Irischer Autor wirft staatlichem Sender Antisemitismus vor

Von Israelnetz

Der irische Drehbuchautor Graham Linehan hat am Dienstag Irlands Staatssender RTÉ für seinen Boykott des ESC als „antisemitisch“ kritisiert. Zuvor hatte der Sender erklärt, er werde den Musikwettbewerb wegen Israels Teilnahme nicht ausstrahlen. Stattdessen will der Sender am Finaltag Folgen einer Serie zeigen, an deren Drehbuch Linehan mitschrieb. Das lehne er ab, sagte er laut der israelischen Nachrichtenseite „Times of Israel“ und fügte hinzu: „Es ist Antisemitismus. Der älteste Hass, der sich mit der Sprache der Menschenrechte tarnt.“ Neben Irland boykottieren vier weitere Länder den ESC. (mw)

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10 Kommentare

  1. Es ist einfach nur eine Sauerei, dass der Sender den Musikwettbewerb wegen Israels Teilnahme nicht ausstrahlt. Wie viele Personen können diesen Wettbewerb dann nicht hören oder sehen, auch wenn sie dies gern täten.

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  2. Ein Ire, der den Antisemitismus seines Staatssenders beim Namen nennt, ist ja irre.
    Seine Sichtweise scheint jedenfalls nicht linksgrünwoke vernebelt zu sein, denn mit seinem Kommentar dazu liegt er sehr richtig.
    Chapeau dafür, toda raba, Graham Linehan.
    SHALOM

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  3. Dieser Gedankengang, Israel kritisieren, nicht mögen = Antisemitisch. Das muss wirklich aus den Köpfen der Menschen raus. Es wird das Land Israel per se verachtet, nicht gemocht und boykottiert. Nicht die Religion der Einwohner.

    Solange die Menschen aus und für Israel das nicht verstehen, werden diese noch schwere Zeiten der Ausgrenzung befürchten müssen, mage ich zu behaupten.

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    1. Ja,Blub, der Antisemitismus muss tatsächlich aus den Köpfen raus, diese per se Verachtung des Landes Israel.
      Die Regierung mag kritisiert werden, auch ihre Politik, das mache sogar ich, aber das Land Israel sollte nicht kritisiert werden, das kann nichts dafür, daß es ist, was es ist, ebensowenig seine Bewohner, von Ausnahmen abgesehen. Sie wissen, wen ich da meine (hoffe ich jedenfalls).
      Aber wenn Sie die Situation der Juden außerhalb Israels betrachten, wagen Sie es, mit Kippa und offen getragenem Davidstern durch die belebten Straßen einer x-beliebigen Stadt in diesem Europa zu flanieren, um der Probe aufs Exempel willen? Wagen Sie es?
      Wenn ja, wenn Sie es riskieren, wenn Sie den Mut dazu haben, berichten Sie mir von den Erfahrungen, die Sie gesammelt haben, aber bitte seien Sie ehrlich.

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      1. @Klaus
        Wenn du mit „Europa“ die EU meinst, wirst du wohl Recht haben. Falls aber der Kontinent gemeint ist, darf ich dir sagen, dass es (noch) nicht überall gar sooo schlimm ist. Allerdings ist das, was ich berichte, schon ein paar wenige Jahre her…
        Damals wollte ich Freunde aus Israel treffen, die in Basel auf der Durchreise waren. Sowohl im Bus/Zug vom Fricktal nach Basel als auch in Basel mit dem Tram vom Bahnhof bis zur Schiffsanlegestelle am Rhein fuhr ich absichtlich mit offener Israel-Flagge, denn ich wollte wirklich wissen, was mir passiert….
        Ausser einer jungen Frau, die am Bahnhof Basel „Free Gaza“ meinte , erntete ich nur ein paar erstaunte Blicke, aber niemand machte mir Schwierigkeiten. Und selbst diese Frau sagte es nicht einmal aggressiv, sondern fast schüchtern. Ich hätte gern mit ihr geredet, wollte aber meine Freunde nicht verpassen.
        Es ist übrigens nicht das einzige Mal, wo ich in Basel mit der Israel-Flagge herumlief. Niemand sprach mich je an, nur ein Typ, der nach Nazi aussah und gekleidet war, starrte mich im Tram hässig an, was mich nicht beeindruckte.
        Und eine Freundin läuft in Basel mit sichtbarem Davidstern herum und wird nicht angeödet.
        Hoffentlich bleibt es so!

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      2. Dann eine ganz ehrliche Antwort von mir, wenn ich die persönlichen Begegnungen betrachte, auf Großraum Stuttgart und Karlsruhe beschränkt, gab es noch keinen einzigen Fall bei dem ich Zeuge war das es ausgeartet ist. Selbstverständlich gab es mal ab und zu Fragen, wie man den die Politik oder die Kriegsführung von Israel fände. Aber das war es dann meistens auch schon. Man konnte weiter getrennte Wege gehen. Im Internet wiederum sieht man natürliche tausende von Videoabschnitten ohne einen Anfang noch einem Ende von der ganzen Situation. Da ich meine Fakten gerne mehrmals überprüft haben möchte glaube ich nicht immer alles was ich auf Social Media sehe.
        Einer meiner eigentlichen Gründe warum ich auch hier aktiv bin.

        Zu Israel an sich. Ich kann die Idee verstehen keine Länder zu hassen, aber die gewählte Regierung vertritt eben die Meinung des Volkes. Und das Volk will/wollte diese Regierung. Und das nicht erst seit kurzem. Damit möchte ich sagen, dass der Bürger, auch wenn nicht jeder, etwas gegen die eigene Regierung machen kann.
        Wenn Deutschland schlechte Politik macht, heißt es bei den anderen auch, die dummen Deutschen und nicht der dumme Merz. Denn wir sind für die jetzige Regierung auch verantwortlich.
        Und das alles hat wirklich rein gar nichts mit Antisemitismus zu tun.

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  4. Alle Achtung Graham Linehan! Sehr guter Zug von ihm abzulehnen, dass der Staatssender seine eigenen Filme ausstrahlen will und den Sender als antisemitisch zu betiteln. So hätte nicht jeder Drehbuchautor gehandelt.

    @Ute Engels
    Die Iren können trotz Verweigerung des Staatssenders den ESC über den offiziellen YouTube-Livestream mitverfolgen. Zudem haben viele Iren Zugriff auf britische Fernsehsender. Die Frage ist, ob die Iren es wollen oder genauso antisemitisch sind, wie die Staatsführung.

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    1. Vielen Dank für den Hinweis. Vielleicht sollte ich den ESC einmal auf YouTube anschauen, um das verrückte politische Spektakel zu sehen.

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      1. Liebe Ute,
        das können Sie gerne, wenn Sie kein Fernsehgerät haben. Wichtig ist, dass man beides abschalten kann, wenn’s zu deppert wird.😉

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