Meinung

Der Hamas auf den Leim gegangen

Ein NDR-Podcast stellt eine „israelische Desinformationskampagne“ vor, die von Kriegsverbrechen ablenken solle. Damit gehen die Journalisten der Hamas auf den Leim. Ein Kommentar
Von Elisabeth Hausen

In einem am Dienstag veröffentlichten Podcast enthüllt der NDR eine Kampagne, bei der eine Kriegspartei im Nahen Osten durch gezielte Desinformation von eigenen Verbrechen ablenken wolle. Wer sich auskennt, dürfte bei dieser Einleitung als Erstes an die Hamas denken: Während ihres Massakers am 7. Oktober 2023 veröffentlichte sie in Echtzeit Live-Aufnahmen von den Gräueltaten. Später konnte sie Menschen davon überzeugen, dass sich diese nicht so ereignet hätten, wie allgemein berichtet wurde.

Doch um die Eröffnung des Medienkrieges durch die Terrorgruppe geht es den deutschen Journalisten nicht. Sie befassen sich vielmehr mit Israel und dessen angeblichem Bestreben, die internationale Öffentlichkeit über Kriegsverbrechen und gar einen möglichen Völkermord im Gazastreifen hinwegzutäuschen.

Hinweise entdeckt ARD-Korrespondent Jan-Christoph Kitzler unter anderem in Aussagen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu. Dieser hatte bei einem Treffen mit Influencern in New York die Sozialen Medien als „achte Front“ bezeichnet und von einem Schlachtfeld gesprochen. Und Eylon Levi, der bis März 2024 israelischer Regierungssprecher war, zitiert der Journalist mit den Worten, Israel müsse einer koordinierten weltweiten Hassbewegung die Stirn bieten.

Unterschied zwischen israelischen und deutschen Kampagnen

Israel versuche, sein negatives Image durch Konzentration auf positive Bilder und Inhalte aufzupolieren, lautet ein Vorwurf. Um von Nahostkrieg und Besatzung abzulenken, stellten Kampagnen Tel Aviv in den Vordergrund, das von Toleranz und Hightech geprägt und „die beste Stadt für Homosexuelle“ sei. Hier zitiert Kitzler einen israelischen Experten für digitale Beeinflussung, Alex Segal.

Dass auch Deutschland positive Aspekte herausstellt, wenn es beispielsweise um Touristen wirbt, ist demnach etwas anderes. Der Korrespondent sieht einen Unterschied zwischen israelischer „Hasbara“ und anderen öffentlichen PR-Kampagnen. Denn Israel versuche, das Bild zu beeinflussen. Dabei gibt es Kampagnen gegen Isarel in den Sozialen Medien. Dies als Front zu bezeichnen, ist völlig legitim. Denn Hetzkampagnen beeinflussen letztlich auch die Politik, etwa bei der Frage von Waffenlieferungen an ein Land.

Restaurant-Bilder gegen Hungervorwurf

Der Journalist erinnert an den 2. März 2025, als Israel eine „Totalblockade des Gazastreifens angeordnet“ habe. Hilfsgüter, Medizin, Nahrungsmittel seien mehr als elf Wochen lang nicht in das Gebiet gelangt. Menschen hätten gehungert und seien verhungert. Als Quelle nennt Kitzler einen Bericht der „Integrated Food Security Phase Classification“ (IPC) vom 22. August. Demnach waren zu jener Zeit mehr als eine halbe Million Menschen im Norden des Gazastreifens einer Hungersnot der höchsten Stufe ausgesetzt.

Genau in dieser Zeit habe es eine regelrechte Kampagne gegen den Bericht gegeben. Ein Video habe etwa ein Hotdog-Restaurant in Gaza gezeigt, mit gut genährten Leuten, die für Pistazieneis in einer Schlange anstanden. Die Bilder, die Urlaubsstimmung verbreiteten, stammten wirklich aus dem Gazastreifen. Aber sie hätten nicht die Wirklichkeit von Hunderttausenden Menschen abgebildet, die Hunger litten. Falls sich das auf dieses private Video bezieht, wäre die Zuordnung zu einer offiziellen „Regierungskampagne“ irreführend.

Dass diese Bilder quasi von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft zeugen, an der nicht Israel schuld war, fiel dem Journalisten nicht auf. Und beim Thema „gut genährt“ hätte er zudem an die widerlichen Propagandashows der Hamas erinnern können: Die Menschenmenge, die Ende Januar 2025 kurz davor war, die Geisel Arbel Jehud auf dem Weg zum Wagen des Roten Kreuzes noch zu lynchen, wirkte nicht dem Hungertod nahe. Das traf vielmehr auf die in jener Zeit freigelassenen Juden zu.

Zahl der Toten reicht nicht für Hungersnot

Hätte wirklich drei Monate lang im Norden des Gazastreifens eine Hungersnot geherrscht, dann wären 500.000 Palästinenser betroffen gewesen – und es hätte etwa 9.000 Tote gegeben. Die Hamas-Gesundheitsbehörde sprach hingegen von knapp 500 Toten. Dass ein Großteil von ihnen an Vorerkrankungen litt, verschwieg die Terrorgruppe.

Interessant ist in diesem Kontext folgende Beobachtung: Nach Beginn des Krieges beschrieben viele Aktivisten die Situation im Gazastreifen vor den Angriffen als „Paradies“. Dabei war bis zum 7. Oktober vielfach von einem „Freiluftgefängnis“ die Rede, zuweilen gar vom „größten Freiluftgefängnis der Welt“.

Die IPC indes hat mittlerweile ebenso wie die UNICEF festgestellt, dass es kaum Unterernährung im Gazastreifen gibt. Diese Entwicklung ist der ARD offenbar entgangen, oder sie galt als nicht relevant. Journalistisch redlich wäre es, eine solche aktuelle Information aufzunehmen und einzuordnen.

Kein Vertrauen gegenüber Israel

In dem etwa 30-minütigen Podcast erweckt weder Kitzler noch Moderatorin Elena Kuch den Eindruck, eine Richtigkeit israelischer Aussagen wenigstens in Betracht zu ziehen. Und wenn es, wie bei den Bildern vom Restaurant in Gaza, doch einmal geschieht, wird auch das gegen Israel verwendet.

Die Journalisten werfen dem jüdischen Staat vor, das Thema Antisemitismus als Instrument zu gebrauchen; als Mittel, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Der Korrespondent sieht einen „Versuch, dieses Antisemitismus-Thema mit Israel ganz eng zu verbinden und hochzuziehen“ und fragt: „Von welchem Israel reden wir?“ Das führt er näher aus: „von dem völkerrechtlich festgelegten Israel in den Grenzen von 1967?“ – oder auch von den Siedlungen in Ostjerusalem und dem Westjordanland? Er fragt weiter: „Ist Kritik daran erlaubt?“

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Erfolg der Hamas

Eins hat die Hamas auch in diesem Fall geschafft: Wenn das Massaker vom 7. Oktober nicht angezweifelt wird, so ist es doch als Auslöser des Krieges in Vergessenheit geraten. Nur einmal gegen Ende merkt Kitzler an: „Wobei man natürlich an der Seite Israels stehen will, vor allem nach dem furchtbaren Terror vom 7. Oktober.“ Dieser einzige Bezug auf den brutalen Angriff klingt aber nicht nach Mitleid, sondern eher nach Bedauern über den Zwang, Israel unterstützen zu müssen.

Zu den Zahlen der Toten im Gazastreifen sagt Kitzler: Die werden veröffentlicht vom „Gesundheitsministerium, was im Gazastreifen von der Hamas kontrolliert wird, im Westjordanland von der Palästinensischen Autonomiebehörde“. Die Zahlen übernähmen auch die Vereinten Nationen, internationale Hilfsorganisationen und die Amerikaner. Israel halte dem entgegen, es handele sich um Hamas-Propaganda. „Das ist eine gute Ablenkung, denn dann gibt es eine Debatte darüber.“

Hamas-Kampagnen sind das Problem

Dass nicht die angebliche israelische Kampagne zur Desinformation das Problem ist, sondern die medienwirksame Arbeit der Terrorgruppe, wird beim Hören dieses Podcast mehr als deutlich. Moderatorin und Korrespondent gehen der Hamas auf den Leim. Der Beitrag diffamiert Israel.

Einmal mehr haben Journalisten des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks eine Gelegenheit versäumt, Klartext über die Lage in Nahost zu sprechen – und herauszustellen, wer der eigentliche Übeltäter ist. Dabei kritisieren die Macher zwar die „unverhältnismäßigen“ israelischen Angriffe in Gaza. Aber eine Antwort auf die entscheidende Frage, was eine angemessene Reaktion wäre auf den Mord an etwa 1.200 Menschen, weil sie jüdisch waren oder sich in der Nähe von Juden aufhielten, bleiben sie schuldig.

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46 Kommentare

  1. Diese deutsche Journalisten (ARD-NDR-ZDF) werfen dem jüdischen Staat vor, das Thema Antisemitismus als Instrument zu gebrauchen. Wir werfen ihnen vor, die öffentliche Meinung gegen Israel zu bedienen.

  2. Dass Israel – endlich – massiv gegen die Hamas/Djihad/PLO-Propaganda angeht, ist völlig berechtigt. Journalisten, die auf diese Terroristen-Lügen hereingefallen sind, wollen das natürlich nicht wahrhaben. Das gilt übrigens auch für die französischen Medien, Ein Land, eine Stadt will sich von seiner besten Seite zeigen, das ist doch völlig normal, wie Frau Hausen zu Recht betont. Die Pariser Tourismusindustrie bringt es zum Beispiel fertig, die nach 12 Jahren Hidalgo-Wirtschaft, verunstaltete, verdreckte und gefährliche Stadt als „Lichterstadt“ zu verkaufen. Tel Aviv kann in der Tat stolz sein auf seine Weltoffenheit und Toleranz. Wo neben streng blickenden Chassidim händchenhaltende homosexuelle Paare spazieren gehen, wo niemand gesteinigt oder von Hochhäusern gestürzt wird…Und ja, liebe NDR-Schreiberlinge (das Wort Journalisten passt hier wirklich nicht), die einseitige Fokalisierung auf Israel hat sehr wohl etwas mit Antisemitismus zu tun. Sonst würdet ihr auch mal über (echte) Hungersnot und Völkermord berichten, zum Beispiel im Sudan, in Mali, in Nigeria, im Yemen, über die katastrophale Lage der Frauen und Kinder in Afghanistan, über den verzweifelten Kampf der mutigen Frauen und Männer im Iran gegen das Regime der Mullahs… Aber dafür kann man natürlich Israel nicht verantwortlich machen, also uninteressant. Nix mit Antisemitismus zu tun ? Verlogenes Pack. Danke Frau Hausen für diesen Artikel.

  3. Danke Frau Hausen für die klaren Worte. Da fahren jetzt wieder alle pro Palis drauf ab. Hätte Herr Kitzler doch bei seinen Ausführungen mal bedacht, dass „wenn überhaupt“ nur Zivilisten unter Hunger litten. Die Hamasleute waren wohlgenährt und hatten jede Menge Vorrat in den Tunneln. Aussage der Geisel Eli Sharabi in seinem Buch: „Hamasterroristen aßen vor unseren Augen wie Könige und ließen uns hungern.“ Dass Hamas mit Medien die ganze Welt an ihren Taten teilnehmen ließ und mit ihren Zahlendrehern über Todesfälle die Welt zu Tränen rührte, auch wenn sie nicht stimmen, lässt er ebenfalls aus. Er spricht vom System Israels, das System der Hamas, das eigene Volk als Schutzschild zu nehmen, benennt er nicht. Die „supervielen Belege für die Hungersnot Gazas, die Frau Kuch anspricht werden nicht vorgelegt. Nethanjahu hat völlig Recht, wenn er von der „8. Front“ als medialem Schlachtfeld redet. Natürlich muss Israel mit Social Media zurückschlagen, einer Waffe, die beide Seiten erreicht, die Befürworter und Kritiker, die Palästinenser tun das auch. Denn nichts zu essen, aber ein Handy hat jeder. Über Genozid und die Todeszahlen sag ich jetzt mal lieber nicht. Ich würde sagen, Israel der Desinformation zu bezichtigen hinkt hier auf einem Bein. Aber hey, es ist sehr schwer bis unmöglich, eingefleischte Israelhasser zu überzeugen, es ist sehr leicht, sich Falschinformation anzueignen und die dann als „Hasbara“ weiterzugeben.

