Sa’ar spricht vor Parlamentariergruppe „Frieden zwischen Israel und Libanon“

Von Israelnetz

Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar hat am Montag vor der Parlamentariergruppe „Frieden zwischen Israel und dem Libanon“ über das kürzlich vereinbarte Abkommen der beiden Länder gesprochen. Laut des Außenministers ist Frieden mit dem Libanon möglich. Sicherheit an den Grenzen und für die Bürger seien dabei die Voraussetzung. In seiner Rede sprach Sa’ar auch davon, dass es ein Ende der iranischen Besetzung des Libanons durch die Hisbollah brauche. Das Abkommen signalisiere dabei das „gemeinsame Streben“ der Staaten. Auch südlibanesische Ex-Militärs sind Teil der Parlamentariergruppe. (cb)

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6 Kommentare

  1. Ich habe gemischte Gefühle bei dem Friedensabkommen zwischen Israel und dem Libanon.

    Schon Israel hat viel zu tun (nicht nur) gegen die iranische Besetzung durch die Hisbollah, und der Libanon ist wirtschaftlich nicht so gut aufgestellt wie Israel.

    (Das Regime des Iran besetzt ja durch die Hamas auch den Gazastreifen und Teile des „Westjordanlandes“, und mit den Houthis im Jemen ist die Lage auch nicht anders.)

  2. Israel hatte seinerzeit nach dem 6-Tage-Krieg auch Frieden mit Ägypten und Jordanien vereinbart. Wie Sie sicher schon bemerkt haben, halten sich beide Staaten aus dem momentanen Konflikten raus. Frieden muss irgendwo beginnen und warten Sie bitte ab und „schütten Sie das Kind nicht mit dem Bade aus!“. Danke!

  3. Frieden mit dem Libanon – ist Israel nicht im Krieg mit Hisbollah? Für mich ist ds ein entscheidender Unterschied. Hisbollah ist nicht Libanon, sondern ein vom Iran unterstützter Terrorapparat, der den Libanon besetzt hält.

  4. Ein Blick in die Geschichte hilft:
    Bevor sich die PLO in den 60er Jahren im Libanon eingenistet hatte, gab es gute Beziehungen zwischen Libanon und Israel. Infolge der Einflussnahme der PLO auf den Libanon brachen innenpolitisch Terrorwellen und außenpolitisch der Krieg mit Israel aus. Dieser Kriegszustand ist bis heute nicht offiziell beendet. Das hängt auch damit zusammen, dass seit den 70er Jahren der Iran und Syrien und die Hisbollah die Politik des Libanon mitgestaltet haben. Sie drängten den christlichen Einfluss auf die libanesische Politik so stark zurück, dass er bedeutungslos wurde. Daraus resultiert auch, dass bis zum Beginn der aktuellen Friedensbemühungen zwischen Israel und Libanon keine reale Chance auf die Beendigung des Kriegszustandes gab. Aber in der christlichen Bevölkerung Libanons und bei deren Vertretern im libanesischen Parlament war es immer klar, dass der Konflikt nicht zwischen dem Libanon und Israel besteht, sondern zwischen den vom Iran unterhaltenen Terrorgruppen und Israel. Als Rechtfertigung für den gegen Israel gerichteten Terrorismus dient der Befreiungskampf für die Palästinenser. Doch die wahre Absicht dieses Terrorismus‘ besteht in der Vernichtung des Staates Israel und aller Juden weltweit. Angesichts aktueller Schwäche des Iran und der Hisbollah hat die angestammte Bevölkerung des Libanon die Chance ergriffen, an einem Frieden mit Israel zu arbeiten und damit den Weg zur Gesundung des Libanon freizumachen. Das verdient unsere Anerkennung, ist aber noch kein realer Frieden.

  5. Ein Ende der iranischen Besetzung des Libanons durch die Hisbollah kann helfen. Das Problem bleibt: 70% der sogenannten Zivilbevölkerung ist israelfeindlich.

    1. Wenn das iranische Regime doch nur einsehen würde, dass es gegen Windmühlen kämpft!

      Das könnte so viel ändern!

      SCHABBAT SCHALOM!

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