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Libanon: Warnungen von fast allen Seiten

Seit dem 7. Oktober brodelt es an Israels Nordgrenze. Täglich kommt es zum Beschuss aus dem Libanon. Während viele Stimmen zu Deeskalation aufrufen, droht die Hisbollah nun sogar einem EU-Mitglied.
Von Israelnetz
Flughafen Beirut

JERUSALEM (inn) – Sollte es zu einem offenen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel kommen, könnte das EU-Land Zypern zwischen die Fronten geraten. Das kündigte Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah an. Bereits in der Vorwoche drohte er dem Inselstaat. Hintergrund sind Berichte, wonach Israel möglicherweise Infrastruktur in Zypern für Angriffe gegen die Hisbollah nutzen könnte.

Nun reagierte der griechische Außenminister George Gerapetritis (Nea Dimokratia) auf die Drohung. Er nannte die Aussagen „absolut inakzeptabel“. Die EU werde Zypern gegen alle Bedrohungen „von terroristischen Organisationen“ beistehen. Griechenland ist ebenfalls Teil der Europäischen Union und Mitglied in der NATO.

Unterdessen hat UN-Generalsekretär António Guterres eindringlich vor einer Katastrophe im Falle einer weiteren Eskalation gewarnt: „Eine unüberlegte Handlung – eine Fehlkalkulation – könnte eine Katastrophe auslösen, die weit über die Grenze hinausgeht und, offen gesagt, die Vorstellungskraft übersteigt.“ Die Menschen in der Region und in aller Welt könnten es „sich nicht leisten, dass der Libanon ein weiteres Gaza wird“.

Borrell bringt Marinemission ins Spiel

Gleiches versprach der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. Sollte Zypern Unterstützung von der EU anfordern, werde es diese bekommen. Er brachte eine Marinemission ins Spiel, um die Sicherheitslage zu verbessern. Zudem warnte Borrell vor einer Ausweitung des Konfliktes zwischen der Hisbollah und Israel.

Auch der amerikanische Generalstabschef Charles Brown appellierte an die israelischen Entscheidungsträger, mögliche Konsequenzen, wie etwa das Eingreifen des Iran, zu bedenken. Die USA seien nicht in der Lage, Israel in der gleichen Weise zu verteidigen, wie beim iranischen Drohnen- und Raketenangriff Mitte April.

Flughafen als Waffenlager?

Während Israel sich möglicherweise auf eine größere Militäroperation vorbereitet, scheint auch die Hisbollah Vorkehrungen zu treffen. Nach Informationen des britischen „Telegraph“ nutzt die Hisbollah den Flughafen in Beirut, um Waffenlieferungen aus dem Iran ins Land zu bringen und dort zu lagern.

Die Zeitung beruft sich auf Whistleblower, die Zugang zum Flughafen haben. Demnach haben die Informanten „ungewöhnlich hohe Kisten“ gesehen, die aus dem Iran ins Land gebracht wurden. Seit Israels Militäroffensive im Gazastreifen sollen solche Lieferungen zugenommen haben.  Zudem seien vermehrt hochrangige Hisbollah-Kommandeure am Flughafen präsent. Der libanesische Verkehrsminister Ali Hamieh reagierte auf die Anschuldigungen und bezeichnete sie als „lächerlich“. Als Beweis wolle er Journalisten und Botschafter einladen, um den Flughafen zu besichtigen.

Die israelische Armee zeigte sich von dem Bericht wenig überrascht. Die Strategie der Hisbollah sei schon lange, von zivilen Zielen zu operieren. Wenn die Hisbollah von solchen Orten aus Israel angreife, habe die Armee keine Wahl und müsse entsprechend reagieren. (mas)

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16 Responses

  1. Ich mache mir sehr große Sorgen um Israel, weil eine Eskalation ja fast unausweichlich ist. Israel jedoch nicht im Bund mit dem allmächtigen Gott steht, sodaß von Israels Fels keine Hilfe kommen wird. Zahlreiche Propheten kündigen ja für die „letzten Tage“, eine große Jakobstrübsal an. Die biblischen Szenarien sollten vor allem auch Christen sehr ernst nehmen.
    Lieber Gruß Martin

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    1. Ihr Zitat: „Israel jedoch nicht im Bund mit dem allmächtigen Gott steht, sodaß von Israels Fels keine Hilfe kommen wird.“ Meine Antwort: Wer die sog. Ersatztheologie lehrt, wie Sie das tun, verschweigt absichtlich Verse im NT, die genau das Gegenteil bezeugen. Gottes Bund mit Israel wird nie enden, shalom Israel!

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    2. Ja, die Jakobstrübsal wird unausweichlich kommen, so haben die Propheten des ersten Testaments schon angekündigt. Gesegnet ist der, der den Herrn Jesus als Retter/Messias und Herrn angenommen haben, welche neu geboren sind und den Geist Gottes haben. Diese werden entrückt – wie Henoch und Elia – dem Herrn Jesus Christus entgegen. Sie werden nämlich vor das Gericht Gottes bewahrt.

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    3. Aber Gott mit Israel. Auch wenn Sie es immer und immer wieder verneinen.

      Im 2. Buch Mose können Sie folgendes nachlesen: „Und Gott sah nach den Söhnen Israel und Gott kümmerte sich um sie.

      Diesen Satz sollten Sie auf dem Marktplatz in Würzburg verkündigen.