    1. @Ella
      Meine Güte, Sie arbeiten Ihren Frust vieler Monate hier richtig ab:
      „Da fahren jetzt wieder alle pro Palis drauf ab – oder:
      „eingefleischte Israelhasser“
      Echt, ich wiederhole: meine Vorstellung von Christen ist tatsächlich eine völlig andere. Mit Ihnen möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden.

      1. Brigitte @ wenn Ihnen die sachlichen Argumente ausgehen, gehen Sie zu persönlichen Angriffen über. Halten Sie das für christlich ? Mit Ihnen möchte ich wahrlich nicht in einen Topf geworfen werden, aber gerne mit Ella.

        1. Tja, auf kein einziges Argument eingehen, aber persönlich werden. Was Brigitte unter christlich versteht würde ich gerne wissen wollen, Antonia.

        2. @Antonia
          „Da fahren jetzt wieder alle pro Palis drauf ab“ – Das ist eindeutig ein sachliches Argument, wieso verstehe ich das bloß nicht? Ach hoppla, ich falle immer wieder
          auf meine dumme Humanität rein. Die sich übrigens aus dem christlichen Denken und Fühlen und aus der späteren Aufklärung ergibt.
          ..nicht in einen Topf… – das ist doch völlig o.k.

      2. @Brigitte
        Frust? Nein, ich habe mir nur den Podcast angehört und festgestellt, dass der Journalist Kitzler keinen ehrlichen Journalismus betreibt. Er gehört in die Kategorie einer S.v.T, die einseitig über Israel berichten, wie so viele, die Israel in die Ecke stellen und für schuldig an allem Übel erklären.
        Zu Ihrem Topf: Jesus wird uns einmal ALLE „in einen Topf“ werfen, ob wir das wollen oder nicht. Aber er führt im Gegensatz zu Ihnen keine Hierarchie, wer besser ist. Es gilt nur bußbereit zu sein. Falls ich Ihnen auf den Fuß getreten habe, tut es mir leid.

      3. @Brigitte
        Sie sollten nicht nur das empfohlene Buch von Ella komplett lesen,sondern auch das von Mosab Hassan Yousef- Sohn der Hamas. Und dann das ganze Buch bitte! Er beschreibt sehr schön,wie Hamas Terroristen schöne Häuser hatten. Mit Swimmingpool und fetten Autos. Und gleich eine Straße weiter wurde dann den Zivilisten das Brot für sehr teures Geld verkauft. Die meisten konnten sich das nicht leisten. Das wollen die Israelhasser natürlich nicht hören. Doch dieser Mann hat es erlebt.Und nun ist er Christ und kämpft gegen die Hamas. Und hören Sie auf mit Ihren Vorstellungen vom Christ sein. Das passt nicht zu Ihnen. Der Versuch damit ein schlechtes Gewissen zu erzeugen funktioniert nicht. Ella hat schon ganz Recht. Und Frau Hsusen hat es auf den Punkt gebracht. Sehr gut.👍👍👍🇮🇱🇮🇱🇮🇱

      4. @Brigitte
        Ich wiederhole meine Frage an Sie: Wie definieren Sie Christ?

        Ich weiß aus Ihren Posts, dass Sie den Inhalt der Bibel nicht oder kaum kennen. Und doch zählen Sie sich als Christ („meine Vorstellung von Christen ist tatsächlich eine völlig andere. Mit Ihnen möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden.“)

  4. Das Problem zieht sich leider wie ein roter Faden durch die Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland.
    Dafür gibt es dann noch den Medienpreis, wie gestern Abend für Lanz. Lügen blind glauben und ungefiltert verbreiten wurde inzwischen zum Markenzeichen bei ARD ZDF und Co.

