wird das selten hinterfragt, denn sie leisten ja auch tatsächlich viel Gutes. Etwa, indem sie Unrecht benennen, humanitäre Hilfe leisten, oder sich um die (medizinische) Versorgung kümmern. Doch genau deshalb muss umso genauer hingeschaut werden.
Gerade „Amnesty International“ blickt auf eine längere Geschichte mit israelbezogenem Antisemitismus zurück. An der Stelle sei nur kurz an einen Bericht von 2015 erinnert, in dem die Menschenrechtler schwere Folter und Morde an Palästinensern durch die Hamas dokumentierten. Dennoch gelang Amnesty damals das Kunststück, die Verantwortung für diese Vorfälle Israel in die Schuhe zu schieben.
Das Gefährliche: Mit dieser „Einordnung“ beeinflusst die Organisation die öffentliche Meinung und fördert die Voreingenommenheit gegenüber dem einzigen existierenden jüdischen Staat. Für die Hamas ist das natürlich ein Glücksfall. Wenn so viele gute Menschen an ihrer Entlastung arbeiten, kann sie sich auf ihr Kerngeschäft, den Terror, konzentrieren.
Pünktlich zum Jahrestag rühmte sie das Massaker vom 7. Oktober denn auch als „außerordentliche militärische Leistung“. Nichts muss sich ändern, alles bleibt beim Alten. Ob das den Palästinensern hilft, darf gerne bezweifelt werden. Den Antisemitismus jedenfalls dürfte es noch mehr fördern.
3 Kommentare
Das alt bekannte Bild, nichts oder kaum etwas hat sich verändert, im Gegenteil, es ist schlimmer geworden, und sie können nicht davon lassen, es ist eine Sucht und Seuche , zumal man sich inzwischen mehr auf Kritik und antisemitische Vorwürfe gegen Israel konzentriert als auf ihr eigentliches Arbeitsfeld,
auf dem inzwischen auch schon die Korruption wuchert wie Unkraut.
SHALOM
Ob Organisationen, die dazu beisteuern, medial falsche Zerrbilder zu generieren, tatsächlich gut sind, weil sie auch Hilfe leisten, muss man wohl bezweifeln. Wer sich an gefährlicher Hetze beteiligt, ist immer schlecht. Denn diese Hetze kostet anderen nicht nur die eigene Reputation, sondern das Leben. Auch wenn Organisationen wie das Rote Kreuz Leben retten, können sie nicht darüber verfügen, es anderen wieder zu nehmen. Das tun sie aber indirekt.
Gemeinnützige Organisationen, die sich so äußern, geben indirekt zu, dass sie mit Terroristen vor Ort zusammen gearbeitet haben. Dort wo operiert, gepflegt und unterrichtet wird, sind Terroristen nicht weit. Eine wichtige Erkenntnis für das Militär.
Nihil novi sub sole ! Ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen und spende nur noch gezielt an jüdisch-zionistische oder israelische Organisationen sowie für den Tierschutz, und gut ist.