Einmal mehr betrachten wir in Europa und insbesondere in Frankreich die Ereignisse durch das kleine Ende des Fernrohrs. Doch was sich heute abspielt, lässt sich nur auf globaler Ebene verstehen. Es sind weder die Europäer noch die Bewohner der Île-de-France, die in Washington, Moskau oder Peking wählen.
Was in der amerikanischen Außenpolitik ungeordnet oder unverständlich erscheint – entspricht das tatsächlich einem Fehlen von Strategie? Oder befinden wir uns vielmehr im Nebel einer gigantischen internationalen Partie Bluff-Poker, deren Regeln wir noch nicht vollständig kennen?
Symbol für Verwundbarkeit der Energieversorgung
Jahrzehntelang symbolisierte die Straße von Hormus die Verwundbarkeit der weltweiten Energieversorgung. Als strategischer Durchgang zwischen dem Golf und den internationalen Märkten ist sie längst weit mehr als nur eine Seeroute: Sie ist ein Instrument der Macht, des Drucks und manchmal auch der Erpressung.
Die Ereignisse des Jahres 2026 haben gezeigt, wie konkret diese Bedrohung werden kann. Sobald die Verkehrsströme durch Hormus gestört werden, müssen Produzenten, Verbraucher und Transporteure unverzüglich nach anderen Routen suchen.
Die Geographie verhandelt nicht. Doch Hormus isoliert zu betrachten, bedeutet, nur einen Teil des Gesamtbildes zu sehen.
Hormus bündelt einen wesentlichen Teil der weltweiten Energieströme. Malakka wiederum kontrolliert einen bedeutenden Teil der asiatischen Handels- und Energierouten. Zwischen beiden spielt sich eine wesentlich größere Entwicklung ab: die schrittweise Verlagerung des weltweiten Gravitationszentrums nach Asien, die Rückkehr maritimer Macht und, weniger auffällig, die Rückkehr großer Landkorridore.
Europa entdeckt die Geographie neu
Seit 2022 wollte die Europäische Union ihre Energieabhängigkeit von Russland verringern. Russisches Gas wurde teilweise durch amerikanisches LNG, katarisches Gas und andere externe Lieferquellen ersetzt. Mit anderen Worten: Europa hat seine Abhängigkeit nicht beseitigt, sondern verlagert.
Diese Substitution hat ihren Preis: höhere Kosten, eine stärkere Abhängigkeit vom Seeverkehr, eine größere Verwundbarkeit an den Meerengen, asiatische Konkurrenz um LNG und zusätzlichen Druck auf die industrielle Wettbewerbsfähigkeit.
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Überraschung, Überraschung: Heute scheinen wir zu entdecken, was die Landkarte längst gezeigt hat. Russland bleibt ein riesiger Energieproduzent in unmittelbarer Nähe Europas und ist über Land erreichbar. Je verwundbarer die maritimen Lieferwege werden, desto schwieriger wird es, diese Realität zu ignorieren. Am Ende gewinnt die Geographie häufig wieder die Oberhand über die Ideologie.
Malakka: Das asiatische Spiegelbild von Hormus
Ein erheblicher Teil der Kohlenwasserstoffe aus dem Golf ist für Asien bestimmt, insbesondere für China. Eine Krise in Hormus setzt Peking daher unmittelbar unter Druck und erinnert gleichzeitig an eine andere Verwundbarkeit: die Straße von Malakka zwischen Malaysia und Indonesien.
Das ist das berühmte Malakka-Dilemma: Wie kann man zur Supermacht werden und gleichzeitig von Seerouten abhängig bleiben, die andere Mächte überwachen, stören oder im Extremfall blockieren können?
Hinter der Iran-Frage zeigt sich damit eine zentrale Realität des 21. Jahrhunderts: Die Rivalität zwischen Washington und Peking prägt inzwischen einen wachsenden Teil der regionalen Krisen.
Doch noch eine andere Karte muss betrachtet werden. Die Israels.
Israel: Die Alternative?
Zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer existiert bereits ein Landkorridor. Israel verfügt über die 254 Kilometer lange Pipeline Eilat–Aschkelon, über die Erdöl zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer transportiert werden kann. Die Infrastruktur besteht also bereits.
