Meinung

Wenn Gaza Genozid ist – welches Wort bleibt dann für Auschwitz?

Der inflationäre Gebrauch des Begriffes „Genozid“ verwischt Unterschiede. Das gilt auch im Zusammenhang mit Auschwitz und dem Gazakrieg. Ein Gastkommentar von Michail Kantor
Von Israelnetz

Ich stelle mir manchmal einen Historiker vor, sagen wir im Jahr 2126. Er schlägt in einem Lexikon den Begriff „Genozid“ nach. Darunter stehen der Holocaust, Ruanda, Srebrenica. Und, möglicherweise, Gaza. Dasselbe Wort für alle vier. Aber beschreibt es wirklich dasselbe?

Genau an diesem Punkt beginnt das eigentliche Problem, und es ist kein juristisches. Was geschieht mit unserer Sprache, wenn Auschwitz und Gaza unter denselben moralischen Schlüsselbegriff fallen?

Der Vorwurf, Israel begehe im Gazastreifen einen Genozid, zählt inzwischen zu den schwersten Anschuldigungen, die gegen den jüdischen Staat erhoben werden. Südafrika hat ihn vor den Internationalen Gerichtshof gebracht. Festgestellt ist bislang nichts. Das Hauptsacheverfahren läuft, ein Urteil steht aus, vielleicht noch Jahre.

Ob am Ende ein Gericht zu diesem Ergebnis kommt, weiß heute niemand. Auch ich nicht. Es gibt einen alten juristischen Merksatz, der genau diese Ungewissheit auf den Punkt bringt: „Coram iudice et in alto mari sumus in manu Dei“ – vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand. Wer heute schon zu wissen glaubt, wie ein internationales Gericht in einigen Jahren entscheiden wird, unterschätzt sowohl die Justiz als auch die Zeit, die ein solches Verfahren braucht.

Was mich jedoch dabei beunruhigt, ist etwas anderes: Was macht es mit unserem historischen und moralischen Denken, wenn wir Gaza und Auschwitz mit demselben Wort fassen – unabhängig davon, wie ein Gericht irgendwann entscheidet?

„Genozid“ ist zunächst ein Rechtsbegriff

Man muss etwas anerkennen, das in der öffentlichen Debatte gern untergeht: „Genozid“ bedeutet juristisch nicht „Holocaust“.

Die Völkermordkonvention von 1948 definiert Genozid über bestimmte Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören. Entscheidend ist nicht die Opferzahl. Entscheidend ist der dolus specialis – die besondere Vernichtungsabsicht.

Ein Genozid braucht keine Gaskammern. Keine Wannseekonferenz. Keine sechs Millionen Toten. Er kann, rein tatbestandlich, mehrfach in der Geschichte vorkommen, an ganz unterschiedlichen Orten, unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen.

Wer also behauptet, Gaza könne schon deshalb kein Genozid sein, weil es nicht Auschwitz ist, verkürzt die juristische Logik. Das ist ein Fehler. Der umgekehrte Schluss ist aber genauso falsch: dass zwei mögliche Genozide historisch oder moralisch gleichzusetzen wären, nur weil derselbe Paragraf beide erfassen könnte.

Das Recht schafft Tatbestände, die Geschichte differenziert jedoch. Und eine verantwortungsvolle politische Sprache muss beides erklären und verständlich machen.

Auschwitz stand nicht im Dienst des Krieges

Der Holocaust war die systematische, staatlich organisierte Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten. Diese Zahl kennt inzwischen fast jeder. Sie erklärt aber nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist das Ziel.

Jüdische Kinder, alte Menschen, Zivilisten jeder Couleur wurden nicht getötet, weil sie kämpften. Sie wurden getötet, weil sie existierten. Ihre Vernichtung war keine Kriegsfolge. Sie war eigenständiges Staatsziel – ideologisch begründet, bürokratisch organisiert, verfolgt unabhängig davon, wie der Krieg gerade verlief.

Auschwitz stand nicht im Dienst der Kriegsführung, einer Kriegsführung, die von der Hamas ausging. Auschwitz war das Ziel selbst.

Eine Gegenprobe, die ich für hilfreich halte

Stellen wir uns vor, die arabischen Bewohner Gazas wären seit Generationen vollintegrierte Bürger Israels gewesen. Sie hätten in seiner Armee gedient, Seite an Seite mit jüdischen Soldaten gekämpft, wären Teil der Gesellschaft gewesen wie jeder andere auch. Und dann würde eine Regierung erklären: All das zählt nicht mehr. Allein die ethnische Herkunft entscheidet künftig über Zugehörigkeit und Rechte.

In einem solchen Szenario läge der Vergleich mit rassistischer Verfolgung nahe, vielleicht sogar mit Apartheid. Und würde daraus eine systematische Vernichtung folgen, einzig wegen dieser Herkunft, dann wäre man sehr nah an dem Mechanismus, der den Holocaust auszeichnet: Menschen werden nicht verfolgt wegen dessen, was sie tun. Sie werden verfolgt wegen dessen, was sie sind.

