Militärpolizei untersucht tödliche Schüsse eines Soldaten auf palästinensisches Baby

Bei einer Kontrolle in Hebron gibt ein Soldat Schüsse auf ein palästinensisches Fahrzeug ab. Ein Baby kommt ums Leben. Die Militärpolizei nimmt Ermittlungen auf.
Von Israelnetz

HEBRON (inn) – Ein israelischer Soldat hat am Freitagabend in Hebron auf ein palästinensisches Fahrzeug geschossen. Dabei wurde ein Baby getötet – der sieben Monate alte Sam Fahd Abu Haikal. Die Mutter erlitt sehr schwere Verletzungen. Nach eigenen Angaben dachte der Armeeangehörige, er befinde sich in Lebensgefahr.

Das Fahrzeug habe gewirkt, als wolle es beschleunigen und schnell auf die Soldaten zufahren, hieß es in einer ersten Mitteilung des Militärs. Die Familie sei nicht an Terror beteiligt gewesen. Die Armee bekundete „tiefstes Bedauern über jeglichen Schaden, der unbeteiligten Zivilisten zugefügt wurde“. Am Sonntag erklärte sie, die Militärpolizei untersuche den Vorfall.

Der Vater Fahd Abu Haikal, der am Lenkrad saß, hatte nach eigenen Angaben nicht vor, zu beschleunigen. Vielmehr habe er auf Anweisung der Soldaten angehalten. Die Schüsse seien ohne Warnung gefallen. Er wurde an der Hand verwundet.

Mit im Fahrzeug war auch seine Mutter Ferial Abu Haikal. Sie erzählte der israelischen Zeitung „Yediot Aharonot“ am Samstag: „Ich hörte meine Schwiegertochter schreien: ‚Mein Sohn, mein Sohn‘. Er war mit Blut bedeckt.“

Auf dem Weg zu Verwandten

Die Familie lebt in Bethlehem, sie befand sich auf dem Weg zu Verwandten in Hebron: „Jeden Donnerstag bringt mich mein Sohn zu ihnen und am Freitag zurück nach Hause. Wir waren wie immer unterwegs und dachten nicht, dass etwas passieren würde. Wir fuhren langsam wegen des Zustandes der Straße. Ich sah Soldaten, etwa 10 Meter von uns entfernt. Ich saß vorn und sah alles. Plötzlich waren Schüsse zu hören. Ich dachte, es sei eine Warnung, die uns auffordert, anzuhalten.“

Ihr Sohn auf dem Fahrersitz habe die Hand gehoben, um zu zeigen, dass er keine Bedrohung darstelle. „Aber die Kugel traf seine Hand, drang durch sie durch und weiter ins Auto.“ Sie sei dann aus dem Auto gestiegen und habe gerufen. „Die Soldaten gingen fort und halfen uns nicht. Wir waren dort allein, bis Rettungskräfte kamen und uns ins Krankenhaus brachten.“ Ihr elfjähriger Enkel, der ebenfalls in dem Fahrzeug saß, habe gesagt: „Großmutter, sie haben meinen kleinen Bruder getötet.“

Vater: „Der Soldat sah die Kinder“

Der Vater des getöteten Babys sagte der Zeitung „Ha’aretz“, er sei völlig zum Stehen gekommen, bevor der Soldat die tödlichen Schüsse abgab. Der Vorfall habe sich gegen 19.30 Ortszeit ereignet, also bei Tageslicht. Auch habe der Wagen keine getönten Fensterscheiben gehabt. Der Soldat „sah mich, sah meine Frau und die Kinder“. Es habe sich um keine erkennbare Straßensperre gehandelt, die Soldaten seien auf Patrouille gewesen.

Seine Ehefrau liegt noch im Krankenhaus. Ihr Zustand sei kritisch, aber stabil. Ein Splitter drang nach Abu Haikals Angaben nahe des Herzens ein.

