Antike Funde in Ostjerusalemer Wohnung beschlagnahmt

Ein Araber hortet zahlreiche archäologische Funde, die teilweise einen Bezug zum jüdischen Chanukka-Fest haben. Doch die Polizei kommt ihm auf die Schliche.
Von Ulrich W. Sahm
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email

Foto: Israelische Polizei

Zu den beschlagnahmten Artefakten gehört auch eine alte Münze

JERUSALEM (inn) – In der Wohnung eines Arabers in Ostjerusalem hat die Polizei am Sonntag kostbare archäologische Funde aus der Zeit der Hasmonäer beschlagnahmt. Die Herrscherdynastie ist auch unter dem Namen Makkabäer bekannt. Wie die „Jerusalem Post“ berichtet, wurde der Besitzer der Funde verhaftet, während die Israelische Altertumsbehörde die Objekte untersuchte und für echt erklärte.

In die Hasmonäerzeit fällt das „Wunder“ im Tempel, wo mit einer kleinen Menge geweihten Öls am siebenarmigen Leuchter ganze acht Tage lang die Lichter brannten. Derweil hatten die Griechen den Jerusalemer Tempel entweiht und dort einen Zeus-Altar eingerichtet. Auf diese Geschichte geht das Chanukka-Fest zurück. Das Lichterfest wurde in den vergangenen Tagen von Juden in aller Welt gefeiert.

Der Polizeisprecher veröffentlichte Fotos von einigen der Funde, darunter eine Münze mit hebräischer Inschrift und zeitgenössische Abbildungen der Menora, des Leuchters im Tempel. Noch ist nicht bekannt, wie der Mann an diese seltenen archäologischen Gegenstände herangekommen ist. Ebenso wenig steht fest, ob er sie bei illegalen Ausgrabungen entdeckt und an sich genommen hat, was in Israel streng verboten ist.

Foto: Israelische Polizei
Auf diesen Fundstücken ist der siebenarmige Leuchter aus dem jüdischen Tempel zu sehen

Weiter hieß es in dem Artikel, dass eine der Münzen in die Zeit des Antigonis II. Mattathias fällt, des letzten hasmonäischen Königs. Er starb 37 vor der Zeitrechnung. Die Hasmonäer konnten im 2. vorchristlichen Jahrhundert die griechischen Seleukiden besiegen und wieder ein jüdisches Königreich errichten.

Schreiben Sie einen Kommentar

2 Antworten

  1. Mal davon abgesehen, wie er an die Fundstücke kam, was hat er davon?

    Jüdische Symbole deuten darauf hin, dass vielleicht ein Versuch war, zu verschleiern, dass es jüdischen Leben in dem Land gab. Aber das nützt nichts, dies ist doch längst bewiesen, auch wenn gewisse Kreise dies abstreiten. Wer jemals im Rockefeller-Museum war, hat sich den Nachweis ansehen können. Und es wird ständig Neues gefunden. Komischerweise findet sich so gut wie nichts, das auf arabisches Leben in dem Land hinweist. Vielleicht sollten gewisse Kreise mal überlegen warum es so ist.

  2. Naheliegend sind nur zwei Aspekte, entweder war das ein Sammler (die ja mit Illegalität häufig leider keine Schwierigkeiten haben) oder ein Mensch, der die Sachen an eben solche Menschen verkaufen wollte. Was bitteschön aber ist “arabisches Leben auf dem Land”. In der Zeit vor unserer Zeitrechnung waren alle möglichen Menschen, mit allen möglichen Stammesbezeichnungen unterwegs – auch davon gibt es reichlich Nachweise.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen