Das Denkmal erinnert an die Gefallenen der Südlibanesischen Armee

Das Denkmal erinnert an die Gefallenen der Südlibanesischen Armee

Denkmal für Südlibanesische Armee eingeweiht

Mehr als 20 Jahre nach dem israelischen Abzug aus dem Südlibanon gibt es ein Denkmal für die Kämpfer der Südlibanesischen Armee. Es soll die Gefallenen in Ehren halten.

METULA (inn) – Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) hat am Sonntag ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen aus der Südlibanesischen Armee (SLA) eingeweiht. Die Miliz kämpfte während der Besatzung des Südlibanon bis zum Jahr 2000 an der Seite der Israelis gegen palästinensischen Terror. Auf dem Denkmal ist in Hebräisch und Arabisch zu lesen: „Wir werden der Soldaten der Südlibanesischen Armee gedenken, die gefallen sind, während sie die Städte des Südlibanon und Nordisraels verteidigten.“

Bei der Einweihungsfeier in der nordisraelischen Stadt Metula waren auch Armeechef Aviv Kochavi und der Bürgermeister des Ortes, David Asulai, sowie die Familien einiger der Kämpfer zugegen. Kochavi sagte: „Ich habe Ihren Einsatz und Mut aus der Nähe gesehen. Unsere Sprachen waren verschieden, aber wir hatten die gleichen Werte. Wir hatten verschiedene Religionen, aber eine Mission.“ Kochavi war in den 1980er Jahren im Südlibanon stationiert. Er ergänzte: „Dieses Denkmal zeigt, welchen Platz die SLA in diesem Land hat. Von nun an wird jeder wissen, wer Sie sind und was Sie taten.“

Alte Alliierte

Die SLA wurde 1979 im libanesischen Bürgerkrieg mithilfe der israelischen Armee gegründet, die im Jahr zuvor in den Südlibanon einmarschiert war. Ihr gehörten hauptsächlich libanesische Christen an. Ihr Vorläufer kämpfte bereits gegen die „Palästinensische Befreiungsorganisation“ (PLO). Ab den 1980er Jahren ging die SLA auch gegen die Hisbollah vor. Israel unterstützte die Miliz nach dem Teilabzug 1985 mit Ausrüstung.

Mit dem endgültigen Abzug der Israelis im Jahr 2000 brach auch die SLA zusammen. Viele Mitglieder flohen nach Israel und erhielten dort die Staatsbürgerschaft. Heute leben rund 2.700 frühere Kämpfer dauerhaft in Israel, vor allem in Ma'alot Tarschicha, Kiriat Schmona und Naharia. Im Jahr 2006 bewilligte ihnen die Knesset finanzielle Unterstützung – rund 10.000 Euro pro Familie. Gantz unterstrich bei der Zeremonie jedoch, dass weitere Zuwendungen erforderlich seien – vor allem mit Blick auf Wohnungsbau.

Kochavi und Gantz überreichten einigen früheren Kommandeuren der SLA auch eine neue Gedenkmedaille. Bei der Veranstaltung wurde laut der Zeitung „Jerusalem Post“ auch eine arabische Version des „Jiskor“-Gebetes zum Gedenken an Verstorbene gesungen, ebenso wie eine arabische Version des „Liedes der Kameradschaft“ (Schir HaRe'ut) von Jehoram Gaon.

Von: df