Foto: Privat
Der Tod des kleinen Sam Fahd Abu Haikal wird untersucht

Die Großmutter indes versteht nicht, warum die Soldaten nicht blieben, wenn sie von einer Gefahr ausgingen. „Warum gab es keine sofortige Hilfe? Warum habt ihr die Überwachungskameras mitgenommen, die den Vorfall dokumentierten?“, richtete sie sich im Interview an die Armee. „Wir haben keine gewaltsame Vergangenheit. Wir sind eine ruhige Familie, die in Ruhe leben wollte. Man kann eine solche Situation nicht begreifen.“ (eh)

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

51 Kommentare

  1. Wir glauben dem Armeeangehörigen. Er hat auf das Fahrzeug geschossen und wollte bestimmt nicht das Baby töten.

    1. Natürlich, er wird, wie in solchen Fällen üblich einen strengen Verweis bekommen…

      1. @Peter
        Israel ist ein Rechtsstaat mit einer gut funktionierenden Justiz, aber das weiß jeder, auch Peter.

        1. „Armee untersucht den Tod eines Kindes
          „erschossener Palästinensischer Jugendlicher war US-Bürger
          „Widersprüchliche Aussagen über Todesursache eines gehörlosen Palästinensers

          Wann wird Soldaten der IDF eigentlich erlaubt und befohlen, schneller zu denken als zu schießen?

          1. Leichter von dir gesagt, liebe Brigitte, beste Kritikerin von allen, als getan, denn die Opfer sind meistens IDF-Soldaten.

          2. @Brigitte
            Die Soldaten denken schneller als sie schießen, weil die Angst ums eigene Leben groß ist. Deshalb haben die IDF-Soldaten auch 3 Geiseln erschossen, weil sie an die schnelle Vergänglichkeit ihres Lebens dachten und als Reaktion schossen.
            Sie könnten jetzt fragen: Wann wird den IDF-Soldaten erlaubt und befohlen, langsamer zu schießen als zu denken. Aber dann ist nicht nur ihr Leben gefährdet, sondern das Überleben ganz Israels.

          3. Beschweren Sie sich bei Abbas, der seiner Bevölkerung sagt, für Judenmord zahle ich.
            Sollen sich die Soldaten erst erschießen lassen und dann reagieren? Klar,so geht die Ausrottung des jüd. Volkes auch. Wann beginnen Sie eigentlich mit denken, bevor Sie schreiben?

            Jeder Tote ist ein Toter zu viel.

        2. Ja sieht man täglich im Westjordanland, wo die Arme wegschaut, Journalisten verprügelt werden und Palästinenser erschossen, von „rechtsstaatlichen“ Siedlern…
          Vielen Dank für Ihre Belehrungen, vielleicht schaffte es eine neue Regierung die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen, damit alle vor dem Gesetz wieder gleich sind…

    2. @AlbertNola
      Er wird sicher mit seinem Gewissen zu kämpfen haben. Hoffe ich.
      Szenario 2: Auto anhalten, Insassen aussteigen lassen und Papiere zeigen lassen.
      So macht man das gewöhnlich in Deutschland u. in der EU.

      1. @Brigitte
        Sind Sie so naiv,oder tun Sie nur so? Dort herrschen wohl andere Umstände als hier in D.

      2. Brigitte @ Sie haben aber schon mitbekommen, dass die allgemeine Lage in Deutschland/EU ein bisserl anders ist als in WJL ? Übrigens ist beispielsweise die französische Polizei durchaux fix mit Schiessen, wenn zum Beispiel ein Autofahrer eine Strassensperre missachten will. Dah at es auch schon Tote gegeben. Bevor sie auf mich losgehen : es tut mir aufrichtig leid für das Baby. Babies, palästinensische, israelische, französische, deutsche, russische, ukrainisiche….sind per definitionem unschuldig, was auch immer ihre Eltern getan oder nicht getan haben.

      3. @Brigitte
        In Deutschland und in der Toscana. In Israel ist leider nicht so einfach: israelische Polizisten und vor allem Polizistinnen riskieren jeden Tag ihr Leben.

      4. @Brigitte
        …Auto anhalten, Insassen aussteigen lassen und Papiere zeigen lassen…
        Leben Sie im idyllischen Schwarzwald oder „wie muss ich diesen Nonsens verstehen?“

        1. @ Ella

          „oder „wie muss ich diesen Nonsens verstehen?“

          Muss dabei natürlich an „das alte Schlachtross“ vergangener Tage denken, das hier schon lange nicht mehr schreibt oder vielleicht jetzt unter einem anderen Kryptonym. Aber mitlesen wird er sicherlich und vor allem „liken“ mit all seinen Gefährten, wovon sich erst kürzlich einer hier mal wieder persönlich zu Wort gemeldet hat.

          1. Caja,
            ich musste da auch schmunzeln bei dem „alten Schlachtross“. Stets unerschrocken und die Lage voll im Blick.
            Obwohl ich das nur aus einem relativ kurzen Zeitraum heraus beurteilen kann.

      5. Und warum gibt es dann die durch die Polizei verursachten Toten?
        „Nach dem Fund der Leiche des Jugendlichen sei der zunächst geflohene Tatverdächtige nach Polizeischüssen gestorben….“ 5.5.26. Gerade mal wieder ein paar Wochen her. Warum? Man hätte doch den Weg abschneiden können. Und die Waffe hätte er bestimmt auch freiwillig abgegeben, wenn der dt. Polizist nett bitte, bitte, bitte gesagt hätte. Und Eigenschutz ist bei dt. Polizei auch untersagt. Das Leben des Täters hat Vorrang vor der Polizei.

        Auto anhalten, aussteigen lassen, Papiere zeigen lassen. Da sind Terroristen auch ganz bereitwillig, gelle. Wenn ein Auto auf einen Polizisten in D zusteuert, sagt er dann auch, überfahre mich, das finde ich großartig?

        Was für ein dummes Gewäsch ist Ihnen da wieder in den Sinn gekommen?

  2. Solche „Fälle“ sind besonders tragisch! Sicher in erster Linie für das getötete Baby und auch für die Familie. Aber ER ❤️ wird sich sicher um den Kleinen kümmern. Auch für den Soldaten wird es sicher einschneidend sein ❤️‍🩹.

    ❤️‍🩹🙏❤️

    1. @Liebe
      Die Lesbarkeit Ihrer Text wird sich erhöhen, so bald Sie auf Ihre vielen farbigen Symbole von Liebe und Frieden verzichten!
      „Aber ER wird sich sicher um den Kleinen kümmern“ – sagen Sie!

      Du darfst nicht töten! Das ist nicht nur ein biblischer Grundsatz sondern ein moderner Strafgesetzbestand.

      Ich hoffe, er wird den Mörder bestrafen. Fertig.

      1. Brigitte als strenge Richterin, die den Unterschied zwischen Totschlag und Mord nicht kennt. Fertig.

      2. @Brigitte
        Mein erster Kommentar ist nicht gesendet worden. Gebe zu,er war auch ziemlich „strong“. Aber was ich sagen möchte,dies ist ein christliches Forum. Was hat @Liebe falsch gemacht? Lediglich die Worte: der Herr nimmt sich des Kindes an? Und bitte zitieren Sie nicht die Bibel. Dazu müssten Sie die erstmal lesen. Und zwar IM GANZEN! Anfangen bei Mose und enden bei Offenbarung. Hören Sie auf die Kommentare der Foristen ins lächerliche zu ziehen! Das ist keine schöne Art.
        So,das müsste jetzt aber durchgehen!?

      3. @Brigitte
        Der biblische Grundsatz heißt: Du SOLLST nicht töten. Es verbietet die vorsätzliche, unrechtmäßige Tötung aus niederen Beweggründen. Es geht darum, das Zusammenleben in der Gesellschaft zu schützen.
        Du DARFST nicht töten ist ein Gesetz, das keine Ausnahme zulässt, auch nicht bei Notwehr. Tja, da muss der Jude sich wohl töten lassen.

        1. @ Ella

          „Tja, da muss der Jude sich wohl töten lassen“

          Und damit es so weit nicht (wieder) kommt, sagte Wolffsohn einmal „Manchmal muss man töten, um das Morden zu verhindern“. Das Original wird oft einem Theaterstück von Camus zugeschrieben, in dem dieser Satz so aber nicht gesagt wurde.

          Wie auch immer, selbst wenn es nach Ansicht von manchen nicht der christlichen Botschaft entspricht, für mich enthält diese Aussage viel Wahres. Ohne jetzt selbst in eine philosophische Diskussion darüber eintreten zu wollen, möge sich jeder selbst einmal Gedanken darüber machen.

          Zum konkreten, im Artikel geschilderten, Geschehen:

          Es macht mich sehr betroffen und tief traurig, wie das gelaufen ist. Der Tod des kleinen Jungen, das Leid der Eltern und der Angehörigen, es ist einfach schrecklich. So viel Freude, Hoffnung und Lebens-Sinn wurde auf einen Schlag ausgelöscht, vernichtet!