Genau diese Frage halte ich für die entscheidende, in jedem einzelnen Fall: Wird jemand bekämpft wegen seines Handelns – oder verfolgt wegen seines Seins? Ohne diese Unterscheidung verliert jeder historische Vergleich seinen Boden.

Realität statt Gedankenexperiment

Und hier lohnt sich der Blick auf die Realität, nicht nur auf das Gedankenexperiment. Rund zwei Millionen arabische Bürger leben in Israel – mit israelischem Pass, vollem Wahlrecht und voller rechtlicher Integration in den Staat, den sie mitregieren. Sie sitzen im Parlament, in eigenen wie in gemischten Parteien der Knesset. Sie sind Richter, auch am Obersten Gerichtshof, sie sind Polizeibeamte, Ärztinnen und Ärzte, Professorinnen und Professoren an israelischen Universitäten, manche auch Offiziere der israelischen Armee.

Das lässt sich mit einer Politik, die auf die Vernichtung einer Bevölkerungsgruppe wegen ihrer Ethnie zielt, schlicht nicht vereinbaren. Wer Israel dennoch in eine Reihe mit dem NS-Regime stellt, muss erklären, warum ein angeblich völkermörderischer Staat seit seiner Gründung eine ethnische Minderheit in seine höchsten Gerichte, sein Parlament und seine Sicherheitsbehörden aufnimmt.

Zwei Zahlen, zwei Arten des Sterbens

Zahlen bleiben abstrakt, bis man sie nebeneinanderlegt. Ich tue das im Folgenden bewusst vorsichtig – nicht um Leid gegeneinander aufzurechnen, jeder Tote zählt für sich. Ich will vielmehr sichtbar machen, wovon wir eigentlich sprechen, wenn wir ein und dasselbe Wort für zwei derart unterschiedliche Wirklichkeiten benutzen.

Im Holocaust wurden rund sechs Millionen europäische Juden ermordet – etwa zwei Drittel der jüdischen Bevölkerung Europas vor dem Krieg. Diese Vernichtung geschah mit einer eigens dafür geschaffenen Infrastruktur. Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau, Treblinka, Sobibor, Belzec, Chelmno und Majdanek wurden zu keinem anderen Zweck gebaut, als dem, Menschen in möglichst kurzer Zeit systematisch zu töten.

Allein in Auschwitz-Birkenau starben mehr als eine Million Menschen, ein Großteil von ihnen innerhalb weniger Stunden nach ihrer Ankunft, in Gaskammern, die für genau diesen einen Zweck konstruiert worden waren. Es gab keine Front, an der diese Menschen starben. Es gab eine Rampe, eine Selektion, eine Gaskammer, einen Krematoriumsofen.

Andere Logik

Der Krieg in Gaza unterliegt, so furchtbar er ist, einer anderen Logik. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden seit Oktober 2023 rund 69.000 Palästinenser getötet, unabhängige Schätzungen unter Einschluss indirekter Kriegsfolgen gehen von einer höheren Zahl aus. Jede einzelne dieser Zahlen steht für einen Menschen, ein Leben, eine Familie – daran will ich nichts relativieren, nichts kleinreden.

Aber diese Menschen starben überwiegend durch Bombardierung, Beschuss, einstürzende  Gebäude, Hunger und den Zusammenbruch des Gesundheitssystems, im Verlauf eines andauernden militärischen Konflikts zwischen einer Armee und einer bewaffneten Organisation, die sich in dicht besiedeltem zivilem Gebiet verschanzt. Das unterscheidet sich, bei aller gebotenen Trauer um jeden einzelnen Toten, fundamental von einer Tötungsmaschinerie, die einzig dafür geschaffen wurde, eine gesamte Bevölkerungsgruppe ohne jeden militärischen Zusammenhang physisch auszulöschen.

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Auch das Verhältnis zur jeweiligen Gesamtbevölkerung spricht eine eigene Sprache. Der Holocaust vernichtete, wie erwähnt, rund zwei Drittel der europäischen Juden – eine Zahl, die auf vollständige Auslöschung zielte und sie beinahe erreichte. Selbst nach den höchsten kursierenden Schätzungen der Toten in Gaza, weit über die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums hinaus, spricht man von einem niedrigen einstelligen Prozentsatz der rund 2,1 Millionen Einwohner des Gazastreifens.

Das ist kein Wettbewerb um das größere Leid, und ich will es auch nicht dazu machen. Es ist ein Hinweis darauf, dass wir mit dem Wort „Genozid“ zwei kategorial verschiedene Wirklichkeiten in denselben sprachlichen Behälter zwingen – eine vollzogene Vernichtung und einen Krieg mit einer erschütternd hohen, aber eben nicht auf vollständige Auslöschung zielenden Zahl ziviler Opfer.

