Ukrainische und russische Israelis

Der russische Überfall auf die Ukraine verändert die Wahrnehmung nationaler Identitäten. In Israel leben Ukrainer wie auch Russen; unter ihnen sind Juden wie auch Nichtjuden. Wie kommen sie in so turbulenten Zeiten miteinander aus?

Sa’ar: Moralische Pflicht, Täter zu fassen

Dutzende Menschen haben am Donnerstag des Anschlags auf die israelische Botschaft in Buenos Aires vor 30 Jahren gedacht. Der israelische Justizminister Gideon Sa’ar sagte in der argentinischen Hauptstadt, dies sei auch ein Angriff auf Argentinien gewesen. Bei der Bombenexplosion waren 29 Menschen getötet worden. Dahinter wird der Iran vermutet. In diesem Zusammenhang gab es bislang […]

Ukrainische Holocaustüberlebende nach Israel gebracht

Drei israelische Rettungsorganisationen haben 13 Juden aus der Ukraine evakuiert, die medizinische Behandlung benötigen. Für den Einsatz charterten sie für rund 70.000 US-Dollar einen Privatjet. Dieser flog die Ukrainer am Donnerstagmorgen aus der Republik Moldau aus. Die meisten der 13 Evakuierten haben den Holocaust überlebt. In der Ukraine gibt es noch etwa 9.900 Scho’ah-Überlebende. (eh)

Verein mit Hisbollah-Verbindung verboten

In Münster hat die Polizei am Donnerstag die Imam-Mahdi-Moschee und ein zugehöriges islamisches Zentrum durchsucht. An diesem Tag trat das Verbot des Vereins „Fatime Versammlung e.V.“ in Kraft, der das Zentrum betrieb. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul erklärte, der Verein sei „eine Spendenbüchse der Hisbollah“. Seit dem Jahr 2020 ist die schiitische Terrorgruppe in Deutschland […]

Israel bringt Entwicklung eines Laser-Abwehrsystems voran

Verteidigungsminister Benny Gantz hat Gelder in Höhe von mehreren Hundert Millionen Schekel für die Fertigstellung eines Laser-Abwehrsystems genehmigt. Anlass dafür sei ein „technologischer Durchbruch“, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. An der weiteren Entwicklung sind nun auch die Rüstungsunternehmen Rafael und Elbit beteiligt. Das Lasersystem mit dem Namen „Eisenstrahl“ wird laut Gantz einen „dramatischen Wandel“ […]

Gesetzesentwurf: Siedlungsprodukte nicht mehr israelisch

Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass Siedlungsprodukte bald nicht mehr als israelisch gekennzeichnet werden sollen. Der Knessetabgeordnete Mossi Ras von der Meretz-Partei initiiert den Entwurf. Produkte aus Judäa und Samaria benötigten dann eine eigene Kennzeichnung. Laut Ras ist dies wegen internationaler Handelsabkommen nötig. Eingebettet sein soll die Änderung in eine ausstehende Agrarreform. Ras sieht sich starker […]

Perlenfund – ein Bibelblick

Messianische Juden Bild: Ein Abschnitt aus dem Matthäus-Evangelium auf Hebräisch Als sich Mitte des ersten Jahrhunderts die ersten christlichen Gemeinden bildeten, bestanden sie vornehmlich aus Juden. Menschen wie Petrus oder Paulus kamen gar nicht auf die Idee, dass sie durch ihren Glauben an Jesus, den Messias, einer anderen Religion angehören könnten. In der Tradition dieser jüdischen Urchristen sehen sich messianische Juden. Viele von ihnen feiern jüdische Feste und halten sich an jüdische Bräuche. Gleichzeitig glauben sie, dass Jesus der Messias ist. Innerhalb der messianischen Juden gibt es verschiedene Strömungen: Manche Gemeinden sind charismatisch geprägt und wirken auf den ersten Blick nicht besonders jüdisch. Andere feiern Gottesdienst mit der Lesung aus der Torarolle und einer Predigt über den Wochenabschnitt der Synagoge. Zusätzlich spielen Texte aus dem Neuen Testament (siehe Bild) bei ihnen eine Rolle. Die einen singen die neuesten Anbetungslieder, die anderen halten sich an das jüdische Gebetbuch mit seinen altvertrauten Melodien. Doch alle diese Gemeinden sind verbunden durch den Glauben an Jeschua HaMaschiach, der hebräische Name für Jesus Christus. Weil sie an Jesus glauben, werden sie vielfach nicht mehr als Juden anerkannt – auch wenn sie von einer jüdischen Mutter abstammen. Dadurch ist es für messianische Juden mitunter schwierig, nach Israel einzuwandern. Denn die Regel, dass jeder Jude ohne weitere Voraussetzungen israelischer Staatsbürger werden darf, trifft für sie nach Auffassung der Rabbiner nicht zu. Die Gesamtzahl der messianischen Juden zu erfassen, ist kaum möglich. Viele nicht-jüdische Christen sind Teil der Gemeinden, so dass dies nicht als Grundlage für eine Zählung dienen kann. Ein Teil der messianischen Juden ist zudem nicht als Mitglied einer Gemeinde registriert.

Unzählige jüdische Gelehrte haben in den vergangenen Jahrhunderten die Hebräische Bibel ausgelegt. Der Israeli Ari Lipinski lässt diese Kommentatoren zu Wort kommen – und versieht dies mit zahlreichen Erklärungen. Dadurch ermöglicht er einen tieferen Einblick in Gottes Wort.