Israel begrüßt Einstufung der Revolutionsgarde als Terror-Organisation

Die EU-Außenminister machen den Weg frei für die Einstufung der Revolutionsgarde als Terror-Organisation. Israel sieht dies als historischen und moralischen Schritt.
Von Israelnetz
Kaja Kallas tritt nach dem EU-Außenminister-Rat am 29. Januar 2026 vor die Presse

JERUSALEM / BRÜSSEL (inn) – Israel hat die Entscheidung des EU-Außenministerrats begrüßt, die Islamische Revolutionsgarde auf die Terrorliste zu setzen. Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) sprach am Donnerstag von einem „historischen und wichtigen“ Schritt. „Heute erhielt die Legitimität dieses mörderischen und unterdrückenden Regimes einen schweren Schlag.“

Der Diplomat dankte insbesondere dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul (beide CDU). Deutschland habe die Bemühungen um diese Einstufung vorangetrieben. „Das wird als wichtiger diplomatischer und moralischer Schritt in Erinnerung bleiben: Gegen Terrorismus, gegen Unterdrückung, für die Freiheit.“

Sa’ar erklärte weiter, er habe in unzähligen Gesprächen mit europäischen Außenministern die praktische Bedeutung eines solchen Schrittes erklärt. Die Revolutionsgarde kontrolliere große Teile der Wirtschaft, unterdrücke das eigene Volk und verbreite seit Jahrzehnten Terror in aller Welt. Der Schritt werde die Iraner ermutigen, die für ihre Freiheit kämpften.

Der Rat für Auswärtige Angelegenheiten hatte am Donnerstag bei seinem Monatstreffen für die Einstufung gestimmt. Unmittelbarer Anlass ist das brutale Vorgehen des Regimes gegen die Demonstranten seit Ende Dezember. Dabei haben Sicherheitskräfte mehrere Tausend Menschen getötet. Die Organisation „Iran Human Rights“ schätzt deren Zahl auf bis zu 20.000.

Sanktionen gegen iranischen Innenminister

Die Entscheidung der Minister muss noch formal umgesetzt werden. Dann ist jegliche Aktivität oder Interaktion mit der Revolutionsgarde untersagt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, bei Vollzug der Entscheidung gehöre die Revolutionsgarde derselben Kategorie an wie die Hamas oder der Islamischen Staat. „Diejenigen, die durch Terror agieren, müssen wie Terroristen behandelt werden“, sagte die Estin.

Der Rat verhängte zusätzlich Sanktionen gegen 15 weitere Personen und sechs Organisationen aus dem Iran. Die Maßnahme richtet sich unter anderen gegen Innenminister Eskandar Momeni und Kommandeure der Revolutionsgarde. Als weiteren Grund gibt der Rat die Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine an. Insgesamt sind nun 247 Personen und 50 Organisationen mit Sanktionen belegt.

Bericht: Großbritannien will EU folgen

Infolge der Entscheidung will Großbritannien die Revolutionsgarde ebenfalls als Terror-Organisation einstufen. Das bestätigte das Innenministerium der Zeitung „The Times“. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag sei in Vorbereitung.

Dem Bericht zufolge sind das britische Außenministerium und der Geheimdienst gegen diesen Schritt. Er gefährde diplomatische Kanäle. Daher sei es besser, einzelne Mitglieder der Revolutionsgarde zu sanktionieren, anstatt die Organisation als Ganzes.

Säule des Regimes

Die Islamische Revolutionsgarde ist ein gewaltiger Macht- und Wirtschaftsfaktor im Iran. Sie ist eine paramilitärische Organisation, aber mächtiger als die eigentliche Armee. Sie ist Ajatollah Chamenei direkt unterstellt und verfügt über Bodentruppen, Marineeinheiten und eine Luftwaffe.

Zu ihrem Kernauftrag gehört die Verbreitung der schiitischen Revolution in alle Welt, auch die Zerstörung Israels ist ein Ziel. Das Mittel dazu ist Terrorismus. So unterstützt die Revolutionsgarde, vor allem die für Auslandseinsätze zuständige Quds-Einheit, die Terrormiliz Hisbollah im Libanon oder die Huthis im Jemen, aber auch nicht-schiitische Terrorgruppen wie die Hamas. „Al-Quds“ ist der arabische Name für Jerusalem und deutet damit das primäre Eroberungsziel an.

