Israels Beitrag zur Fußball-Weltmeisterschaft

Diese Woche startet mit der Fußball-Weltmeisterschaft das größte Sportereignis der Welt. Dabei steht mehr als sonst das Thema Sicherheit im Fokus. Einen Beitrag leistet Technik aus Israel.
Von Israelnetz

Das Thema Sicherheit nimmt im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada eine große Rolle ein. Die USA befinden sich mit WM-Teilnehmer Iran im Krieg, die umstrittene Einwanderungsbehörde ICE soll in die Sicherheitsmaßnahmen eingebunden sein und die Beliebtheit des Präsidenten Donald Trump ist im In- und Ausland gleichermaßen niedrig. In Mexiko gab es nach der Tötung eines Kartell-Chefs durch das Militär im Februar wochenlange Unruhen, die gezeigt haben, wie viel Macht die Kartelle im Land besitzen.

Durchaus berechtigt machen sich die Gastgeber und der Weltverband FIFA also Sorgen vor Unruhen oder Anschlägen während des weltweit Aufsehen erregenden Sportereignisses. Für Sicherheit sorgen soll unter anderem israelische Sicherheitstechnik im Bereich der Drohnenabwehr. Die Technik des israelischen Unternehmens Sentrycs kommt bereits in über 25 Ländern zum Einsatz und soll nun auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft zur Sicherung von Stadien und Fanzonen beitragen.

Gefahr aus der Luft

Drohnen gelten zunehmend als schwer kontrollierbares Risiko, da sie vergleichsweise günstig verfügbar und technisch leicht zu modifizieren sind. Das von Sentrycs entwickelte System erkennt unautorisierte Drohnen frühzeitig, analysiert deren Funksignale und übernimmt anschließend gezielt die Kontrolle über die Geräte. Statt sie durch Störsender oder physische Eingriffe wie Netze zum Absturz zu bringen, was insbesondere in dicht besiedelten Städten und großen Menschenansammlungen wie in Stadien oder Fanzonen gefährlich wäre, werden die Drohnen kontrolliert in sichere Bereiche umgeleitet und dort zur Landung gebracht.

Hinter dem Einsatz der Technologie steht das amerikanische Unternehmen Ondas, das Sentrycs im vergangenen Jahr übernommen hat. Ondas ist auf autonome Drohnen- und Kommunikationssysteme spezialisiert und erhielt zur WM einen millionenschweren Auftrag der US-Regierung für ihr Sicherheitskonzept. Ziel ist es, Bedrohungen aus der Luft frühzeitig zu erkennen und zu neutralisieren, ohne dabei den Ablauf der Großveranstaltung zu stören.

Feindbild USA und Unruhen in Mexiko

Die Euphorie über das Turnier ist seit der Ankündigung allerdings deutlich zurückgegangen. Dafür sorgen mehrere Gründe. Einer ist der massive Image-Verlust der USA unter Präsident Trump. Seine Politik gegenüber Migranten, der Krieg gegen den Iran, seine Drohungen gegen Mitveranstalter Kanada und Mexiko. Die Liste ließe sich fortführen. Der Ruf der USA hat einen deutlichen Schaden genommen, auch als Touristenziel. Hohe Ticketpreise sorgen zusätzlich für Unmut bei Fans. Zuletzt beklagten sich Hotels vieler US-Städte wegen ausbleibender Buchungen.

Besonders brisant ist die WM-Teilnahme des Iran. Das Land befindet sich im Krieg mit Israel und den USA. Erst spät erhielt die Mannschaft das Visum für Mexiko, und schließlich auch für die USA. Das WM-Quartier verlegte das iranische Team vom US-Bundesstaat Arizona nach Mexiko.

Die Lage in Mexiko scheint sich unterdessen wieder beruhigt zu haben. Als das mexikanische Militär Ende Februar einen Kartellboss tötete, rächte sich sein Kartell „Jalisco Nueva Generación“ (Jalisco – Neue Generation) mit Straßenblockaden, Schießereien und Plünderungen. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum betont regelmäßig, dass die Sicherheit für die WM gewährleistet werden kann. Viele Touristen sind nach den Bildern der Gewalt dennoch verunsichert und zögern. Dabei hat Mexiko von den drei Gastgeberstaaten die ausgeprägteste Fußballtradition: Bereits 1970 und 1986 trug es eine Weltmeisterschaft aus.

Israel und die Fußball-WM

An Mexiko hat der israelische Fußball gute Erinnerungen. Schließlich nahm die Nationalmannschaft dort 1970 das bislang einzige Mal an einer WM-Endrunde statt. Dabei schied sie mit einer knappen Niederlage gegen Uruguay sowie Unentschieden gegen Schweden und den späteren Vizeweltmeister Italien in der Gruppenphase aus. Ein größerer Erfolg konnte zuletzt im Juniorenbereich erzielt werden: Bei der ersten Teilnahme an einer U20-Fußballweltmeisterschaft 2023 gewann Israel auf Anhieb Bronze.

