Auf ihrem Durchzug durch die Sinai-Halbinsel leiden die Israeliten Durst, woraufhin sich Mose und sein Bruder Aaron an G´tt wenden und um Wasser flehen. G´tt erhört ihr Flehen und weist sie an, mit dem Felsen zu sprechen, damit lebendiges Wasser aus ihm hervorquillt. Der harte Fels soll laut G´ttes Geheiß allein durch Ansprache erweicht werden. Doch Mose war noch nie ein Mann der Worte. So schwingt er auch hier am Felsen seinen Stab, um ein Wunder zu bewirken (2. Mose 17,6):
Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus ihm hervorströmen, sodass das Volk ⟨zu⟩ trinken ⟨hat⟩. Und Mose machte es so vor den Augen der Ältesten Israels. (Elberfelder Bibel)
Der Stab ist Moses Werkzeug, mit ihm hatte er bereits zuvor Ägypten mit den Zehn Plagen geschlagen.
Laut 2. Mose 17,6 befiehlt ihm G`tt den Schlag am Berg Horeb. Hingegen führt in 4. Mose 20 der Ungehorsam – Schlagen statt Reden – zur Bestrafung Moses:
Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh. (Vers 11)
Weiter heißt es (12f):
Da sprach der HERR zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Söhne Israel zu heiligen, darum sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe. Das ist das Wasser von Meriba, wo die Söhne Israel mit dem HERRN stritten und er sich an ihnen heilig erwies.
Auftrag: Israeliten aus Ägypten führen
Am Berg Horeb, oft synonym mit dem Berg Sinai verwendet, begegnete G´tt Mose im brennenden Dornbusch und erteilt ihm den Auftrag, die Israeliten aus Ägypten zu führen.
Als „Berg G‘ttes“ ist er der Ort des Bundes, der Übergabe der Zehn Gebote. An diesem Berg erfuhr auch der jüdische Prophet Elia eine tiefe G´ttesbegegnung, in „einem leisen Hauch“. Der Name Horeb bedeutet„dürr“ oder „trocken“ und bezeichnet die gesamte Gebirgsregion, während Sinai der spezifische Gipfel ist, auch bekannt als Mosesberg.
Gemäß einertalmudischen Erzählung soll Mose als Kind glühende Kohlen in den Mund genommen haben, um zu beweisen, dass er nicht nach dem pharaonischen Thron strebt. Dabei habe er sich eine schwere Verbrennung im Mund zugezogen, die zu seiner Sprachbehinderung, dem Stottern, führte.
Mose widersprach
Aufgrund seiner Sprachbehinderung sah sich Mose als ungeeignet für die große Aufgabe, das Volk Israel anzuführen. Er selbst spricht von einer „schweren Zunge“, was viele Bibel-Exegeten als stottern interpretieren. In 2. Mose 4,10 beschreibt er sich selbst als „schwerfällig und unbeholfen“ im Reden, weshalb G‘tt ihm seinen Bruder Aaron als Sprecher zur Seite stellte.
Mose aber antwortete dem HERRN: Ach, Herr! Ich bin kein redegewandter Mann, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knecht redest; denn unbeholfen ist mein Mund und unbeholfen meine Zunge.
Doch G´tt duldete keine Einwände, wie wir weiter in 2. Mose 4,11–12 lesen:
Da sprach der HERR zu ihm: Werhat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub, sehend oder blind? Nicht ich, der HERR? Und nun geh hin! Ich will mit deinem Mund sein und dich unterweisen, was du reden sollst.
