JERUSALEM / BEIRUT (inn) – Die israelische Armee hat am Sonntag die historische Kreuzfahrerfestung Beaufort im Südlibanon jenseits der „gelben Linie“ eingenommen und damit die Bodenoffensive gegen die Terror-Organisation Hisbollah ausgeweitet.
Nun weht erstmals seit 2000 wieder eine israelische Flagge über der strategisch bedeutenden Burg. Nachdem die „Palästinensische Befreiungsorganisation“ (PLO) ab 1976 von dort aus Angriffe auf Israel durchführte, nahm die israelische Armee die Burg 1982 im Zuge des damaligen Libanonkrieges ein. Bis 2000 unterhielt die Armee dort einen Stützpunkt, den sie nach ihrem Rückzug aus dem Südlibanon wieder abbaute.
Nach Angaben der Nachrichtenseite „Times of Israel“ eroberte Israel die Burg am 44. Gedenktag für die Gefallenen von 1982. In einer Stellungnahme sagte Verteidigungsminister Israel Katz (Likud), dass die Festung von nun an „Teil der Sicherheitszone“ sei. Er fuhr fort: „Wer immer die Bürger Israels bedroht, wird seine strategischen Vorteile verlieren, einen nach dem anderen“.
Armee: Angriff auf Terror-Infrastruktur
In einer Stellungnahme auf X sagte die Armee, das Ziel der Operation sei die Zerschlagung der terroristischen Infrastruktur in der Region. Es gehe darum, die Bedrohung für israelische Zivilisten in Nordisrael zu beseitigen. Hisbollah habe von dort aus zahlreiche Angriffe auf den Norden des Landes durchgeführt und hunderte Raketen abgefeuert.
Zudem erklärte die Armee, dass sie die Bodenoffensive ausweiten werde und forderte die Bewohner des Südlibanons dazu auf, das Gebiet zu verlassen. Armee-Sprecher Avichai Adra’i sagte auf X: „Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Terroristen, ihren Einrichtungen oder ihren Waffen befindet, begibt sich in Lebensgefahr. Jedes Gebäude, das von der Hisbollah zu militärischen Zwecken genutzt wird, kann zum Ziel werden“.
Israel weitete die Angriffe auf die Region nördlich des Litani-Flusses aus, nachdem die Terrormiliz Hisbollah am Samstag mehrere Raketen- und Drohnenangriffe auf israelisches Gebiet durchführte. Wegen des andauernden Beschusses blieben die Schulen in Grenznähe zum Libanon vorerst geschlossen.
Zwei Soldaten bei Hisbollah-Angriffen getötet
Laut „Times of Israel“ wurde im Zuge des Vorstoßes der 21-jährige Soldat Michael Tjukin bei einem Hisbollah-Drohnenangriff getötet. Vier seiner Kameraden erlitten leichte Verletzungen. Am Montag gab die Armee den Tod eines weiteren Soldaten bekannt. Der 20-jährige Adam Zarfati fiel in der Nacht auf Montag ebenfalls infolge eines Drohnenangriffs.
Der Krieg zwischen Hisbollah und Israel flammte am 2. März wieder auf, nachdem die Terrormiliz erneut damit begann, den Norden des jüdischen Staates mit Raketen zu beschießen. Zuvor hatten die USA und Israel den Iran angegriffen, den Hauptsponsor der Miliz.
Indes hat die Hisbollah Berichten zufolge einen Vorschlag der USA zur Deeskalation am Montagmorgen abgelehnt. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten Verteidigungsminister Katz und Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud) daraufhin, die Operation im Südlibanon zu intensivieren und wenn nötig auch auf die Zentrale der Terrormiliz in Beirut auszuweiten. (mw)
22 Kommentare
Hisbollah, gefährlicher als die Hamas, lehnt Deeskalation ab. Verteidigungsminister Katz: die Operation im Südlibanon wird intensiviert und wir hoffen sehr auf die Zentrale der Terrormiliz in Beirut ausgeweitet.
