JERUSALEM / CHAN JUNIS (inn) – Israel beschuldigt die Terror-Organisation Hamas, im Schutze eines Krankenhauses brutale Verhöre durchzuführen und Palästinenser zu Schutzgeldzahlungen zu erpressen. In einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Inlandgeheimdienst Schabak erklärte die Armee am Donnerstag, die Hamas wolle damit die nachlassende Unterstützung aufhalten. Mittels Einschüchterung versuche sie, ihre Herrschaft im Gazastreifen durchzusetzen.
Hamas versteckt sich in zivilen Einrichtungen
Nach Geheimdienstinformationen missbrauchen die Terroristen dafür das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis. Sie sollen im zweiten Stockwerk des „Jassin“-Gebäudes Palästinenser die Verhöre und Erpressungen durchführen. Mitarbeiter und Patienten würden dies bestätigen: Sie berichteten von einer ständigen Präsenz von teils vermummten Terroristen auf dem Gelände der Klinik.
„Diese Handlungen der Hamas stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar“, sagte die Armee und wies darauf hin, dass die militärische Nutzung ziviler Einrichtungen nach internationalem Recht verboten ist. Die Anwesenheit der Terroristen schade Patienten, Dienstleistern und dem medizinischen Personal.
Entwaffnung der Hamas
Die Entmachtung der Hamas ist seit Oktober 2025 ein stetiges Thema. Der vom „Friedensrat“ erarbeitete 15-Punkte-Plan sieht vor, dass die Hamas entwaffnet wird. Im Laufe des Prozesses soll sich Israel schrittweise aus dem Gazastreifen zurückziehen.
Die Hamas hatte bereits erklärt, den Plan zu akzeptieren. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud) hat ihn abgelehnt. Er beharrt auf eine vollständige Entwaffnung der Hamas, bevor sich die Armee zurückzieht und der Wiederaufbau beginnt. (mw)
Ein Kommentar
„… oder man geht den Weg per Kommunikation wofür sich die Hamas derzeit offen zeigt.“ (kürzlich ein Forist).
So in etwa habe ich mir die Kommunikation vorgestellt.