KÖLN (inn) – Die ARD-Korrespondentin in Tel Aviv, Sophie von der Tann, hat am Donnerstagabend in Köln den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis erhalten. Die Jury ehrte die 34-Jährige als „eine herausragende Journalistin, die in einer Extremsituation zuverlässig erstklassige Arbeit liefert“.
Von der Tann sei den Menschen und ihren Schicksalen nahe, „ohne dazu zu gehören, cool – aber nicht kalt“, heißt es weiter in der Begründung. „Wie es Hanns-Joachim Friedrichs für unseren Stand postulierte. Man spürt ihre Entschlossenheit, die komplexe Wirklichkeit verständlich zu erklären.“
Dass von der Tann, die seit 2021 in Tel Aviv arbeitet, den Preis erhielt, stieß teilweise auf Ablehnung. Kritiker warfen der ARD-Korrespondentin eine einseitige Berichterstattung vor.
FAZ: Beispiele für tendenziöse Berichterstattung
So verfasste Esther Schapira für die FAZ einen Gastkommentar unter der Überschrift „Warum Sophie von der Tanns Beiträge zu Nahost nicht preiswürdig sind“. Sie verwies darauf, dass die ARD-Korrespondentin gegenüber dem bayerischen Antisemitismus-Beauftragten Ludwig Spaenle geäußert hatte, der 7. Oktober 2023 habe eine „historische Vorgeschichte“. „Das klingt nach ‚aber‘ und meint genau das: die Relativierung des Hamas-Pogroms. Übertrieben? Dann stellen wir uns kurz die berechtigte Empörung vor, wenn eine Journalistin auf die ‚historische Vorgeschichte‘ des Holocaust hinweisen würde.“
Als eines von mehreren Beispielen für tendenziöse Berichterstattung führte Schapira einen Vorfall vom Februar 2024 an: Israelische Streitkräfte hatten ausländische Journalisten in einen Hamas-Tunnel im Gazastreifen mitgenommen. „Er verläuft unter einer Schule. Direkt unter dem Hauptquartier des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) liegt die Kommandozentrale der Hamas. Überprüfen könne sie die Angaben nicht, sagt Sophie von der Tann, obwohl sie selbst im Tunnel steht.“
Weiter schrieb Schapira, passend titele „tagesschau.de“, das israelische Militär zeige „mutmaßliche Hamas-Tunnel“. Und fügte an: „Mutmaßlich? Den Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums zu mutmaßlichen Hungertoten traut sie dagegen erkennbar mehr als israelischen Wissenschaftlern.“
„Welt“: Generalproblem des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Christoph Lämmer betitelte seinen Meinungsartikel in der „Welt“ mit den Worten: „Diese Preisverleihung ist ein öffentlich-rechtlicher Skandal“. Er stellte fest: „Niemand verkörpert gerade das Generalproblem des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besser als die Israel-Korrespondentin der ARD, Sophie von der Tann. Es besteht in einer komplett von der Außenwelt abgeschirmten Wahrnehmung, verbunden mit erheblichem Missionierungsbedürfnis.“
Dabei ignoriere die ARD schriftliche Nachfragen. Beispielsweise habe „Welt“ wissen wollen, warum von der Tann niemals darüber berichtet habe, „wie die von ihr stets in Schutz genommenen Palästinenser über Adolf Hitler denken“, ergänzte Lemmer. „Die Frage ist höchst relevant. Hitler ist in den Palästinensergebieten populär. Deutsche, die es dort hin verschlägt, werden umstandslos auf Hitler angesprochen. Der nationalsozialistische Menschheitsverbrecher wird weithin als positive Figur gesehen, und zwar deshalb, weil er Millionen Juden ermorden ließ. Hitler ist bei Hamas und Hisbollah beliebt und genießt auch in der PLO von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Ansehen.“
Botschafter Prosor: Geschichte verdreht
Im Juli dieses Jahres hatte der israelische Botschafter in Berlin, Ron Prosor, von der Tann geraten, Aktivistin zu werden. Anlass war ein Post auf Instagram, in dem sie einen Beitrag des umstrittenen Historikers Omer Bartov teilte. Dieser wirft Israel einen „Genozid“ im Gazastreifen vor.
