USA geben seltene antike Münze an Israel zurück

Eine fast 2.000 Jahre alte Münze jüdischen Ursprungs geht nach einem Schmuggel wieder an Israel zurück. Für israelische Politiker und Archäologen unterstreicht sie die jüdische Verbundenheit mit dem Land Israel.
Von Israelnetz
Seltene jüdische Münze wieder an Israel zurückgegeben

Foto: IAA/Miri Bar

Nur vier Münzen dieser Art soll es weltweit geben

NEW YORK / JERUSALEM (inn) – Israel ist um eine seltene, rund 2.000 Jahre alte Münze jüdischen Ursprungs reicher. Die USA haben am Montag eine silberne Viertelschekel-Münze an den jüdischen Staat zurückgegeben. Palästinensische Schmuggler hatten vor 20 Jahren die Münze ins Ausland gebracht. Als sie 2017 in Amerika entdeckt wurde, beschlagnahmte die US-Heimatschutzbehörde die antike Münze, hieß es in einer Mitteilung der Israelischen Altertumsbehörde (IAA).

In einer Zeremonie im Büro des Staatsanwalts von Manhattan wurde die Münze an israelische Vertreter übergeben. Neben politischen Akteuren waren auch Vertreter der IAA und weitere zuständige Stellen zugegen.

Münze aus Zeit des ersten jüdischen Aufstands

Die zurückgegebene Münze ist äußerst selten. Experten sind vier Exemplare bekannt. Eines davon besitzt das Britische Museum in London seit den 1930er Jahren. Die weiteren Münzen zirkulieren inoffiziell auf dem Schwarzmarkt für Antiquitäten und bei Sammlern. Die IAA schätzt den Wert der Münze auf rund eine Million Euro.

Die Viertelschekel-Münze stammt aus dem vierten Jahr des ersten jüdisch-römischen Krieges, der von 66 bis 73 nach Christus stattfand. Damals erlaubte das Römische Reich lokalen Herrschern das begrenzte Prägen von Bronzemünzen. Silbermünzen durften gar nicht oder in seltenen Fällen geprägt werden.

In der Zeit des Großen Aufstands kam das Prägen der jüdischen Silbermünzen daher einer „Unabhängigkeitserklärung der Juden“ gegen die Römer gleich, erklärt der Archäologe Ilan Hadad. „Dies gab den Münzen einen viel größeren symbolischen Wert als der Geldwert der Münze selbst.“

Internationale Fahndung nach Münze

Die antike Schekel-Münze wurde 2002 zusammen mit anderen Münzen von einer Gruppe palästinensischer Antiquitätenplünderer im Elah-Tal, unweit von Jerusalem, ausgegraben. Die IAA suchte seither international nach dem seltenen Geldstück. Über Jordanien gelangte die Münze nach Großbritannien, anschließend in die USA.

Dort wurde sie 2017 in Denver in einem Aktionshaus zur Versteigerung angeboten. Mitarbeiter der US-Heimatschutzbehörde beschlagnahmten sie. Nun, nach fünf Jahren, findet sie ihren Weg wieder nach Israel.

Der Direktor der IAA, Eli Eskosido, sagte: „Dies ist eine historische Errungenschaft für den Staat Israel und für den Erhalt seines Kulturerbes.“ Er sieht dies als Beginn einer Tendenz, wichtige antike Kulturgüter zurückzubringen.

Der Generalkonsul Israels in New York, Asaf Samir, betonte: „Dieses einzigartige Artefakt ist eine deutliche Erinnerung an die jahrtausendealte Verbindung des jüdischen Volks mit dem Land Israel.“ Ähnlich äußerte sich auch der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gilad Erdan: „Diese Münze ist ein Beweis für die ewige Verbundenheit zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel.“ Diese Wahrheit könne auch kein Palästinenser leugnen. (joh)

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