Trotz Weigerung blieb G‘tt bei seiner Wahl, Mose als seinen heiligen Boten und als Verhandlungsführer zum ägyptischen Königshof zu schicken (Exodus 3,10–18):
Nun aber geh hin, denn ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Söhne Israel, aus Ägypten herausführst! Mose aber antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Söhne Israel aus Ägypten herausführen sollte? Da sprach er: Ich werde ja mit dir sein. Und dies sei dir das Zeichen, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr an diesem Berg Gott dienen. Mose aber antwortete Gott: Siehe, wenn ich zu den Söhnen Israel komme und ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen: Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen? Da sprach Gott zu Mose: „Ich bin, der ich bin.“ Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: ⟨Der⟩ „Ich bin“ hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation. Geh hin, versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Der HERR, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Ich habe genau achtgehabt auf euch und auf das, was euch in Ägypten angetan worden ist, und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens hinaufführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Und sie werden auf deine Stimme hören. Und du sollst zum König von Ägypten hineingehen, du und die Ältesten Israels, und ihr sollt zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, damit wir dem HERRN, unserm Gott, opfern!
Mose wurde in einer Zeit geboren, als der Pharao die Tötung aller männlichen Säuglinge anordnete. Sein wundersames Überleben und seine anschließende Erziehung am Hof des Pharaos waren beispiellos. Der Name Mose bedeutet im Hebräischen sinngemäß „aus dem Wasser gezogen“ oder „der Herausziehende“. Das ist eine Anspielung auf den biblischen Bericht über seine Rettung aus dem Nil durch die Tochter des Pharaos – und womöglich auch ein Hinweis auf seine spätere Mission: Die Israeliten aus Ägypten zu führen. Andere vermuten, dass der Name ägyptische Wurzeln hat, abgeleitet von mes oder mesu, und mit „Sohn“, „Kind“ oder „geboren aus“ übersetzt werden kann.
Nach seiner Rettung wuchs er im Palast des Pharaos auf. In dieser Zeit tötete er einen Ägypter, der einen hebräischen Sklaven misshandelte.
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Mose trat stets für seine Überzeugungen ein, eine Haltung, die er auch nach seiner Flucht in das Land Midian unter Beweis stellte. In seiner neuen Heimat wurde er Hirte und eilte eines Tages einheimischen Frauen an einem Brunnen zur Hilfe. Hirten versuchten, die Frauen mit ihren durstigen Schafen zu vertreiben, woraufhin Mose beherzt einschritt. Als die Töchter zu ihrem Vater heimkehrten und berichteten, dass ein Ägypter ihnen geholfen hat, lud Jitro Mose zu sich ein. Mose blieb bei Jitro und heiratete eine seiner Töchter, Zippora.
Doch sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn erklärt nicht allein, was G‘tt in Mose sah, was ihn dazu bewog, ihn als seinen Boten zu erwählen.
Demut und Mitgefühl
Was zeichnete Mose aus? G‘tt erwählte Mose aufgrund einer Reihe von Charaktereigenschaften: Demut, Sanftmut, Mitgefühl mit den Schwachen, stets den Menschen und G´tt unerschütterlich zugewandt.
Die Hebräische Bibel beschreibt Mose als den „demütigsten Mann auf Erden“ (4. Mose 12,3):
Der Mann Mose aber war sehr demütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.
Und nicht zuletzt vereint sich in Moses Leben die „Weisheit Ägyptens“. Während seines Aufenthalts in Ägypten erhielt er eine Ausbildung in Heliopolis, einer Stadt, in der adlige Jugendliche aus Ägypten und anderen Ländern unterrichtet wurden und der heute ein gehobener Stadtteil Kairos ist. Die christliche Bibel berichtet in der Apostelgeschichte 7,22:
Und Mose wurde unterwiesen in aller Weisheit der Ägypter; er war aber mächtig in seinen Worten und Werken.
Seine akademische Ausbildung sowie sein bescheidenes Leben als Hirte im Land Midian bereiteten Mose darauf vor, im Namen seines Volkes vor dem Pharao zu stehen und auf G‘ttes Beistand zu vertrauen.
Vermeintlich Schwächere erwählt
G‘tt bestimmt oft die vermeintlich Schwächeren zu seinen Repräsentanten, da ihr Erfolg nicht von ihrer eigenen Stärke, sondern von G‘ttes Eingreifen abhängt. Sie sind es, die demütig ihre eigenen Grenzen erkennen und sichauf G‘tt verlassen, wohingegen die vermeintlich Starken eher dazu neigen, mit ihren Fähigkeiten zu prahlen.