    1. @little brother
      Wie Lanz einen Fernsehpreis gewinnen konnte für die Kategorie „Beste Information“, ist mir schleierhaft. Sein „Fürchtet euch nicht!“, klingt wie Trump, wenn er sich als Jesus aufspielt. „Das, was jetzt gerade kaputtgeht, bauen wir irgendwann ganz lässig einfach wieder auf“, sagt der, der keinen seiner Talkgäste ausreden lässt, geschweige denn zuhört.
      Diese Preisverleihungen sind oft nur noch Selbstbeweihräucherung.

  5. Äh, Brigitte, ist Ihnen vielleicht in letzter Zeit aufgefallen, daß es kaum noch nennenswerte Kampfhandlungen mit nur wenigen Toten im Gazastreifen gibt ?
    Daß es vielleicht Mangeernährung gibt, aber mit Sicherheit keine Hungersnot ?
    Daß die Bevölkerung an Zahl zunimmt, statt abzunehmen?
    Warum wird dann immer noch von laufendem Genozid gesprochen und geschrieben ?
    Und wieso sahen die Geiseln bei ihrer Freilassung eher wie Opfer einer Hungersnot aus als die sie umgebenden Palästinenser ?
    Können Sie mir das mal bitte erklären ?

    1. @Klaus
      Nein. Will ich nicht. Kitzler hat schon alles gesagt.
      Ihre Sätze sehen zwar aus wie Fragesätze, sind aber die Herausforderung, Ihnen Ihre Welt nur zu bestätigen.
      Rückfrage: Ist dieser Kommentar tatsächlich von Klaus erstellt?

      1. Ja, Brigitte, ist er. Was soll denn das heißen?
        Und wenn Sie sich derart wieder mitziehen lassen und anstatt tiefer nachzudenken, lieber wieder mit den Wölfen heulen (was natürlich einfacher und auch viel melodischer ist),dann habe ich auch Ihnen nichts mehr zu sagen.

        1. @Klaus
          Was meine Frage heißen könnte? Irritation natürlich. Denn so, dass Sie provokante Sätze mit 6 Fragezeichen an mich senden, so bin ich Sie nicht gewohnt. Mir ist hier schon passiert, dass unter meinem Benutzernamen ein Anonymus dummes Zeug veröffentlichte, das ich nie geschrieben hatte.
          Ich heule nie mit Rudeln! Deshalb bin ich hier auch so beliebt und man liest mich sehr gerne und ich schätze diese Offenheit.
          In der Hauptsache: es bewegt sich sehr viel in der israelischen Öffentlichkeit: Ami Ajalon, früherer Schin Bet Geheimdienstchef, hatte am 28.9.2025 dem Radio Deutschlandfunk ein Interview gegeben. „Er plädiert im Nahostkonflikt für eine Zweistaatenlösung und eine entsprechende Positionierung der Bundesregierung. Israels Vorgehen im Gazakrieg seit Ende 2024 kritisiert er“ (Das ist die Überschrift zum „Interview der Woche“)
          Nach seiner Kenntnis würden 70 % der Israelis eine Änderung der Regierung N. wollen und diesen Gaza-Krieg für falsch u. überflüssig halten – u. dass N. nur seinen Prozess verhindern wolle.
          Also, Klaus, bitte tun Sie alle hier nicht so, als würde meine Meinung oder der von Ludovico, Blub ein Erdbeben od. Antisemitismus auslösen!
          Israel ist viel weiter mit dem Thema, als dass es hier IN zum Vorschein kommen lässt. Mit mir weiterhin reden? Sie sind doch erwachsen genug um das zu entscheiden.

