Würde gerne mit der Bahn von Israel in den Oman fahren: Verkehrsminister Israel Katz (l.), hier mit Premierminister Benjamin Netanjahu (Archivbild)

Würde gerne mit der Bahn von Israel in den Oman fahren: Verkehrsminister Israel Katz (l.), hier mit Premierminister Benjamin Netanjahu (Archivbild)

Verkehrsminister Katz wirbt im Oman für israelisch-arabische Schienenverbindung

Erstmals wird ein israelischer Minister offiziell in den Oman eingeladen. Israel Katz will bei einer Konferenz für einen Plan werben, der eine Schienenverbindung von Haifa bis an die Golfstaaten vorsieht.

MASKAT (inn) – Israels Verkehrs- und Geheimdienstminister Israel Katz ist am Sonntag im Oman zu einem mehrtägigen Besuch gelandet. Der Likud-Politiker nimmt dort an einer internationalen Verkehrskonferenz teil. Oman und Israel haben offiziell keine diplomatischen Beziehungen. Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ schreibt, ist es das erste Mal, dass ein israelischer Minister offiziell zu einer Konferenz in dem Sultanat eingeladen wird. „Als Gastgeber dieser Konferenz können wir nicht einen Mitgliedsstaat ausschließen“, begründete der omanische Verkehrsminister Ahmed Mohammed al-Futaisi laut „Middle East Monitor“ die Einladung. Er nahm damit auf Israels Mitgliedschaft im Internationalen Straßenverkehrsverband Bezug.

Katz sprach vor seinem Abflug laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ von einem „historischen Besuch, der die Beziehungen (zwischen Israel und Oman) verbessern wird“. Die Reise in den Oman sei Teil einer umfassenden Aktion, „die Beziehungen mit den pragmatischen Staaten in der Region voranzubringen“, bezog sich Katz offenbar auf das sich bessernde Verhältnis zwischen Israel und der arabischen Welt.

Unterstützung aus den USA

Der Verkehrsminister will bei der Konferenz laut eigener Aussage das Projekt „Strecken für regionalen Frieden“ vorstellen und vorantreiben. Der israelische Plan sieht vor, den jüdischen Staat über Schienen besser an die arabische Welt anzubinden. Dafür soll das am Mittelmeer gelegene Haifa mit dem jordanischen Schienennetz verbunden werden. Auch die im Westjordanland liegende Stadt Dschenin wollen die Initiatoren miteinbeziehen. Jordanien wiederum soll enger mit den Golfstaaten verknüpft werden. Rückendeckung für den Schienenplan erhielt Israel aus den USA. „Diese Anstrengungen unterstützen unsere Anstrengungen“, schrieb der Sondergesandte Jason Greenblatt am Montag in Englisch, Hebräisch und Arabisch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Katz' Besuch kommt nur wenige Tage, nachdem Premierminister Benjamin Netanjahu den Sultan des Oman getroffen hatte. Zudem war Kulturministerin Miri Regev kürzlich nach Abu Dhabi gereist. Und Kommunikationsminister Ajub Kara hatte an einer Konferenz in Dubai teilgenommen.

Von: ser

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