Ich gratuliere der IDF zur Einnahme der Burg Beaufort.
Schön wäre auch „die Vereinnahmung der Medien“, diese sind wieder sehr Israel-feindlich und verkennen die Zusammenhänge zwischen der IDF und den Terror-Aktivitäten der Hisbollah.
Es darf sich weder der 7.Oktober 2023 (Hamas) wiederholen noch der 8.Oktober 2023(Hisbollah), an diesem Tag griff die Hisbollah in Israel ein, viele Israelis mussten ihr Zuhause für lange Zeit verlassen.
Da die UNIFIL unfähig war, die Hisbollah zu bekämpfen, muss nun die IDF einschreiten, es gibt keinen anderen Weg für Israel.
Oder, von der eigenen Hasbora verblendete Menschen merken nicht was legal und völkerrechtlich ist und was eben nicht so ist. Daher ist die internationale Kritik auch mehr als angebracht.
Erst war es der Fluss Litani, jetzt ist es der Fluss Sahrani…
Damals waren es auch „nur“ 50% des Gazastreifens, jetzt sind wir bei 70%.
Einige Muster ändern sich wohl nicht.
Ich empfehle einen Aufenthalt von zwei/drei Monaten in Kiriat Schmonah/Metullah/Rosh Hanikra. Vielleicht ändern Sie dann Ihre Blubber-Meinung über den Libanon und die Hisbollah.
Nun ja, wie man in jüngster Zeit gelernt hat, gilt das Völkerrecht nur, wenn man sich daran hält und es auch durchgesetzt werden kann. Bei einem gefallenen Staat wie dem Libanon das Völkerrecht anwenden zu wollen mag in akademischen Debatten wohl gelitten sein, hält aber den Realitäten vor Ort nicht stand.
Ebensowenig wie die Muster des antisemitischen Terrorismus.
Sie reden von Völkerrecht. Diese Burg hat die Hisbollah benutzt für den Terror gegen die israel. Bevölkerung. Haben Israelis keinen Schutz verdient durch das Völkerrecht. Für Sie heißt Völkerrecht doch nur: Schützt die Terroristen.
Hisbollah Freiheitskämpfer? Ne. Unterdrücker des eigenen Volkes. Aber das darf ja nicht Befreiung von diesen Verbrechern erfahren. Interessieren die Libanesen Sie eigentlich? Vielleicht so wie die Menschen in Gaza? Nämlich gar nicht. Die Hamas- und PLO Charta das ist doch Ihre Vision des Nahen Ostens? Und wenn Iran, Hisbollah und Huthis helfen um so besser. Hitlers Auslöschungwahn muss mit der Hamas und Hisbollah vollendet werden. Was für miese Zeitgenossen.
So wie die Hamas jedes einzelne Haus im Gazastreifen benutzt hat. Deswegen mussten mehr Gebäude plattgemacht werden, als es Hamas Kämpfer gab oder?
Das gleiche gilt jetzt auch für den Libanon, es ist komplett natürlich ein ganzes Land erobern zu wollen, mehr Dörfer platt zu machen als es Kämpfer gibt. Aber dann noch zu behaupten die IDF würde sich um Zivilisten scheren…
Irgendwo geht die Logik wohl nicht ganz auf.
Doch, Blub, wenn man berücksichtigt, wie infiltriert die Gegend trotz der UN-
Resolution 1701 war trotz oder gerade wegen der Anwesenheit der UNIFIL.
Mit der Besatzung ziviler Häuser hat die Hamas sie in militärische Ziele verwandelt. Und damit waren die Angriffe durch das Völkerrecht gedeckt. Beschweren Sie sich bei der Hamas.
Und beschweren Sie sich bei der Hisbollah. Die mit den Libanesen das gleiche anrichtet wie die Hamas im Gazastreifen. Aber das haben Sie wohl mit beiden Gruppen gemeinsam. Die Bevölkerungen sind Ihnen doch vollkommen egal. Sie haben nur ein Problem: der Staat Israel und die Juden.
