31 Tote durch Terroranschläge im Jahr 2022

Im Jahr 2022 kamen 31 Menschen durch terroristische Anschläge in Israel ums Leben. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Zivilisten.
Von Israelnetz
Nach der Terrortat untersuchte die Polizei den Anschlagsort

Foto: Israelische Polizei; Screenshot Israelnetz

Anschlagsort in Bnei Brak (Archivbild)

JERUSALEM (inn) – Im vergangenen Jahr wurden 31 Menschen bei Terroranschlägen in Israel und im Westjordanland getötet. Das geht aus Zahlen des Inlandsgeheimdienstes Schabak und der Armee hervor, wie israelische Medien übereinstimmend berichten.

Unter den Opfern befinden sich 27 Zivilisten und eine Polizistin. Bei drei weiteren handelt es sich um Militärangehörige. Im Vergleich zu den Jahren zuvor ist das ein deutlicher Anstieg. Im Vorjahr kamen vier Menschen ums Leben, 2020 waren es drei und im Jahr 2019 fünf.

Die meisten Todesopfer gab es bei Anschlägen im Großraum Tel Aviv und den umliegenden Städten (12), sowie im Westjordanland (9), berichtet die israelische Onlinezeitung „Times of Israel“. Zudem wurden bei den Angriffen insgesamt 129 Menschen verletzt.

So viele Palästinenser getötet wie seit 2005 nicht mehr

Wie das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) Ende Dezember mitteilte, wurden im gleichen Zeitraum mehr als 150 Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem von israelischen Streitkräften getötet. Das sind so viele wie seit 2005 nicht mehr. Die meisten starben bei israelischen Razzien und Zusammenstößen in Dschenin und Nablus.

Das israelische Militär erklärte zu den Zahlen, dass „die überwiegende Mehrheit der Getöteten (…) in terroristische Aktivitäten verwickelt war, die eine direkte Bedrohung für das menschliche Leben darstellten“. Im Jahr 2021 gab es 75 getötete Palästinenser. Das Gesundheitsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gibt die Zahl der Toten für 2022 dagegen mit 167 an.

Mehr Gewalt

Auch die Zahl der Schießereien im Westjordanland ist 2022 im Vergleich zu den Vorjahren angestiegen, berichtet die amerikanische Zeitung „Algemeiner“. Demnach hat es 2022 285 Vorfälle gegeben. 2021 registrierten die Behörden 61. Die Anzahl der Angriffe mit Steinen lag 2022 bei 7.500, ein Anstieg von 37 Prozent gegenüber 2021. Zugenommen haben ebenso die Angriffe mit Molotowcocktails, von 1.022 auf 1.268. Die Zahl der festgenommen Terrorverdächtigen ist um 15 Prozent (auf 2.600) gestiegen.

Zurückgegangen ist dagegen die Zahl der Messerangriffe im Westjordanland. 2022 lag sie bei 14, 2021 noch bei 18. (mas)

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11 Antworten

  1. Das waren 31 Menschen zuviel die ihr Leben verloren haben. Ob solches Massaker je aufhören wird bis der wahre Friedenfürst
    Jeshua erscheint!?

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  2. Seit fast 2000 Jahren warten seine Nachfolger auf seine Wiederkunft. In dieser Zeit sind Zig-Millionen unschuldiger Menschen durch Verbrecher gestorben. Jede Generation betet, dass ER sein Friedensreich aufrichten möge. Pinchas Lapide hat ein Buch mit dem Titel, “ Warum kommt er denn nicht“ darüber geschrieben. Das ist sehr lesenswert. Shalom

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    1. Ich sitze gerade hier und dachte an das was Jesaja 6610 geschrieben. Ich fragte Herr Jeshua wie lange noch: seine Antwort lautete:
      Apostelgeschichte 3, 19: So tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn,
      Apostelgeschichte 3, 20: und er den euch zuvorverordneten Jesus Christus sende,
      Apostelgeschichte 3, 21: welchen freilich der Himmel aufnehmen muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von welchen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat.
      Shabbat Shalom

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      1. Liebe Isabella, das hat Paulus von Tarsus geschrieben, respektive aufschreiben lassen. Was Jeschua dazu sagte, das wäre nun wirklich erhellend zu wissen. Waren es nicht die ersten Nachfolger, also die ersten messianischen Juden, welche sich auf sein Wort stützten, „dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis sich alles erfüllt hat“. Nun haben aber schon ca. 100 Geschlechter gewartet und er kam nicht wieder.
        Als Jeschua am Kreuz verschied, ins Grab gelegt und von Vater wieder auferweckt wurde, da hatten seine Jünger große Hoffnung, dass ER nun das Friedensreich aufbauen würde und endlich Erez Israel von den Besatzern befreien würde. Das waren allesamt Juden… Jeschua fuhr nach christlicher Lehre in den Himmel auf und nun? Die Jeschuanachfolger rechneten fest damit, dass sie es noch erleben werden, dass er aus dem Himmel wieder zurückkommen wird und verkauften ihren Besitz, zogen zusammen, warteten und beteten inbrünstig, dass er die Zeit verkürzen möge. Aber…so beten seine Nachfolger heute immer noch. Fast 2000 Jahre später. „Maranata, der Herr komme bald“. Wie konnte der Gedanke und die Hoffnung lebendig bleiben, dass ER wiederkommt? Indem man „IHN in die Ewigkeit setzte“ und die Hoffnung in die Zukunft verlegte…
        Gedanken wie, wäre ER früher schon gekommen, so würden Mrd Menschen nicht in die Hölle befördert worden, Mio nicht gefoltert, in sinnlosen Kriegen massakriert worden. Unschuldige Kinder nicht erschlagen, Müttern nicht das Herz gebrochen und Väter nicht getötet worden. Daher erlaube ich mir, nach dem Sinn seines Nichtkommens zu fragen. Shabbat Shalom