          Und schrecklich vor allem, dass dies ausschließlich diesem verdammenswerten Terror der Extremisten geschuldet ist, die seit Jahrzehnten ihr teuflisches Geschäft auf dem Rücken Unschuldiger betreiben!

          Das dadurch erzeugte Klima der Angst, des Misstrauens und der Wut vergiftet die Seelen aller, die Frieden wollen. Das Übel der extremistischen Ideologien und des Fanatismus in den Köpfen und Herzen führt zur Diktatur des Chaos, Terrors und Hasses. Und im Kampf dagegen werden auch Soldaten in diese Hölle mit hinein gezogen und zu Tätern.

          Wie soll man angesichts der leidvollen Erfahrungen der ständigen Gefahr innerhalb von Sekunden überblicken, ob man sich in Lebensgefahr befindet!? Teuflisches Dilemma!

  3. Ich hab verschiedene Darstellungen gelesen, es ist schwierig. Die Überschrift über den Artickel find ich total reißerisch und daneben, der Soldat schoss nicht auf das Baby! Die Mutter mit Kindern sass hinten im Fahrzeug und da ist nicht sicher dass der Soldat die sah, man weiß auch nicht , wie die Lichtverhältnisse waren. Der Soldat schoss einmal in die Windschutzscheibe, ein zweiter Schuss traf das Fahrzeug an anderer Stelle. Außerdem gab es auch schon, dass dann der Fahrer ausstieg und geschossen hat. Und , fast jeden Tag ein Toter Soldat, und ICH soll der Nächste sein? muss man auch verstehen. Wenn du in den USA in eine Kontrolle kommst und eine Kleinigkeit ist verdächtig schießen die auch sofort.

    1. Also müssen die Palästinenser immer Angst um ihr Leben haben wenn sie Soldaten sehen????

      1. @Maxim
        Nein, israelische Soldaten, Bürger in Uniform, helfen Palästinensern.

    2. JSR
      Ich stimme Ihnen zu. Ständig nur im Krieg. Da wird man „kirre“. Für den Kleinen tut es mir sehr,sehr leid. Aber ich habe dann Bibas vor meinem geistigen Auge. Und alle anderen,die bestialisch getötet wurden am 7.10.
      Wir waren nicht dabei. Und ich möchte nicht urteilen. Fakt ist,es müsste so nicht sein,wenn die Hamas nicht das Massaker angerichtet hätte. Da hat es kaum jemanden interessiert,was mit den Geiseln passiert ist. Oder wie die Menschen gequält und ermordet wurden. Schlimm ist es für beide Seiten,sicher. Der Hass wird gegenseitig damit nur geschürt. Aber ganz ehrlich: ich kann nur auf einer Hochzeit tanzen. Und die ist für Israel. 🇮🇱🇮🇱🇮🇱
      Das ist meine Meinung. Mehr möchte ich nicht sagen.

    3. @ JSR
      Die Überschrift finden Sie reißerisch und total daneben.

      Ich finde Ihre Relativierungsversuche schrecklich. Sie sind Teil eines Vorwurfs an die Familie und Teil eines Versuches den schießenden Soldaten zu auch noch zu verstehen. Patrouillenfahrten sind doch keine Kampfeinsätze mit lockerem Halfter.
      Was hat das mit Lichtverhältnissen zu tun, es gab keine getönten Scheiben, der Blick ins Innere und auf die Menschen darin schienen doch eindeutig zu sein.

      „Da hebt ein Kind die Hand und will sagen, bitte nicht schießen“
      Und kommt mit einem getöteten Bruder zurück nach Hause.

      Hysterische amerikanische Situationen als für „Entweder er oder ich“ sind nicht zum Vergleich heranzuziehen, was Sie aber tun.

      1. @Brigitte
        Amerikanische Situationen wollen wir nicht haben, aber Situationen wie in Mannheim, 2. Juni 2024, auch nicht: Rouven Laur, ein deutscher Polizeihauptkommissar wurde durch den Afghanen Sulaiman A. mittels Messerangriffs während seiner Dienstausübung ermordet.

        1. Albert
          Amerikanische Situationen werfen einen Blick zurück in deutsche Vergangenheit von ungesetzlicher Willkür.
          Sulaiman A. hat das nach einem Gerichtsverfahren erhalten: Lebenslange Haftzeit.

