US-Evangelikale haben Vorbehalte gegen Israelreisen

Evangelikale aus Amerika bezweifeln die Sicherheit bei einer touristischen Reise in den jüdischen Staat. Außerdem zeigt eine neue Umfrage: Nur 7 Prozent dieser Christen waren bereits in Israel.
Von Israelnetz
Jerusalem ist eine begehrte Stadt

Foto: Israelnetz/mh

Ein Anziehungspunkt für Touristen: Jerusalem bietet auch für Evangelikale viele Sehenswürdigkeiten

MURRYSVILLE (inn) – Israel ist für alle Juden, Christen und Muslime ein bedeutendes Land. Nun haben amerikanische Umfrageinstitute überraschende Ergebnisse zur Haltung von US-Evangelikalen gegenüber Reisen nach Israel veröffentlicht.

Laut der Umfrage von „Infinty Concepts“ und „Grey Matter Research“ haben lediglich 7 Prozent der amerikanischen Evangelikalen Israel besucht. Allerdings zeigten 80 Prozent, dass sie großes Interesse daran haben. Evangelikale in den USA machen etwa 23 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, dies entspricht ungefähr 60 Millionen Personen. Oftmals hegen sie einen konservativen Glauben und äußern sich bibeltreu.

Mit 82 Prozent hat die große Mehrheit „zumindest einige Zweifel“ an der Sicherheit bei einer Reise durch Israel. Starke Bedenken hegen sich knapp 60 Prozent. Ein Großteil der 20 Prozent, die kein Interesse an einer Israelreise haben, sorgen sich um ihre eigene Sicherheit.

Wenige sehen Israel als extrem sicher an

Die 1.000 befragten Evangelikalen sollten auf einer Skala von 1 (nicht sicher) bis 5 (extrem sicher) angeben, wie sie eine Reise durch Israel bewerten würden. Während etwas mehr als ein Viertel eine Reise unsicher sehen (1 und 2 im Skalenwert), bewerten 40 Prozent einen Aufenthalt im jüdischen Staat Mittelmeerstaat als sicher (4 und 5). Die meisten Befragten würden sich eher sicher als unsicher fühlen – der Skalenwert 3 erreicht 33 Prozent. Insgesamt liegt der Mittelwert bei 3,2.

Differenziert nach Personen, die Interesse haben, Israel zu besuchen oder nicht, ergibt sich ein verändertes Bild: Während zwei Drittel der Interessierten Israel als sicher ansehen, empfinden Nicht-Interessierte zu 76 Prozent eine Reise dorthin als unsicher.

Die Umfrageergebnisse zeigen außerdem: Wenn Evangelikale einmal in Israel waren, bewerten 95 Prozent das Land als extrem sicher. Etwa 90 Prozent haben das Bedürfnis, erneut hinzureisen. Am meisten Interesse daran haben übrigens junge Menschen unter 40 Jahre und charismatisch geprägte Evangelikale. (joh)

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9 Antworten

  1. Als ich während der 2. Intifada in Israel war, gab es kaum noch aktuelle Reiseführer für das Land, die man kaufen konnte. Einen fand ich und er hatte einen bemerkenswerten Satz: “wenn du meinst, es sei gefährlich nach Israel zu reisen, dann fliege doch nach Mallorca. Aber pass auf, dass du auf dem Weg zum Flughafen nicht von einem LKW überrollt wirst”.

    Und J.Gerloff hat mal bei einem Vortrag gefragt, wo es unserer Meinung nach gefährlicher sei, hier in der Gemeinde, wo wir uns gerade befinden oder in Israel. Die Antwort war “natürlich in Israel”. Er meinte nur, denken sie daran, wenn sie beim Rausgehen über die Straße gehen.

    Man kann immer falschen Ort sein, siehe Berlin Breitscheidplatz.

    Aber Israel hat eine gute Struktur, die funktioniert. Man kann sich informieren vor Ort, man kann wachsam sein. Ich hatte bislang noch nie Probleme und keine auch keine, die welche hatten. Vielleicht liegt es am Wollen.

    Ich erinnere mich an einen Betrag – ich meine er war hier auf Israelnetz. Vor Jahren besuchten Amish Jerusalem und die Klagemauer und baten um Vergebung, dass sie die Bibel falsch ausgelegt haben in Bezug auf Israel. Vielleicht müssten dies gewisse evangelikalen Gemeinden auch tun.

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    1. Liebe Dame, da ist was dran….
      Es ist recht viel Zeit vergangen seit meinem letzten Israel – Aufenthalt. Ich hab mich noch selten sicherer gefühlt.
      ( als Katholik wohlgemerkt )
      Wunderbares Land

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  2. Nach 10 Israelreisen kann ich nur eins sagen: In der zivilisierten Welt gibt es heute kein sichereres Land als Israel!!!!!!

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  3. Gerne würde ich nach Israel reisen. Bisher habe ich Abstand davon genommen, weil wegen der politischen Situation jederzeit mit unvorhergesehenen Aktionen gerechnet werden muss. 100 % Sicherheit gibt es nirgendwo. Und Garantien auch nicht. Vor den bekannten Hintergründen kann ich die Zurückhaltung der amerikanischen Freunde nachvollziehen. Wenn ein berechenbares Risiko vermutet wird, ist eine defensive Haltung bezüglich eines Besuches in Israel verständlich. Zudem haben die meisten Interessenten auch Familie. Und das bleibt nicht unbeachtet. Schade, das die Situation als bedenklich eingestuft werden muss.

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  4. Ich habe Israel schon öfters, auch auf eigene Faust bereist und fühlte mich immer sicherer als in einer Grossstadt der USA, London, Berlin usw.
    Nur unterwegs im Auto fühlte ich mich nicht so sicher (Fahrweise der Einheimischen).

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  5. Als alleinreisernde Frau kann ich nur bestätigen, Israel ist ein sicheres Land. Selbst während der Intifada fühlte ich mich sicher.

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  6. Ich glaube dass die meisten Touristen vergessen dass gerade in Israel bedingt durch die vielen jungen Soldaten die Menschen am sichersten sein können. Wir waren regelmäßig mit unseren Kindern dort und haben wunderschöne Zeiten erlebt.
    Heute reisen unsere Kinder und Enkelkinder regelmäßig dorthin und ich weiß ,dass sie gut aufgehoben sind.

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  7. Wir waren im Februar 2020 mit 2 Mietautos, 10 Personen (darunter 5 Kinder) unterwegs in Israel. Wir fühlten uns sehr sicher.
    Alles verlief reibungslos und gut. In Israel unterwegs zu sein macht Spaß!

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