USA greifen weitere Ziele des Iran an

Die USA führen ihre Angriffe im Iran fort, Teheran antwortet mit Gegenschlägen in der Region. Katar fordert die Rückkehr zur Diplomatie.
Von Israelnetz
Die USA sind mit einer erheblichen Streitmacht in der Nahost-Region präsent

TEHERAN (inn) – Die USA haben ihre Angriffe auf Stellungen des iranischen Regimes am Mittwoch fortgesetzt. Das Militär nahm nach eigenen Angaben mehr als 90 Ziele ins Visier, darunter Drohnen- und Raketenlager. Ziel sei es, den Iran in seinen Fähigkeiten einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen.

US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag, die Angriffe auf Handelsschiffe hätten gezeigt, dass die iranische Führung „verrückt“ sei und „außer Kontrolle“. Indes wolle sie „dringend“ ein Abkommen mit den USA erzielen, betonte er auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel in der Türkei. „Ich weiß nur nicht, ob sie eines Abkommens würdig sind. Ich weiß nicht, ob sie sich an das Abkommen halten werden.“

Gegenangriffe in der Region

Die iranische Revolutionsgarde erklärte am Donnerstag, als Reaktion habe sie Ziele in Bahrain, Kuwait und Katar beschossen. Die Regierung teilte mit, seit Beginn der Angriffe in der Nacht zum Mittwoch seien 14 Personen getötet und 78 verletzt worden.

Teheran warf den USA zudem vor, zivile Ziele angegriffen zu haben, darunter zwei Zugbrücken nach Maschhad im Osten des Landes. Dort soll heute der im Februar getötete Oberste Führer Ali Chamenei beigesetzt werden.

Sarg mit Chamenei in Maschhad angekommen

Ein Flugzeug mit dem Sarg ist laut Medienberichten am Mittag in Maschhad gelandet. Es brachte den Sarg aus dem Irak. Dort wurden in den Städten Nadschaf und Karbala Trauerprozessionen abgehalten.

Der katarische Premier Mohammed al-Thani telefonierte am Donnerstag mit dem iranischen Außenminister Abbas Aragschi. In dem Gespräch rief er den Iran und die USA zur Rückkehr zur Diplomatie auf. Zugleich verurteilte er die Angriffe des Iran auf drei Handelsschiffe, darunter ein katarisches. Die Angriffe zu Wochenbeginn hatten die aktuellen Kampfhandlungen ausgelöst. (df)

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