Gaza ist im Krieg – und gerade deshalb muss man genau hinschauen

Der Krieg in Gaza lässt sich kritisieren, und er kann selbstverständlich kritisiert werden: die Verhältnismäßigkeit des militärischen Vorgehens, die Zahl ziviler Opfer, die humanitäre Lage vor Ort, mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht. Auch der Genozidvorwurf selbst ist juristisch prüfbar, das bestreitet niemand ernsthaft. Allerdings dürfte es meiner Einschätzung nach am Vorsatz fehlen.

Aber ein Krieg schafft eine andere Ausgangslage als die Schoa. Der Nationalsozialismus hat keinen Krieg gegen die europäischen Juden geführt. Ihre Vernichtung war kein Mittel zu einem anderen Zweck. Sie war Selbstzweck.

Wer diesen Unterschied verwischt – aus welcher politischen Überzeugung heraus auch immer –, riskiert zweierlei zugleich: den Holocaust in seiner Besonderheit zu verkennen, oder ihn rhetorisch für die Gegenwart zu instrumentalisieren. Beides schadet der historischen Wahrheit. Und, das will ich ausdrücklich hinzufügen, beides schadet am Ende auch einer redlichen Kritik an israelischer Kriegsführung.

Was ein Wort politisch bewirken kann

„Genozid“ ist juristisch ein Tatbestand mit klaren Voraussetzungen. Politisch ist er längst etwas anderes geworden: ein moralischer Superlativ, das absolute Verbrechen schlechthin.

Gerade deshalb entfaltet der Vorwurf gegen Israel eine so starke historische Sogwirkung. Die Nachkommen der Opfer erscheinen plötzlich als Täter. Ich sage bewusst nicht, dass diese Gleichsetzung per se antisemitisch sei – das wäre zu pauschal und würde legitime rechtliche Prüfung diskreditieren. Aber sie verlangt eine Sensibilität, die man in der öffentlichen Debatte selten findet.

Die Umkehrung der Erinnerung

Der Holocaust wird heute kaum noch offen geleugnet. Er wird umgedeutet. Die Opfer von einst würden zu Tätern von heute, Israel sei der neue Aggressor, gewissermaßen ein Spiegelbild des NS-Regimes.

Diese Täter-Opfer-Umkehr bestreitet Auschwitz nicht. Sie nutzt es. Das macht sie nicht harmloser, sondern gefährlicher – weil sie sich als Erinnerungsarbeit tarnt, während sie in Wahrheit deren Fundament untergräbt.

Wenn alles Genozid ist

Je häufiger der Begriff verwendet wird, für je mehr Konflikte, Kriege und Krisen, desto weniger unterscheidet er noch etwas. Wenn jedes extreme Leid so bezeichnet wird, verliert das Wort seine Trennschärfe. Und mit der Trennschärfe verliert es die Fähigkeit, gerade das Besondere von Auschwitz noch zu markieren.

Das ist die eigentliche Gefahr der Inflation – nicht, dass ein Begriff „zu oft“ benutzt würde. Sondern dass er am Ende gar nichts mehr sagt. Vielleicht ist „Genozid“ inzwischen zu klein für Auschwitz. Es gibt den juristischen Begriff. Und es gibt die historische Singularität der Schoa.

Selbst wenn ein Gericht eines Tages tatsächlich einen Genozid in Gaza feststellen sollte – und das ist, ich wiederhole es, offen und eher unwahrscheinlich –, folgt daraus keine Gleichsetzung mit Auschwitz. Dasselbe Wort schafft keine identische Geschichte. Erinnerungskultur besteht nicht darin, Begriffe zu maximieren. Sie besteht darin, ihre Bedeutung zu bewahren, gegen jeden politischen Nutzen, den ihre Verwässerung gerade verspricht.

Wer Auschwitz verstehen will, muss mehr verstehen als einen Straftatbestand. Dort starben Menschen nicht wegen eines Krieges. Sie starben, weil eine Staatsmacht ihre bloße Existenz auslöschen wollte. Diesen Unterschied dürfen wir nicht verlieren – auch nicht im Eifer einer aktuellen politischen Auseinandersetzung.

Michail Kantor ist Rechtsanwalt in Düsseldorf.

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46 Kommentare

  1. Linke Antisemiten reden von Genozid an den Palästinensern und bekunden damit ihren Judenhass, ihre Konkurrenten die Rechtsextremisten leugnen den Holocaust um ihren Judenhass zu bekunden.

  2. Was für ein guter Kommentar mit besten Erklärungen. Ich habe alles verstanden. Danke an Herrn Kantor mit Gottes Segen.