Besonders perfide war aus Prosors Sicht die Überschrift des geteilten Beitrages: „Never Again“. Die Worte erinnerten an die Schoa. „Sie im Kontext von Gaza zu zitieren, bedeutet, die Geschichte zu verdrehen und zu relativieren. Egal, ob es sich um fehlendes Geschichtsbewusstsein oder schlichte Überforderung handelt: Von ihrer ARD-Korrespondentin dürfen die Zuschauer mehr erwarten.“ Der Botschafter erinnerte an die Forderung des Medienstaatsvertrages, die „Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit“ zu achten.
Wenn @sophie_tann lieber Aktivistin wäre, sollte sie den Job wechseln. Auf ihrer Instagram-Seite teilt sie den Beitrag des umstrittenen Historikers Omer Bartov, der Israel einen Genozid vorwirft. Besonders perfide ist die Überschrift: „Never Again”. Die Worte erinnern an die… pic.twitter.com/GGUn7b0Oyz
— Ambassador Ron Prosor (@Ron_Prosor) July 17, 2025
Offener Brief fordert Solidarität
Doch es gab auch Zustimmung. In einem offenen Brief forderten Nahostkorrespondenten und andere Journalisten mit Bezug zur Region „Solidarität mit Sophie von der Tann!“. Sie schreiben: „Derzeit läuft eine Diffamierungskampagne gegen unsere Kollegin Sophie von der Tann, Korrespondentin im ARD-Studio Tel Aviv. Die Anschuldigungen gehen längst über sie als Person hinaus. Auch deshalb stellen wir uns hinter sie.“
Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern reiche viele Jahrzehnte zurück, heißt es weiter. Diese Vorgeschichte im Blick zu haben, sei mitnichten eine „Relativierung des 7. Oktober“, die ihrer Kollegin unterstellt werde. „Wir berichten seit mehr als zwei Jahren über das Leid auf beiden Seiten; die Barbarei des Terrorangriffs und die verheerende Kriegsführung in der Folge sind gleichermaßen unsere ständigen Themen.“
Gegen die Verleihung des renommierten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises an Sophie von der Tann laufe eine eigens organisierte Kampagne, etwa mit Beiträgen in Sozialen Medien sowie der Ankündigung einer Mahnwache. Diese fand dann auch tatsächlich statt. Zudem hatte es eine Petition gegen die Verleihung gegeben. „Solche Angriffe bedrohen den Kern dessen, was Journalismus leisten muss: Dass sich Menschen auf Basis von professionell recherchierten, angemessen kritischen Berichten ihre Meinung bilden können. Das ist auch eine Gefahr für die Demokratie.“
Die Unterzeichner rufen dazu auf, „die Medienfreiheit zu respektieren und das Ansehen von Kolleginnen und Kollegen nicht durch Diffamierungskampagnen zu beschädigen“. Zu ihnen gehört der freie Journalist Borhan Akid, der am Donnerstag den Förderpreis verliehen bekam. Er arbeitet für „WDRforyou“, ein Online-Format mit Informationen und Orientierung für Geflüchtete und Zugewanderte in Deutschland.