          1. Okay, Brigitte, ist akzeptiert.
            Ich bin in meinem Zorn darüber, daß provokante Fragen meinerseits eine solche Reaktion auslösen, wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen. Aber ich schrieb früher schon, daß ich zwar lieber mit Dolch und Degen argumentiere, aber auch schon mal zu Axt oder Schwert greife. Ich bin halt ein alter knorriger Krieger, der nur schwer aus seiner Haut heraus kann.
            Ich bitte das zu berücksichtigen.
            In der Tat gestehe ich ihnen eine höhere Argumentationsfähigkeit zu als den von Ihnen Erwähnten, Sie graben tiefer und werfen nicht einfach nur
            Vorwürfe in den Raum.
            Diskutieren wir also weiter auf diesem Niveau, aber die Grenze zwischen berechtigter Kritik und Antisemitismus ist fragil und sehr durchlässig, bedenken Sie das bitte.
            Zur Sache kann ich Ihnen allerdings insoweit beipflichten, als daß ich die jetzige Regierung in zunehmenden Maße als Sicherheitsrisiko betrachte,
            was die anstehenden Wahlen hoffentlich ändern werden.
            Ich hoffe inständig, daß es einen überparteilichen und öffentlichen Untersuchungsausschuss ohne irgendwelche Rücksichtnahmen zum schwarzen Shabbat geben wird und die Schuldigen endlich benannt werden. Weiter möchte ich dazu im Moment nichts äußern.

        2. @Klaus
          Herr Kitzler hat Brigitte und den anderen ihrer Sorte jetzt den perfekten Vorwand geliefert, alle pro Israel Schreibenden als Bots oder von Israel finanzierte Personen framen zu können.
          Praktisch, können diese dann sofort von sich weisen…

          Und in diesem Zusammenhang an Brigitte: Schauen Sie lieber mal, wer nicht locker lässt, in einer Tour Israel anzugreifen in den Medien, wer da hinter steckt und von wem finanziert wird…
          Oder wer mit wem liiert bzw. verwandt ist, gemeinsame politische Interessen verfolgt.
          Aber da wird ja immer nur die Wahrheit berichtet, auf objektiver Recherche beruhend. 🙂

  6. Danke für den Bericht. Israel Netzwerk ist wichtig, um der WAHRHEIT zu dienen. Ich versuche auch, stets die Wahrheit zu sehen. Ich glaube auch, dass die Israelische Regierung VOR dem 7.Oktober 2023 Einige Fehler gemacht hat, aber eben auch daran, dass die ganze Berichterstattung seit dem 7.Oktober 2023 eine weltweite Kampagne gegen Israel darstellt. Ich glaube, so wie bei Simson die Haare wieder nachwuchsen, so wird auch diesmal am Ende die Wahrheit herauskommen und die ganze „Genozid-Darstellung“ wird sich in Warheit verwandeln. Zur Wahrheit gehört, dass die Hamas mit ihren Videos die gesamte Welt zu Judenhasser machen will, ist ihr zeitlich befristet auch gelungen. Aber, Gott wird nicht ewig die Israel-feindlichen Lügen dulden und Seinem Volk Recht schaffen, dann wird es auch eine Israel-freundliche Welt geben. Immer auch mit dem Zusatz, dass es arabische Freunde gab, die Netanyahu VOR dem 7.Oktober 2023 gewarnt haben, und das sind echte Freunde ! In Deutschland gewinnt leider meist das Böse gegen das Gute, die Lüge gegen Israel gegen die Wahrheit, das ist so, und Deutschland ist eine Scheindemokratie.

  7. „Äh, Brigitte, ist Ihnen vielleicht in letzter Zeit aufgefallen, daß es kaum noch nennenswerte Kampfhandlungen mit nur wenigen Toten im Gazastreifen gibt ?“

    Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Keine nennenswerten Kampfhandlungen? Erst gestern gabs einen Luftangriff mit einigen palästinensischen Toten, darunter auch wieder Minderjährige und Frauen.
    Das sind Ihrer Meinung nicht nennenswerte Neuigkeiten?
    Sie behaupten von sich immer einen neutralen objektiven Blick auf die Sache zu haben, merken aber nicht wie abgestumpft Sie gegenüber Verlusten der anderen Seite geworden sind. Das Verhältnis zwischen den Toten ist in meinen Augen kein Krieg mehr.

