Eine Rakete aus dem Gazastreifen beschädigte auch den Eres-Übergang

Eine Rakete aus dem Gazastreifen beschädigte auch den Eres-Übergang

Mehr als 30 Raketen auf Israel abgefeuert

Es ist der schwerste Angriff seit Anfang August: Islamisten aus dem Gazastreifen haben in der Nacht zum Samstag israelisches Gebiet mit Raketen beschossen. Die Luftwaffe reagiert mit Angriffen auf Waffenfabriken.

GAZA (inn) – In der Nacht zum Samstag haben Islamisten aus dem Gazastreifen 37 Raketen auf Israel gefeuert. Die Angriffe setzten sich bis in den Vormittag fort. In mehreren Orten rund um den Gazastreifen war seit dem Freitagabend und zuletzt am Samstagvormittag um 10.11 Uhr Ortszeit Raketenalarm zu hören. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome fing 16 Geschosse ab. Verletzt wurde niemand.

Die israelische Luftwaffe reagierte auf den Beschuss mit Angriffen auf knapp 90 Ziele in dem Küstenstreifen. Laut einer Mitteilung der Armee handelt es sich dabei um Gebäude, in denen Waffen und Komponenten für den Bau von Terrortunneln hergestellt werden.

Die Terrorgruppe Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Raketenfeuer. Am Samstagmittag erklärte sie, sich mit Israel über eine Feuerpause verständigt zu haben. Aus Israel gab es zunächst keine Bestätigung. Auch am Sonntag in der Kabinettssitzung äußerte sich Regierungschef Benjamin Netanjahu nicht dazu.

Armee: Syrien und Iran sind verantwortlich

Die Armee sieht den Iran und Syrien als die eigentlich Verantwortlichen hinter den Raketenangriffen; diese seien auf Anweisung aus beiden Ländern erfolgt. Die Armee lastet zudem der Hamas die Angriffe an, da die Terror-Organisation den Gazastreifen kontrolliert und aus Sicht der Israelis für Einhalt sorgen muss.

Unterdessen ist Verteidigungsminister Avigdor Lieberman in Tel Aviv mit Armeechef Gadi Eisenkot und Sicherheitsberatern zu einer Krisensitzung zusammengekommen. Der Ben-Gurion-Flughafen änderte aufgrund der Sicherheitslage die Anflugrouten; mit Verspätungen ist aber nicht zu rechnen.

Den letzten heftigeren Raketenbeschuss erlebte Israel Ende Juli und Anfang August. Mitunter wurden damals in einer Nacht 200 Raketen auf Israel abgefeuert. Die Hamas übernahm damals die Verantwortung für den Beschuss.

Unterdessen ist es am Freitag wieder zu einem Aufmarsch von Palästinensern am Gaza-Grenzzaun gekommen. Bei den Auseinandersetzungen mit der Armee sind insgesamt sieben Palästinenser gestorben; erst am Sonntag erlag ein Palästinenser seinen Schusswunden. Bei einem der getöteten Palästinenser explodierte eine Granate in der Hand.

Am Sonntag kam es zu einem weiteren Vorfall: Drei Jugendliche wurden von der Armee bei dem Versuch erschossen, Sprengsätze am Grenzzaun anzubringen. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums im Gazastreifen waren sie zwischen 12 und 14 Jahre alt. Am Montag kündigte der Islamische Dschihad an, auf die Tötung zu reagieren: „Der Widerstand wird auf dieses Verbrechen auf eine Weise antworten, die dessen Ausmaß entspricht.“

Dieser Artikel wurde zuletzt am Montag, 29. Oktober, um 10:20 Uhr aktualisiert.

Von: df

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