MODI’IN ILLIT (inn) – Ein zwölfjähriger Palästinenser ist in der Nacht zu Sonntag im Westjordanland ermordet worden. Der Vater des Jungen steht unter Tatverdacht. Er wurde von israelischen Soldaten festgenommen.
Der Mord ereignete sich in der Ortschaft Beit Ur bei Ramallah. Auf einem landwirtschaftlichen Gelände habe der Vater den Jungen, Naim Ahmad a-Schami, erstochen und den Leichnam in Brand gesteckt, erzählten palästinensische Quellen dem israelischen Sender „Kan“.
Als die Tat entdeckt wurde, leiteten Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) eine Suche nach dem Vater ein. Doch sie fanden ihn nicht. Deshalb baten sie die israelische Armee um Hilfe.
Diese erhöhte daraufhin die Alarmbereitschaft am Checkpoint HaSchmonaim samt seiner Umgebung. Auf israelischem Gebiet in der Nähe von Modi’in Illit stießen Soldaten auf den Flüchtigen.
Verdächtigen an PA-Sicherheitskräfte übergeben
„Israelische Truppen haben gestern Abend am Checkpoint HaSchmonaim in der Binjamin-Brigade einen palästinensischen Verdächtigen festgenommen“, teilte die Armee am Sonntag mit. „Ein erstes Verhör am Checkpoint ergab, dass der Verdächtige seinen Sohn im Raum Ramallah ermordet hat und vom Tatort geflohen ist. Der Verdächtige wurde zum weiteren Verhör und zur Weiterbehandlung an die palästinensischen Behörden übergeben.“
Über Hintergründe der Tat und ein mögliches Mordmotiv wurde zunächst nichts bekannt. (eh)
2 Kommentare
Wir wissen nichts über Tatmotiv. Das eigene Kind ermorden…heftig. Das eigene Kind danach anzünden…unfassbar. Wie gut, dass israelische Soldaten den mutmasslichen Täter fest genommen haben.
Der Gazaner Zev Ben Shmuel wurde als Kind von seinem Vater und Lehrer verprügelt, weil er Juden nicht hassen wollte. Später konvertierte er zum Judentum und wurde Israeli.
Naim Ahmad – wurde er von seinem Vater sogar getötet, weil er nicht Hassen wollte?