Die Revolutionsgarde ist mitverantwortlich für den Anschlag auf französische und amerikanische Soldaten 1983 in Beirut mit rund 300 Toten. Sie steckt laut argentinischen Gerichten auch hinter zwei tödlichen Anschlägen in den 1990er Jahren, auf die israelische Botschaft 1992 und ein jüdisches Kulturzentrum 1994.

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Wirtschaftliche Macht

Laut amerikanischem Finanzministerium erhielt die Hisbollah in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 eine Milliarde US-Dollar von der Revolutionsgarde. Dies geschehe unter anderem mittels dubioser Geldwechselfirmen. Auf diese Weise könne die Hisbollah weiter ihren Einfluss aufrechterhalten, obwohl sie zuletzt durch Israel heftige Rückschläge hinnehmen musste.

Die Revolutionsgarde kontrolliert außerdem ein Konglomerat an Unternehmen, das nach Schätzungen bis zu 40 Prozent der Wirtschaft ausmacht. Ein Sturz des Regimes würde für viele Mitglieder einen persönlichen Bankrott bedeuten, wie der Experte Oded Ailam in einem Beitrag für das „Jerusalemer Zentrum für Sicherheit und Außenpolitik“ (JCFA) festhält. Ailam leitete früher die Abteilung für Terrorismusbekämpfung beim israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad.

Lange geforderter Schritt

Im Jahr 2022 kam es zu einem versuchten Anschlag auf die Bochumer Synagoge. Das Oberlandesgericht Düsseldorf stellte in seinem Urteil im Dezember 2023 fest, dass die Anschlagsplanung auf eine staatliche iranische Stelle zurückgeht. Dieses Urteil galt seither als möglich rechtliche Grundlage für eine Aufnahme der Revolutionsgarde in die Terrorliste der EU.

Das EU-Parlament hat den EU-Rat wiederholt dazu aufgerufen, die Revolutionsgarde als Terror-Organisation einzustufen, zuletzt im April 2025. Die USA haben diesen Schritt im April 2021 vollzogen. (df)

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30 Antworten

  1. Längst überfällig. Wieso mussten erst 30.000 Demonstranten getötet werden? Das Ziel dieser „Garde“, Israel zu vernichten, besteht schon seit Jahrzehnten. EU hat lange tatenlos zugeschaut. Amerika ist uns wieder mal einer Entscheidung voraus, das britische Außenministerium möchte noch den Winterschlaf abwarten. Der Ober-Terrorist Ali Chamenei, der Kopf der Schlange, dem die Revolutionsgarde direkt unterstellt ist, kommt davon. Man gewinnt den Eindruck, er ist wie eine Hydra. Für jeden abgeschlagenen Kopf wachsen zwei neue nach. Die Demonstranten sind aufgrund dieser Entscheidung jedoch nicht sicherer, Terroristen bleiben Terroristen, da nutzt kein anderer Name. Ich bete jeden Tag für einen Sturz des Regimes, Freiheit für die Iraner!

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    1. Ella@ : lieber spät als gar nicht. Innerhalb der EU hat vor allem Frankreich lange gebremst, obwohl die Revolutionsgarde und ihre lokalen Komplizen den Tod dutzender französischer Soldaten auf dem Gewissen haben (haben die ein Gewissen ?). Die Begründungen waren ähnlich verquakst wie die jetzt des britischen Aussenministeriums. „Diplomatische Kanäle“ bewahren, so nennt man das heute. Früher hiess das Feigheit. Aber Du hast Recht : erst ein Ende des Mollah-Regimes im Iran wird die Lage nachhaltig verändern.

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  2. Revolutionsgarde als Terror-Organisation. Für uns mit Sicherheit, für russische und chinesische Kommunisten eine Gemeinnützige Organisation…

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  3. Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ob sich Brüssel auch weiterhin in diese Richtung bewegen wird, bleibt abzuwarten…

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  4. Ein guter Schritt ist getan! Ich wünsche den Iran, dass sie durchhalten, damit sie in Freiheit leben können.

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  5. Es ist auch höchste Zeit, dass man die Ratten von Terroristen mal endlich zur Strecke bringt und auf die Terroristenliste setzt. Die EU hat lange genug gebraucht und zugeschaut wie die terroristische Regierung im Iran das eigene Volk quält, foltert, erschießt und unterdrückt und ständig das israelische Volk und Land mit Raketen beschiesst und bedroht.