Redner fordert Rundfunkreform
In der Erklärung zum diesjährigen Preis heißt es: „2025 wurde ein Jahr beispiellosen Drucks von außen wie von innen auf die Berichterstattung aus Krisengebieten. Die Jury richtet in diesem Jahr ihren Fokus auf herausragende Leistungen unter dem Vormarsch totalitärer und autokratischer Regime, die mit Meinungs- und Pressefreiheit eine der tragenden Säulen demokratischer Ordnung zerstören wollen.“
Das Thema griff der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, in seiner Hauptansprache auf. Die Vorwürfe gegen von der Tann bezeichnete er als „völlig überzogen“, wie der „Evangelische Pressedienst“ (epd) berichtet. In der Rede sagte er, Journalisten dienten nicht nur der Kontrolle politischer Akteure. „Sie schaffen auch die Voraussetzungen für einen informierten politischen Diskurs, indem sie recherchieren, bewerten und Zusammenhänge herstellen und auf diese Weise unsere gemeinsamen Realitätsannahmen prägen.“
Nichtsdestotrotz sieht Voßkuhle Reformbedarf. Er sprach das zunehmende Misstrauen gegenüber den traditionellen Medien in der Gesellschaft an, sprach von einem „Kulturkampf“. Er fügte an: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bedarf einer grundsätzlichen Reform, die diesen Namen verdient.“ Der zu diesem Zweck eingerichtete Zukunftsrat habe hier viele hilfreiche Vorschläge unterbreitet, die von den Verantwortlichen noch ernster genommen werden sollten als bisher. Vielfaltssicherung sei das zentrale Qualitätsmerkmal für eine funktionierende Medienlandschaft.
„Reporter ohne Grenzen“ geehrt
Eine weitere Preisträgerin ist die Leiterin der ARD-Studios in Istanbul und Teheran, Katharina Willinger. Die Jury würdigte bei ihren Reportagen „Besonnenheit und kenntnisreiche Einordnungen“.
Der Sonderpreis ging an die Organisation „Reporter ohne Grenzen“. Dazu schreibt die Jury: „Die Welt verzeichnet zunehmend gezielte tödliche Angriffe gegen Journalisten während des Gazakrieges und in anderen militärischen Konflikten sowie einen immer stärkeren Druck auf die freie Berichterstattung. Und das nicht mehr nur in autoritären Staaten wie Russland oder China, sondern ebenfalls in vermeintlich demokratisch verfassten Gesellschaften.“ Dass im Gazakrieg mitunter auch Terroristen als Journalisten fungieren, blieb in der Erklärung außen vor.
Es gebe zunehmend „aggressive Zensurbestrebungen nebst einer immer offeneren Forderung nach Selbstzensur von Journalisten und Medien“. Die „konzertierten Angriffe auf die Presse- und Medienfreiheit verlangen die Stärkung von Organisationen, die sich der Verteidigung und Bewahrung dieser Freiheit verschrieben haben und tagtäglich für den Schutz von Journalist:innen und ihrer Arbeit einsetzen, oft unter großer persönlicher Gefahr. Dieses im wahren Sinn des Wortes lebenswichtige Engagement will die Jury im 30. Jahr des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises würdigen“.
Der Preis ist benannt nach dem früheren „Tagesthemen“-Moderator Hanns Joachim Friedrichs (1927–1995). Unter Journalisten ist er für den Satz bekannt: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“ Diese Aussage hat der Verein zur Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises für Fernsehjournalismus nach seiner Gründung 1995 als Motto gewählt. (eh)
36 Antworten
Wenn man dem Gedankengang der Verteidiger von Frau von der Tann (die selbst offenbar nichts gesagt hat ?) folgt, war Winston Churchill ein Kriegsverbrecher (das ist nicht meine Meinug, wohlgemerkt) . Gott bin ich froh, dass ich nicht mehr dabei bin. Übrigens: Reporter ohne Grenzen steht derzeit in Frankreich unter heftigem Beschuss, weil sie mit Untstützung von Macron die französische Presse „labelisieren“ sollen. Also auf Kurs bringen. Einer der schärfsten Kritiker von RSF ist übrigens der Mitbegründer Robert Ménard, heute Bürgermeister von Béziers. Ein mutiger, aufrechter Mann und Freund Israels.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“ Das konnte S.v.d.T. meines Erachtens nicht rüberbringen. Immer wieder konnte man zuerst hören: Israel hat angegriffen, hat dies und jenes getan. Wenn man Glück hatte, kam der Nachsatz: Zuvor hatte Hamas…
Man spürte ihre Entschlossenheit, die komplexe Wirklichkeit „PRO-PALÄSTINENSISCH“ verständlich zu erklären. Ich unterstütze die Meinung Voßkuhles, dass die öffentlich rechtlichen dringend Reformen brauchen. Ich verlassen mich nicht auf ihre Berichterstattung.
@ Ella:
„… die komplexe Wirklichkeit …“
Sobald Sie einmal Zeit und Lust dafür haben, würde es mich interessieren, wo Sie die Komplexität sehen, die sich mir noch nicht erschlossen hat. Bedaure, vielleicht bin ich zu einfältig (oder zu nüchtern). Vermutlich würden Ihre Erläuterungen (nicht meine Einfältigkeit 😉 ) aber den Rahmen einer hier möglichen Antwort sprengen.
Nur ein Satz zu Frau von der Tann: Sie hat den Preis absolut nicht verdient.
Ich sehe das auch so Michael.
Da bin ich vollkommen anderer Meinung.
Ich schätze Ihre objektive Berichterstattung sehr.
@ reingod:
Jetzt haben Sie Nikolaus mit dem 1.April verwechselt.
Gute Besserung !!
@ reingod:
Vielleicht möchten Sie bei Interesse meine Argumente an den geschätzten Kommentatoren Pasu lesen.
Selbstreferenzielle Preise, die man sich gegenseitig vergibt – allerdings für Aktivisten, nicht Journalisten, denn es handelt sich ja im Grunde um Aktivismus.
Nur ein Satz zu Frau von der Tann: Sie hat den Preis absolut verdient!
Erläutern Sie mal warum.
Weiß Pasu überhaupt wer Frau von der Tann ist?
@ Pasu:
Meiner Ansicht nach manipuliert Frau von der Tann. Auf relativ elegante Weise, aber sie manipuliert. Zwei ihrer Zitate:
– In einem Hintergrundgespräch hat sie lt. Welt darauf verwiesen, dass der 7. Oktober eine „Vorgeschichte habe“.
Meiner Meinung nach hat alles und jede/r, auch jeder Kommentator hier, eine Vorgeschichte. Wie soll das auch anders sein.? Explizit auf diese Banalität hinzuweisen, wirkt auf mich wie eine Relativierung und Entschuldigung. Grundsätzlich, aber ganz besonders in Bezug auf den 07.10.23.
„„Ob der Strom von den UN-Gebäuden kam, kann ich nicht überprüfen.““
Elegant, aber dennoch durchschaubar, meiner Ansicht nach. Selbstverständlich kann sie es, wie das meiste andere auch, nicht überprüfen. Durch ihre Formulierung sät sie bewusst Zweifel an dem, was eine der Kriegsparteien sagt. Tut sie das auch bei Aussagen der gegnerischen Kriegsparteien?
Davon abgesehen finde ich, sie hätte einen Techniker mitnehmen sollen, der das überprüfen kann. Das wäre ein echter Mehrwert ihrer Reportage gewesen und hätte mit Sicherheit viele Menschen interessiert. Es wäre auch für die Ausrichtung der UN wichtig gewesen und für die Nachkriegszusammenarbeit mit den UN.
Ob und welchen Preis sie verliehen bekommt, ist für mich nicht so wichtig. Es erhalten ständig integre und nicht integre Menschen Preise.
„ – In einem Hintergrundgespräch hat sie lt. Welt darauf verwiesen, dass der 7. Oktober eine „Vorgeschichte habe“.
Meiner Meinung nach hat alles und jede/r, auch jeder Kommentator hier, eine Vorgeschichte. Wie soll das auch anders sein.? Explizit auf diese Banalität hinzuweisen, wirkt auf mich wie eine Relativierung und Entschuldigung. Grundsätzlich, aber ganz besonders in Bezug auf den 07.10.23.“
Journalistische Arbeit bedeutet nicht einfach die Nachricht zu erwähnen sondern zu hinterfragen warum weshalb wieso. Das ist keine Manipulation, das nennt man Recherche. Das der 7.10 eine Vorgeschichte hat ist hier eben ziemlich relevant. Auch wenn es nicht entschuldigt was die Hamas gemacht hat, hat das alles eine Vorgeschichte. Das Palästinenser auch schon vor dem 7.10 unterdrückt und wahllos getötet wurden, wurde zwar nirgends berichtet, ist aber dennoch passiert. Die Hamas hat sich dann so zu einer Freiheitskämpfer Gruppe geformt und wurde zu dem was Sie nun ist. Eine Terrorgruppe. Es wurde Terror mit Terror bekämpft.
Aber natürlich lügt der Blub, er ist in seiner Blase und hat von allem keinen Schimmer 🙂 nur jemand der Israel gut redet darf sich äußern
Die Vorgeschichte ist ganz einfach: 2005 hat Israel den Gazastreifen geräumt. Judenrein gemacht, Blub. Wer hat danach immer und immer wieder Krieg begonnen: Die Hamas, Blub. Tausende Raketen jedesmal bevor Israel reagierte. Aber was sagten die Journalisten des öffentlich Rechtlichen? Die Israel haben heute begonnen den Gazastreifen zu bombardieren. Die Raketen aus Gaza interessierten sie nicht.
In den Siedlungen lebten vor allem die Israelis, die bereit waren den Pal. zu helfen. Die ihnen Arbeit gaben und am 7.10 abgeschlachtet, vergewaltigt und entführt wurden. Mit Infos ihrer Angestellten. Aber das stört Sie ja nicht, Blub. Die Hamas waren noch nie Freiheitskämpfer.
Und was wollten sie am 7.10 bekämpfen?Welchen Terror haben die Bewohner der Siedlungen ausgeübt? Na los, erklären Sie dies.
Bitte, lassen Sie sich nicht anmerken das Sie wirklich gar keine Ahnung haben. So wie Sie immer getan haben, dachte ich zumindest Sie wüssten ein bisschen Bescheid und hätten versucht alles zu leugnen.Aber ja, dass für Sie der 7.10 der Anfang ist lese ich hier deutlich raus. Den Sie haben wirklich gar keinen Schimmer von der Vorgeschichte.
„Das Palästinenser auch schon vor dem 7.10 unterdrückt und wahllos getötet wurden,wurde zwar nirgends berichtet,ist aber dennoch passiert.“
Wie jüdische und/oder israelische Menschen in der dortigen Region ebenso wie weltweit auch.Und sie erhielten keine Milliarden,nur um „des lieben Friedens“ bzw. der Friedenssicherung willen.Mir geht es darum:Wenn Fr. v.d. Tann dem 07.10.23 eine Vorgeschichte gibt,weshalb erwähnt sie dann nicht die über 2.000 Jahre andauernde „Vorgeschichte“ jüdischer (und seit 1948 israelischer) Menschen;eine „Vorgeschichte“ der Vertreibung,Ermordung usw..Wenn sie zu Gunsten der einen Kriegspartei eine Vorgeschichte einräumt/erwähnt,sollte sie sich,meiner Meinung nach,nicht einfach einen Zeitpunkt aussuchen,der zu ihrer Grundhaltung bzw. ihren Sympathien passt,sondern auch die „Vorgeschichte“ der anderen Kriegspartei einräumen/erwähnen.
„Aber natürlich lügt der Blub, er ist in seiner Blase … äußern“
Ich habe und werde Sie nicht der Lüge bezichtigen.Ich denke,Sie verfügen durchaus über vielseitige Kenntnisse in dem Bereich.Sie müssen sich nicht positiv zu Israel äußern.
Im Gegenteil,ich finde es meist sogar äußerst unangenehm,wenn die Menschen,die eine andere Position vertreten,der Lüge,psychischen Störung oder Unwissenheit beschuldigt werden.Naheliegend ist meiner Meinung nach eher,dass andere Kommentatoren nicht lügen,nicht an einer psychischen Störung leiden,nicht unwissend sind,sondern aufgrund vorliegender Informationen,nach bestem Wissen und Gewissen,schlicht und einfach zu anderen Ergebnissen und Meinungen kommen.