Öl, das nach Eilat gelang, kann Israel auf dem Landweg durchqueren, Aschkelon erreichen und von dort weiter zu den Märkten im Mittelmeerraum und in Europa verschifft werden.
Israel kann Hormus selbstverständlich nicht ersetzen. Die Mengen, die normalerweise durch die Meerenge fließen, sind dafür viel zu groß.
Aber darum geht es nicht. Die eigentliche Frage lautet, ob Israel dazu beitragen kann, die Abhängigkeit von Hormus zu verringern. Und die Antwort lautet: ja.
Janbu-Eilat-Aschkelon
Saudi-Arabien verfügt bereits über eine erste Umgehungsmöglichkeit. Seine Ost-West-Pipeline ermöglicht es, einen Teil des im Osten des Königreichs geförderten Erdöls bis nach Janbu am Roten Meer zu transportieren – ohne Hormus zu passieren.
Damit zeichnet sich eine mögliche neue Achse ab:
Golf → saudisches Pipelinenetz → Janbu → Eilat → Aschkelon → Mittelmeer → Europa.
Doch man kann noch weitergehen. Israel hat die Möglichkeit einer Landverbindung zwischen Saudi-Arabien und Eilat ins Gespräch gebracht. In einem solchen Szenario könnten Erdöl und möglicherweise auch Gas die Arabische Halbinsel durchqueren, Israel erreichen und von dort bis ans Mittelmeer gelangen.
Diese Route würde Hormus umgehen. In ihrer vollständig landgestützten Variante könnte sie auch Bab al-Mandab vermeiden. Mit anderen Worten: Sie würde zwei der wichtigsten Druckpunkte umgehen, über die der Iran oder seine Verbündeten auf die regionalen Energierouten einwirken können.
Natürlich muss man unterscheiden zwischen dem, was bereits existiert, und dem, was noch Projekt ist. Die saudische Pipeline bis Janbu existiert. Die Pipeline Eilat-Aschkelon existiert. Eine direkte Landverbindung zwischen beiden existiert noch nicht. Doch die geographische Logik ist inzwischen offensichtlich.
Abraham-Abkommen bekämen neue Dimension
Vielleicht wäre es ein Fehler, die Abraham-Abkommen ausschließlich als diplomatische Konstruktion zu betrachten. Eine Zusammenarbeit, die die Golfmonarchien, Saudi-Arabien, möglicherweise Jordanien, Israel und das Mittelmeer miteinander verbindet, würde ihnen eine wesentlich tiefere wirtschaftliche und energiepolitische Dimension verleihen.
Israel könnte zu einem Transitstaat zwischen den Produzenten des Golfs und den europäischen Märkten werden. Das hätte eine gewisse Ironie. Während einige europäische Staaten immer wieder versuchen, Israel politisch zu isolieren, könnte ausgerechnet dieses Land künftig dazu beitragen, ihre Energieversorgung abzusichern.
Die Geographie hält bisweilen bemerkenswerte Wendungen bereit. Israel wäre nicht die Alternative zu Hormus im absoluten Sinne. Es könnte jedoch zu einer der wichtigsten partiellen Alternativen werden. Und dieser Unterschied ist entscheidend.
Und die Ukraine?
Diese Neuordnung könnte Folgen haben, die weit über den Nahen Osten hinausreichen.
Wenn die Vereinigten Staaten mehr Mittel für die Sicherung der Energierouten aufwenden müssen; wenn die Rivalität mit China einen wachsenden Teil ihrer Aufmerksamkeit bindet; wenn der Nahe Osten erneut zur Priorität wird; und wenn die europäischen Volkswirtschaften vor allem versuchen, die Energiepreise zu begrenzen, dann können sich die westlichen Prioritäten verändern.
Die Hilfe für die Ukraine würde nicht zwangsläufig verschwinden, doch der Druck zugunsten von Verhandlungen könnte zunehmen. Die öffentliche Meinung wird müde. Sie bleibt für das Schicksal der Ukraine empfänglich, beschäftigt sich aber zugleich unmittelbar mit Kaufkraft, Arbeitsplätzen und Energiekosten.
Russland müsste dann nicht unbedingt einen vollständigen militärischen Sieg erringen. Zeit, Erschöpfung und wirtschaftliche Zwänge könnten genügen, um einen Teil seiner territorialen Gewinne zu konsolidieren.
Die beiden großen Opfer
In dieser Neuordnung drohen zwei Völker zu den großen stillen Verlierern zu werden.
Das ukrainische Volk
Es befindet sich in einem langen Krieg, in dem die Logik der Macht die ursprünglich moralische Frage zunehmend überlagert. Mit wachsender westlicher Ermüdung, steigenden Haushaltszwängen und neuen strategischen Prioritäten besteht die Gefahr, dass eher ein Frieden aus Erschöpfung entsteht als ein Frieden der Gerechtigkeit.
Das iranische Volk
Denn hinter den Kalkülen um Hormus bleibt eine andere Realität bestehen. Die iranische Bevölkerung leidet weiterhin unter politischer Repression, Verhaftungen, Todesurteilen, wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Isolation.
Das Paradox ist brutal: Je wichtiger der Iran für die strategische Gleichung wird, desto größer ist die Gefahr, dass das konkrete Schicksal der Iraner hinter den Verhandlungen zwischen den Mächten verschwindet. Das Regime wird unverzichtbar. Das Volk bleibt Gefangener dieser Gleichung.
Die Rückkehr des geopolitischen Realismus
Im Grunde erzählen Hormus, Malakka, Janbu, Eilat und Aschkelon vielleicht dieselbe Geschichte: die Geschichte von der brutalen Rückkehr der Geographie.
Wir wollten an eine Welt glauben, die hauptsächlich von Normen, Werten, Handel und dem regiert wird, was wir gerne als internationales Recht bezeichnen. Die Meerengen erinnern uns an eine wesentlich ältere Realität. Macht beruht weiterhin auf Geographie. Energie bleibt eine Waffe. Seerouten bleiben lebenswichtig. Und Staaten kehren immer wieder zu ihren grundlegenden Interessen zurück.
In Hormus erkennt der Iran die Macht, die ihm seine Lage verleiht. In Malakka entdeckt China die Verwundbarkeit, die ihm die Geographie auferlegt. In Janbu erkennt Saudi-Arabien erneut die Bedeutung eines Zugangs zum Roten Meer. Und zwischen Eilat und Aschkelon könnte Israel entdecken, dass ein kleines Territorium gerade wegen seiner Lage zu einem strategischen Korridor zwischen zwei Meeren werden kann.
Dann werden Bündnisse flexibler. Die Gegner von gestern werden manchmal wieder salonfähig. Sanktionen werden angepasst. Prinzipien treten mitunter hinter Energieversorgung, wirtschaftliche Stabilität und die Angst vor industriellem Abstieg zurück.
Der Wind dreht sich. Und er dreht sich oft in die Richtung, die von der Geographie vorgegeben wird und, seien wir ehrlich, vom Recht des Stärkeren. So ist unsere Welt.
30 Kommentare
Israel: Die Alternative? Immer.
Diese Idee ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen. Aber wie vertrüge sich das mit dem von der Türkei initiierten Mekka-Pakt?
Abgesehen davon wäre es trotz der vorhandenen Infrastruktur auf israelischer Seite immer noch ein Mammutprojekt, und sollten sie die politischen Verhältnisse dort ändern, wären möglicherweise hunderte von Milliarden buchstäblich in den Sand gesetzt.
SHALOM
Eine hochinterssante Analyse !
Ich weiß nicht, wo ihr den Herrn Francis Moritz gefunden habt, aber er ist einfach genial! Ich habe selten so viel gelacht! 🤣🤣🤣
Zum Beispiel:
Jahrzehntelang symbolisierte die Straße von Hormus die Anfälligkeit der weltweiten Energieversorgung.
Die Meerenge war schon immer offen und wurde erst nach Aggressionen seitens Israels und der USA gesperrt.
Oder
„Eine Krise in Hormus setzt Peking daher unter unmittelbaren Druck.“
Chinesische Schiffe können ungehindert passieren, warum sollte der Iran seine Verbündeten einschränken? Ein etwaiges Verbot gilt für die USA, Israel und deren Verbündete.
Böswillige Stimmen könnten durchaus behaupten, dass das, was hier beschrieben wird, Israels Kriegsziel war.
Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass sich seine „Vision“ erfüllt, für etwa so realistisch wie die eines arabisch-israelischen Präsidenten in Israel.