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  6. Menschlich betrachtet eine sehr gute Entscheidung, in der Summe sicherer wird es dadurch im Nahen Osten nicht. Die Feinde Israels arbeiten weiter daran, Israel zu vernichten. Das ist das Ziel der Mächte der Finsternis, die Gottes Eigentumsvolk auslöschen möchten. Israel wird erkennen müssen, dass es menschlich in naher Zukunft, keine Hilfe – keinen Ausweg mehr geben wird. „…, Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns, …“ (Hes. 37,11). In dieser Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit, wird Israel zu seinem Gott rufen, ernsthaft rufen und Gott wird hören und helfen. Jahwe kommt mit seinem „Eigentumsvolk“ zum Ziel – für immer – das ist ganz sicher, weil es Gottes Wort sagt – Amen und Halleluja.
    Lieber Gruß Martin

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    1. Und was ist, Untertan, wenn diese Situation bereits eingetreten ist und der Ewige sein Volk stark gemacht hat?
      Israel ist mächtig wie kaum jemals zuvor, und nur solche Irren wie die Mullahs glauben, sie könnten Punkte erzielen gegen dieses Volk,das in seiner Widerstandskraft seinesgleichen sucht in der Welt ,dem ich mit Stolz angehöre ohne Arroganz oder Überheblichkeit .
      Welches Recht glauben Sie, Untertan, für sich in Anspruch zu nehmen, zu wissen, was der Ewige für sein Volk vorgesehen hat?
      Weil es in gewissen Büchern steht?
      Quatsch, das ist der hinterletzte Tinnef ,das Handeln des Ewigen ist nicht vom Inhalt solcher Schriften abhängig.
      Allein ER entscheidet, was angesagt ist und nicht ,was Menschen als Prophetie niedergeschrieben haben.
      Wir werden,glaube ich, noch einige Überraschungen hinsichtlich seiner Entscheidungen erleben.
      Denken Sie mal besser daran, daß der Ewige sich nicht berechnen lässt.

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      1. Lieber Klaus, werde mich nicht mit Ihnen streiten. Gottes Wort ist unwandelbar und heilig, es beschreibt uns sehr genau, wie Er ist! Jesus ist der Schlüssel – „Jesus sprach zu ihm: Ich bin der Weg, und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt hättet, so würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben, …“ (Joh.14,6+7).
        Die biblischen Propheten waren immer die Sprachrohre Gottes, und alles wird sich erfüllen, was Jahwe durch sie gesprochen hat. Jedes Wort wird sich erfüllen. Ich wünsche Ihnen eine Begegnung mit diesem wunderbaren, mächtigen und heiligen Gott.
        Lieber Gruß Martin

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      2. @Klsus
        Sorry,aber jetzt muss ich für Untertan mal in die Bresche springen. Auch wenn ich vieles mit ihm nicht teile,aber im Grunde ist Untertan sehr gläubig. Ich auch. Und was in gewissen Büchern steht( du meinst die Bibel?), das glaube ich auch. Außer die Dinge von Katz. Das ist für mich Tinnef. Aber ansonsten hat Untertan Recht. Das was in der Bibel steht wird geschehen. Denn der Herr hat es so aufschreiben lassen. Das jedenfalls glaube ich und noch viele andere auch. Und ja,der Herr macht sein Volk stark. Sonst würde es Israel nicht geben. Aber trotzdem muss Israel noch sehr viel Schlimmes überwinden. Und das wird es auch. Bitte nicht immer so voreilig sein mit den Aussagen. Ich weiß, passiert mir auch des öfteren.
        Hab trotzdem einen schönen Shabbes(wie Antonia immer zu sagen pflegt). Manu

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        1. @Manu.
          Gut Manu. So ist es. Musste übrigens schon an Dich denken. Zuerst daran, dass man sich in Berlin auf Glatteis zunächst mal die Knochen brechen sollte („Umweltschutz“ vor „gebrochenen Knochen“). Und was den unsäglichen Streik angeht: Am Montag fahren weiter die Straßenbahnen, jedoch leer, während die Berliner blöd hinterher schauen. „Lass mich rein, lass mich raus“.
          LG Lothar

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          1. @Lothar
            Ja,hier ist es richtig lustig, weil: die Heizungen funktionieren hier in den Häusern nicht mehr! Und es sind -8 Grad! In Berlin ist immer was los(Ironie). Und das mit dem streuen der Straßen läuft auch eher schlecht als recht. Man kann hier prima Eiskunstlauf machen.⛸️⛸️🙈🙈😆
            Hat auch was positives: ich brauche Montag die Objekte nicht wischen. Bin ich schneller durch!