  3. Wow! Herr Kantor, Sie haben das so gut beschrieben und erklärt. Ich bin voll Ihrer Meinung. Von Ihren in Zahl ca. 69.000 genannten Todesopfern in Gaza erwähne ich nur noch, dass die Hälfte keine Kinder und unschuldige Zivilisten waren, sondern Terroristen. Diese haben den Krieg begonnen und hätten jederzeit damit aufhören können. Die Juden im Holocaust haben mit nichts begonnen und konnten auch kein anderes Ende herbeiführen, ausser sich ermorden zu lassen. Das Ganze deshalb, weil sie nicht „arisch“ waren. Um sie auszusondern wurden sie markiert.
    Wo ist solches in Gaza geschehen? Ich höre nicht auf jedem zu widersprechen, dass in Gaza ein Genozid stattfand. Und ich glaube niemals, dass dies festgestellt werden wird.
    Danke für Ihren Artikel, der jedem eigentlich einleuchten müsste, abgesehen von eingefleischten Antisemiten.
    Ella

  4. Ich meine, das passt zum auch zum Thema, Einstufung NAZI als Verharmlosung der Nazizeit
    mein offener Brief vom1.9.2026 an die OMAs:
    Ich habe am Samstag auf dem Wochenmarkt eine männliche OMA GEGEN RECHTS angesprochen, weil er ein Schild trug, auf dem Höcke als Nazi benannt wurde.
    Auf meinen Vorwurf, ob er sich nicht schäme, damit die Nazizeit zu verharmlosen, erhielt ich die Antwort, er verkünde damit ein rechtlich festgestelltes Urteil.
    Bekanntermaßen gibt es ein solches Urteil nicht, Höcke darf lt. OLG Thüringen als „Faschist“ benannt werden, ein wesentlicher Unterschied.
    Eine weitere OMA mischte sich ein und beschimpfte mich massiv als „Anhänger der Nazi-Partei“, wahrscheinlich, weil mich am nahen AfD-Stand eine jahrelang gute, liebe Bekannte begrüßte und umarmte.
    Ein sachliches Gespräch war nicht möglich, auf meine vorgebrachten Fakten wurde nicht eingegangen Ich wurde weiterhin allgemein und mit Bezug auf Nazizeiten beschimpft.

    1. Ich bin kein Fan von Björn Höcke aber im
      Prinzip haben Sie recht. Durch diese inflationäre Nutzung von bestimmten Begriffen wie Nazi, wird der Begriff entwertet und die nazi Zeit verharmlost

  5. „Von Ihren in Zahl ca. 69.000 genannten Todesopfern in Gaza erwähne ich nur noch, dass die Hälfte keine Kinder und unschuldige Zivilisten waren, sondern Terroristen.“

    Die hier zu niedrig angesetzte Zahl mit 69.000 Toten mal beiseite. Selbst wenn, waren Ihrer Meinung nach durchaus die Hälfte davon Kinder und unschuldige Zivilisten. Das ist immer noch keine kleine Zahl und diese Morde akzeptieren Sie jetzt also einfach so? Natürlich, betrifft nicht Ihren Allerwertesten. Nicht die Bevölkerung hat den Krieg angefangen, sondern eine Terrororganisation. Warum wird das Volk dafür bestraft? Das was die Hamas veranstaltet hat war ein Massaker, das was die IDF veranstaltet, ist in meinen Augen weitaus schlimmer.

    Was würden Sie sagen, wenn irgendein Land wegen den terroristischen Siedlern jetzt Israel angreifen würde und eine ähnliche Anzahl an zivilen und unschuldigen Toten fordern würde? Könnten Sie das dann auch so rechtfertigen und akzeptieren wie Sie es jetzt hier mit den Palästinensern machen?

    Menschen die denken wie Sie, haben Ihre Menschlichkeit weit hinter radikaler Religion und ideologischen Werten abgestellt.

    1. @ Blub

      „Menschen die denken wie Sie, haben Ihre Menschlichkeit weit hinter radikaler Religion und ideologischen Werten abgestellt.“

      Sie charakterisieren sich selbst. Glückwunsch zur Selbsterkenntnis.

      Ihr hier allseits bekannter Israelhass, besser Antisemitismus, ist gnadenlos.

      Was würden Sie sagen, wenn Sie einfach mal die Klappe hielten?

    2. Wieder hinkt ihr Vergleich auf völkerrechtlicher Ebene @Blub.
      Wieder verbreiten sie Lügen die nachweislich unzutreffend sind.
      Die IDF führt keinen Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung, sondern gegen eine Terrororganisation, die sich gezielt in Krankenhäusern, Schulen und Wohngebieten verschanzt. Nach internationalem Recht liegt die Verantwortung für zivile Opfer dort, wo Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht werden. Das Leid der Bevölkerung ist schrecklich, aber die Ursache dafür ist, dass die Hamas den Krieg begonnen hat und ihn bewusst inmitten der eigenen Bevölkerung austrägt.

      (Fortsetzung folgt)

    3. (Fortsetzung)

      Auch ihre Gleichsetzung mit der IDF und Hamas ist inakzeptabel, da es einen fundamentalen moralischen und juristischen Unterschied zwischen den Akteuren gibt: Die Hamas hat am
      7. Oktober gezielt und mit Absicht Zivilisten ermordet, vergewaltigt und entführt – das war das primäre Kriegsziel. Die IDF hingegen warnt die Bevölkerung vor Angriffen durch Flugblätter, Telefonanrufe und Evakuierungsaufforderungen. Dass trotz dieser Maßnahmen Zivilisten sterben, ist eine Tragödie des urbanen Krieges, aber es ist keine gezielte Vernichtung von Zivilisten wie durch die Hamas. Diese beiden Dinge gleichzusetzen, verdreht die Tatsachen.