    4. Wow kein einziger hat Mitleid wie Palästinenser willkürlich ermordet werden in den Kommentaren, vielmehr versucht man den Täter zu rechtfertigen. Dies ist kein Einzelfall wir haben mehrere Aufnahmen gesehen wo es willkürlich geschah weil keine Konsequenzen drohen und in den Kommentaren will man uns weißmachen, es gibt eine Justiz in Israel. Die Justiz von der viele reden trifft nie ein wenn die Opfer Palästinenser sind. Wenn der Soldat so unschuldig sei, wieso hatte er das Bedürfnis die Aufnahmen zu verstecken?!

      1. Kein Mitleid für den Jungen und für die Familie? Woher wissen Sie das, Blub* („Grammatik“ identisch)? Sehen Sie sich das Bild oben an. Das ist tragisch.

      2. @ Black Sirion

        „Wow kein einziger hat Mitleid wie Palästinenser willkürlich ermordet werden in den Kommentaren, vielmehr versucht man den Täter zu rechtfertigen. “

        Offensichtlich können Sie nicht gut genug lesen, wenn Sie das nach den vielfältigen Kommentar-Aussagen behaupten. Und von Rechtschreibung, Satzbau und Zeichensetzung scheinen Sie auch nicht viel zu wissen oder zu halten?

        Andererseits, wenn die Wahl Ihres Kryptonyms in Anlehnung an Sirius Black erfolgte, könnte das darauf schließen lassen, dass Sie zumindest Harry Potter gelesen haben.

        Wie auch immer, das nächste mal gründlicher lesen, nachdenken und dann schreiben.

  4. Dazu äußere ich mich noch nicht, bis ich näheres über die Umstände weiß. Das wird Gegenstand einer intensiven Untersuchung durch die Armee sein. Und nein, Peter, so billig wird es für den oder die beteiligten Soldaten nicht werden, jenachdem, was bei der Untersuchung herauskommt.
    Doch zuallererst gilt mein tiefstes Beileid den Verletzten und den trauernden Eltern.
    Möge der kleine Mann im Schoße Allahs ruhen.
    SHALOM

  5. „… Schüsse eines Soldaten auf palästinensisches Baby“

    Der Soldat hat nicht auf ein Baby geschossen, sondern auf ein (sich bewegendes?) Fahrzeug in einer der gegenwärtig gefährlichsten Gegenden dieser Welt. Es ist traurig und furchtbar. Meiner Meinung nach für beide Seiten.
    Ich unterstelle keine Absicht, im Gegensatz zu der Tötung des kleinen Kfir Bibas, dem furchtbarer Weise auch nur 9 Monate Leben vergönnt waren.

    Mögen sie in Frieden ruhen, behütet und beschützt.

    1. @ Emma
      Eine Tötungsabsicht zu unterstellen, das dürfen wir beide nicht!
      Der Soldat hat nicht auf ein Baby geschossen es aber trotzdem erschossen.
      Der Soldat hat nicht auf die Mutter geschossen, sie aber fast erschossen.

      1. @Brigitte
        Mag stimmen, sagt meine Ehefrau, 4 Semester Jurastudium in der besten Universität, aber es gilt auch in diesem Fall die Unschuldsvermutung (er wollte nicht töten) oder die Notwehr (Gefahr im Verzug).
        Im Übrigen, Palästinenser nutzen das Auto als Mordwaffe.

  6. Ist in Israel eigentlich niemanden bewusst, welche verheerenden Auswirkungen derartige Taten, die durch die gesamte Weltpresse gehen, auf Ansehen dieses Staates haben?

    1. Bei Israel wird eben ganz besonders genau hingeschaut, da es im Brennpunkt des allgemeinen Interesses steht, obwohl derartige Dinge tagtäglich an vielen Orten in der Welt geschehen.
      SHALOM

    2. Albin, in Kriegszeiten gibt es keine perfekten Umstände, und ja, es müssen Kleinkinder sterben durch die Hand eines Soldaten, obwohl man das gewiss nicht will. Aber es passiert, im Eifer des Gefechts, weil man alles richtig machen will. Es fließen Tränen. Es gibt Leid. Die Weltpresse soll ihr Maul halten und sich weltweit auf andere Nöte konzentrieren, die es en Masse gibt.