Eine weitere überlieferte Begebenheit verdeutlicht uns Moses gütigen Charakter: Eines Tages, als Mose im Land Midian seine Herde zum Weiden trieb, entlief ein Lamm. Mose fand es weit entfernt von seinem Weideort, an einem Bach. Als er sah, wie das Lamm durstig aus dem Bach trank, sagte er: „Kleines Lamm, hätte ich gewusst, wie durstig du bist, hätte ich dich selbst zum Wasser getragen!“ Daraufhin sprach G‘tt: „Mose ist würdig, der Anführer meines Volkes zu sein.“
Es war vorrangig Moses Güte, seine herausragendste Eigenschaft, die G‘tt ihn erwählen ließ: Moses Bereitschaft, sich für ein anderes Geschöpf einzusetzen und für andere die Last zu tragen.
Führungsqualität und Treue
Auch am Berg Sinai stellte er eindrücklich seine Führungsqualität unter Beweis: Als Mose auf mit G‘tt sprach, wurden die Israeliten im Lager unruhig und forderten von Aaron, seinem Bruder, er solle „uns Götter machen, die vor uns hergehen“ (2. Mose 32,1):
Als nun das Volk sah, dass Mose säumte, vom Berg herabzukommen, versammelte sich das Volk zu Aaron, und sie sagten zu ihm: Auf! Mache uns Götter, die vor uns herziehen! Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat – wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
Der wankelmütige Aaron gab dem Volk nach und schmolz ihren Goldschmuck zu einem goldenen Kalb ein. Die Israeliten begannen, das Götzenbild anzubeten und schrieben ihm alle Taten G‘ttes zu. Aaron errichtete auch einen Altar und rief ein Fest aus. Aarons Handeln war ein schweres Versagen, G‘tt war erzürnt und drohte sogar, das Volk zu vernichten.
Diese Geschichte zeigt, dass Aaron zwar wortgewandt, aber labil und unfähig war, die Israeliten in das Gelobte Land zu führen. Mose hingegen war trotz Sprachfehler ein starker Anführer, denn er blieb G‘tt treu, selbst als das Volk unruhig wurde.
Kein Zugang zum Gelobten Land
Der Wochenabschnitt WaEtchanan, übersetzt „und ich flehte“ oder „ich habe um Gnade ersucht“, beginnt mit Moses erneuter Bitte an G´tt, das Gelobte Land trotz seines Ungehorsams betreten zu dürfen. G´tt hatte es ihnen versagt, da er und sein Bruder Aaron am „Haderwasser“ von Meriba nicht auf IHN vertraut und SEINE Heiligkeit vor dem Volk Israel nicht gewahrt haben. Statt den Felsen – wie von G´tt befohlen – nur anzusprechen, damit er Wasser gibt, schlug Mose ihn zweimal mit seinem Stab.
G´tt lehnt die Bitte ab, woraufhin Mose die Israeliten eindringlich ermahnt, die Tora zu beachten, vor Götzendienst warnt und die Gebote der Zufluchtsstädte nennt, ebenso werden die Zehn Gebote wiederholt. Es folgt das Schma Israel, das jüdische Glaubensbekenntnis. Dem Volk wird aufgetragen, aus Liebe und Ehrfurcht zu G´tt die Gebote, die Mose am Berg Sinai empfangen hatte, einzuhalten. Den Abschluss der Parascha bildet die Aufforderung, die Kanaaniter und ihre Götzen aus dem Gelobten Land zu vertreiben.
Wochenfest erinnert an Übergabe der Tora
Schawuot, das jüdische Wochenfest – in diesem Jahr vom 21. bis 23. Mai – feiert die Übergabe der Tora am Berg Sinai. Zentraler Brauch ist das nächtliche Tora- und Talmudstudium, oft Tikkun Leil Schawuot genannt. Juden zeigen die Bereitschaft, die Torah anzunehmen, da das Volk Israel – laut Überlieferung – dies einst am Berg Sinai verschlief. G´tt musste die Israeliten wecken.