            Und das in der Hauptstadt. Das mit der BVG am Montag passt doch. Wir sind gespannt,was noch kommt. Aber wie heißt es immer? Was nicht tötet,härtet ab.😉😉
            In diesem Sinne,liebe Grüße aus dem Chaos-Berlin
            Manu

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        2. Wobei ich diesen „Austausch“ (Klaus, Untertan, Manu, …) mal richtig gut finde. Danke von meiner Seite und ein ruhiges Wochenende. Lothar.

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      3. @klaus. Da würde ich auch vorsichtig sein. Bloß weil Untertan die zeitlichen Abläufe und die Deutung des Leids der Juden mehr oder weniger stark durcheinander bringt, heißt das nicht, dass die Bibel unwahr ist. Auch ihr, oder gerade ihr, habt eine Offenbarungsreligion, in der Gott der Aktive und auch Mitteilende ist. Anders lässt sich die ganze Bibel nicht erklären. Sie hat Offenbarungcharakter. Gott benutzte dabei ausgesuchte Menschen. Dabei werden menschliche Schwächen (z. Bsp. bei Mose oder Petrus) nicht verschwiegen oder ausgeblendet, was sie besonders glaubwürdig macht. Und Jesus kümmerte sich um Petrus, der nach seiner Verleugnung am Boden lag. So ist Gott. Liebe scheint seine Haupteigenschaft zu sein.
        Analog dazu: Nicht der Mensch schuf Gott, sondern Gott schuf den Menschen.
        Wäre das alles anders, wären die „Israeliten“ bereits damals in ägyptischer Versklavung untergegangen.
        Ansonsten hast Du natürlich Recht:
        „Der Ewige läßt sich nicht berechnen“

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        1. Leute, habt ihr vielleicht auch mal daran gedacht, daß der Ewige Angesichts dessen, was momentan geschieht, seine Entscheidungen umwerfen könnte?
          Wie würde sich das wohl auswirken, im Widerspruch zu dem, was er damals seinen Propheten eingegeben hat?
          Deswegen sagte ich, daß sein Handeln nicht von niedergeschriebenen Worten geleitet wird.
          Kausalität im Bezug zum Ewigen ist nicht linear, ER kann seine Entscheidungen ändern, wann immer er will, und alles, was uns geweissagt wurde,kann je nach seiner Entscheidung von einem auf den anderen Moment ungültig werden.
          Wir haben gelernt, mit dieser seiner
          Unberechenbarkeit zu leben, deswegen sind uns so viele Aussagen von Christen und Moslems bezüglich des einen Gottes, den wir alle anbeten, so fremd, so belustigend wie auch erschreckend.
          In diesem Sinne…….SHABBAT SHALOM

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          1. @Klaus
            Das ist das positive am Herrn. Er wirft sein Vorkommen nicht einfach um. Wird ganz klar gesagt. Und was geschieht,geschieht so wie es prophezeit wurde. Nichts für ungut.

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          2. Lieber Klaus,
            Sie gehen sehr menschlich an die Sache ran. Gott ist allwissend, er ist zeitlos, Vergangenheit und Zukunft gibt es für ihn nicht – Er ist in allen Zeiten gleich präsent. Er muss deshalb auch keine Entscheidungen umwerfen. Die biblischen Propheten haben nicht aus sich selbst gesprochen, sie waren praktisch das Mundstück Gottes – und was Gott gesagt hat, das erfüllt sich bis auf den letzten Buchstaben. Gott und sein Wort sind unwandelbar, nichts ändert sich, sondern alles erfüllt sich bis ins letzte Detail. Jahwe ist zuverlässig, mit Sicherheit nicht unberechenbar.
            Klaus mit Ihrer Aussage: „Wir haben gelernt, mit dieser seiner Unberechenbarkeit zu leben, …“ sind Sie Gott gegenüber sehr respektlos. Er ist auch nicht der Gott, den alle Religionen anbeten. Er ist mit Sicherheit nicht der Gott der Moslems – die groß verkündigen, Gott hat keinen Sohn. Lieber Klaus, wir dürfen nicht vergessen, dass Gott heilig, allmächtig, allwissend ist, und er der Töpfer und wir nur der Ton sind. Er ist der Herr über Leben und Tod, und aus Liebe zu allen Menschen (Juden und Heiden), hat er zur Rettung aller Menschen (Juden und Heiden), seinen Sohn Jesus in die Welt gesandt. Auch dieses Ereignis von vielen Propheten vorhergesagt und punktgenau erfüllt.
            So auch Ihnen ein erholsames WE, Martin

