JERUSALEM (inn) – Die israelische Armee macht beim Vorgehen gegen Steinewerfer Unterschiede zwischen Palästinensern und Siedlern. Das hat der Chef des für das Westjordanland zuständigen Zentralkommandos, Avi Bluth, in einer nicht-öffentlichen Gesprächsrunde eingeräumt. Am Sonntag berichtete die israelische Zeitung „Ha’aretz“ über seine Äußerungen. Von Bluth kam kein Widerspruch.
Der Chef des Zentralkommandos ist seit Juli 2024 im Amt. In dem Gespräch, von dem „Ha’aretz“ offenbar eine Aufnahme besitzt, bezeichnete er Angriffe palästinensischer Steinewerfer als „Terror“. Es sei legitim, dagegen mit scharfer Munition vorzugehen. Im Jahr 2025 seien 48 Steinewerfer von Sicherheitskräften getötet worden.
Von Siedlern, die Steine werfen, gehe eine gleich große Gefahr aus, fügte Bluth hinzu. Doch: „Schüsse von Soldaten auf Juden hätten tiefgehende gesellschaftliche Folgen“. So hätten Soldaten im vergangenen Jahr auf zwei maskierte Siedler geschossen und dabei einen Jugendlichen verwundet. Das habe für Unruhe gesorgt. Kritik an dem Einsatz von scharfer Munition gegen Juden kam aus ultra-nationalen Kreisen.
Er bevorzuge bei Juden nicht-tödliche Mittel, sagte der Generalmajor. Gleichzeitig gestand er ein: „Es schließt Diskriminierung ein.“
Warnung vor „jüdischem Terror“
Bereits am Donnerstag hatte „Ha’aretz“ einen ähnlichen Artikel veröffentlicht. Auch er handelt von einem internen Forum, bei dem sich Bluth äußerte. Einen Zeitpunkt für das Treffen nannte das Blatt nicht.
Der Chef des Zentralkommandos habe mit Bezug auf Siedlergewalt von „jüdischem Terror“ gesprochen, hieß es in dem Beitrag. „Es ist ein Wunder, dass die palästinensische Öffentlichkeit noch gleichgültig ist“, sagte er demnach. Aber sie werde es nicht immer bleiben.
Er habe Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) und dessen Kabinett gewarnt: Auch wenn das Terrorniveau derzeit niedrig sei, brodelten bei Palästinensern im Westjordanland Spannungen unter der Oberfläche. Als eine Maßnahme empfahl er, Gelder an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zu überweisen, die Finanzminister Bezalel Smotritsch (Religiöser Zionismus) zurückhält.
Siedlergewalt führt zu palästinensischen Angriffen
Bluth sieht demnach eine direkte Verbindung zwischen Siedlerangriffen und palästinensischer Gewalt: Die Armee wisse von Palästinensern, die bei einem solchen Vorfall geschädigt wurden und sich direkt danach selbst zu einem Angriff aufmachten.
Ein großer Teil der Gewalt gehe von illegalen Außenposten aus; Bluth sprach von einer „anarchistischen Jugend aus dem Randgebiet“. Die Taten dieser Extremisten fügten dem Staat Israel und der zionistischen Unternehmung unvorstellbaren Schaden zu. Die Strafen seien ein „Witz“, sie dienten nicht der Abschreckung.
Zudem kritisierte der Chef des Zentralkommandos die Entscheidung von Verteidigungsminister Israel Katz (Likud), die Verwaltungshaft nicht mehr auf jüdische Verdächtige anzuwenden. Extremistische Siedler nutzten den Irankrieg, um Gewalt zu eskalieren. „Diese Leute sehen Araber nicht als Menschen an und denken, sie könnten Menschen verbrennen, Häuser mit ihren Bewohnern verbrennen – leider tun sie das von Zeit zu Zeit.“ Diese Auffassung sei eine „Schande für das jüdische Volk“, er schäme sich persönlich dafür.
Montag: Genehmigung für Palästinenser widerrufen
Derweil hinderte die Armee am Montag etwa 20 Palästinenser aus Turmus Ajja bei Ramallah daran, ihr Land zu pflügen. Sie waren am Morgen aufgebrochen. Extremistische Siedler stellten sich ihnen in den Weg und machten Jagd auf ihre Traktoren. Am Sonntag hatte es Aufrufe zu einer Störaktion gegeben, schreibt die Nachrichtenseite „Times of Israel“.
Das Land gehört palästinensischen Dorfbewohnern. Es befindet sich aber in der Zone C nahe der Siedlungen Schvut Rachel und Schilo. Dort hat Israel die militärische und zivile Kontrolle. Deshalb hatten die Palästinenser das Vorhaben mit der Zivilverwaltung koordiniert. Sie erhielten die Erlaubnis, das Land zu bebauen. Doch die Armee nahm das zurück und erklärte das Gelände zum militärischen Sperrgebiet. (eh)
44 Kommentare
Der Chef des Zentralkommandos spricht von „jüdischem Terror“. Hat er Recht? Nein.
Ne, Albert, er hat Recht. Jüdische Steine verletzen nicht weniger als palästinensische Steine, beide können töten. Deshalb muss dagegen vorgegangen werden, zumal die Täter dem jüd. Volk schaden.
Was allerdings nichts stimmt, ist dass diese Aktionen einiger Siedler die Gewalt der Pal. fördern.Das schaffen schon Hamas und die PA alleine.
Seltsam. Jüdische Siedler dürfen? Pals nicht? Wo bleibt Gerechtigkeit, nur weil Unruhen von Strengreligiösen befürchtet werden? Die Ultras sind gegen “ alles“ im Staat. Kein Wehrdienst und auf dem Yehuda Markt rennen sie kurz vor Shabbat rum und beleidigen Händler, die nicht schnell genug schliessen. ( Selbst mitbekommen). Aber….es liegt an der Regierung gerecht zu handeln. Shalom
OT: Zu IN News: EU und Proxys haben sich im WJL nicht einzumischen und Zäune zu bauen.
Was soll den „Menschen und Häuser anzünden“ anderes als Terror sein?
Ich schäme mich ebenfalls dafür, dass diese extremistischen Siedler als israelische Bürger unschuldiges Blut vergießen und ungeschoren davon kommen.
Bei „times of Israel“ wird regelmäßig von solchen Vorfällen berichtet, es sind leider keine Einzelfälle.
Die Gefahr ist, dass das gesamte israelische Volk für die Grausamkeit dieser Narren büßen muss.
Richtig, auch ich lese davon bei TOI immer wieder, diese Auswüchse scheinen auch in Israel immer höhere Wellen zu schlagen. Auch von meinen Leuten höre ich immer wieder davon, und daß ihnen diese Situation nicht passt, überhaupt ein sehr übles Licht auf Israel wirft, dabei habe man wahrlich genug andere Probleme, die einer Lösung harren.
SHALOM
Grundsätzlich lehne ich Sanktionen gegen das israelische Volk ab, insbesondere gegen diejenigen, die sich für Frieden mit den Nachbarländern einsetzen.
Ich hätte jedoch nichts dagegen, wenn die EU diese jüdischen Terroristen (wenn ich sie so nennen darf) so hart bestraft, dass deren Freiheit noch stärker eingeschränkt wird. Schließlich wurde immerhin vor 1-2 Jahren bereits ein erster Schritt getan, indem Einreiseverbote gegen diese Siedler verhängt wurde, EU-Bürgern wurden Geschäftsbeziehungen mit diesen Personen untersagt, und deren Vermögen wurde eingefroren.
Leider sitzt Bluth da so ziemlich zwischen den Stühlen. Er wird von Links angegriffen, da er scharf gegen die Palästinenser im WJL vorgeht und er wird von Rechts angegriffen,weil er inzwischen auch den gewalttätigen Siedlern auf die Finger haut, wobei er bei denen (noch) vermeidet ,auf sie schießen zu lassen, was mit Sicherheit für Unruhe sorgen würde. Aber er muss sich da etwas überlegen, zumal sein Chef ihn schon gemaßregelt hat, als Kommandeur des Zentralkommandos rote Linien bei der Untätigkeit gegenüber der ausufernden Gewalttätigkeit der Siedler überschritten zu haben. Er sitzt, wie gesagt zwischen den Stühlen. Er darf als Jude nicht auf Juden schießen egal wie gewalttätig die sind, muss aber auch verhindern, daß der brodelnde Kessel bei den Palästinensern platzt.
Ich würde keinesfalls mit ihm tauschen wollen.
SHALOM
Warum darf er als Jude nicht auf Juden schießen lassen, wenn diese blutige Verbrechen begehen?
Sind Palästinenser tatsächlich Menschen zweiter Klasse? Dann wäre der Vorwurf der Apartheid durchaus gerechtfertigt.
Interessant ist übrigens auch der letzte Abschnitt des Artikels.