@Ludovico
Fein Ludovico, ist ja schön, wenn Sie sich in dieser schwierigen Situation noch amüsieren können.
„Jahrzehntelang symbolisierte die Straße von Hormus die Anfälligkeit der weltweiten Energieversorgung.“ – Das ist nicht das erste Mal, dass die Iraner dieses Druckmittel benutzen. Bereits 2019 und 2024 kam es durch Angriffe auf Tanker und das Festsetzen von Containerschiffen durch iran. Revolutionsgarden zu gravierenden Sicherheitskrisen auf dieser so wichtigen Handelsroute. Wer lesen kann und sich die Mühe macht, sich zu informieren, ist klar im Vorteil.
„Eine Krise in Hormus setzt Peking daher unter unmittelbaren Druck.“ – Natürlich verkraftet China die Schließung von Hormuz besser als andere Staaten, da es langfristige Verträge mit Iran hat und sich trotz Kritik nicht in den Konflikt hineinziehen lässt. Aber Rund die Hälfte der Ölimporte und ein Drittel des LNG bezieht China aus dem Nahen Osten und Saudi-Arabien hat an China seinen Rohölverkauf drastisch eingeschränkt. Die Chinesen leiden wie wir unter enorm hohen Benzinpreisen. So verstehe ich den Satz von Francis Moritz, dass die Hormuz-Krise die Versorgung Chinas erheblich unsicher macht.
Aber lachen Sie gerne weiter. Ist gesund!
Die Situation ist etwas zu bitter um wie Sie drüber lachen zu können, und ander als Sie weiß er, wovon er spricht, denn anders als Sie hat er im Zuge seiner Tätigkeit als Historiker und Analyst diese Weltgegenden des öfteren bereist. Und ich bezweifle sehr stark, daß ausgerechnet Sie einem echten Experten auch nur annähernd das Wasser reichen können.
@Klaus
Wirkliche Experten kann man hier nicht riskieren wie zb ein Omar Bartov.
Daher muss es ein Francis Moritz sein der die Lösung des Problems, in dem Problem sieht.
So ist es, Ludovico, vor allem, wenn der von Ihnen erwähnte Omar Bartow keinen vergleichbaren Lösungsansatz vorweisen kann, geschweige denn einer der anderen Kritiker. Und da Sie offensichtlich so sehr amüsiert waren über Moritz‘ Ausführungen, haben Sie denn einen auch nur annähernd akzeptabel scheinenden Lösungsansatz, welcher die betroffenen Staaten entlasten würde?
Wenn ja, dann geben Sie Ihn mal zum Besten, ich bin gespannt. Ich habe nämlich nichts dergleichen anzubieten, da ich kein Experte bin und mir daher auch nicht anmaße,es besser zu wissen.
@Klaus
Die Türkei hat eine Lösung vorgeschlagen, die Israel ausdrücklich ausschließt.
Ich halte diese Lösung für sehr gut, denn wir sollten Apartheid und Besatzung nicht durch Verträge normalisieren!
Übrigens ist Omar Bartov einer der weltweit führenden Holocaust-Forscher, dessen Fachkenntnisse ihn dazu veranlassen, Israels Handlungen als Völkermord einzustufen.
Ja Ludovico, der Iran ist ja so unschuldig. Hier kommen Sie wieder daher, bei dem Artikel über die Hinrichtungen des iran. Volkes durch die iran. Regiernug, da schweigen Sie.
Ob diese Möglichkeit etwas ist sollte getestet werden. Wenn es hilft wäre es gut. Aber klar, dass Sie und Blub dagegen sind. Der Iran verliert Geld und das braucht er ja dringend. Nicht für das eigene Volk, das ist dem Iran ja egal, ne, man braucht Geld für die Hamas. Denn Judenmord ist teuer, aber notwendig und gerechtfertigt in den Augen derer, die sich aufplustern und bei den iran. Hinrichtungen schweigen.
@christin
Ich warte immernoch auf ihre Antwort auf die über 22.000 getöteten Kinder in Gaza!
Mit dem Finger auf andere zu zeigen macht die eigenen Verbrechen nicht vergessen.
Ihre Meinung zu Israels Apartheid und die Anschuldigungen zum Völkermord in Gaza ?
Ach Ludovico, die haben Sie hundertfach von mir bekommen. Aber da sie nicht Ihrer Ideologie entspricht, ignorieren sie sie einfach.
Sie sind nicht in der Lage Israel Apartheid nachzuweisen – Sie verweigern jeden belastbaren Nachweis.
Und was Gaza angeht. Ohne den 7.10 hätte es den Gazakrieg nicht gegeben. Wann begreifen Sie dies endlich? Und welcher Völkermord? Kümmern Sie sich mal um die Definition.
Beispiele:
Tötung von Mitgliedern der Gruppe: die Zielgruppe der IDF war die Hamas. Widerlegen Sie es!
Schwerer körperlicher oder seelischer Schaden: Lässt sich in einem Krieg leider nicht vermeiden. Wie viele Anteil hat hierbei die Hamas? Sorry habe vergessen , ist bei Ihnen ja das arme unschuldige Opfer!
Erzwungene Lebensbedingungen, die auf die physische Zerstörung zielen. Dto zu vorher.
Maßnahmen zur Verhinderung von Geburten innerhalb der Gruppe. Komisch so viele Bilder von Neugeborenen in den Medien. Wo die wohl herkommen, Ludi?
Gewaltsames Verschleppen von Kindern der Gruppe in eine andere Gemeinschaft.
Na viele Kinder wurden dann nach Israel gebracht? Vielleicht die Bibas Kinder? Und all die andern Kleinen und Jugendlichen, die am 7.10 nach Gaza verbracht wurden. Aber das war für Sie wahrscheinlich kein gewaltsames Verschleppen. Wahrscheinlich haben die Kinder um ein paar Wochen Abenteuerurlaub in Tunnel gebeten. Ihre Kommentare, Ludovico sind eine Schande für einen Menschen.
@Ludovico
Sie sollten sich erstmal richtig informieren,welche Kriterien erfüllt werden müssen,um Israel Apardheit und Völkermord anzulasten. Da werden Sie merken,Ihre Anschuldigungen verpuffen in der Luft. Gehen Sie mit diesen Anschuldigungen lieber in den Iran zu den Mullahs. Da sind Sie dann richtig.
Weshalb haben Sie, Ludovico den Antwortbutton nicht gedrückt?
Die Antwort auf Omar Bartov ist einfach.
Er bewertet das Vorgehen der Regierung als Genozid, es ist aber keine Verurteilung per Definition, dann wäre es dem Holocaust, der Shoah vergleichbar, was er aber strikt ablehnt .Er kritisiert zum Teil zu Recht die Heftigkeit der Vorgehensweise der IDF, nicht aber den Grund, die Ursache.
Ich zweifele nicht Ihn als Experten an ,denn das ist er, sondern wie seine Expertise gelesen wird von den Kritikern Israels, Sie selber sind ja ein leuchtendes Beispiel für dieses selektive Lesen, indem Sie nur die Ihnen genehmen Stellen herauspicken.
Im übrigen gehören auch seine Bücher ebenso wie die Shlomo Sands und Tom Segevs zu meiner Bibliothek.
Meinetwegen können Sie den rechtsgerichteten Likudblock und seine Koalitionspartner kritisieren, daß tue auch ich, aber wenn Sie glaubhaft erscheinen wollen, beschränken Sie sich darauf und lassen Israel und uns Juden an sich aussen vor, sonst werden Sie auf ewig als dummer und von Hass zerfressener Antisemit dastehen.
Nun, das ist zumindest schon mal etwas. Die Tatsache, dass wir beide Omar Bartov als Experten ansehen, ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.
Aber dann wird es wieder etwas verworren. Sie akzeptierst seine Forschungen zum Holocaust, doch wenn es um seine Einschätzung der Lage in Gaza geht, die er eindeutig als Völkermord einstuft , sehen Sie darin einen Interpretationsfehler, der seltsamerweise den gesamten Planeten betrifft, mit Ausnahme von Israel und seinen bedingungslosen Unterstützern.
Sie achreiben:
„Sie selber sind ja ein leuchtendes Beispiel für dieses selektive Lesen, indem Sie nur die Ihnen genehmen Stellen herauspicken.“
Sie werfen mit ernsthaft vor, was sie hier praktizieren?
Ja, Ludovico, das tue ich da ich anders als Sie sehr viele Quellen nutze, um ein adäquates Bild zu bekommen, und anders als Sie nehme ich auch meine Seite ins Gebet, wenn es notwendig ist. Haben Sie nichts zu kritisieren an diversen Verlautbarungen Ihrer Gesinnungsgenossen? Schlucken Sie das alles,ohne Bedenken, ohne zu hinterfragen? Wenn ja, dann kann man Ihnen auch jede Katze oder Leiche im Sack unterjubeln.
@Ludovico
Chinesische Schiffe können ungehindert passieren: das ist das Hauptproblem. Der kommunistische Feind, der uns alle bedroht, kann machen was er will.
Da Israel gezeigt hat, dass es bei Konflikten und Meinungsunterschieden gerne mal Strom, Wasser und ähnliches kurzerhand abstellt, ist das Vertrauen auf Israel in dieser Linie sicher nicht mehr derart vorhanden wie es sich der Autor hier gerne vorstellt. Man müsste die Länder, welche von dieser Idee profitieren sollten, erst einmal überzeugen das alles über Israel laufen zu lassen. Da hätten wir schon einmal das erste Problem.
Israel ist derzeit politisch isoliert wie noch nie zuvor.
„ein Mammutprojekt, und sollten sie die politischen Verhältnisse dort ändern, wären möglicherweise hunderte von Milliarden buchstäblich in den Sand gesetzt.“
Dem würde ich so zustimmen.
Blub, Israel wird womöglich gebraucht , um die Probleme strategisch zu lösen, die andere Nationen nicht lösen können. Länder könnten angekrochen kommen und um Hilfe bitten. Warten wir die Entwicklung ab. Wie geht es inzwischen in „Ihrem“ Gazastreifen weiter ? Wie sieht es in zehn Jahren dort aus ? Wo sind die islamischen Bruderländer , die Hilfe anbieten ?
Blub @ „Da Israel gezeigt hat, dass es bei Konflikten und Meinungsunterschieden gerne mal Strom, Wasser und ähnliches kurzerhand abstellt.. .“ Mit „Meinungsverschiedenheiten“ meinen Sie wohl das Pogrom vom 7. Oktober 2023 ? Wo die netten Jungs von Hamas halt a bissele diskutieren wollen und die doofen Israelis das missverstanden haben ? (an alle anderen : das ist Zynismus)
@Antonia
Danke. Das hätte ich nicht besser formulieren können. Man beachte die Ironie von Blub: Israel ist isoliert wie noch nie, weil es den Mördern der Hamas das Wasser abstellt. 🙈
@Blub, Staaten kehren immer wieder zu ihren grundlegenden Interessen zurück. Dazu sehe man Ägypten. Es unterhält wirtschaftliche Beziehungen zu Israel trotz großer Spannungen und unterschiedlicher Sicht auf die derzeitige Situation.
Na kommen Sie, Blub, welchen Ländern hat Israel denn das Wasser und den Strom abgestellt? Spanien, Deutschland, China, der Türkei? Welche Verträge gibt es denn da?
Oder vielleicht ist es doch die PA, die den Strom dann an die Hamas weiterliefert und sich weigert dafür zu bezahlen? Ich hatte mal Nachbarn, die den Strom nicht bezahlten, irgendwann gab es keinen mehr. Aber schon klar, die Rechnungen für Strom stehen an 2. Stelle. An 1. Stelle muss die Infrastruktur für den Mord an Israeli stehen, dazu muss das Geld verwendet werden. Warum verschweigen Sie dies. Blub?
Christin @ : ich habe mal ein Argument von einem palästinensischen Verantwortlichen gehört, an seinen Namen erinnere ich mich leider nicht mehr, der stolz erklärte, dass Bezahlen für Strom und Wasser nicht „in unserer Tradition liegt“. Tja, wenn das Tradition ist …anderswo nennt man so etwas Strom-bezw;Wasserdiebstahl.
Aber der andere ist dann schuld.
Nachtrag: Vielleicht Blub, möchten Sie noch erklären, wie man Wasser durch Leitungen bekommt, die z.B. durch D geliefert und dann durch die Hamas für den Raketenbau zweckentfremdet wurden?
Dann hätten wir noch Stromleitungen, die von der Hamas durch Raketenbeschuss zerstört und von Israel unter Lebensgefahr repariert haben. Hamas, das arme Opfer
Aber schon klar: der Jude ist schuld. Was anders kennen Sie ja nicht, Blub.
Blub, zunächst einmal kommt es darauf an, besagte Überzeugungsarbeit zu leisten. Im Grunde müsste der wirtschaftliche Druck noch steigen, bis eine solche Überlegung tatsächlich ins Auge gefasst wird. Aber was das Abklemmen von Versorgungslinien betrifft, warum sollte Israel es im Sinne einer fruchtbaren Zusammenarbeit tun? Eine Zusammenarbeit auf diesen Gebieten wäre einem möglichen Frieden sehr zuträglich und würde strategische Probleme wenn nicht lösen, so doch verringern. Denn selbst Nationen wie die Türkei oder Saudi-Arabien preisen Israel trotz aller Differenzen als zuverlässigen Handelspartner.
Der Handel und die Wirtschaftsbeziehungen gehen eben einen anderen Weg als die Politik, hier wie dort.
@Blub und Ludovico
Wie Chrstin schon schrieb,wer den Strom nicht bezahlt,bekommt auch keinen. Oder Wasser. Oder ist das bei Ihnen beiden anders? Und Israel ist wenigstens bereit zu helfen. Ob es funktioniert,weiß man erst,wenn es probiert wurde.Sie sind nur am kritisieren. Manchmal denke ich,alles was aus israelischer Hand kommt oder erfunden wurde,medizinisch/ Computer müsste Leuten wie euch nicht zugänglich gemacht werden. Besonders wenn es um die Energieversorgung geht. Im Winter dann ohne Heizung. Von den medizinischen Dingen,ohne das Sie eines Tages davon profitieren. Das haben Sie nämlich nicht verdient. Nur bösartig sind Sie. Sie sollten mal drüber nachdenken! Ob Sie nicht evtl. eines schönen Tages gesundheitlich von den israelischen Ideen und Behandlungen profitieren möchten,wenn es Ihnen schlecht geht. Glauben Sie mir,das Leben kann sich so schnell ändern. Von heute auf morgen. Ich frage mich auch,was wollen Sie eigentlich? Das eine Lösung gefunden wird,oder geht es nur darum Israel schlecht zu machen und ständig zu verurteilen? Ich denke mal letzteres wird es sein. Noch sitzen wir hier alle und haben Sprit und Nahrungsmittel. Aber das wird immer teurer. Da sollte man doch dafür sein,eine Lösung zu finden und nicht alles schlecht zu reden. Aber Ideen haben Sie ja auch keine. Und die Straße von Hormus wird immer ein Druckmittel sein. Nicht nur im Augenblick. Wie Ella schon schrieb.
Ich danke allé léser u. Leserinnen fuer Ihrer Aufmerksamkeit. Ich moechte noch folgendes dazu schreiben :
Ersten, 2 beruehmte Denker zitieren : « ein Maerchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn » dann « Wennn Ihr Wollt, Ist es kein Maerchen »
Wer haette prophetisiert,daB Israël Gasexporteur geworden Ist ?
DaB Die Abraham Abkommen wuerden stattfinden ?
DAB Deutschland bas. Die Union mit dém Israel- Arrow3 System seit 2025 geschuetzt ist ? MfG
Tevorakh, Francis Moritz, seien Sie gesegnet.
SHABBAT SHALOM
Es geht nicht um „Ideologie“, wenn man sich von Russland wirtschaftlich und energiepolitisch unabhängig macht. Es geht darum, einem Diktator und Kriegsverbrecher den finanziellen Saft abzudrehen. Die Ukraine wird nicht kapitulieren, sondern Russland wird wirtschaftlich zusammenbrechen. Die Kriegsverbrechen der Russischen Führung und die unterstützende Gotteslästerung der Russ.orthodoxen Kirche wird nicht dauerhaft ungestraft bleiben. Und, ja, manchmal muss man dafür einen Preis bezahlen. Aber wir sollten nicht dem Gott Mamon dienen, sondern Jesus.
Und auch das Iranische Regime wird fallen. Das Wirken Gottes unter farsisprechenden Menschen in den letzten 25 Jahren und die 100tausende, die zum Glauben an Jesus kamen, im Iran und im Exil machen deutlich, dass Jesus mit den Persern etwas vorhat. Darum wird das Regime fallen und/oder ein „neuer Kyrios“ an die Macht kommen.