      1. Vergleichen Sie die parallelen Gideon. Das was im WJL passiert ist ziemlich einfach übertragbar auf den Gazastreifen. Im besetzten WJL ist es klar ersichtlich, dass die Palästinenser als Menschen zweiter wenn nicht sogar dritter Klasse angesehen werden. Das wird von der Politik befürwortet, von der IDF zugelassen und von den Siedlern ausgeführt. Wenn man im WJL schon erkennen kann, wie egal die Palästinenser der IDF ist, warum sollte das im Gazastreifen anders sein?
        Es existieren zahlreiche Videos und Bilder von Kindern mit mehreren Einschusslöcher, bestätigt durch Ärzte des roten Kreuzes, Ärzte ohne Grenzen und anderen Hilfsorganisationen. Sie behaupten ich würde Lügen das Gegenteil können/wollen Sie aber nicht beweisen. Mehrere Einschusslöcher in Kinderkörpern haben inwiefern mit der Bekämpfung der Hamas zu tun? Die Zerstörung von 90% aller Gebäude, mit der Einnahme von 70% des Streifens, den kompletten Streifen unbewohnbar und auch unfruchtbar zu machen ist in welchem Kontext kein Krieg gegen die Gesamtbevölkerung? Mit mehr als 72000 Toten, mehrheitlich davon zivile unschuldige und Kinder. Wem versucht man hier glaubhaft zu machen dieser Krieg ginge nicht gegen die Gesamtbevölkerung? Selbst Russland hat in den letzten 5 Jahren weniger Zerstörung angerichtet als Israel in 3 Jahren.

        Nur weil Sie gewisse Nachrichten bewusst oder unbewusst ignorieren oder nicht wahrnehmen wollen, bedeutet das nicht, dass diese Sachen nicht passieren.

        Gideon, bevor Sie mich einer Lüge beschuldigen, schauen Sie sich auch die unbequemen Fakten an.

        1. Sie regen sich über Einschusslöcher in Kinderkörpern auf. Warum regen Sie sich nicht darüber auf, dass die großen Helden der Hamas sich hinter Frauen und Kindern verstecken. Als sie in den israel. Ortschaften Kinder abschlachteten hatten sie kein Problem damit sich aufzuplustern. Aber wenn ans eigene Leben geht, da hat man keine Skrupel die eigene Bevölkerung als menschliches Schutzschild zu missbrauchen. Aber diese unbequemen Fakten blenden Sie ja völlig aus.

          Rußland hat weniger Schaden angerichtet? Fragen Sie mal in der Ukraine nach. Aber schon klar: Rußland=Iran= Hamas. Eine Linie.

          Und nochmals, auch wenn Sie es nicht hören wollen: ohne den 7.10. hätte es den Krieg nicht gegeben. Aber diese unbequeme Tatsache wollen Sie nicht hören.
          Und was Ihre 72.000 angeht, die Zahl stammt von Gesundheitsministerium der Hamas. Und somit für Hamas-Verteidiger glaubwürdig. Und kommen Sie nicht mit mir geht es um die Palästinenser in Gaza, die Hamas buddelt schon wieder an Tunneln rum. Was tun Sie dagegen?

          1. @ Christin. Ja, ohne den 7.10. hätte es den Krieg nicht gegeben und würde die Hamas ihre Waffen endlich abgeben, dann wäre er längst zu Ende. Und es stimmt: Y. S. hat den Krieg und die vielen Opfer, die er bringen würde, bewusst mit in Kauf genommen. Warum haben die Hamas-Terroristen nicht die Frauen und Kinder in die Tunnel geschickt und sind selbst nach oben gegangen und haben gekämpft. Da hätte man doch wunderbar alle Frauen, Kinder und Alte schützen können. Nur mal so eine Frage. Die sich auch Herr Mansour gestellt hat. Am schlimmsten sind die Hamas-Funktionäre im Ausland.

          2. @ Eleonara, die Hamas wird die Bevölkerung nie in die Tunnel lassen. Man hätte auch Schutzbunker bauen können wie Israel auch. Aber man braucht die toten Zivilsten, denn mit denen kann man im Westen Krieg gegen Israel führen. Und es gibt ja leider genug nützliche Hamas-Idioten, die diesen Krieg für sie auf die Straßen tragen. Und in Foren. Aber wie schrieb hier kürzlich mal wieder jemand: lasst sie machen, widersprecht ihnen nicht.

        2. @Blub
          Die Parallelen … die Nazis und der Chef der Palästinenser, Großmufti von Jerusalem Amin al-Husseini wollten alle Juden töten, die Hamas und die Antisemiten heute wollen auch alle Juden töten.

