Bei dem Angriff auf Aschdod wurden zwei Menschen verwundet

Bei dem Angriff auf Aschdod wurden zwei Menschen verwundet

Durch Rakete Verletzter sammelte Hilfsgüter für Bedürftige

Während der Unterzeichnung der historischen Friedensabkommen in Washington feuern Palästinenser zwei Raketen auf Israel ab. Eine trifft einen Juden, der gerade Bedürftige mit Lebensmitteln versorgen will.

ASCHDOD (inn) – Einer der beiden Israelis, die am Dienstagabend durch eine palästinensische Rakete verwundet wurden, war zu dem Zeitpunkt in einer wohltätigen Mission unterwegs. Ascher Biton sammelte gerade in Aschdod Lebensmittel für Bedürftige ein, als das Geschoss in seiner unmittelbaren Nähe einschlug.

„Er war sehr nah dran“, sagte der Schwiegersohn Josef Schimon der regionalen Nachrichtenseite „Kan Darom“, „er hat einen Splitter in die Hand bekommen“. Entsprechend seiner Gewohnheit habe sich der 62-Jährige um Lebensmittelspenden für arme Menschen bemüht: „Egal wie die Lage war, fast jeden Tag ging er in den Läden vorbei, sammelte Gemüse, Brot, Fleisch ein. Er sammelte das Essen und verteilte es an Bedürftige.“

Die Familie erfuhr durch Bilder in den Nachrichten, dass der Vater von 15 Kindern verwundet worden war. Denn dort erkannte sie das Auto, mit dem er die Hilfsgüter transportierte. „Ich rief ihn an, und es kam keine Antwort“, erzählte Ehefrau Rivka Biton am Mittwoch dem Fernsehsender „Kanal 12“. „Dann ging irgendjemand ran, und ich hörte Schreie und Polizei und Krankenwagen. Ich schnappte mir ein Taxi und eilte zu dem Schauplatz.“

„Wie in einem Alptraum“

Ascher Biton wurde durch Splitter am Oberleib verwundet, ein zweiter Mann erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen. Die Ärzte im Assuta-Krankenhaus sprachen zunächst bei Biton von einem mittelschweren Zustand, doch dieser verschlechterte sich im Laufe der Zeit. Eine Operation hielten sie für zu riskant. Mittlerweile schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr.

„Er hat viele innere Verletzungen. Ich fühle mich immer noch wie in einem Alptraum, von dem ich nicht aufgewacht bin“, sagte die Ehefrau. Als die Sirene losging, habe er sich auf den Boden geworfen und die Arme über den Kopf gehalten. Das habe ihm das Leben gerettet. Die Familie bat die Israelis, um Ascher Bitons Heilung zu beten und Psalmverse für ihn zu sprechen.

Als Terroristen im Gazastreifen zwei Raketen auf Südisrael abfeuerten, wurde in Washington gerade eine besondere Zeremonie gefeiert: Israel unterzeichnete Friedensverträge mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain. Gegen die Abkommen mit den beiden Golfstaaten gab es massive palästinensische Proteste, dazu gehören auch die Angriffe. Eine Rakete fing das System Eisenkuppel ab, die zweite schlug in Aschdod ein.

Von: eh