In erster Linie möchte ich Ihnen danken, es ist hier auf dieser Seite nämlich nicht üblich, nicht für einen Narren oder Unwissenden Hamas-Liebhaber gehalten zu werden, nur weil man mit der momentanen Regierung nicht im Einklang ist. Das bringt neuen Wind in eine Diskussion.
Zu Ihrem ersten Teil. Die Sache ist, dass niemand bisher die Vergangenheit des jüdischen Lebens infrage gestellt hat. 90% der Menschheit sollte über die Vertreibung der Juden bzw den Holocaust mehr als nur Bescheid wissen. Das streitet keiner ab. Nur hat das hier in diesem Kontext wenig mit dem Thema gemein. Denn alles was bisher passierte im Kontext Palästina und Israel, stützt sich aufeinander. Die Vorgeschichte vor dem 7.10 ist nun einmal ein schlaggebender Punkt. Durch die Unterdrückung ist es in erster Linie überhaupt zu der Gründung der Hamas-Freiheitskämpfer gekommen. Die 2000 jährige Geschichte der Vertreibung und Ermordung der Juden führte zur Gründung Israels. Wenn Israel jetzt aber das gleiche mit einem anderen Volk macht, wie ist dann darauf zu reagieren? Ausschlaggebend ist aber auch zu beurteilen inwiefern die letzten 2000 Jahre mit dem jetzigen Konflikt zusammenhängen? Meiner Meinung nach um einiges weniger als eben die 70 jährige Geschichte vor dem 7.10 mit den Palästinensern.
@Antonia
Ihr Zitat: „Wenn man dem Gedankengang der Verteidiger von Frau von der Tann (die selbst offenbar nichts gesagt hat ?) folgt, war Winston Churchill ein Kriegsverbrecher (das ist nicht meine Meinug, wohlgemerkt)“
Gegenrede: Die Riege der „Verteidiger“ ist in diesem Fall sehr groß. Sie beginnt mit dem Eingangsredner der Laudatio, Dr. Vosskuhle, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht und umfasst bedeutende Personen sowohl des Öffentlichen Rundfunks als auch der bemerkenswertesten Journalisten und Mitarbeiter der größten Medien/Zeitungsverlagshäuser. Außer BILD natürlich!
Die Sendung habe ich verfolgt und deshalb aufgepasst, @Antonia: Ihr Zitat haben Sie sich ausgedacht!
Wer von „Gedankengängen“ fabuliert, interpretiert nur das, was er SELBER denkt und verbreiten möchte. Frau von der Tann hat selbstverständlich ihre Rede gehalten!
Wie kommen Sie nun auf Winston Churchill und Wer genau hat ihn als Kriegsverbrecher angedacht??? Von wem wurde der Name „Winston Churchill“ in den Mund genommen?? Um die Person ging es an diesem Abend überhaupt nicht.
Aber um 337 getötete International-arbeitende Journalisten im isr./pal. Gazakrieg und um die persönliche Kampagne gegen Frau v.d. Tann.
Selbstreferenzielle Preise, die sich Aktivisten (nicht Journalisten) gegenseitig verleihen.
Sie zitieren mich, haben den Satz aber offensichtlich nicht verstanden. Macht nix, ist eben so. Wie man in Frankreich in solchen Fällen sagt : wir werden nicht zusammen in Urlaub fahren.
Eine Israelhasserin berichtet aus Israel. In Israel Persona non grata hoffentlich.
Wenn sie ein Persona non grata wäre. Denn würde sie sich nicht in Israel aufhalten.
Also enthält Dein Einzeiler wohl einen recht groben logischen Fehler.
Belege?? Oder einfach nur das eigene Narrativ stärken in de Bubble? Schürt AlbertNola gerne Hass? Ja
Sie können die Kommentare von Albert ja widerlegen.
Eine antisemitische Haltung und das Umlügen von Islamismus in antikolonialen Freiheitskampf ist heutzutage offenbar Einstellungsvoraussetzung bei der ARD.
