Israel zwischen Archäologie und Atomforschung

Er ist berühmt und bekannt, der Jude Albert Einstein, Physik-Nobelpreisträger des Jahres 1921. Seine genialen Ansätze zur Relativitätstheorie eröffneten der Wissenschaft neue Dimensionen. Derzeit noch weniger bekannt ist der israelisch-amerikanische Wissenschaftler Joshua D. Angrist, 2021 mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.
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Hier entdeckten Archäologen einen aufschlussreichen Grenzstein in den Golanhöhen

Foto: Israelische Altertumsbehörde

Hier entdeckten Archäologen einen aufschlussreichen Grenzstein in den Golanhöhen

Es ist das Wunder von Israels Wissenschaft. Das Land gehört heute zur Weltspitze im Blick auf Forschung auf vielen Gebieten von der Archäologie bis zur Atomwissenschaft. Schon vor der Staatsgründung wurde im damaligen Mandatsgebiet 1912 das Technion in Haifa gegründet. 1918 wurde in Jerusalem der Grundstein für die Hebräische Universität gelegt. Es war von Anfang an ein wichtiges Standbein der zionistischen Bewegung, neben der Urbarmachung des Landes, der Besiedlung und der Industrialisierung, die Wissenschaft zu fördern.

Chaim Weizman, Martin Buber und Albert Einstein waren namhafte Unterstützer wissenschaftlicher Forschung in zu gründenden Hochschulen und Universitäten. 1956 wurden verschiedene Fakultäten aus den 30er Jahren zur Universität Tel Aviv zusammengefasst. In der Wüstenstadt Be‘er Scheva wurde 1969 offiziell die Negev-Universität aus bestehenden Instituten geschaffen. Später erhielt die Uni den Namen Ben-Gurion, in Würdigung des ersten israelischen Premierminister David Ben-Gurion, der im Wüsten-Kibbutz Sde Boker wohnte und sich für die Entwicklung des Negev einsetzte: „Israels Zukunft liegt in der Wüste.“

Mit der Ausrufung des Staats Israel am 14. Mai 1948 begannen im ganzen Land umfangreiche Ausgrabungen und archäologische Forschungen. Ging es einerseits um Wurzeln jüdischer Geschichte und Kultur im Land der Väter, kamen zugleich moderne Methoden der Datierung und der Konservierung zur Anwendung.

Jüdischer Respekt vorm Gesetz und Suche nach der Hintertür

Gehen wir davon aus, dass etwa 0,2 Prozent der Weltbevölkerung jüdische Wurzeln haben. Ein verschwindend kleiner Teil der Menschheit. Keine neue Erkenntnis: „Du bist das kleinste unter allen Völkern“ (5. Mose 7,7). Dem gegenüber lässt sich feststellen, dass seit 1901 rund 25 Prozent der Nobelpreisträger Juden waren. Könnte es sein, dass Jahrhunderte der Beschäftigung mit den Schriften, kritischer Geist und Gottes Segen den Boden für Neugier, Zweifel und Erkenntnisse bilden? Seit alter Zeit respektieren Juden die Gebote Gottes.

Dennoch wird im Nachdenken hier und da ein Weg am Gesetz vorbei gesucht, ohne den Wortlaut zu verletzen. So hält sich seit der Antike die Geschichte, dass sich der Sabbatweg verlängern ließ, wenn sich der Reiter einen mit Wasser gefüllten Sack auf seinen Esel legte. Denn so wurde es eine Reise zu Wasser.

In ähnlicher Weise gilt der Respekt vor den Naturgesetzen und zugleich die Neugier und die Frage: Gibt es ein Hintertürchen, das neue Räume eröffnet? Und so entstehen interessante Forschungsergebnisse und entsprechende Produkte, die Israel der Welt präsentiert. Der USB-Stick, der 3D-Drucker und Solarfenster stammen aus Israel. Die Pill-Cam ist eine Mini-Kamera, die wie eine Pille geschluckt werden kann und Bilder aus dem Magen-Darm-Trakt liefert. Auch die Cherry-Tomate stammt aus Israel. Diese „Kirsch-Tomaten“ erblickten 1973 das Licht der Welt, Ergebnis von Forschung und Züchtung des Landwirtschaftlichen Instituts der Hebräischen Universität. In diesen Reigen passt auch der Wirtschaftsnobelpreisträger Angrist.

Der Computerschutz „Firewall“ wurde in Israel entwickelt und hat sogar biblische Bezüge: „Ich will eine feurige Mauer (Firewall) rings um sie her sein und will mich dabei als herrlich erweisen, spricht Gott“ (Sacharja 2,9).

Von: Egmond Prill

Diesen Artikel finden Sie auch in der neuen Ausgabe 6/2021 des Israelnetz Magazins, die kommende Woche erscheint. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/56677-00, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

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