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          3. @Klaus.
            „Deswegen sagte ich, daß sein Handeln nicht von niedergeschriebenen Worten geleitet wird.“

            Ich versuche mich da reinzudenken und was Du meinst. Natürlich würde sich Gott nicht von irgendwelchen fragwürdigen niedergeschriebenen Worten leiten lassen. Es sei denn, sie kämen aus Quellen, denen Gott tatsächlich einen Blick in die Zukunft gewährt hatte. Gott steht über Zeit und Raum, und so kennt er den Ausgang der Geschichte. Probleme haben wir eher mit uns, die wir das zu deuten versuchen, und da gibt es Unterschiede, und man sollte sich kritisch seine eigene Meinung bilden.
            Ich habe das Gefühl, Du siehst mehr die negativen Prophezeiungen, und vielleicht könnte da Gott hier und da noch etwas nachkorrigieren. Fest steht, und da sind wir uns einig, Gott steht jetzt an der Seite Israels. Es kann und wird jedoch mal noch bedrohlicher werden für Israel, dann gilt die Zusage jedoch erst recht. Wahrscheinlich dann, wenn die eigenen Kräfte für eine Verteidigung nicht mehr ausreichen.
            Noch mal zum Positiven: Positiv ist doch z. Bsp. die Sammlung Israels, die in Hesekiel 36,24 prophezeit wurde:
            „Denn ich will euch aus den Völkern herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen.“
            Aus allen Ländern, und genau das ist geschehen ab 1882 mit der ersten Auswanderungswelle aus Russland und späteren weiteren.
            Es gibt dazu etl. Stellen im AT, genau so zu der zuvor stattgefundenen Zerstreuung (70 n. C.).
            Oder habe ich Dich grundsätzlich falsch verstanden? Welche Dir bekannte Prophezeiung wurde denn nicht erfüllt oder welche stört Dich?
            Grüße Lothar

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          4. @Klaus
            Klaus, wogegen kämpfst du an? Wäre es dir wirklich lieber, Gott würde seine Meinung ständig ändern, heute so, morgen anders? Was wäre der Ewige für ein Gott, dessen Wort ich nicht für bare Münze nehmen kann, der nicht verlässlich und treu zu seinem Wort steht und dessen Laune ich ausgesetzt bin? Alles ist veränderlich, der Mensch, die Natur, aber niemals Gott!
            Schau Klaus, wir Menschen ändern unsere Meinung. Manchmal sagen wir Dinge, die wir nicht so meinen. Jeder von uns musste Worte schon zurücknehmen. Aber unser Schöpfer wird niemals so eine Wandlung erleben. Er wird niemals weniger wahrhaftig, gnädig, gerecht oder gut sein, als bisher. Er wird in alle Ewigkeit so sein, wie er uns in der Bibel beschrieben wird.
            Allerdings gibt es Bibelstellen, in denen es scheint, Gott könne etwas bereuen. z.B.: Jonas 3,10. Gott schickte den Propheten Jona in die Stadt Ninive, um den Menschen zu sagen, sie sollen Buße tun, sonst würde die Stadt zerstört. Die Leute hörten Jona an, fanden Glauben an Gott und haben gefastet und gebetet: „Gott sah, dass sie von ihrem bösen Weg umkehrten. Und Gott ließ sich das Unheil gereuen, das er ihnen zu tun angesagt hatte, und zerstörte die Stadt nicht.“
            Da Klaus, reagierte Gott anders, weil er sah, dass die Menschen umkehrten. Diese Reaktion hat Gott vorhergesehen, sie war in seinem Plan inbegriffen. Das war kein Widerspruch zu dem, was er Jona eingegeben hatte. Seinen Plan setzt er um mit Weisheit und Allmacht.
            Und er hat gute Pläne mit Israel, daran glaube ich.
            Liebe Grüße, Ella

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          5. Klaus, noch ein Nachtrag. Vielleicht ist ja das teilweise Dein Ansatz.
            Natürlich kann Gott agieren und entscheiden, so wie er will, und zwar jeden Augenblick. Er ist nicht starr, sondern dynamisch.
            Und was nochmal die Prophezeiungen angeht, besser so ausgedrückt:
            „Nicht Gott richtet sich nach den Prophezeiungen, sondern die Prophezeiungen richten sich nach IHM.“
            Und Vorsicht vor neuen Propheten oder im Glimmerlicht auftretenden neuen Heilsbringern (also auch politische und religiöse Größen). Das dürfte uns allen gelten.
            Hebräer 1,1-2:
            „Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat.“

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          6. @Klaus
            Ein wenig bin ich enttäuscht. Wenn du schreibst,ER kann seine Entscheidungen ändern,wie ER will. Klar kann er das. Aber das tut ER nicht. Die Prophezeihungen erfüllen sich nur nicht immer so,wie der Mensch es gerne hätte. Und wenn du meinst,ihr (Juden) seht die Aussagen der Christen und Moslems mit Belustigung,bzw.befremdend,dann klingt das etwas überheblich. Nicht böse sein. Denn nicht jeder Jude wird vom Herrn am Ende angenommen,nur weil er Jude ist. Deshalb sollen wir ja auch beobachten. Wie sich alles entwickelt. Kriegsgeschrei,Umwelt,Familienstreit und so weiter. Und alles passt. Im Moment findet eine Erneuerung der Weltenordnung statt. Das kann niemand abstreiten. Wer hätte vor 10-15 Jahren gedacht,das Amerika kein zuverlässiger Partner für uns sein wird? Trump wirbelt alles durcheinander. Alles ordnet sich neu. Der Antichrist ist auf dem Weg. Trump wird fallen. Aber so entwickelt es sich so,wie es prophezeit wurde. Auch wenn. Wir das gerne anders hätten. Aber das ist eben das,was Gott bestimmt. Das wie und wann. Und mit Moslems möchte ich auch nicht verglichen werden. Deren Lehre geht in eine ganz andere Richtung.
            Liebe Grüße Manu

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      4. @Klaus
        Ist bissle schwierig. Untertan nimmt das Recht für sich in Anspruch, aus der Bibel zu zitieren, was er dort liest und glaubt. Das tun wir, die wir glauben, alle. Was mich persönlich stört ist, dass er oft sehr negativ schreibt. Und ich mag es auch nicht, wenn er Bibelverse aus dem Kontext nimmt. Man muss immer das Drumherum lesen, um zu verstehen.

        Und nein Klaus, die Bibel ist nicht irgendein Buch und die Propheten waren keine Spinner, sondern von Gott berufen.

        Hesekiel prophezeite den Fall Jerusalems und die Zerstörung des Tempels. Und so kam es. Dann schenkte Gott ihm eine Vision eines Tales voll von toten Gebeinen und erklärte ihm, dass das Volk Israel einem Tal voller verdorrter Gebeine gleiche. Ihr Land war erobert worden, Jerusalem und der Tempel waren zerstört. Die Israeliten fühlten sich wie tot, da ihr Land tot war. Sie glaubten, es gäbe keine Hoffnung mehr.
        Und nun kommt das positive: Gott verspricht Israel: „Ich will meinen Odem in euch geben, dass ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin. Ich rede dies und tue es auch.“

        Klaus, das ist die Hoffnung, aus der Israel schöpfen darf, das ist die Kraft, die Gott Israel verspricht, das ist die Stärke, die Gott Israel schenkt und schon geschenkt hat. Das ist die Verheißung zur Wiederherstellung.🤗 Gott tut von seinem Wort nichts weg oder fügt etwas hinzu. Aber wann und wie er etwas tut, entscheidet er, da hast du Recht. Ihr seid ein starkes Volk, aber nur mit Gott unbesiegbar. Ein ganz lieber Gruß zu dir, Ella

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        1. Nun, wir gehen halt sehr viel pragmatischer mit der Präsenz des Ewigen um, eben weil wir Ihn schon so lange kennen. Für uns ist Er halt nicht in entrückter, verklärter Ferne, sondern Er wirkt unmittelbar auf die Welt ein, auch wenn selbst wir Seine Entscheidungen oft nicht nachvollziehen können.
          Er ist, wie Er ist.
          SHALOM

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          1. @Klaus
            Guten Morgen Klaus. Gott ist auch für mich nicht in entrückter Ferne. Durch seinen Sohn Jesus und seinem Wort in der Schrift, ist er ganz nah bei mir, auch wenn ich ihn nicht immer verstehe.
            Du hast Recht: Er ist wie er ist.
            Denn er sagt: Ich bin, der ich bin.
            Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. Du bist sein geliebtes Kind.
            Ella