Wer sich G´ttes Willen widersetzt und seine Autorität missbraucht, wird sich außerhalb des „guten Landes“ wiederfinden. Mose hat diese g´ttliche Botschaft verstanden.
Berg Sinai: Mose empfängt die Zehn Gebote
Im Judentum spricht man von den „Zehn Worten“, hebräisch Asseret ha-Dibberot, weil die Torah die Zehn Gebote in Exodus 34,28 und Deuteronomium 4,13 wörtlich so bezeichnet. Dies betont, dass es sich um eine direkte, grundlegende Offenbarung G‘ttes handelt und nicht um eine Auflistung von Regeln. Die „Zehn Worte“ gelten als die tragenden Säulen für die insgesamt 613 Gebote, die Mizvot. In der jüdischen Tradition steht die Zahl zehn für Vollständigkeit und Transformation (5. Mose 5,1–22):
Und Mose rief ganz Israel herbei und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die ich heute vor euren Ohren rede! Lernt sie und achtet darauf, sie zu tun! Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen. Nicht mit unsern Vätern hat der HERR diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind. Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet – ich stand zwischen dem HERRN und euch zu jener Zeit, um euch das Wort des HERRN zu verkünden; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und stieget nicht auf den Berg –, indem er sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. – Du sollst dir kein Götterbild machen, irgendein Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und an der dritten und vierten ⟨Generation⟩ von denen, die mich hassen, der aber Gnade erweist Tausenden, denen, die mich lieben und meine Gebote halten. – Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen. Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. – Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der HERR, dein Gott, es dir geboten hat! Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst ⟨an ihm⟩ keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore ⟨wohnt⟩, damit dein Sklave und deine Sklavin ruhen wie du. Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern. – Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie der HERR, dein Gott, ⟨es⟩ dir geboten hat, damit deine Tage lange währen und damit es dir gut geht in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! – Du sollst nicht töten. – Und du sollst nicht ehebrechen. – Und du sollst nicht stehlen. – Und du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. – Und du sollst die Frau deines Nächsten nicht begehren. Und du sollst dich nicht gelüsten lassen nach dem Haus deines Nächsten ⟨noch⟩ nach seinem Feld noch nach seinem Knecht noch nach seiner Magd ⟨noch⟩ nach seinem Rind noch nach seinem Esel noch nach irgendetwas, das deinem Nächsten ⟨gehört⟩. Diese Worte redete der HERR auf dem Berg zu eurer ganzen Versammlung mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und dem Dunkel mit gewaltiger Stimme und fügte nichts hinzu. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
2 Kommentare
Herzlichen Dank Frau Tegtmeyer für die Geschichte des Moses. Die Erzählung mit den glühenden Kohlen im Mund kannte ich noch nicht. Ob es so war oder nicht, Mose wurde ein großer Gottesmann und sein Werkzeug, für seinen Ungehorsam wurde er trotzdem gestraft, nicht aber für seine Krankheit (wenn man die „schwere Zunge“ als solche betrachtet). Früher wünschte ich mir oft, dass Gott auch mit mir so klar und deutlich spricht. Eine vage Ähnlichkeit kann ich erkennen. Ich sollte in der Sonnntagschule unserer Gemeinde mitarbeiten und sagte dazu auch: Das ist nicht meine Gabe, ich kann doch nicht zu den Kindern sprechen (auch ohne Sprachfehler😄). Aber Gott schaut nicht auf Befindlichkeiten oder gar auf Krankheit. Wenn er Menschen beruft, gibt er auch das nötige Know how. In Moses Fall war er wohl der Meinung: Lieber stottern als nichts zu sagen zu haben.
Ich mag Moses!
Dem ist nichts hinzuzufügen, Ella,