In der Qualifikation für die diesjährige WM musste sich die Nationalmannschaft Italien und Norwegen geschlagen geben. Begleitet wurden die Qualifikationsspiele von Kontroversen und Protesten. Für die Spiele waren erhöhte Sicherheitsmaßnahmen nötig.

Gruppengegner Norwegen verlangte vor den Gruppenspielen von der FIFA eine Untersuchung über angebliche israelische Menschenrechtsverletzungen. Beim Spiel in Oslo kam es zu einer pro-palästinensischen Demonstration, bei der vier Menschen festgenommen wurden. Auch beim Spiel gegen Italien gab es Ausschreitungen. Das sorgte für getrübte Stimmung bei den Spielen.

Ähnliches könnte sich ab Freitag bei der WM zutragen. Nicht wegen Israel, aber wegen der gespaltenen Bevölkerung in den USA, die ohnehin kein fußballbegeistertes Land sind. Das Turnier ist untrennbar mit Präsident Trump verknüpft und kostet eine Menge Steuergeld, Proteste und Boykotte seitens der Bevölkerung könnten den Ablauf des Turniers stören. Es bleibt zu hoffen, dass es ein friedliches Sportfest wird. (tko)

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10 Kommentare

  1. WM-Teilnahme des Iran. Muss das sein? Sind die zugtausenden Opfer des Mullah-Regimes umsonst gestorben. Meine Ehefrau, unser Bischof, das gesamte Hauspersonal werden keine Minute von dieser WM anschauen!

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  2. „Norwegen verlangte vor den Gruppenspielen von der FIFA eine Untersuchung über angebliche israelische Menschenrechtsverletzungen.“
    Verlangt Norwegen diese Untersuchung auch über den Iran? Dort sind Menschenrechtsverletzung am eigenen Volk Tagesordnung.

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  3. @Albert Nola
    Ich muss euch echt beipflichten. Was haben die da zu suchen? Beim ESC hat man verlangt,daß Israel ausgeschlossen wird. Und das,obwohl sie KEINEN Genozid verüben. Und für die Troll-Truppe: Israel wurde gestern angegriffen und hat reagiert. Nicht umgekehrt. Das die Tatsachen nicht wieder verdreht werden.
    Und die Aussage von Trump? Er hat das Sagen! 🤦🏻‍♀️🤦🏻‍♀️Aber ich wusste, er wird Israel fallen lassen,wenn ihm etwas nicht passt. Der mit seinen komischen Deals!🫤🫤
    Aber das war ja bei der Ukraine nicht anders.Denn Putin ist ja sein Kumpel. Und wer weiß, was er mit den Mullahs hätte aushandeln wollen. Doch nichts zum Vorteil von Israel. Aber ich wusste das. Erst mit wehenden Fahnen einreiten und dann einknicken. Mir tut Israel so leid. Steht völlig alleine da. Kein Mensch an dessen Seite. Aber der Herr wird die Hand drüber halten. Wir müssen alle kräftig beten!

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  4. Seit dem Massaker gegen das Jüdische Volk ist es nicht nur die Kulturszene sondern auch im Sport. Proteste, Ausschreitungen, Übergriffe auf Juden und gegen Israel. Auch gefördert von einigen EU Politikern. Terrorgruppen gegen IL werden von Demonstranten unterstützt.
    Mexiko kriminelle Kartells. USA mit z.Zt. Unsicherheitsfaktor. WM dort, nein danke.
    Tickets zu unfassbaren Höchstpreisen. Ohne Text: Und das Theater um „Neuer“ braucht man auch nicht.
    OT: Demnächst beginnt Tour de France. Die Proteste letztes Jahr gegen IL nahmen unvergleichbare Ausmaße an.

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    1. Zur Tour de France: die Mannschaft, an der sich die Palifreunde abgearbeitet hatten, Israël Tech , wenn ich mich recht erinnere, hat sich umbenannt, der neue Name fällt mir gerade nicht ein. Es sind aber immer noch Israelis dabei (übrigens auch zwei Deutsche), also muss man wohl wieder mit Geschrei und Schlimmmerem rechnen.

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  5. Es ist schön, dass israelische Technik einen Beitrag zur Fußballweltmeisterschaft leistet. Ich selbst bin als Frau nicht Fussballbegeistert.

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    1. @Ludovico
      Da ist sie wieder, die unterschwellig feixende und unsportliche Aversion gegen Israel. Schon klar, es wäre Ihnen am liebsten gewesen, wenn UEFA und antisemitische Länder es geschafft hätten, Israel auszuschließen. Wobei ich von der FIFA politisch Neutralität erwartet habe und sie dagegen gestimmt hatte, mitsamt Trump. Iran hingegen darf das US-Territorium erst am Tag ihrer Spiele betreten und muss noch am selben Tag wieder ausreisen. Ob es unter diesen schwierigen Bedigungen Erfolge erzielen kann, bleibt abzuwarten.

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    2. @L. Dann müssen sie wenigstens nichts negatives über unser Volk schreiben….bejubeln sie terrorunterstützende Staaten/ Mannschaften.😄😁⚽️⚽️

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