Palästinensischer Privatbesitz, Zone C. Erlaubnis zur Bewirtschaftung erteilt, diese zurückgenommen und den Privatbesitz kurzerhand zu Sperrgebiet – soll heißen – enteignet – erklärt.
Der klassische Kotau vor terroristischen Siedlern und wieder ein Punkt, der für Apartheid sprechen würde.
„Diese Leute sehen Araber nicht als Menschen an und denken, sie könnten Menschen verbrennen, Häuser mit ihren Bewohnern verbrennen – leider tun sie das von Zeit zu Zeit.“ Diese Auffassung sei eine „Schande für das jüdische Volk“
Wie tönt nun dieser Abschnitt umgekehrt?
„Diese Leute sehen Juden nicht als Menschen an und denken, sie könnten Menschen verbrennen, Häuser mit ihren Bewohnern verbrennen – leider tun sie das von Zeit zu Zeit.“ Diese Auffassung sei eine „Schande für das palästinensiche Volk“
Es ist mir aber klar, dass Israel einen andern Massstab an sich selber anlegt, und das ist auch gut so.
@Efronit
Danke dir für die Gegendarstellung. Ich verurteile jede Art von Gewalt der „extremen jüdischen Siedler“ an unschuldige Palästinenser. Aber ich möchte auch nicht aus den Augen verlieren, dass die Palästinenser der Hamas geholfen haben, Häuser anzuzünden, Babys zu verbrennen und Frauen zu vergewaltigen und mit einem Anruf beim Vater noch damit prahlten, wieviele Juden sie getötet hätten.
@ Efronit
Halten Sie sich schlicht an die 1. Einschätzung von Bluth.
Erklärung (zwar überflüssig, weil…) es ist eine Schande, dass in Westjordanland das selbe oder das ähnliche passiert, worunter Juden in Deutschland u. in Europa Jahrhunderte lang litten.
@Brigitte hat leider die falschen Bücher gelesen, sagt meine Ehefrau, Historikerin. In Deutschland und sonst wo waren die Juden nie die Täter, sondern die Opfer von Terror und Gewalt.
AlbertNola
Scharfsinnig mitgelesen aber falsch gedeutet, macht nix. Sie wissen ja, seit wir uns schreiben, dass ich Alt-neu Nazi verachte.
Bitte keinen Einzeiler folgen lassen mit der Frage: Warum (denn)?
Habe ein paar Tage Ihre humoristischen Zweizeiler vermisst, aber es geht Ihnen ja gut.
Ja, liebe Brigitte, jetzt geht es uns beiden gut, meine Ehefrau und ich selbst waren 10 Tage in der Schweiz in der Nähe von Meistersrüte (Appenzell ) um uns zu erholen, aber nicht um dort zu sterben wie unser Freund Ephraim Kishon.
@ Brigitte
Ihre Worte verharmlosen das Ausmaß der Bestialität des Holocausts! Sie vergleichen Szenarien, die sich nicht annähernd vergleichen lassen! Ebensolches gilt für Ihr Wording „litten“.
Damit spielen Sie das herunter, was diesen Menschen angetan wurde:
Existenzen wurden zunächst durch Ausgrenzung zerstört, dann folgte der Vermögensentzug, Entmenschlichung durch Brandmarkung mit dem Davidstern, schließlich Ghettoisierung, verbunden mit Verelendung und Aushungern, danach Deportationen mit Trennung der Familienmitglieder, anschließende Vernichtung durch Arbeit oder Gas,. Viele von den überlebenden Kindern konnten dem nur entgehen, weil sie als menschliche Versuchs-Kaninchen für medizinische Forschungen der Nazis missbraucht wurden.
Dies nur eine oberflächliche, kurz umrissene Beschreibung.
Und solches vergleichen Sie mit der derzeitigen Situation in Israel? Setzen es gar gleich mit den Worten „dasselbe oder das ähnliche“!?
Unfassbar! Und unerträglich! Und u.U. auch strafbar!
Ihre Ansichten sind eine Schande!
Und wieder sind die Juden die neuen Nazis. Sie können sicher erklären, wo sich Juden in D in den 30er Jahren in Straßenbahnen in die Luft gesprengt haben. Wo haben sie Christen in ihren Betten abgeschlachtet? Na, ich hoffe unsere Geschichtsklitterin Brigitte findet ein paar Beispiele.
Ella und Caja warum so ruhig? Passt der Beitrag nicht in die Bubble?
@DI
Sonst geht’s Ihnen aber gut, oder? Wenn Sie meine Beiträge regelmäßig lesen, wüssten Sie, dass ich diese „extremen Siedler“, und nur sie, verurteile und schon oft verlangt habe, dass sies härter bestraft werden soll:
….Zudem kritisierte der Chef des Zentralkommandos die Entscheidung von Verteidigungsminister Israel Katz (Likud), die Verwaltungshaft nicht mehr auf jüdische Verdächtige anzuwenden….
Dieser Kritik gebe ich sowas von Recht.
Aber Ihre Frage ist einfach nur blöd.
@ DI ,Mich wundert eher daß unsere Kontraforisten noch! nicht auf den Zug aufgesprungen sind.
@Klaus, wir „Kontras“ wissen doch, wie sehr sich dieses Forum ohne uns langweilt.
Vielleicht, Brigitte, aber hier wird auch so schon kontrovers diskutiert (zumindest von meiner und einiger anderer Seite) und es gibt hinsichtlich der derzeitigen Situation auch genügend Stoff dafür,
so daß wir nicht unbedingt auch noch euch Heckenschützen benötigen.
Allenfalls gestaltet eure Einmischung die ganze Diskussion etwas farbiger.
@ Brigitte
Da nehmen Sie sich eindeutig zu wichtig. Mich langweilen eher ewig gleiche Litaneien.
Wo waren Sie denn seither? Haben Sie sich je an die Seite Israel gestellt? Haben Sie die Gewalt der Pal. verurteilt? Passt wohl nicht in Ihre Bubble?
@ Dl
😂 Keine Angst, Sie dürfen sich freuen, es kommt gleich noch etwas Passendes. Das von mir gestern Geschriebene wird sicherlich bald veröffentlicht und sich nahtlos in Ihre Bubble über mich einfügen.
@ Dl
Im Übrigen, Sie werden im Beitrag „EU und PA wollen Opfer von Siedlergewalt unterstützen“ meine Stellungnahme zum Thema Siedler nachlesen können. Sicherlich werden Sie dort zu Ihrer Erbauung Ihre Annahme über mich bestätigt bekommen.
Und weiterhin noch viel Spaß beim Herunterputzen von uns Israel-Freunden.
Schade nur, dass sich Leute wie Sie immer wieder hinter Kürzeln oder lächerlichen Kryptonymen verstecken. Fehlt es an Mut, sich zu den eigenen Ansichten zu bekennen?
Außerdem, wenn ich hier nicht ununterbrochen kommentiere, liegt es daran, dass ich noch zu 100 % im Berufsleben stehe und in meiner knappen verbleibenden Freizeit auch noch manches andere erledige, als Unbelehrbaren ihren faulen Zahn zu ziehen.
@Caja
🤗🤗🤗👍🏻👍🏻👍🏻
Diese Siedler müssen hart bestraft werden. Sie schaden Israel und den friedlichen Siedlern. Denn so heißt es wieder: DIE Siedler. Und das stimmt ja nun nicht.
@DI, Sonst haben Sie aber keine Problem,oder? So ein dummer Spruch.
Apartheid? Was ist das? Davon hat die israelische Regierung noch nie gehört.
Wo bleiben die Foristen mit den Aussagen: „Israel ist eine Demokratie, alle haben die gleichen Rechte.“ oder „In Israel werden Araber nicht benachteiligt oder diskriminierend behandelt“.
Aber es freut mich das diese Nachrichten immer öffentlicher werden.
Schauen wir mal wie lange die israelische Regierung die Siedleraktionen noch hinnehmen wird.
Blub
„Schauen wir mal wie lange die israelische Regierung die Siedleraktionen noch hinnehmen wird“
Oh, das kommt ganz darauf an, wie diese rechtsausgerichtete Regierung das ihren vielen Bürgern medial und professionell, gut verkauft.
Bei BIP las ich kürzlich „so was ganz Gemeines“ – Siedler erhielten Waffen.
Zum Glück nur alles Geschwätz von Judenhassern. Gelle @christin?
Und wieder sind Sie auf eine Fake-News hereingefallen. Es wurden keine Waffen an Siedler verteilt. Es gibt Siedler, die eine Waffenschein haben und eine Waffen besitzen. Das israel. Waffengesetz ist ein strenges Gesetz. Da bekommt noch nicht mal ein ehemaliger Soldat einen Waffenschein, sollte er psychisch aufgefallen sein. Aber schon klar, alles was Juden schadet ist für Brigitte 100 % Wahrheit, da prüft man nicht nach. Die Einstellung nennt sich wohl Judenhass,gelle Brigitte.