Ich danke Israel Netzwerk für die Recherchen und den Bericht.
Meine eigene Meinung ist nicht neu, aber in Deutschland zählt leider immer wieder der Satz: „Es gibt gut und böse, aber in Deutschland gewinnt meist das Böse!“. So ist es auch heute, denn das Böse hat mit der Ehrung von Sofia von der Tann erneut gewonnen. Hanns-Joachim Friedrichs war für mich stets ein guter ARD-Tagesthemensprecher und kam auch bei mir sympatisch rüber. Leider kommt auch Tann bei vielen Ahnungslosen Deutschen sympatisch rüber und viele KENNEN kein Israel Netzwerk und nicht die WAHRHEIT, die Tann eben NICHT sagt.
Es gibt drei Arten: Die Menschen, die die Wahrheit seit dem 7.Oktober 2023 kennen, die vielen Deutschen die die Wahrheit NICHT kennen und durch ARD zum Israel-Hasser werden, und diejenigen, die bewust FALSCHES erzählen über Israel, dazu gehört S. von der Tann. Gott wird Gerechtigkeit schaffen, das gibt mir Ruhe.
Ich war gestern in Münster, und ich liebe den Westfälischen Frieden und freue mich über Münster. Heute morgen sah ich auf Terra X zufällig einen Beitrag, der Vieles über Sinai, Tel Aviv und Jerusalem zeigte und die Historie gut darstellte. Ich will dies hier nicht einzeln erläutern, aber : ICH LEBE IN EINER ANDEREN WELT, in der es gute Dokumentationen, auch auf Bibel-TV gibt, während die Welt des Mainstream sich GEGEN ISRAEL und GEGEN den Glauben an Gott richtet. Da ist mir eine katholische Gegend in Deutschland wie Münster oder Köln noch das Beste, da wird auch KEIN Martin Luther verehrt.
Aber: Die Realität sieht anders aus, Israel-Hasser sind MAINSTREAM, nicht Gott !
Wenn unbequeme, auch persönliche Kritik kurzum als Anfeindung gedeutet wird, stellt dies die Kritiker selbst als Feinde dar, wogegen man sich angeblich zu wehren habe.
Dies ist ein klares Warnsignal. Die Äußerungen während der Verleihung verlangen ebenfalls nach einem Faktencheck.
Außerdem sollte „Sophie von der Tann“ Israel dankbar sein, dass sie während der Kriegshandlungen ohne militärische Begleitung nicht von dort berichten durfte. Das hätte ihr nämlich schnell das Leben kosten können, ggf. auch eine Geiselnahme. Und dann wäre auch wieder Israel schuld gewesen.
Die Kritik an einseitiger Berichterstattung zum Nachteil Israels war und ist gerechtfertigt. Und sicherlich lässt sich das Problem nicht allein auf „Sophie von der Tann“ reduzieren.
@ Lothar:
„… Das hätte ihr nämlich schnell das Leben kosten können, ggf. auch eine Geiselnahme. …“
In meinen bitteren Momenten habe ich öfter darüber nachgedacht, weshalb man diesen Journalisten, gerne mit ihren Palästinensertüchern und Frau Thunberg nicht einfach die nächste Einstiegsluke in die Tunnel zeigt, sie zu ihren „Freiheitskämpfern“ lässt und die Luke dann wieder verschließt. Vor den „Freiheitskämpfern“ muss man als aufrechter „Israelkritiker“ und „Pro-Palästinenser“ ja anscheinend keine Angst haben. Vielleicht hätten wir auf diese Weise auch mehr über die Opfer unter der Erde erfahren, evtl. die Nahrungsmittelsäcke mit UN-Logo gesehen usw.. Frau Judith Butler hätte man dieses Angebot auch machen können.
Noch besser wäre es gewesen, wenn sich ein oder mehrere dieser Menschen als Austauschgeisel für zumindest Kfir und Ariel Bibas angeboten hätten. Kfir und Ariel wären dann nicht getötet worden und die Austausch-Geiseln, ob ihrer Prominenz, vielleicht auch nicht.