        1. Maxim, als am 7. Oktober Babies auf brutalste Weise in Israel abgeschlachtet wurden, da waren Sie wohl auch sprachlos ! ?

      1. Ja, Nöte die es im Gaza-Streifen, im WJL und im Libanon gibt. Aber wenn dann berichtet wird über diese Nöte, wird die Institution als antisemitisch deklariert. Super

  7. Auch mein Gedanke war, der Titel ist total irreführend und schädigend für Israel.
    Zum Rest des Berichtes möchte ich mich nicht äussern, da ich die nähern Umstände nicht kenne.

  8. Niemand von uns hier war dabei. Deswegen sollte man sich mit Bewertungen zum tatsächlichen Ablauf zurückhalten. Es ist einfach nur tragisch und erschütternd.

    1. Ja, niemand von uns war dabei. Die Tatsache ist aber das ein Kleinkind erschossen wurde, von einem Soldaten. Einer Person die mit einer Waffe umzugehen wissen müsste. Einer Person die dafür ausgebildet wurde eine Waffe in der Hand zu halten. Also egal wie man es dreht und wendet, den Täter hier in Schutz zu nehmen, zeigt den Gedankengang einiger Kommentatoren hier. Der Versuch diese Tat zu relativieren ist einfach nur dämonisch.

  9. Ich habe mir die Statements der hier Kommentierenden alle mehrmals durchgelesen und staune über die Gewissheit, in der hier bewertet wird, wer die Schuldigen sind oder wodurch sie sich schuldig gemacht haben.

    Ich behaupte mal, dass kaum einer von uns Deutschen je persönlich, direkt und unmittelbar mit fanatisch religiös-motiviertem Terror von Extremisten konfrontiert wurde, im Gegensatz zu den Menschen in Israel, in deren Familien wohl alle leidvolle dahingehende Erfahrungen gemacht haben – egal ob Juden, Christen, Muslims etc.

    Mannheim ist ein fürchterlich schmerzhaftes Beispiel dafür, wie es einem als Polizisten bei uns in Deutschland ergehen kann, wenn er sich dem Terror entgegenstellt. Dieser junge Polizist hätte sein Leben retten können, wenn er den Täter gleich erschossen hätte. Aber er hat sich dazu entscheiden, zunächst das mildeste Mittel der Gefahrenabwehr anzuwenden, entsprechend der Anweisungen seines Dienstherren, unserer Gefahrenabwehr-Gesetze und dem Empfinden des Mainstreams unserer Gesellschaft. Sehr lobenswert! Hat ihn aber das Leben gekostet.

    Wenn es auch zur Pflicht von Soldaten oder Polizisten gehört, sich der Gewalt, egal aus welcher Ecke sie sich offenbart, im Ernstfall entgegenzustellen, auch sie wollen leben, den Einsatz überleben. Sie haben, wie wir alle, Eltern, Kinder, Freunde, wollen in Freude mit diesen ihren Alltag verleben, alt werden. Und nicht sterben durch die Bombe, Kugel oder das Messer eines verblendeten Fanatikers!

    (Fortsetzung folgt)

  10. (Fortsetzung)

    Nicht den Soldaten oder Polizisten ist anzulasten, wenn es im Krieg gegen den Terror zu bedauernswerten Opfern kommt! Es ist der ideologisierte Terror, der die Schuld dafür trägt. Er entmenschlicht, befeuert durch den Wahnsinn der Gewalt das Prinzip „Entweder ich oder der andere“, „Besser zu früh, als zu spät“ usw.

    Bitte bei mir melden, wenn einer hier mir sagen kann, dass er sich ernsthaft dazu bereitfände, sich in Bedrohungslagen so lange zurückzuhalten, bis die Gegenwärtigkeit des todbringenden Angriffs mit letzter Gewissheit erwiesen ist!

    Und bitte erst diese Aussage tätigen nach gründlicher Selbstbefragung durch tiefgründiges Nachdenken!

  11. Dass der 7.Oktober Folgen hat, dass Soldaten verunsichert sind , dass Sie von Feinden belogen werden, dass sie Dramen und Elend miterleben, dass Unschuldige sterben, das alles bringt ein Kriegsgeschehen mit sich und jeder misstraut den Aussagen des Anderen.

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen