Flagge zeigen für Israel: Am UN-Hauptsitz in New York sprachen sich Diplomaten gegen den Boykott des jüdischen Staates aus

Flagge zeigen für Israel: Am UN-Hauptsitz in New York sprachen sich Diplomaten gegen den Boykott des jüdischen Staates aus

Haley: Israel-Boykott ist widersinnig

Mehr als 2.000 Menschen sind am Mittwoch zu einer Anti-BDS-Konferenz am UN-Hauptsitz in New York zusammengekommen. Die amerikanische Botschafterin Haley verurteilte die Boykott-Bewegung als widersinnig und ungerecht.

NEW YORK (inn) – Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley hat am Mittwoch die Israel-Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) verurteilt. Diese habe „nichts mit einer vernünftigen Definition von Gerechtigkeit“ zu tun, sagte sie auf der Konferenz „Botschafter gegen BDS“ am UN-Hauptsitz in New York. Der Boykott versuche zudem, das Existenzrecht Israels zu leugnen.

Haley war als Hauptrednerin zu der eintägigen Konferenz geladen. Sie sagte, die Boykottbewegung sondere Israel heraus. „Wir sollten Nordkorea boykottieren. Wir sollten Sanktionen gegen den Iran einrichten. Wir sollten uns von Syrien distanzieren. Aber nicht von Israel. Das ergibt keinen Sinn.“

Danon: Wir kämpfen bis zum Ende

Zu der Konferenz hatten die israelische UN-Vetretung sowie der Jüdische Weltkongress geladen. In seiner Begrüßungsrede sagte UN-Botschafter Danny Danon: „Wir haben heute eine einfache Botschaft an diejenigen, die dem jüdischen Staat schaden wollen: Wir werden kämpfen, bis die Boykott-Bewegung an den Universitäten und bei den Vereinten Nationen ausgelöscht ist. Und wir werden kämpfen, bis wir den Antisemitismus besiegt haben.“

Danon dankte Haley für ihren Einsatz gegen BDS. Schon als Gouverneurin von South Carolina hatte sie Israel-Boykott im Jahr 2015 verbieten lassen. South Carolina war damit der erste US-Bundesstaat mit so einem Verbot. Erst am Montag versicherte sie den Zuhörern auf der Konferenz des „Amerikanisch-israelischen Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten“ (AIPAC), gegen die Diskriminierung Israels bei UN-Einrichtungen vorzugehen.

Die Konferenz war bereits die zweite ihrer Art. Nach Angaben des Jüdischen Weltkongress besuchten mehr als 2.000 Würdenträger, Politiker und Vertreter von Organisationen die Veranstaltung. Bei der ersten Konferenz im Mai vergangenen Jahres lautete das Motto „Brücken bauen, keine Boykotts“.

Von: df