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        1. Nachtrag… Selbstverständlich ist bekannt, dass die Apostelgeschichte ca. im Jahre 60 n. Chr. von Lukas „geschrieben“ wurde. Verzeihen Sie meine kleine Provokation. Fest steht aber, dass es der Heidenapostel Paulus war, der die Christliche Religion maßgeblich geprägt hat. Wäre er nicht so weit gegangen, den jüdischen Gottessohn zu hellenisieren, wären Juden und Christen viel enger beieinander als sie das über die Jahrhunderte gelebt haben. Shabbat Shalom

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      1. Wenn Sie das von Ihnen formulierte Fazit erweitern würden, so wie es sich gehörte, so hat er wohl auch kein Interesse an allen seinen Nachfolgern weltweit, also den Christen? Shabbat Shalom

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  3. Was hier als „Terror“ apostrophiert wird, hat in Israel eine lange Geschuchte: Vor der Staatsgründung Israels (14. Mai 1948) machten jüdische Einwanderer und Siedler im britischen Mandatsgebiet Palästina etwa ein Drittel der 1,8 Millionen Einwohner aus; ihnen gehörten nur 6 Prozent des Bodens. Der Teilungsplan, den die Vereinten Nationen im November 1947 beschlossen, sprach dem künftigen jüdischen Staat 56 Prozent der Fläche zu, aber mit einer demografisch nur knappen jüdischen Mehrheit. Zur Annahme des schon damals skeptisch bewerteten Konstrukts reichten 33 Stimmen – die kolonisierte Welt war in der UN noch kaum vertreten.

    Die palästinensische Bevölkerung lehnte den Plan ebenso ab wie die arabischen Nachbarstaaten. Letztere griffen das neu gegründete Israel im Mai 1948 an; die jüdischen Kampfverbände errangen aufgrund besserer Waffen und besseren Trainings jedoch bald die Oberhand und nutzten dies, um Israel weit über das im UN-Plan vorgesehene Territorium hinaus zu vergrößern, auf fast 80 Prozent des historischen Palästinas. Vertreibungen begannen bereits vor dem arabisch-israelischen Krieg.

    Etwa 750 000 Palästinenser verließen Israel gezwungenermaßen. Die verbliebenen etwa 130 000 lebten bis 1966 unter Militärrecht; 70 Prozent ihres Landbesitzes wurde enteignet. Im Juni 1948 entschied Israel, es dürfe keine Rückkehr von Vertriebenen und Geflüchteten geben. Ihre Dörfer wurden unbewohnbar gemacht und zum Reservoir für Baumaterial.

    Quellen: Jörn Böhme und Christian Sterzing, „Kleine Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts“.

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    1. Und wo kamen die arabischen Bewohner her? Ne Idee Herr Luley?

      Schön, dass Sie die 750.000 erwähnen. Gezwungenermaßen trifft es, Herr Luley. Sie verschweigen dabei, dass ein nicht geringer Teil deswegen floh, weil die Araber sie dazu aufforderten, da man die Juden vertreiben wollte. Etwas, das gewisse Zeitgenossen bis heute toll finden. Ihre Halbwahrheiten sind eine Schande, Herr Luley. Was sagen Sie denn zu den 850.000 Juden, die aus arabischen Staaten vertrieben wurden. Aber da hat ein gewisser Herr ja kein Problem. Man verwendete die Geschichte ja auch um in Damaskus die Lunte voll zu entzünden, indem man ein Filmchen vorführte, das weiter den Judenhass anstacheln sollte. Schande!

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  4. Zur „Vertreibung“ der in arabischen Ländern lebenden Juden empfehle ich die Lektüre von Lan Black & Benny Morris: Mossad-Shin Bet-Aman- Die Geschichte der israelischen Geheimdienste; 1994. Dort kann man nachlesen, auf welch perfide Weise in den arabischen Ländern durch Agenten Israels eine Stimmung geschaffen wurde, durch die man erreichte, dass diese Menschen nach Israel gingen, wo man händeringend neue Einwanderer brauchte. Das ging so weit, dass der Mossad in Synagogen Bagdads Bomben explodieren liess oder dem korrupten marokkanischen König Kopfprämien für jeden Juden zahlte, der das Land in Richtung Israel verließ. Wer das alles nicht wahrhaben will, geht dem verlogenen Gründungsmythos Israels auf den Leim, der mit allen Mitteln ein Gegengewicht zum weltweit bekannte Narrativ der Nakba braucht.

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