USA greifen wieder iranische Ziele an

Das US-Militär nimmt militärische Anlagen auf der iranischen Insel Larak ins Visier. Zugleich erhöht sie den wirtschaftlichen Druck auf das Regime in Teheran.
Von Israelnetz
Ein amerikanischer Kampfjet auf einem Patrouillenflug über der Straße von Hormus

WASHINGTON / TEHERAN (inn) – Die USA haben erstmals seit Ende Juli wieder Ziele des iranischen Regimes angegriffen. Am Sonntagabend nahm das US-Militär nach eigenen Angaben zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak in der Straße von Hormus ins Visier. Demnach war die Iranische Revolutionsgarde im Begriff, Raketen mit Seeminen abzufeuern.

Bei dem Angriff kamen laut iranischen Meldungen zwei Mitglieder der Revolutionsgarde ums Leben. In einer Reaktion attackierte der Iran amerikanische Stützpunkte in Jordanien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Länder teilten mit, dass sie die Geschosse größtenteils abgefangen hätten. Über Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Wortwahl zurückgewiesen

Das für die Region zuständige amerikanische Zentralkommando wies die Behauptung der Revolutionsgarde zurück, der Angriff stelle einen „Akt der Aggression“ dar. Der Iran habe durch sein Handeln eine Bedrohung für die zivile Schifffahrt geschaffen. Das US-Militär habe diese Gefahr mit „begrenzten, genauen“ Schlägen unterbunden.

Erst vergangene Woche hatte das US-Militär erklärt, die Streitkräfte hätten einen Schiffskorridor in der Straße von Hormus von iranischen Seeminen vollständig befreit. Indes halte es die Blockade iranischer Häfen aufrecht.

Folgen Sie uns auf Facebook und X!
Melden Sie sich für den Newsletter an!

Weitere Sanktionen angekündigt

Neben den militärischen Aktionen fahren die USA derzeit auch eine wirtschaftliche Kampagne gegen den Iran. Finanzminister Scott Bessent (Republikaner) kündigte an, in diesem Zusammenhang eine weitere Bank zu sanktionieren. „Es wird wenn nötig finanzielle Gewalt geben“, sagte Bessent am Sonntag in einem Interview der „Associated Press“.

Bereits am Freitag hatte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den emiratischen Zweig des ägyptischen Geldhauses Banque Misr angekündigt. Die dem Ministerium unterstellte Bundesbehörde zur Bekämpfung illegaler Finanztätigkeiten habe dazu eine entsprechende Regel vorgeschlagen.

Nach Auffassung der US-Regierung spielt besagter Zweig eine kritische Rolle beim Zugang des iranischen Regimes zum US-Dollar. Nach der Regel würde der Zweig nicht mehr mit amerikanischen Banken interagieren können.

In einer Mitteilung erklärte das Finanzministerium, das Geldinstitut habe zwischen Januar 2024 und Juni 2026 Transaktionen im Umfang von 1,8 Milliarden Dollar getätigt für 103 Unternehmen, die Teil der iranischen Schattenbank-Systems seien. Die Bank werde nun zur Verantwortung gezogen, erklärte Bessent. (df)

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

5 Kommentare

  1. Eine wirtschaftliche Kampagne gegen den Iran wird das Terror-Regime nicht zu Fall bringen. Gezielte militärische Aktionen gegen die iranische kritische Infrastruktur und die Ölindustrie absolut notwendig.

  2. Ja, Alberto. Iran hat ein Hoch. Und Unterstützer. Sie bauen wieder Atomanlagen, hetzen weltweit gegen Israel, Die gläubigen
    ISLAMISTEN. Das arme Volk dort.

  3. Es ist richtig, dass USA gleich von vor herein nicht zulässt, dass die gerademal von Seeminen geräumte Straße von Hormus schon wieder von einer scheinbar unscheinbar kleinen Insel wieder mit Seeminen gefüllt wird. Da kann man nicht zuwarten bis neue Minen im Wasser landen, da muss USA Stärke zeigen. Vor allem, da Chamenei (ob er selber wirklich spricht, keiner weiß es!) gerade die arabischen Staaten auffordert, gegen Israel und USA Macht und Einheit zu demonstrieren.

  4. Es sind noch viel zu wenige Unterstützer dieser wichtigen Aktionen unterwegs. Man mein fast, dass Länder nach Außen hin sich als Gegner von Antisemitismus ausgeben, aber eigentich mit Türkei, Iran und Russland und weiteren solchen Feinden Israels deren Auslöschung billig in Kauf nehmen würden. Deshalb zögert man auch ständig mit der militärischen Unterstützung der Amerikaner. Wirklich ein Armutzeugnis. Warum wachen die hohen Ämter denn nicht auf für Ihre eigentliche Lebensaufgabe, nämlich wirkliche Bosheit zu unterbinden. Dann wäre die Ukraine längst von Russen befreit und der Iran in den Händen des Volkes, weil Einheit macht stark. Jetzt aber taumelt man so vor sich hin und dadurch erstarken diejenigen, die nichts Gutes im Sinn haben.

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen