Zwei Tote bei Zwischenfällen mit Soldaten

Bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten kommen zwei Menschen ums Leben. Die Umstände sind noch nicht vollumfänglich aufgeklärt.
Von Israelnetz
Häufiger Anblick bei Nacht: Soldaten in Hebron (Archivbild)

Foto: IDF, flickr | CC BY 2.0 Generic

Häufiger Anblick bei Nacht: Soldaten in Hebron (Archivbild)

JERUSALEM (inn) – Ein israelischer Soldat hat an einer Haltestelle in Zentralisrael einen Mann erschossen, der sich „in verdächtiger Weise“ einem wartenden Fahrgast genähert haben soll. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“ und beruft sich dabei auf einen Bericht der israelischen Polizei.

Demnach hat sich der Vorfall am Montagmorgen in Ra’anana ereignet. Der Soldat, der die Situation beobachtete, schoss auf den Mann und verletzte ihn dadurch schwer. Im Krankenhaus wurde er wenig später für tot erklärt. Noch ist unklar, ob der Mann mit einem Messer bewaffnet war. Die Behörden prüfen nach eigenen Angaben diese Möglichkeit.

Mehrere israelische Medien berichten zudem, dass der Tote geistig verwirrt gewesen sein soll. Durch die Schüsse des Soldaten soll außerdem der an der Haltestelle wartende Mann durch Schrapnelle leicht am Bein verletzt worden sein.

Angriff auf Soldaten bei Razzia

Zu einem weiteren Vorfall kam es bereits wenige Stunden zuvor. In der Nähe von Ramallah ist während einer nächtlichen Razzia nach Militärangaben ein Fahrzeug auf mehrere Soldaten zugerast. Anstatt zu bremsen, habe es weiter beschleunigt, heißt es in Medienberichten. Die Soldaten eröffneten daraufhin das Feuer. Dabei kam eine palästinensische Teenagerin ums Leben. Bei ihr soll es sich um die Beifahrerin handeln. Der Fahrer wurde nicht tödlich getroffen und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Armee kündigte eine Untersuchung der beiden tödlichen Vorfälle an. (mas)

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3 Antworten

  1. “Tote bei Zwischenfällen” klingt natürlich viel neutraler, als “Weitere zwei Palästinenser von Besatzungssoldaten erschossen”. Die Einseitigkeit der Israelberichterstattung durch israelnetz spricht Bände. Kein Wort vom wachsenden Widerstand gegen Netanjahus Planungen, rechtsradikale Rassisten zu Ministern der Verteidigung, Finanzen und Polizei zu machen, keine Meldungen über das, was diese Herrschaften an Plänen bekanntmachen bezüglich der Rechtsstaatlichkeit usw. israelnetz klammert sich an ein heiles Israelbild, dass es gar nicht mehr gibt. Dieses Land geht den Bach runter, und ihr zeichnet ein Bild der Normalität, die keine ist. Blindheit ist auch eine Sichtweise.

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    1. Möchten Sie sich mal zu der Einseitigkeit von Sicht von Hochblauen oder dem Palästina-Portal äußern. Zwei Hetz-Seiten, von denen Sie regelmäßig abschreiben und hier einstellen. Blindheit ist auch eine Sichtweise,Herr Luley!

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  2. Gestern gab es ein Anschlag in Ariel.
    Videotext der ARD dazu: Westjordanland: Tote bei Attacke

    Klingt doch viel neutraler als: Israelis von Terroristen ermordet. Die Einseitigkeit der dt. Medien spricht Bände.

    Wo ist eigentlich ein Kommentar von den üblichen Großpalästina-Apologeten in dem Artikel zu dem Anschlag in Ariel?

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