Israeli hofft auf Rückkehr in seine saudische Geburtsstadt

Der Traum von David Schuker ist es, noch einmal seinen Geburtsort in Saudi-Arabien zu sehen. Mit seinem Anliegen wendet er sich an das Königshaus.
Von Israelnetz
David Schuker will noch einmal nach Saudi-Arabien

Foto: Kanal 13; Screenshot Israelnetz

David Schuker will noch einmal den Wohnort seiner Vorfahren sehen

BNEI AISCH (inn) – Ein aus Saudi-Arabien stammender israelischer Jude verspürt den Wunsch, vor seinem Tod noch einmal seinen Geburtsort zu besuchen. Der 78-jährige David Schuker aus Bnei Aisch bei Aschdod hat sich daher wiederholt öffentlich an die Machthaber des Königreiches gewandt. Zuletzt tat er dies am Freitag im Fernsehsender „Kanal 13“.

In seinem Aufruf sagte Schuker: „Ich bitte den Kronprinzen Mohammed Bin Salman und seinen Vater, König Salman, in meine Geburtsstadt Nadschran gehen zu dürfen, solange ich noch auf den Füßen stehe, um zu sehen, wo meine Großeltern begraben sind.“ Er ergänzte: „Ich bin aus dem Staub von Nadschran geboren. Ich wurde aus der dortigen Erde erschaffen.“ Mit dem Besuch würde sich für ihn ein Kreis schließen.

Stadt mit jüdischem Erbe

Die Stadt Nadschran liegt im äußersten Südwesten von Saudi-Arabien, 20 Kilometer nördlich der Grenze zum Jemen. Heute leben dort mehr als 500.000 Menschen. In einem Beitrag für die amerikanische Zeitung „Wall Street Journal“ vom 24. August bezeichnete sich Schuker als den letzten Überlebenden der dortigen jüdischen Gemeinschaft.

In der Stadt und ihrer Umgebung hätten einmal 60 jüdische Familien gelebt, erklärte Schuker. Ein Jude habe sogar für den ersten saudischen König Abd al-Asis Ibn Saud (1932–1953) gearbeitet: Er sei für die Wartung der Soldatenwaffen zuständig gewesen. Der 1944 geborene Schuker erinnert sich, dass saudische Soldaten ihm Süßigkeiten geschenkt haben.

Juden hätten dort offen als solche leben können und pflegten enge Beziehungen zu Muslimen. Dennoch waren sie Bürger zweiter Klasse; zu ihrem Schutz mussten sie etwa die „Kopfsteuer“ (Dschisja) zahlen. Mit der Gründung des Staates Israel seien die Beziehungen zu den Muslimen schwieriger geworden. Schließlich mussten sie das Land verlassen – zunächst gingen sie in den Jemen, dann mit der Rettungsaktion „Fliegender Teppich“ nach Israel.

Hoffnung durch Reformen

Hoffnung für einen Besuch in Saudi-Arabien bezieht Schuker aus den Reformen, die Kronprinz Bin Salman in den vergangenen Jahren angestoßen hat. „Er hat Saudi-Arabien, das so verschlossen war wie der Iran, in die Freiheit gebracht.“

Mit einem israelischen Pass ist es nur Geschäftsleuten oder Pilgern erlaubt, nach Saudi-Arabien zu reisen. Schätzungen zufolge leben derzeit bis zu 2.000 Juden in Saudi-Arabien als „Gastarbeiter“. Als Religion duldet das Königreich nur den Islam. Im Juli sorgte ein israelischer Journalist für Aufsehen, als er die für Nicht-Muslime gesperrte Stadt Mekka besuchte. (df)

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4 Antworten

  1. Lieber David, wir wünschen dir, dass dein Traum sich erfüllt.
    Zweifel in uns, dass bin Salman sein hartes Herz öffnet, obwohl die Hoffnung zuletzt stirbt.
    Du weißt, lieber David, wenn du es willst, ist es kein Traum. Halte bitte daran fest.
    Altes Hebräisches Sprichwort.
    Schreib’ mal nach Nadschran, ob sie dir von dort etwas Heimaterde schicken.
    Vielleicht sind nicht alle dort hart wie Stein gegenüber Juden.
    Shalom.

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    1. Nachtrag:
      Lieber David, wenn wir nur die Nachteile der Realität sehen, geben wir unsere Träume auf.
      OT
      Mein Vater hat nie über Auschwitz gesprochen.
      Als er verstorben war, fand ich in seinem Nachlass einen Wunsch von ihm. Seine 1. Frau wurde dort ermordet, er überlebte.
      Er schrieb, dass er gerne, bei aller Liebe zu meiner Mama, ein Andenken an seine 1. Frau hätte. So bin ich nach Auschwitz- Birkenau.
      Obwohl es die Polen streng verbieten, nahm ich einen kleinen Ast einer Birke mit, die auf dem Boden lag und 12 Steinchen, für unsere 12 Stämme. Legte alles auf sein Grab.
      Irgendwie…sorry…lächelt sein Grab mir zu.
      Heimweh nach einem Land oder einer entrissenen Liebe muss ein furchtbarer Schmerz sein.
      Viel Glück. Shalom

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  2. ShalomAm Israel chai.Ich verstehe Dich voll und ganz.Es ist so wundervoll was Du gemacht hast.Soetwas machen nur Juden. Unsere Religion verbindet Uns mit Unserer Geschichte,seit über 3000 Jahren!!! AM ISRAEL CHAI Avi

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