@Emma:
Nicht schlecht, aber wollen wir uns nicht auf das gleiche Niveau begeben (ein kurzes Abtauchen in derartige Gedankengänge ist natürlich menschlich und „zulässig“, danach wieder zusammenreißen).
Ich würde ihr sogar „Welpenschutz“ zugestehen. Sie hat ganz einfach so berichtet, wie ihr Sender das von ihr erwartet oder gefordert hat. Dafür sprechen auch die bissigen Solidarisierungsversuche.
Ich vermute insgeheim, dass sie sogar froh war, nicht ohne Schutz in Gaza reinzumüssen.
Eigentlich hätte bereits ihr Sender das zu ihrer eigenen Sicherheit verbieten müssen. Welch Heuchelei.
Wäre sie in Folge der Kampfhandlungen getötet worden, wäre es ein gefundenes Fressen für die Presse gewesen.
Ach ja. sie monierte doch auch, dass bei ihrer begleiteten Reportage keine Menschen vor Ort waren, die sie hätte befragen können. Dann hat sie damit ja ungewollt bestätigt, dass die Evakuierung der zivilen Palästinenser zu deren Schutz durch Israel ja doch gegeben war. Danke.
Austauschgeisel eher nicht? Doch, um weitere 100 Terroristen freizukriegen.
Die Hamas-Freiheitskämpfer sind spaßbewusst (Süßigkeiten für die notleidenden Palästinser nach dem 7.10.) und wohltätig (öffentliche Hinrichtungen). Noch Fragen?
Soll die Hamas entwaffnet werden?
Türkei und Katar wollen das verhindern.
Und Deutschland liefert Millionen nach Gaza und damit an die Hamas.
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich …
Eigentlich ist die einseitige, voreingenommene Berichterstattung von S.v.d.T. vom weitaus überwiegenden Teil unseres Forums schon richtig eingeordnet worden.
Ergänzen möchte ich dennoch, dass sowohl die Anzahl, als auch die berufliche oder gesellschaftliche Stellung der „Verteidiger“ oder Befürworter der Frau v.d.T. nichts, aber auch gar nichts darüber besagt, inwieweit deren Berichterstattung tatsächlich journ. Standards der Ausgewogenheit und Neutralität entspricht.
Wir haben in den letzten Monaten und Jahren ausreichend erleben müssen, wie sich aus den unterschiedlichsten Bereichen unseres gesellschaftlichen und institutionellen Umfeldes Leute durch haltlose Solidaritätsbekundungen „mit der pal. Sache“ zu Wort meldeten. Leute, die es auch aufgrund ihres Bildungsgrades besser wissen müssten, haben sich dazu hinreißen lassen, als Sprachrohr zur Billigung und Rechtfertigung der hasserfüllten, terroristischen Hamas-Gewalt zu dienen.
Mein Fazit daraus:
Entweder sind diese Leute
– zu doof, um den Missbrauch und die Verdrehungen zu durchschauen
– oder sehr intelligent, indem sie ihre zutiefst antisemitische Gesinnung hinter dem Narrativ angeblich „neutraler“ journ. Berichterstattung verschleiern.
Umso mehr ist wichtig, nicht zu ermüden, diese Verzerrung der Wahrheit gegenüber den Institutionen unserer ÖRM auf- und anzuzeigen. Selbst wenn wir keine Antworten auf unsere Eingaben erhalten, eine schriftliche Protestnote bleibt bestehen und lässt sich nicht einfach aus der Welt schaffen. Also schreibt an sie, kritisiert und klagt an, wenn Framing sich so offen zeigt.
Ergänzen möchte ich dennoch….
Ja bitte Caja, es ist noch so viel zu sagen und richtigzustellen, verzichten Sie bitte nicht auf eine Fortsetzung!
@ Brigitte
Ich kann Sie beruhigen: Es wird noch viele Fortsetzungen von mir geben. Sie dürfen sich schon jetzt darauf freuen.
@Caja
👍😊