Prunkvolles Ambiente: Pompeo (M.) im Gespräch mit Sultan Haitham (r.)

Prunkvolles Ambiente: Pompeo (M.) im Gespräch mit Sultan Haitham (r.)

Pompeo hofft auf das „Momentum“ im Nahen Osten

Wie erfolgreich die Nahost-Reise des amerikanischen Außenministers Pompeo war, wird sich herausstellen. Er selbst hat große Erwartungen. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit aber auf einen für Montag geplanten Flug.

MASKAT (inn) – Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo hat seine Nahost-Reise mit einem Aufenthalt im Oman beendet. In der Hauptstadt Maskat traf er den Sultan des Landes, Haitham Bin Tarik al-Said. Er dankte ihm für die „enge Freundschaft“ zu den USA. In den Gesprächen ging es nach Pompeos Angaben um den regionalen Frieden, Stabilität und Wohlstand.

Sultan Haitham ist seit Anfang des Jahres das Oberhaupt des Sultanats. Er hatte das Amt von seinem Cousin Kabus Bin Said nach dessen Tod übernommen. Dieser hatte den israelischen Premier Benjamin Netanjahu überraschend im Oktober 2018 zu einem Besuch eingeladen.

Pompeo: Momentum nutzen

Der Besuch reihte sich schon damals zu weiteren Belegen ein, dass Israel und die arabische Welt näher zusammenkommen. Vor diesem Hintergrund verband Pompeo mit seiner Reise das Anliegen, für eine in den kommenden Wochen angesetzte Nahost-Friedenskonferenz zu werben. Unter anderem soll dort dann wohl das angekündigte Friedensabkommen zwischen Israel und den Emiraten unterschrieben werden.

Wer letztlich an der Konferenz teilnimmt und ob dort weitere diplomatische Vorstöße zu erwarten sind, ist bislang nicht bekannt. Der Sudan dämpfte zumindest nach außen hin etwaige Hoffnungen auf einen Friedenschluss mit Israel. Aber klar ist, dass Pompeo weiter große Erwartungen hat. Bei seinen Aufenthalten in den Golfstaaten Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate und Oman sprach er immer vom „Momentum“, das das Abkommen zwischen Israel und den Emiraten mit sich bringe, und das es zu nutzen gelte.

Besondere Flugroute

Vielleicht lässt sich der für Montag geplante Flug von Israel in die Emirate im Sinne dieses „Momentums“ verstehen. Es wird nicht nur der erste kommerzielle Flug zwischen Tel Aviv und Abu Dhabi sein. Die Route der El-Al-Maschine soll zudem über Saudi-Arabien führen. Das wäre ebenfalls ein Novum. Nach Informationen des israelischen Fernsehsenders „Kanal 12“ haben die Saudis den Israelis Überflugrechte gewährt – nicht zuletzt, weil eine Delegation der Amerikaner mitfliegen wird.

Die Erlaubnis von Überflugrechten war in den vergangenen Jahren schon einige Mal ein Zeichen für Annährungen. Saudi-Arabien spielte hier schon eine Rolle, als es im März 2018 Indien erlaubte, den saudischen Luftraum für Flüge nach Israel zu nutzen. Und noch im Juni galt es als Sensation, dass die Emirate zwei Flieger mit medizinischen Hilfsgütern für die Palästinenser nach Israel schickten.

Von: df

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