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  2. António Guterres: „Die Menschen in der Region und in aller Welt könnten es „sich nicht leisten, dass der Libanon ein weiteres Gaza wird“.“
    Wenn er es noch nicht wahrgenommen hat – es ist bereits Gaza. Der einzige Unterschied ist, dass Israel noch keine Bodenoffensive gestartet hat.
    „Generalstabschef Charles Brown appellierte an die israelischen Entscheidungsträger, mögliche Konsequenzen, wie etwa das Eingreifen des Iran, zu bedenken.“
    Israel ist kein Anfänger und hat bereits alle Wenns und Abers bedacht und abgewogen. Israels Entschluss ist klar definiert und bekannt. Nur ein massiver Angriff wird die Hisbollah dezimieren und von der Grenze zu Israel vertreiben.
    Die Aufgabe der UN-Friedenstruppe war es zu verhindern, dass sich die Hisbollah wieder bis an die Grenze Israels einnistet. Die UN und der Libanon haben ihren Teil der Resolution 1701 nie eingehalten. Dadurch erst hat Israel seid 2006 diese massive Bedrohungslage an seiner Nordgrenze.
    Nun verlangt die UN/EU, dass sich Israel nicht zur Wehr setzt. Damit kann und wird Israel nicht leben können.

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  3. Ich glaube, dass Israel militärisch gegen die Hisbollah gewinnen wird. Ich mache mir Sorgen um Zypern.
    Gleichfalls finde ich es bitter, was die deutschen Medien machen und wie unsere deutsche Gesellschaft jede Gefahr gegen Israel ausblendet und gleichzeitig bei jeder Gelegenheit Israel kritisiert.

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  4. Die Menschen im Libanon müssen sich endlich von dieser korrupten Regierung und der Herrschaft der Hisbollah befreien. 80% der Bevölkerung leben dort unter der Armutsgrenze. Die Preise für Lebensmittel sind um 483% gestiegen. Der Hafen liegt immer noch in Trümmern. Und nun werden auch noch Waffen und explosive Stoffe aus dem Iran auf dem Gelände des Flughafens in Beirut gelagert.
    Erkennt endlich, dass dieser islamistische Terror das Leben von euch allen gefährdet. Israel wehrt sich nur gegen die Angriffe der Hisbollah.
    Und hinter allem steckt der Iran. Der schlimmste Zündler im Nahen Osten.

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  5. Alles was in den Propheten geschrieben ist, wird kommen. Vor den Augen der UNO wird alles vorbereitet.
    Wir sind klug beraten, Gottes Wort ernst zu nehmen und uns auf das Kommende vorzubereiten.

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  6. Die Eskalation findet seit Oktober 2023 statt. Außerdem hat Israel schon mal den ganzen Südlibanon eingenommen und ihn scheibchenweise gegen die gescheiterte Formel „Land gegen Frieden“ zurück gegeben. Vielleicht plant die israelischeRegierung ja einen neuen Anlauf für so einen erkauften Frieden, der ca. 25 – 30 Jahre hielt? Ich wünsche viel Erfolg!* AM ISRAEL CHAI * SHALOM

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  7. Ja, sehr, sehr ernst. „Vor aller Welt Augen“ – wie es irgendwo in den Propheten zu lesen ist, wird sich Israel zum Mittelpunkt der Welt entwickeln, was wiederum nur diejenigen Christen wahr- und ernst zu nehmen imstande sind, die sich mit ganzem Herzen zu Israel bekennen. Die Gnadenzeit – scheint mir – dürfte zu Ende sein. Wir sind in einen ernsthaften, und wie Untertan schreibt: – UNAUSWEICHLICHEN – Zeitabschnitt eingetreten. So viel dürfte sicher sein. Oder ist da jemand anderer Ansicht?

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  8. Auf J N S Jewish News Syndikate ist der Artikel ; USA warnen Hisbollah, dass sie Israel im Falle eines umfassenden Krieges nicht in Schach halten können. Die Sachlage ist hier gut erklärt. Einfach jns.org eingeben dann diese Seite übersetzen klicken, es kommt auch eine Registrierungsaufforderung,wenn man etwas hin und her klickt verschwindest es oft mals,oder registrieren ,dann kannman alles lesen,bringt gute beiträge.

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  9. In1982 ist israelisch Armee in Libanon gewesen. 650 Kameraden sind gefallen. Über verletzte spreche ich nicht. Der in meinen Augen Verbrecher Ehud Barak hat mich wie es sein sollte die Armee in Süd Libanon gelassen, und bis Litani Fluss. Da sollte Pufferzone entstehen. Es waren auch zadal Mlizionere die zusammen mit idf gekämpft haben. Der Barakhat die verraten und ohne jeglichen Vereinbarung und Garantien feige zurückgezogen. Das war ein Verbrechen und Verrat an Zadal und an israelische Bevölkerung in Norden. Jetzt statvin Sudlibanon ist die Pufferzone in Nordisrael. Und heute gibt der Jehuda Barak Ratschläge an die Regierung. Er sollte doch Schemen und schweigen. Oder noch besser in Knast gehen. Und jetzt werden wieder Soldaten starben weil eskeon anderen Ausweg als die Hisbola Bänden hinter Litani zu verdrängen. Sonnst kann niemand mehr in Nordisrael leben. Israel hat. Großartige Armee und gute Leute. Aber auch bescheidende Politiker an Händen einigen von denen klebt Blut gefallenen Kameraden.

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