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          2. Auch guten Morgen Klaus, Ps. 23 beschreibt es so schön. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er ist mir ganz nah, Er kennt meinen Namen und auch Deinen.
            Israel ist sein Eigentumsvolk, und jeder der durch das Blut Jesu gerecht gewaschen ist, gehört auch Ihm. Ja er will sogar in uns wohnen – Er will uns verändern und uns zu seinen Zeugen machen, damit die Welt erkennen kann, wie einzigartig Jahwe ist. Er alleine ist Gott, lieber Gruß zu Ihnen Martin

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        1. Ich denke, Am Israel chai, du hast verstanden, was den meisten Christen unverständlich bleibt, selbst unseren Freunden.
          Weißt du, es ist wie mit der kleinen Burg aus Steinen und Lehm, die unscheinbar und hässlich wirkt, von Kindern gebaut.
          Und dann kommen große Kinder und begraben diese kleine unscheinbare Burg unter einem herrlich anzusehenden Schloss aus feuchtem Sand, gewaltig angewachsen und schön.
          Nebenan bauen andere Kinder auch ein Schloss aus feuchtem Sand, fast so schön wie das erste, aber nur fast.
          Es ensteht Neid, aus dem nach viel Gezänk eine Schlägerei erwächst in der beide Schlösser zerstört werden.
          Und der Ort wird verlassen, der Sand trocknet und wird verweht und unter dem verwehten Hügel des zuerst errichteten Sandschlosses kommt plötzlich diese kleine unscheinbare Burg aus Lehm und Steinen wieder zum Vorschein, nahezu unversehrt.
          Ich denke, du verstehst.
          SHALOM

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  7. Wahrscheinlich als grünes Licht für einen möglichen US-Präventivschlag zu deuten. Es geht ja außerdem auch noch um das Atomprogramm. Bleibt naiverweise nur noch zu hoffen, dass allein die US-Präsenz ausreicht, damit das Mullahregime aufgibt und den Iranern die Freiheit zurück gegeben werden kann.
    Unverrichteter Dinge wird der Flugzeugträger jedenfalls nicht wieder abziehen.
    Angeblich ca. 150.000 Kämpfer der Revolutionsgarde, die dem iranischen Regime jederzeit zur Verfügung stehen, und Hunderttausende weitere Männer, die bei Bedarf mobilisiert werden können (dagegen „nur“ ca. 30000 Hamas-Kämpfer im Gazastreifen im Oktober 2023).
    Wie soll das enden, sieht man auch hier die hasserfüllten Gesichter, die sich von einer falschen Ideologie haben füttern lassen.
    Es ist, als Licht und Dunkelheit aufeinandertreffen.

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    1. Wisst Ihr was, Ihr alle, die Ihr an dieser Diskussion teilgenommen habt?
      Es macht verdammt viel Spaß, im Zuge einer kontrovers angestoßenen Diskussion die Standpunkte aller Teilnehmer beleuchten zu können, ohne irgendwelche Provokateure mit ihrem platten Antisemitismus berücksichtigen zu müssen. Das ist nämlich etwas, das über deren Horizont hinaus geht und ich will mich im Zuge tiefergehender Fragen zu G’tt und seinem Wesen nicht auch noch mit denen auseinandersetzen müssen.
      Ferner muss ich gestehen daß wir beginnen,uns in dieser Angelegenheit im Kreise zu drehen, ich möchte gerne vermeiden, daß diese bis jetzt herrliche Diskussion aus dem Ruder läuft.
      Daher schlage ich vor, wie bei einer guten Mahlzeit aufzuhören, wenn es am besten schmeckt, bevor uns übel wird,wenn ihr damit einverstanden seid.
      Diese Diskussion hatte etwas entschieden talmudisches an sich, so kontrovers wird unter Juden diskutiert, ich habe mich tatsächlich an lange, lange Unterhaltungen mit den Rabbinern und anderen Juden in Köln erinnert gefühlt.
      Toda Raba euch allen, aber wir sollten uns jetzt auf die Geschehnisse jenseits der Straße von Hormuz konzentrieren, die Dinge dort geraten glaube ich in Fluss. Wir müssen abwarten was weiter passiert.
      SHALOM

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