Israeli bei Schussattentat getötet

Aus einem Hinterhalt eröffnen Palästinenser das Feuer auf ein israelisches Fahrzeug. Ein Mann stirbt. Terrorgruppen loben die Tat.
Von Israelnetz
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Todesopfer bei Terroranschlag am 16.12.2021

Foto: Privat

Der Ermordete, Jehuda Dimentman, hinterlässt ein neun Monate altes Baby

SCHAVEI SCHOMRON (inn) – Bei einem Terroranschlag im Westjordanland ist am Donnerstagabend ein 25-jähriger Israeli ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die drei Israelis waren vom illegalen Außenposten Homesch, nordwestlich von Nablus, aufgebrochen. Aus einem Hinterhalt wurde das Feuer auf ihr Fahrzeug eröffnet. Israelische Sicherheitskräfte nahmen mehrere Verdächtige fest, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet.

Das Todesopfer, Jehuda Dimentman, lebte in der nahegelegenen Ortschaft Schavei Schomron. Der Jeschiva-Student hinterlässt seine Ehefrau und einen neun Monate alten Sohn. Nach Angaben der Armee wurden mindestens zehn Kugeln auf den Wagen abgefeuert. Einer der Insassen, Neria Feldman, sagte im Gespräch mit Journalisten: „Jehuda saß hinter mir und schrie, er habe eine Kugel im Genick. Das Atmen begann ihm schwer zu fallen. Ich rief die Rettungsdienste an, damit sie wussten, wo wir waren.“

In dem Fahrzeug saß auch der 22-jährige Aviah Entman. Er und Feldman wurden durch Glassplitter verletzt. In Kfar Saba erhielten sie medizinische Versorgung. Entman sagte, Dimentman habe ihm erzählt, er habe heute etwas gewonnen. „Ich fragte ihn, was geschehen sei. Er erzählte mir, dass seine Frau ihn gebeten hatte, sich eine Weile um sein Kind zu kümmern. Er sagte, dass er darüber glücklich war.“ Der Ermordete wurde am Freitag unter großer Anteilnahme in Jerusalem beigesetzt.

Nach dem Anschlag drangen extremistische Siedler in eine Ortschaft südlich von Nablus ein, berichteten palästinensische Medien. Sie hätten in Qariut zahlreiche Fahrzeuge demoliert. Drei Palästinenser wurden demach verletzt. Einer ist Wael Moqbel. In dessen Wohnhaus zerstörten die israelischen Randalierer Inventar und verprügelten ihn. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei befasst sich nach eigenen Angaben mit den Übergriffen.

USA verurteilen Anschlag

Der israelische Premierminister Naftali Bennett (Jamina) bekundete der Familie des Ermordeten sein Beileid. Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) teilte mit, die Sicherheitskräfte würden ihre Wachsamkeit gegenüber Terror in Judäa und Samaria weiter erhöhen.

US-Außenamtssprecher Ned Price erklärte: „Wir verurteilen scharf den Terroranschlag heute im Westjordanland, der einen israelischen Bürger tötete und zwei andere verwundete. Unser Gedanken sind bei den Opfern des Anschlags und bei ihren Familien.“

Vorerst bekannte sich keine Terrorgruppe zu dem Attentat. Doch die Hamas, der Islamische Dschihad und die „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) priesen die Tat.

Homesch gehört zu den vier Ortschaften im Norden des Westjordanlandes, die 2005 im Rahmen des Abzugs aus dem Gazastreifen geräumt wurden. Juden haben dort eine illegale Jeschiva eingerichtet, an der Dimentman den Talmud studierte. (eh)

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7 Antworten

  1. Wer Wind sät, darf sich nicht wundern, wenn er Sturm erntet.
    Ynet.israel news meldete gestern: “In mid-November, Jewish settlers attacked a group of Palestinian farmers with pepper spray and clubs in the farmland near Homesh, wounding four people. There also has been a rise in settler vandalism of Palestinian property.”
    Widerstand gegen Siedlergewalt und Landraub ist legitim, dessen müssen sich die illegalen Siedler immer bewußt sein

      1. Sehr geehrter Herr Matoni,
        ich persönlich denke, dass jedes Opfer in diesem Konflikt, sei es Israeli, oder Palästinenser , eines zu viel ist.
        Trotzdem kann ich nicht erkennen, dass hier ein Mord “ legitimiert” wurde. Gewalt erzeugt nun einmal Gegengewalt, dass diese Gewalttaten nicht nur von den Palästinensern ausgehen , scheint Ihnen und Ihren Mitstreitern hier, irgendwie nicht klar zu sein.

        In einem Fernsehinterview fragte Gideon Levy den ehemaligen Israelischen Premierminister Ehud Barak einmal, was er getan hätte, wenn er als Palästinenser geboren worden wäre. „Wäre ich ein Palästinenser im passenden Alter“, sagte Barak damals, „würde ich mich irgendwann einer Terrorgruppe anschließen.“
        Ist Ehud Barak jetzt ein Terror-Unterstützer ?

        Billigt er gar hinterhältigen Mord als politisch legitimierte Maßnahme?

      1. Wer sich in Gefahr begibt (und das tut jeder illegale Siedler im Westjordanland!), kommt darin um.

        Wie nennen Sie das? Übrigens, falls Sie es nicht wissen sollten, es leben Palästinenser in Israel – ein Teil sogar illegal. Nach dem Satz von Luley, kommt um, wenn er sich in Gefahr begibt. Gilt dies dann auch für diese illegalen Palästineser? Diskutieren Sie mit mir darüber, Sam.

        Die Fragestellung dazu ist ganz einfach:
        Dürfen Siedler durch Palästinenser ermordet werden?
        Dürfen illegale Palästinenser durch Israelis ermordet werden?

        Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort.

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