          1. (Fortsetzung)

            Die Gewalt radikaler Siedler ist abscheulich, und das rechtsextreme Minister wie Ben-Gvir diese decken, ist eine Schande für die israelische Demokratie. Diese Extremisten betrachte ich als Terroristen und bin dafür, dass die israelische Polizei rigoros gegen sie durchgreift.

            Sie aber Blub, machen den Fehler, die Ideologie von extremistischen Randgruppen und einer temporären, radikalen Regierung mit der Staatsdoktrin Israels oder dem Handeln der gesamten IDF gleichzusetzen. Die Mehrheit der Israelis und die liberale Mitte kämpfen im Parlament genau gegen diese Ungerechtigkeiten im Westjordanland an.
            Diese Extremisten betrachte ich als Terroristen und bin dafür, dass die israelische Polizei rigoros gegen sie durchgreift.

            ihr Vergleich mit Russland hinkt fundamental.
            Russland hat einen souveränen Nachbarstaat ohne jede Provokation überfallen, um Territorium zu annektieren.
            Israel hingegen reagierte auf den größten Massenmord an Juden seit dem Holocaust.

        3. Also ich bitte sie Blub: Den Terror der Hamas mit der Situation im Westjordanland gleichzusetzen, entlastet die wahren Verantwortlichen für diese Zerstörung: die Hamas, die Gaza als menschliche Schutzschild missbraucht.
          Dass der Gazastreifen so massiv zerstört ist, liegt an der asymmetrischen Kriegsführung: Wenn eine Terrorgruppe 15 Jahre lang Tunnel unter Wohnblocks baut, führt die Zerschlagung dieser Tunnel zwangsläufig zur Zerstörung der Oberfläche. Die Verantwortung für den Zustand Gazas liegt bei der Hamas, die Milliarden an Hilfsgütern in Waffen statt in den Schutz ihrer Bevölkerung investiert hat. Wer das nicht sehen will, ignoriert die unbequemste Tatsache von allen.

          Dass Palästinenser von der israelischen Politik als zweite oder dritte Klasse betrachtet werden wird nicht von der Politik als ganzes befürwortet, aber von der aktuelle rechtsradikale Regierungskoalition.
          Keine israelische Partei in der politischen Mitte wie Jesch Atid verfolgen eine offene Agenda der jüdischen Vorherrschaft im Westjordanland und Gaza oder treiben die Annexion voran.

          (Fortsetzung folgt)

        4. Gehen Sie hin, Blub, fahren oder fliegen Sie nach Düsseldorf (dürfte wohl in Reichweite liegen, ist ja in Deutschland)
          und klären Sie Herrn Kantor darüber auf was Genozid ist und wie er zu deuten ist. Na los, lesen Sie ihm die Leviten.
          Und wenn Sie damit fertig sind, wird er mit ihrer gesamten Argumentation den Asphalt schrubben.Ich werde mich künftig nicht mehr mit einem vernagelten Wiederkäuer befassen.

          1. Klaus @ nicht aufregen ! Blub ist ein Antisemit und mit Antisemiten diskutiert man nicht, man bekämpft sie. Ich lese diesen Schwachsinn schon gar nicht mehr, dazu ist mir meine Zeit zu schade. Die klugen und ausgeglichenen Kommentare dazu von Gideon Lahav lese ich immer sehr aufmerksam, obwohl ich fürchte, dass es vergebliche Liebsmüh ist, mit Blub zu diskutieren.

        5. Wahnsinn, Blubbi. Russland hat weniger angerichtet? Wo leben sie? Hinterm Mond kann ja nicht sein. Schwätzer! So reden Linke. Sorry, Redaktion

        6. @Blub
          „Nur weil Sie gewisse Nachrichten bewusst oder unbewusst ignorieren oder nicht wahrnehmen wollen, bedeutet das nicht, dass diese Sachen nicht passieren.“ Treffend formuliert. Warum tun Sie genau das?

        7. @Blub
          Du redest Blödsinn und das weißt du auch. Die Zahl der toten Zivilisten stimmt nicht. Auch wenn es so im Intetnet steht. Das weiß jeder. Und zu Putin,hat er die Bevölkerung vor einem Angriff gewarnt? Schickt er der Bevölkerung Nahrung und Medikamente? Nimmt er Rücksicht darauf,ob Schulen und Kindergärten zerbombt werden? Und was ist mit den 20.000 Kindern,die Putin verschleppen ließ? Um sie nach seinem Willen umzuerziehen. 2000 sind gerade mal wieder zurück. Schwer traumatisiert und misshandelt. Ich sehe da Ähnlichkeiten wie bei der Hamas. Israel wurde angegriffen. Und ich sehe immer noch den Greis mit Krücken mit fröhlichem Gesicht nach Israel laufen. Nicht um Kaffee zu trinken mit den Bewohnern,nein,um zu plündern. Aber das ist ja wahrscheinlich etwas anderes. Dir ist nicht zu helfen. Antisemit,wie er im Buche steht. Und es werden immer mehr. Und je mehr man sie ignoriert(auf anraten), umso lauter werden sie,weil keiner versucht sie aufzuhalten. Vor allem,wenn sie ungefragt ihre Lügen verbreiten.