„die IDF würde sich um Zivilisten scheren“ Ja, natürlich und tatsächlich!
– Warnungen durch die IDF an die Zivilbevölkerung vor Angriffen
– Versorgung der feindlich gesinnten Zivilbevölkerung auf feindlichem Boden mit Nahrung, Wasser, Medizin, Energie etc.
Die Schande „Menschliche Schutzschilder“ geht auf die Konten von hamas, hisbollah und Terror-Konsorten. Die hamas-Terroristen waren am 7, Oktober 2023 einzig nur am Morden und Gräuelverbrechen verüben. Vom Baby bis zum Greis, Niemand wurde von diesen Schwerkriminellen verschont.
@ Blub
Komisch, als sich die IDF noch innerhalb des Gebiets bis zum Litani-Fluss bewegte, hörte ich nirgends etwas von den Resolutionen der UN und dass sich Israel zur Durchsetzung derselben dort aufhielt, weil die libanesische Regierung und die UNFIL seit Jahrzehnten versagten bei der Umsetzung ihres Auftrags zur Entwaffnung der Hisbollah und Sicherung des Gebiets gegen Milizen.
Mal wieder klare Doppelstandards, die man hier sowohl in den Positionierungen unserer ÖRM, als auch unserer Israel-Hasser vorfindet. Ich könnte auch sagen: Lüge, Verzerrung, Gaslighting in Reinkultur, im Dienste der Feinde Israels.
Ahja, die komplette Zerstörung des Gaza Streifens hat zu welchem Erfolg verholfen? Ist die Hamas jetzt besiegt? Nein, aber viele unschuldige Zivilisten und Kinder sind entweder Tod oder eben obdachlos.
Muss das jetzt im Libanon auch passieren um dann zu merken, hey so wird die Hisbollah gar nicht besiegt.
@Blub
Auch bei Ihnen fällt es mir immer schwerer, meine Emotionen zu kontrollieren. Mit Ihrem Text vernachlässigen Sie, dass Hamas und Hisbollah die Juden und den jüdischen Staat vernichten wollen. Und das tun diese auf eine perfide Weise, indem sie zivile Strukturen und Zivilisten für den eigenen Schutz missbrauchen. Und Sie klagen an? Sie klagen die falsche Seite an! Sie schreiben von Völkerrecht und ich lese kein, absolut kein Wort von Ihnen, dass Hamas und Hisbollah und Co. das Völkerrecht verletzen, und das sehr massiv. Warum? Ist es Ihnen egal, was diese Gruppen tun? Halten Sie deren Verhalten etwa für richtig oder legitim?
@ Blub
Mal wieder nur Suggestiv-Fragen. Wo Sie doch selbst nie bereit sind, auch nur mal eine an Sie gestellte Frage vernünftig zu beantworten. Deshalb erspare ich mir jetzt auch mal die Beantwortung, denn ich bin heute einfach zu müde nach meiner Arbeit, um meine Zeit mit Ihnen zu vertändeln. Und vertraue darauf, dass Ihnen die anderen User hier schon die richtigen Antworten auf Ihre immer wieder gleichlautenden Anklagen liefern werden. Rts hat ja schon mal damit angefangen.
Nun ja, immerhin kommen aus dem Streifen so gut wie keine Raketen mehr oder größere Attacken, ob das nur eine erzwungene Taqqiya ist oder Hamas militärisch so aus dem letzten Loch pfeift, daß sie sich nur noch um ihre Herrschaft über die Bewohner Gazas kümmern können, muss man abwarten.
Im Libanon siehts anders aus, da könnte tatsächlich der Souverän,also das Volk Hizbollah zur Raison bringen. Immerhin gibt es im Libanon noch andere Mitspieler, und wenn die eine Chance wittern, werden sie diese nutzen,was dann auf einen neuen Bürgerkrieg hinausläuft, auch keine
appetitliche Vorstellung aber dann wären die mit sich selbst beschäftigt und hätten weniger Raketen und Munition für Israel übrig.
