Palästinensische Autonomiebehörde kritisiert US-Regierung

Wegen „nicht erfüllter Versprechen“ kritisieren die Palästinenser die US-Regierung unter Biden. Sie fordern schnelle Veränderung.
Von Israelnetz
US-Präsident Biden hält an Teilen der Nahost-Politik seines Amtsvorgängers Trump fest

Foto: White House/Lawrence Jackson, flickr

US-Präsident Biden versprach verbesserte Beziehungen gegenüber der PA. Diese habe er bisher nicht eingelöst, lautet die palästinensische Kritik.

RAMALLAH (inn) – Politiker und Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) haben die amerikanische Politik gegenüber den Palästinensern kritisiert. Am Montag sprachen sie in Ramallah mit dem stellvertretenden US-Sekretär für israelische und palästinensische Angelegenheiten Hady Amr. Neben den bilateralen Beziehungen ging es um das Verhältnis zu Israel.

Daraufhin benannte der Sprecher der PA, Nabil Abu Rudeine (Fatah), am Dienstag die Kritik an Joe Bidens Regierung: Es gebe einige „unerfüllte Versprechen“ der Amerikaner. Etwa die Zusage, das US-Konsulat in Jerusalem wieder zu eröffnen. Weiter beanstandet die PA, dass sich Biden nicht dafür einsetze, dass der Status quo der Stadt Jerusalems erhalten bleibe. Auch wird kritisiert, dass die USA einseitig Israel fördere und kaum finanzielle Mittel geboten werden.

Rudeine bemängelt das Unterlassen von Handlungen der amerikanischen Politik. Daher fordert er die Biden-Regierung auf, ihre Politik gegenüber den Palästinensern und den Israelis zu ändern. Dies berichtet die israelische Zeitung „Jerusalem Post“. Amerika müsse gezielt Druck auf Israel ausüben, damit israelische „Aggression und Verbrechen“ beendet werden, ergänzte der Sprecher.

PA sieht Friedensprozess in Gefahr

Nur wenn dies passiere, könne ein Friedensprozess zwischen den Palästinensern und den Israelis gelingen, merkte Rudeine an. Er fordert von der US-Regierung den Einsatz für das Völkerrecht, denn nur dann könne die Region in Frieden leben. Solange Jerusalem vollständig in israelischer Hand liege, müsse „die ganze Region in einem Zustand der Instabilität und Spannung bleiben“, sagte der PA-Sprecher.

In dem Zuge verurteilte Rudeine die Tötung von Palästinensern bei Zusammenstößen mit den israelischen Sicherheitskräften. „Unsere Leute werden die anhaltenden Besatzungsmaßnahmen gegen sie nicht akzeptieren“, äußerte er sich weiter. Die palästinische Führung werde die Bemühungen fortsetzen, „die Verbrechen der israelischen Regierung“ internationalen Gerichtshöfen vorzulegen.

Der designierte neue Chefunterhändler der „Palästinensischen Befreiungsorganisation“ (PLO), Hussein al-Scheich (Fatah), der bei den Beratungen am Montag dabei war, stellte sich hinter die Kritik Rudeines. Er betonte, dass die „Glaubwürdigkeit der internationalen Gemeinschaft auf dem Spiel steht“, wenn mit „zweierlei Maß gemessen“ werde. Es sei „Zeit, dass diese Entscheidungen umgesetzt werden und die israelische Besatzung unser Land verlässt“.

Amr trifft Schtaje

Der US-Sekretär Hady Amr traf sich außerdem mit dem palästinensischen Premierminister Mohammed Schtaje (Fatah). Dieser zeigte sich verärgert über israelische „Angriffe“ und bezichtigte die Regierung Bidens der „Doppelmoral bei der Umsetzung internationaler Resolutionen“. Schtaje fordert deshalb die USA auf, Israel unter Druck zu setzten und sich an Abkommen und Versprechen zu halten. (joh)

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3 Antworten

  1. ….damit israelische „Aggression und Verbrechen“ beendet werden

    Ich fasse es manchmal nicht, mit welcher Unverschämtheit die Araber dort, oder was auch immer ihre Herkunft ist, Forderungen an andere Länder stellen, wie sie Israel zu behandeln haben.

    Dann fordere ich mal umgehend die Zahlungen an die PA Autonomie einzustellen, solange weiterhin Mordaufrufe und Blutgeldzahlungen für Attentate auf Israelis erfolgen;
    solange weiterhin Brandballons über die Grenze nach Israel geschickt werden:
    solange weiterhin Raketen auf Israel abgeschossen werden.

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  2. Israel gibt viel und bekommt viel, die PA versorgt nicht einmal seine Nächsten, sondern setzt Spenden für Agressoren und Agressionen ein.
    Die Spender sind blind oder wollen blind bleiben. Am Ende fallen beide in die Grube. Um das zu verstehen braucht man nicht Prophet oder Petrus heißen, man müsste nur seine Augen öffnen.

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  3. Die „Palästinenser“ sind Araber und beziehen ihr Herkommen, ihre Abstammung, auf Hagar und Ismael, so wie es auch die Bibel beschreibt.
    Hagar, die von Abraham auf Wunsch Sarais verstoßen wurde, erhielt vom „Engel des HERRN“ eine weitreichende Zusage: „Kehre um zu deiner Herrin (Sarai) und demütige dich unter ihre Hand … ICH will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.“ Ihren Sohn sollte sie Ismael („GOTT hört“) nennen.
    Sein Charakter und der seiner Nachkommen werden beschrieben: „Er wird ein wilder Mensch sein; seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und er wird wohnen all seinen Brüdern zum Trotz“ (Gen 16, 6ff).
    Die heutigen „Palästinenser“ beziehen ihre Herkunft a u c h auf die Philister, obwohl die unter dem Ansturm Assurs 722 mit dem Nordreich ISRAEL untergegangen sind (Amos 1,8). Das wird in Sach 9,6 zwar bestätigt, dennoch haben auch sie eine Heilsverheißung: „Und ICH will das Blut von ihrem Munde wegnehmen und das, was MIR ein Gräuel ist, von ihren Zähnen, dass auch sie unserm GOTT übrigbleiben und wie ein Stamm in Juda werden und die Bewohner Ekrons wie die Jebusiter“ (Sach 9,7).
    Ein geheimnisvolles Wort. Es lohnt, einmal den Propheten Sacharja zu lesen. Ekron war übrigens eine der fünf Philisterstädte an der Küste Kanaans, die von den griechischen Inseln her besiedelt wurden. Sie waren bis zu ihrem Untergang ein ständiger Stachel im Fleisch ISRAELS.

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