      2. @ Gideon Lahav. Shalom. Alles so gut erklärt. Sachlich und ausführlich. 👍

    4. @Blub
      …Das ist immer noch keine kleine Zahl und diese Morde akzeptieren Sie jetzt also einfach so?…

      Muss ich Blub, muss ich, denn ich kann ja keinen mehr lebendig machen und es betrifft meinen Allerwertesten genauso wenig wie Ihren. Das von Ihnen zitierte Volk drangen zu Tausenden mit der Hamas in die Kibuzzine ein, sie töteten und nahmen Geiseln. Einer rief seine Eltern von einem Kibuzz an und prahlte vor seinen Eltern zehn Israelis („Juden“) eigenhändig getötet zu haben. Er forderte seine Eltern auf, WhatsApp zu öffnen, um sich Fotos der Opfer anzusehen. Er rief unter anderem: „Mama, dein Sohn ist ein Held.“ Auf der Aufnahme war zu hören, wie der Vater weint und stolz reagiert, während die Mutter den Sohn segnet.
      Wer sein Kind fürs Morden segnet und stolz auf ihn ist, gilt für mich nicht als unschuldig.
      Und die Tausende, die Süßigkeiten verteilt haben auch nicht.
      Im Übrigen ging es im Artikel um die Gleichsetzung von Holocaust und Gazakrieg, den die Terroristen begannen und um den Begriff, absichtlich Völkermord zu begehen und nicht um Zahlen der Todesopfer. Nennen Sie mir einen Krieg ohne zivile Opfer. Meine Menschlichkeit hat damit überhaupt mal nichts zu tun.
      Dieses Massaker, das Sie jetzt endlich einmal nennen, hätte für Istael viel schlimmer ausgehen können, wenn Hisbollah und Iran sich beteiligt hätten, so wie es eigentlich vorgesehen war.
      Sie stören sich an Einschusslöchern an Kindern Gazas. Stören Sie sich auch an verbrannten Kindern Israels, an den durchlöcherten Körpern der Kibbuzbewohner hinter kugeldurchsiebten Türen? Doppelmoral lässt grüßen!

    1. Diesen Artikel trage ich ohne Abstriche voll und ganz mit. Mehr ist dazu nicht zu schreiben. Tevorakh, seien Sie gesegnet, Herr Kantor.
      SHALOM

  6. Mein Mann und ich und viele Freunde sind ganz Ihrer Meinung, Herr Kantor. Sie stellen eine sehr gute Frage in die Öffentlichkeit.

  7. Ein sehr guter und differenzierter Gastkommentar, den Herr Kantor geschrieben hat.

  8. Dies ist ein sehr ausgewogener und kluger Gastkommentar von Michail Kantor. Das Thema wird sehr umfassend aus den wichtigsten Perspektiven betrachtet. „Vielleicht ist ‚Genozid‘ inzwischen zu klein für Auschwitz“: Angesichts der in der heutigen Zeit häufigen Verwendung des Begriffs „Genozid“ stimme ich zu. Wir sollten unabhängig vom Thema generell auf unsere Sprache achten. Vielen Dank für diesen Kommentar.

  9. Wenn Israel wirklich einen „Genozid“ an den Arabern verüben wollte, die sich Palästinenser nennen, dann gäbe es inzwischen keine mehr.

    1. An ‚Never again…‘
      Das sehe ich auch so. Doch Juden sind keine Mörder. Was nicht heißt, dass sie sich ermorden lassen müssen.

  10. Tja Häuserkampf ist die schlimmste Kriegsführung, die es gibt und dafür hat sich die Hamas entschieden?! In jeder Minute wäre der Krieg beendet gewesen, wenn die Geiseln frei gekommen wären. Krieg ist immer tragisch, wer keinen will beginnt ihn auch nicht. Die Israelhasser sollten sich als Lehrfilm einen Film über das zerbombte Berlin ohne Ton anschauen und dann kennen sie die Folgen von perversem Judenhass, Diktatur in Kombination mit Angriffskrieg. *SHALOM

  11. Nachtrag: Passt jetzt nicht unbedingt zum Thema. Mir fiel gerade der Verhörspezialist vom Shin Bet ein, der Sinwar viele, viele Jahre verhört hat. Auch Scheich Yassin hat er verhört. Er sprach ausgezeichnet Arabisch, kannte den Koran besser als Scheich Yassin und hat gewarnt, dass das religiös extremistisch wird.
    Ich weiß den Namen jetzt nicht mehr. Am Anfang des Krieges kam er zu Wort. Dieser israelische Mann ist mir nun plötzlich eingefallen. Ich beschäftige mich doch noch viel mit Israel.
    Shalom Israel

    1. Der Shin Bet Verhörspezialist war Michael Koubi, auch Kobi geschrieben. In Israe: wird er Mika Kobi genannt

      Viele Grüße aus Israel.