@Blub
Ist die Hamas besiegt?
Ja! Und zwar insofern, dass sie keine Raketen mehr nach Israel schießen können, da Infrastruktur , Abschussrampen, Waffenarsenale und viiiele Tunnel vernichtet werden konnten. Dass unschuldige Zivilisten ums Leben kamen, lasten Sie bitte der Hamas an. Beklagen Sie sich dort, dass sie das Volk als Schutzschilde nahm und Kommandozentralen verortete, an Stellen, die eigentlich zum Wohl des Volkes hätten dienen sollen.
Muss die Hisbollah erst die gleichen Gräueltaten an Israel begehen wie Hamas, um dann zu merken, hey, wir hätten sie daran hindern müssen? Wo bleibt Ihre Forderung an die Hisbollah, ihre terroristische Tätigkeit einzustellen? Hätten sie sich gemäß der Vereinbarung hinter den Litani-Fluss zurückgezogen, wäre dem Libanon viel erspart geblieben.
Unglaublich @Israelnetz. Es gibt keinen, wirklich gar keinen Grund meinen gestrigen, ehrlich verfassten Beitrag zu nicht freizugeben.
Wegen einer Minderheit von 30% (Hamas Kämpfer + Anhänger) werden 90% des Gazastreifens dem Erdboden gleich gemacht. Wie richtig kann das bitte sein? Darauf bin ich gestern eingegangen.
Israelnetz hat das wohl nicht gepasst.
Lustig, wie immer auf das Völkerrecht gepocht wird, wenn Israel aktiv wird. Bei der Hisbollah kommt das immer sehr verhalten bis gar nicht. Soll sich Israel etwa an die UN und Herrn Guterres wenden, um eine Konfliktlösung zu erreichen? Lachhaft. Nein, Israel befindet sich in einem Krieg und muss sich selber helfen. Deswegen ist natürlich auch eine Ausweitung nördlich des Litani geboten und notwendig. Sie hätten 2000 gar nicht abziehen dürfen. Ebenso nicht 2005 aus Gaza. Die Hoffnung auf Frieden war trügerisch. Netanjahu spricht zurecht von einer Ausweitung der Kontrolle auf 70% des Gaza-Streifens.
Die Einnahme der Festung Beaufort ist hochsymbolisch, aber auch strategisch sehr wertvoll. Wer Beaufort kontrolliert, hat einen hervorragenden Überblick über die Wege, die nach Nabatiya und ins Bekaa-Tal führen. Der Hügel bietet einen hervorragenden Aussichtspunkt für Überwachungs- und Aufklärungszwecke, erleichtert die Ortung von Drohnen und schränkt die Bewegungsfreiheit der Hisbollah in der Umgebung ein. Außerdem kann er der IDF als Stützpunkt dienen, von dem sie aus Operationen tiefer in den Südlibanon hinein koordinieren kann.
Blub, Sie haben keine Antwort erwartet,da Sie nicht das Antwortfeld betätigt haben
30 % Hamas plus Anhänger zu 90 % Zerstörung ist das klassische Ergebnis asymmetrischer Kriegführung durch Guerillas oder Terroristen. Die haben nichts anderes gemacht als von Mao schon vorgegeben.
Die haben sich im Volk bewegt wie die Fische im Wasser. Die Zerstörungen und die vielen Toten sind teils der Erbitterung der Israelis über die Grausamkeiten der Terroristen am schwarzen Shabbat geschuldet. Aber das ist schon dutzende von Malen hier durchgekaut worden, so daß ich mich nicht weiter dazu äußern werde, denn Sie akzeptieren ja nicht einmal die einfachsten logischen Argumente, auch wenn Sie diese begreifen .
@Klaus
Danke. Ich wollte schon schreiben … 😊
@Blub
Wenn die 30% Hamas-Terroristen nicht zur Strecke gebracht worden wären, würden innerhalb kürzester Zeit 90% Israels nicht mehr existieren. Wie richtig kann das denn bitte sein?