Das Bezirksgericht Nazareth hält den Verurteilten für den Anführer der Terrorzelle

Das Bezirksgericht Nazareth hält den Verurteilten für den Anführer der Terrorzelle

Israeli zu Haftstrafe verurteilt

Ein Bewohner des israelisch-libanesischen Grenzgebietes plant einen Anschlag im Raum Haifa. Doch seine Vergesslichkeit macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Ins Gefängnis muss er dennoch.

NAZARETH (inn) – Das Bezirksgericht Nazareth hat am Dienstag einen Israeli wegen Unterstützung der radikal-islamischen Hisbollah zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Hinzu kommen umgerechnet rund 28.000 Euro Geldstrafe. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er der Anführer einer Terrorzelle, die einen Anschlag im Raum Haifa verüben wollte. Dies wurde auch dadurch vereitelt, dass er das Versteck seiner Sprengsätze vergessen hatte.

Bei dem Verurteilten handelt es sich um Diab Kahamus aus der Ortschaft Radschar an der israelisch-libanesischen Grenze. Er wurde im Herbst 2016 mit anderen Mitgliedern der Terrorzelle festgenommen. Der Inlandsgeheimdienst Schabak teilte damals mit: „Während der Ermittlungen kam heraus, dass er in Kontakt mit seinem Vater, Sa’ad Kahamus, stand, einem Drogendealer aus Radschar, der im Oktober 2006 in den Libanon geflohen war und als jemand bekannt ist, der die Aktivitäten der Hisbollah unterstützt.“ Im Mai 2016 erhielt er demnach zwei Bomben, die er über die Grenze schmuggelte und in einem Hain nahe der israelischen Stadt Metulla versteckte. Die Kommunikation mit seinem Vater und damit der Hisbollah lief über eine verschlüsselte Mail-Software.

Im Raum Haifa sollte Diab Kahamus nach einem geeigneten Anschlagsziel Ausschau halten. Als er die Sprengsätze aus dem Versteck holen wollte, hatte er allerdings vergessen, wo sich dieses befand. An seiner Statt entdeckte am 30. Juli ein Bauer aus Metulla die Tasche mit den beiden Bomben und übergab sie an die Sicherheitskräfte. Experten stellten fest, dass sie aus dem Libanon stammten und eine hohe Sprengkraft besaßen. Zudem waren sie mit Zeitzündern versehen, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet.

Die Richter urteilten: „Der vorliegende Fall ist einer der Fälle, in denen Bürger des Staates Israel bewusst und absichtlich einem Feind in seinem Krieg gegen den Staat helfen, indem sie Kontakt mit Agenten des Feindes haben und spektakuläre Dreistigkeit zeigen beim Schmuggeln von Sprengsätzen in das Staatsgebiet.“

Andere Terroristen bereits früher verurteilt

Zu der Terrorzelle gehören auch die Brüder von Kahamus, Jussuf und Dschamil, sowie ihr Cousin Mohssan Kahamus. Außerdem waren zwei weitere Bewohner von Radschar, Adal Ajunat und Ibrahim Mamduh, an den Plänen beteiligt. Sie wurden bereits früher zu Haftstrafen zwischen 20 und 30 Monaten sowie zu Geldstrafen von rund 4.600 Euro verurteilt.

Von: eh

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