      Gundula Madeleine Leah Tegtmeyer
      Journalistin & Fotografin, freie Israelnetz-Autorin

      1. @ Frau Tegtmeyer. Danke, Frau Tegtmeyer. Da haben sie meinem Gedächtnis auf die Sprünge geholfen.

        Herzliche Grüße

        Eleonora

  12. Ein sehr aufschlussreicher und guter Kommentar. Sollte in jeder öffentlichen Zeitung erscheinen.

    1. Deinem Wunsch einer breiteren Veröffentlichung dieses wahrheitsgemäßen und stichhaltigen Artikels schließe ich mich an, Madita. Das ‚Israelnetz‘ wird nämlich kaum von der betroffenen Masse der Ignoranten gelesen werden, die jeden Sch… glauben, wenn es nur gegen ‚die Juden‘ geht.

  13. Deutschland hat den 2. Weltkrieg als Angriffskrieg begonnen. die russischen Verluste betrugen 15,88 % der Gesamtbevölkerung, Militär und Zivilisten. In Gaza belief sich diese Zahl, wenn ich mal großzügig bin und 100000 Opfer annehme bei 4,55 %. Gegenüber Nazideutschland wurde nicht von Völkermord gesprochen, jedoch Israel wirft man das dauernd vor. Nur mal ein nüchterner Vergleich von Zahlen,ohne Wertung.

  14. Der Genozid an den Juden durch das deutsche Volk darf nie vergessen werden.
    Doch warum wird der Völkermord an den Armeniern durch die türkische Regierung totgeschwiegen? Weil Türken Moslems sind? Außerdem lässt sich auch das Sprach- und Kulturverbot für Kurden in der Türkei wohl nur als versuchten Völkermord bezeichnen. Im Zuge der Unterdrückung dieses Volkes wurde der öffentliche Gebrauch der kurdischen Sprache, kurdische Namen sowie traditionelle kulturelle Ausdrucksformen verboten oder stark eingeschränkt.

    Nur zur Erinnerung 🤔

    1. Ich schrieb von russischen Opfern (Bewohner und Soldaten der ehemaligen Sowietunion, wo auch Juden dabei waren) und verglich die deutlich unterschiedlichen Zahlen zwischen dem Gazakrieg und dem Russlandfelgzug, was bei letzderem eben NICHT zu einem Genozidvorwurf führte.

  15. Viele vergessen inzwischen, dass Israel sich gegen die Auslöschung durch hasserfüllte (Gott weiß warum) benachbarte Nationen WEHRT.
    Ich definiere Völkermord mit grundlosem Angriff ohne Not, nur in der gezielten Absicht, ein anderes Volk mit seinen Wurzeln auszurotten.
    Und das scheint nicht nur beim jüngsten Angriff auf Israel der Fall zu sein.

  16. Zitat aus dem Gastkommentar:
    „… .Genau diese Frage halte ich für die entscheidende, in jedem einzelnen Fall: Wird jemand bekämpft wegen seines Handelns – oder verfolgt wegen seines Seins? Ohne diese Unterscheidung verliert jeder historische Vergleich seinen Boden. …“

    Lieber Herr Kantor, mit diesem scharfsinnigen, intelligenten Absatz ist alles gesagt!
    Der ganze Kommentar ist sachlich und menschlich als hervorragend zu bezeichnen.
    Für Auschwitz ( als Überbegriff für alle Vernichtungslager), die Schoa, müsste es längst einen alleinstehenden juristischen Tatbestand als Bezeichnung geben welcher rechtlich nicht mit einem Genozid im herkömmlichen Sinn verglichen bzw. gleichgesetzt werden kann!

    Vielen Dank für Ihren ausgezeichneten Kommentar!

    Gruß One 🌻

  17. Der Bericht von Herr Kantor hat mich sehr berührt.
    Da meine Familie Mütterlicherseits Juden waren, ausser mein Grossvater war ein SS in der Marine, der meine Urgrosseltern verraten hatte, weil sie Juden waren. Beide mussten nach Auschwitz und starben im KZ.
    Als ich die Nachricht vom schlimmsten Massaker am 7.10.23 aus Israel gehört habe, dachte ich genau wieder an den Holocaust. Gezielt unschuldig jüdische Menschen einfach so, auslöschen. Das war ein Genozid von den Hamas und da muss man aufschreien und verurteilen, aber nein, man schaut weg. Obwohl die Hamas ihr eigenes Volk offiziell hinrichten und den Tod sogar verehren und bejubeln.
    Für mich sind solche Menschen schwer psychisch krank und müssen versorgt werden. Eine solche Besessenheit, ist nicht mehr Menschlich.
    Ich wünsche euch allen Frieden und Gottessegen.
    Christine

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