@Blub: Ihre chronisch anti-israelischen Kommentare habe ich nicht vermisst. Sie sehen mit Ihrer Brille offenbar immer nur die Fehler Israels.
Ganz ehrlich Martin, dafür braucht man keine Brille, die springen einem förmlich ins Gesicht.
Und warum sehen Sie dann die Fehler der Palästinenser nicht? Brille verlegt?
Lieber AlbertNola@ Sie schreiben, Ihre Ehefrau, Hstorikerin usw. sagt, Brigitte habe die falchen Bücher gelesen….usw. Welche Bücher Ihre Frau in der Toscana gelesen hat, weiß ich nicht. Bücher der deutschen Grammatik waren jedenfalls nicht dabei – sonst hätte sie verstanden, dass Brigitte (nur mit anderen Worten ) genau das Gegenteil von dem gesagt, was Sie bzw Ihre Frau, Historikerin , ihr unterstellen. Sie schreibt nämlich „……worunter Juden in Deutschland und Europa jahrhundertelang litten…“
Könnte es sein, dass in der Toscana die deutsche Sprache weniger gut gelehrt wird als bei uns in der Lombardei? Obwohl doch die ganze deutsche Intellektuellen- und Künstlerelite sich im Toscanischen angesiedelt hat…..? Gärtner Enesto fragen…..!
Nichts für ungut
saluti cordiali
Lieber Johannes,
auch unser Freund Ephraim Kishon hatte Probleme mit der deutschen Sprache. Italienisch wäre uns lieber. Ernesto lernt fleißig Deutsch, aber in seinem Alter, gestern 92 Jahre alt geworden, macht kaum Fortschritte.
@ AlbertNola
Lieber Alberto,
die herzlichsten Glückwünsche an Ernesto, was ein stolzes Alter! Da darf es dann auch mit dem Erlernen von Fremdsprachen etwas langsamer gehen!
Oder sollte ich meine Glückwünsche eher an Alberto selbst überbringen? Sie haben schon lange nichts von Ihren Geburtstagsfeiern berichtet!?
Das war vorgestern, lieber Caja, meine Ehefrau und ich selbst 89 Jahre alt geworden.
@ AlbertNola
Dann herzlichste Glückwünsche an Sie beide nachträglich! Und erhellen bitte Sie noch viele Jahre unser Forum! Zusammen mit Ihrem zahlreichen Hauspersonal 😊!
Und Sie, Blub, tragen ein Sieb vor dem Gesicht, welches nur durchlässt, was Ihnen passt.
Auch ich trage so ein Sieb, nur ist das weit grobmaschiger, da ich auch die Fehler meiner Glaubensgemeinschaft wahrnehme und entsprechend kommentiere. Das bringt mir nicht immer Pluspunkte von meiner Seite ein, aber ich kann damit leben.
Ich bin niemals zu hundert Prozent auf einer Seite, weil auch nie jemand zu hundert Prozent auf meiner Seite ist, um Tolkien zu zitieren.
Alle Hochachtung vor dem Generalmajor Bluth!
Seine Äußerung wird ihm einen Karriereknick bescheren, zeigt aber, dass Israel , obwohl „Frontstaat“, in puncto Meinungsfreiheit immer noch haushoch über allen arabischen Staaten steht. Aber mit dieser Regierung ist es leider dabei, ein Apartheitsstaat zu werden. Netanjahu ( sein Motto ist wohl „oderint, dum metuant “ ) hat alle seine militärischen Ziele erreicht, bald auch die politischen – er wird wiedergewählt.
Apropos Meinungsfreiheit: ich finde es sehr positiv, dass die Redaktion von IN die Beiträge auch der Verfasser bringt, die nicht die hier herrschende Mehrheitsmeinung haben. Diese Verfasser, seien es Brigitte, Ludovico, Blub o.a. werden hier z.B. von Ihnen, Klaus,@ als „Heckenschützen“ bezeichnet ….soll man Sie nun selbst als „Scharfschützen“ bezeichnen? Statt eines Floretts benutzen Sie ja gern gegenüber manchem dieser Heckenschützer nicht mal einen Säbel sondern schwingen gleich die rhetorische Keule!
Martin@ zu hrem Kommentar zu Blub möchte ich nur anmerken, dass ich es sehr schätze, dass Sie bei ihm den Ausdruck „…..antiisraelische Kommentare….“ verwenden und nicht diese Floskel „antisemitisch“, die Differenzierung wird von Vielen absichtlich oder unabsichtlich nicht vollzogen. Ich bin der Überzeugung, dass niemand von den „Heckenschützen“ antisemitisch ist – aber israelkritisch d.h. kritisch der Politik Israels gegenüber. Ich bin ein großer Freund dieses Landes, seiner wunderbaren Menschen,( verlobt in En Kerem / Jerusalem).
Der jetzt neu geschürte Hass bereitet den Boden für den nächsten Krieg.
Nachsatz bzw. Korrektur zu AlbertNola@
Ich wollte damit nur bemerkt haben, dass Brigitte die Juden in Deutschland bzw. Europa nicht als Täter sondern eben als Opfer bezeichnete.
Wenn sie eine Gleichsetzung der in Europa erlittenen Grausamkeiten mit den im Westjordanland stattfindenden Dingen beabsichtigt hat , (was ich im Übrigen nicht glaube) so distanziere ich mich natürlich von Brigittes Kommentar. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir die Bedeutung des Ausdrucks “ das gleiche geschehen“ einfach vernachlässigt habe. Mir ging es nur um die grammatikalische Zurechtrückung, die Semantik in diesem Satz wäre mindestens ebenso wichtig. Ich streue Asche auf mein Haupt und erkläre mich bereit, gemeinssm mit Ihrer Ehefrau, der besten aller Historikerinnen, an einem Deutsch-Kurs für Fortgeschrittene zur Perfektionierung unserer jeweiligen Sprachkenntnisse teilzunehmen. Wie wärs mit dem Goethe-Institut in Rom (neutraler Boden)? Lingua toscana in bocca romana……in der Villa Massima?
Saluti – das Ganze ging leider nicht kürzer…….
@Johannes
Entschuldigung akzeptiert, aber du solltest dich kurz fassen. In der Kürze liegt die Würze, sagt meine Ehefrau, Weltmeisterin der Synthese.
@ Johannes
Wenn Sie tatsächlich so ein großer Freund der rhetorischen Klarheit und differenzierten Ausdrucksform wären, wie sie insinuieren, hätten Sie sich bestimmt auch einmal Gedanken darüber gemacht, warum Sie von „anti-israelischen Kommentaren“ sprechen. Und diese Begrifflichkeit ins Verhältnis setzen zu „antisemitisch“, um Letzteres dann als unsachliche Pauschalierung zu entwerten.
Wäre es, Ihrer Logik folgend, nicht besser, anstelle von „anti-israelischen Kommentaren“ oder „Israel-Kritik“ von der „Kritik an der israelischen Regierung“ zu sprechen?!
Wenn man von „den Deutschen“ im Zusammenhang mit dem DR spricht, mag das durchaus stimmen, weil damals die deutliche Mehrheit des deutschen Volkes hinter Hitler und seinen Gesinnungsgenossen stand und der klägliche Rest zumindest schweigende Mitläufer waren.
Wenn Sie Israel vorgeblich so gut kennen, müssten Sie wissen, dass es sich bei der israelischen Gesellschaft völlig anders verhält. Es gibt wohl kaum eine solche in der Welt, die ebenso pluralistisch und untereinander streitbar ist wie diese. Und dies gerne auch in aller Öffentlichkeit leidenschaftlich austrägt.
Also setzen Sie die Maßstäbe, die Sie anderen empfehlen, doch bitte auch für sich selbst.
Caja@ leider schießen Sie weit übers Ziel hinaus. Warum Sie gegen etwas angehen, was nicht da ist, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.
1.Der Ausdruck „antiisrselische Kommentare“ wurde von Martin hier eingeführt und nicht von mir.
2. Ich habe ihm lediglich mein Lob dafür ausgesprochen, dass er das Prädikat „antiisraelisch“ statt „antisemitisch“ auf Blubs Kommentare anwandte.
Im übrigen sind weder Martin’s noch Blub’s Kommentare und Ausdrucksweisen die meinigen gewesen.
3. Warum lesen Sie eigentlich nicht genau ,was ich schrieb?
Mehr oder weniger wörtlich habe ich nämlich geschrieben:…….,“
niemand von den „Heckenschützen“ ist antisemitisch – aber israelkritisch , das heißt kritisch der Politik Israels gegenüber. “
Etwas genauer Hinzusehen statt rhetorische Spitzen zu fabrizieren hätte der wahren Sachverhaltsfindung gewiß nicht geschadet.!