    1. @Blub
      Von Gaza aus jedes Jahr bis 2024 10.000 Raketen Richtung Israel. Jetzt gibt es Ruhe und ist für beide Seiten gut, für die Israelis und auch für di Palästinenser.

    2. @Blub
      „Erst gestern gabs einen Luftangriff mit einigen palästinensischen Toten, darunter auch wieder Minderjährige und Frauen.“
      Seltsam. Ich finde in verschiedenen KIs keinen einzigen Beleg für Ihre Aussage.

      Um anzunehmen, dass irgendetwas in Ihrer Aussage richtig ist, könnte man Folgendes annehmen:
      1. die Aussage „gestern“ muss korrigiert werden
      2. es waren mehrere Angriffe mit Drohnen und Artillerie
      3. es waren unterschiedliche Ziele
      4. etc.

      Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass es für das, was ich finden konnte und uuuuungefähr zu Ihren Angaben passen könnte, genau nur 1 Quelle gibt.

      Was sagt das über Ihre Behauptung?

      1. Würde mich auch interessieren. Ich habe überall nachgeschaut und gegraben, aber nichts finden können.
        Wann und um wieviel Uhr, wo im Streifen, womit und in welchem Umfang, mit wieviel Toten und Verwundeten genau, wie viele Frauen und Kinder waren darunter, welcher Grund für den Angriff und was war das Ziel, das wusste ich gerne.
        Auch ich vermute, das war einfach mal so in den Raum hinein behauptet, kommt oft von diesem Kontraforisten, deshalb beachte ich das gar nicht mehr.
        SHALOM

  8. NDR (wenigstens einer) trägt sorge dafür daß wir nicht mehr Israel auf den Leim gehen.
    👍

    1. Ludovico @ Sie sind Weltmeister im Tatsachen-Verdrehen, herzlichen Glückwunsch. Sie gewinnen eine Reise nach Gaza und bleiben hoffentlich dort.

      1. @Antonia
        Ludovico würde gern nach Gaza ziehen. Seine Ehefrau ist dagegen. Schade.

    2. @Ludovico
      Ihr Kommentar zeigt, dass auch Sie der Hamas auf den Leim gehen – oder: Sie glauben (deren) Lügen und verbreiten diese. Ich bin sicher, Sie haben den Text von Frau Hausen nicht gelesen, noch viel weniger ihn analysiert und verifiziert oder falsifiziert.
      /Ironie sehr seriös /ironie-off

  9. @ Elisabeth Hausen

    Ganz großen Dank für diesen hervorragenden Artikel! Er benennt und deckt all das auf, was unsere Mainstream-Medien seit Jahren verzerren, verschleiern und kreativ verdrehen.

    Hungersnot in Gaza?

    Ich bin immer noch fasziniert von den beeindruckend dicken Männer-Bäuchen und den vielen stämmigen Frauen, die es in einem Fernseh-Beitrag zu sehen gab, als am Strand von Gaza „Hilfslieferungen“ aus dem Meer gefischt wurden.

    Leider wurden diese Bilder nicht zum Anlass genommen, den Vorwurf der Hungersnot mit der Statur der dort so flott zu Werke gehenden, gut genährten Akteure ins Verhältnis zu setzen und zu hinterfragen.

    Naja, insofern erklärbar, als dass der Beitrag von unseren öffentlich-rechtlichen Kanälen gesendet wurde. Was kann man da schon erwarten?

    1. @Caja
      Es gab schon einige, wenn auch wenige ganz faire, von Frau Hausen eingestellte Artikel.
      Caja, ich rufe laut durch mein Megafon: Es gibt (natürlich) keine Hungersnot in Gaza!
      Es gibt nur vorgetäuschte Dicke-Bäuche und stämmige Frauen, also nur bezahlte Statisten!
      Palästinenser lieben ihre Kinder natürlich nur im Rahmen dessen, wie sie sie als Schutzschilde nur für sich selber benutzen können!
      Caja, bekomme ich für meinen gefälligen Kommentar jetzt auch Geld?

      1. @ Brigitte

        „Caja, bekomme ich für meinen gefälligen Kommentar jetzt auch Geld?“

        Keine Ahnung, lassen Sie doch mal Ihre Sammelbüchse kreisen, dann werden Sie ja sehen.

        Im Übrigen habe ich es noch nie für erforderlich gehalten „mit gefälligen Kommentaren“, egal zu welchem Thema, Geld zu verdienen. Wie kommen Sie darauf? Ist das bei Ihnen etwa anders?

        1. @Caja
          Wußte gar nicht,das du einen Nebenjob hast?! Was Brigitte alles so weiß.🤣🤣🤣 Aber wahrscheinlich wird sie jetzt wieder schreiben,sie war es nicht. Das hat jemand anderes in ihrem Namen geschrieben.

      2. @Brigitte
        Na Sie sind mir ja Eine! Und ein Selbstbewusstsein! Sie sind also beliebt,so,so. Deswegen auch immer das Gegenhalten der Foristen. Das ist Ausdruck von Beliebtheit. Im Übrigen hatte ich überlegt mit Ihrer Einstellung,wollen Sie nicht nach Berlin ziehen? Da regiert ab nächster Woche die Linke. Das passt doch. Da wird dann enteignet und antisemitisch regiert. Trotzdem werden wir nicht mehr Wohnraum haben. Und alles andere geht dann auch den Bach runter. Aber das macht ja nichts.Gehen Sie mit?
        Viele Grüße Manu
        Ich hoffe,es wird gesendet.

      3. @ Brigitte

        Eins noch:

        Die beachtlichen dicken Männer-Bäuche und stämmigen Frauen sahen tatsächlich ziemlich real aus und nicht „vorgetäuscht“.

        Natürlich könnte es sich bei diesem Filmbeitrag insofern um eine perfide israelische Inszenierung handeln, als dass etwa denkbar wäre, dass eine Filmgesellschaft (aus Israel oder einer ihrer Proxys) diese bezahlten, unter Feuerschutz an die Strände Gazas eingeflogenen Statisten, missbrauchte, um dann diese Szenerie zu Propaganda-Zwecken (Hasbara) zu nutzen. Juden sind ja bekanntlich immer so unerträglich verschlagen und verlogen. Zuzutrauen wäre es ihnen also allemal.
        (Achtung, enthält große Mengen toxischer Ironie!)

      4. Brigitte @ „Caja, bekomme ich für meinen gefälligen Kommentar jetzt auch Geld?“ Was unterstellen Sie Caja ? Ich habe eine Weile geglaubt, mit Ihnen könne man diskutieren. Errare humanum est. Ich werfe Sie jetzt in einen Topf mit Blub, Ludovico und ähnlichen .

  10. Ich habe Brigitte angeschrieben, nicht Sie oder Ludovico. Ihren einseitigen Sermon kommentiere ich nicht mehr. Genauso gut könnte ich mit einem Stein diskutieren.

    1. @Klaus
      Beleidige bitte die Steine nicht:
      „Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“ (Lukas 19,40)

  11. Israel ist an allem schuld. Die Juden haben den Ersten Weltkrieg verursacht und den Zweiten Weltkrieg. Wenn es dem internationalen Judentum noch einmal gelingt, einen Weltkrieg zu zu entfachen, wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung Europas sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse.

    Gelle Blub, Ludovico und Brigitte.

  12. Leute,hier ist ja wieder was los. Komme mir vor wie in der Muppet-Show!!! 🙈🙈🙈🙈
    Manchmal scheint alles zu entgleisen. Caja kann die Antwortfunktion abstellen. Caja verdient Geld mit ihren Kommentaren. Ts,ts,ts, Kopfschütteln und Augen rollen. Arme Caja!!!🤪🤪(Ironie)

  13. Danke, dass ihr das aufgreift. Bin selbst kürzlich darüber gestolpert und hab gedacht, das kann ja wohl nicht wahr sein.

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