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18 Kommentare
Es ist einfach nur eine Sauerei, dass der Sender den Musikwettbewerb wegen Israels Teilnahme nicht ausstrahlt. Wie viele Personen können diesen Wettbewerb dann nicht hören oder sehen, auch wenn sie dies gern täten.
Schurkenstaat Irland und vier weitere Schurkenstaaten boykottieren den ESC.
Ein Ire, der den Antisemitismus seines Staatssenders beim Namen nennt, ist ja irre.
Seine Sichtweise scheint jedenfalls nicht linksgrünwoke vernebelt zu sein, denn mit seinem Kommentar dazu liegt er sehr richtig.
Chapeau dafür, toda raba, Graham Linehan.
SHALOM
Dieser Gedankengang, Israel kritisieren, nicht mögen = Antisemitisch. Das muss wirklich aus den Köpfen der Menschen raus. Es wird das Land Israel per se verachtet, nicht gemocht und boykottiert. Nicht die Religion der Einwohner.
Solange die Menschen aus und für Israel das nicht verstehen, werden diese noch schwere Zeiten der Ausgrenzung befürchten müssen, mage ich zu behaupten.
Ja,Blub, der Antisemitismus muss tatsächlich aus den Köpfen raus, diese per se Verachtung des Landes Israel.
Die Regierung mag kritisiert werden, auch ihre Politik, das mache sogar ich, aber das Land Israel sollte nicht kritisiert werden, das kann nichts dafür, daß es ist, was es ist, ebensowenig seine Bewohner, von Ausnahmen abgesehen. Sie wissen, wen ich da meine (hoffe ich jedenfalls).
Aber wenn Sie die Situation der Juden außerhalb Israels betrachten, wagen Sie es, mit Kippa und offen getragenem Davidstern durch die belebten Straßen einer x-beliebigen Stadt in diesem Europa zu flanieren, um der Probe aufs Exempel willen? Wagen Sie es?
Wenn ja, wenn Sie es riskieren, wenn Sie den Mut dazu haben, berichten Sie mir von den Erfahrungen, die Sie gesammelt haben, aber bitte seien Sie ehrlich.
@Klaus
Wenn du mit „Europa“ die EU meinst, wirst du wohl Recht haben. Falls aber der Kontinent gemeint ist, darf ich dir sagen, dass es (noch) nicht überall gar sooo schlimm ist. Allerdings ist das, was ich berichte, schon ein paar wenige Jahre her…
Damals wollte ich Freunde aus Israel treffen, die in Basel auf der Durchreise waren. Sowohl im Bus/Zug vom Fricktal nach Basel als auch in Basel mit dem Tram vom Bahnhof bis zur Schiffsanlegestelle am Rhein fuhr ich absichtlich mit offener Israel-Flagge, denn ich wollte wirklich wissen, was mir passiert….
Ausser einer jungen Frau, die am Bahnhof Basel „Free Gaza“ meinte , erntete ich nur ein paar erstaunte Blicke, aber niemand machte mir Schwierigkeiten. Und selbst diese Frau sagte es nicht einmal aggressiv, sondern fast schüchtern. Ich hätte gern mit ihr geredet, wollte aber meine Freunde nicht verpassen.
Es ist übrigens nicht das einzige Mal, wo ich in Basel mit der Israel-Flagge herumlief. Niemand sprach mich je an, nur ein Typ, der nach Nazi aussah und gekleidet war, starrte mich im Tram hässig an, was mich nicht beeindruckte.
Und eine Freundin läuft in Basel mit sichtbarem Davidstern herum und wird nicht angeödet.
Hoffentlich bleibt es so!
@Efronit
Da traust dich ja was. Ich denke, die meisten Menschen wollen ihre Israel-Meinung nicht offen äussern, sondern lieber hinten herum oder nur in der Gruppe. Dann fühlt man sich stärker. Mein Mann fährt auch mit einem Aufkleber: I ❤️ ISRAEL auf unserem Auto herum. Hatte noch nie Probleme. Das bleibt hoffentlich auch so. 😉🙏🇮🇱 Grüßle Ella
@Ella
Ich muss zugeben, es ist mir jeweils schon etwas mulmig zumute, wenn ich sowas mache, und ich hätte auch lieber noch ein paar „Mitläufer“.
Aber ich vertraue auf himmlischen Geleitschutz, das ist noch viel besser. Und natürlich mache ich das nie ohne vorheriges Gebet!
Wo immer du wohnst, ich wünsche euch auch, dass ihr weiterhin mit Israel-Aufkleber unbehelligt herumfahren könnt. Vielleicht gibt es doch einigen Leuten zu denken…
Ich arbeite in Basel und trage einen Davidstern offen. Bis auf einen Kommentar beim Kebab-Bestellen („Ich geb ihn dir trotz dem Judenstern“) ist mir bislang noch nichts weiter geschehen. Das ist aber leider am ändern.
ich kenne auch Menschen, die in Basel den Davidstern nicht mehr tragen, weil sie bedroht wurden. Auch hier ändert sich leider die Stimmung immer mehr. Trotzdem werde ich weiter Flagge bekennen.
@Erjowe
Mut ist, wenn man sich traut etwas zu wagen. Vielen Dank Erjowe, und Gottes Geleit!
Ella
Ach ja: einen von Auto zu Auto geworfenen Hitlergruss aufgrund meines Never-Again-Stickers habe ich ebenfalls zu erwähnen vergessen. Ist also auch in der Region Basel nicht mehr einfach Antisemitismus-freie Zone
@Erjowe/Ella
Nein, Antisemitismus-freie Zone ist Basel sicher nicht. Aber es ist längst nicht so schlimm, wie ich von andern Orten höre.
Auch ich habe etwas vergessen: Als wir zu dritt letztes Jahr vor dem ESC in Basel mit Israelflaggen still an einer Kreuzung in der Nähe des Austragungsortes standen, fuhr ein Auto mit jungen Männern vorbei, wovon einer etwas in einer Fremdsprache brüllte und uns die Faust zeigte. Wir konnten damit leben…
Dann eine ganz ehrliche Antwort von mir, wenn ich die persönlichen Begegnungen betrachte, auf Großraum Stuttgart und Karlsruhe beschränkt, gab es noch keinen einzigen Fall bei dem ich Zeuge war das es ausgeartet ist. Selbstverständlich gab es mal ab und zu Fragen, wie man den die Politik oder die Kriegsführung von Israel fände. Aber das war es dann meistens auch schon. Man konnte weiter getrennte Wege gehen. Im Internet wiederum sieht man natürliche tausende von Videoabschnitten ohne einen Anfang noch einem Ende von der ganzen Situation. Da ich meine Fakten gerne mehrmals überprüft haben möchte glaube ich nicht immer alles was ich auf Social Media sehe.
Einer meiner eigentlichen Gründe warum ich auch hier aktiv bin.
Zu Israel an sich. Ich kann die Idee verstehen keine Länder zu hassen, aber die gewählte Regierung vertritt eben die Meinung des Volkes. Und das Volk will/wollte diese Regierung. Und das nicht erst seit kurzem. Damit möchte ich sagen, dass der Bürger, auch wenn nicht jeder, etwas gegen die eigene Regierung machen kann.
Wenn Deutschland schlechte Politik macht, heißt es bei den anderen auch, die dummen Deutschen und nicht der dumme Merz. Denn wir sind für die jetzige Regierung auch verantwortlich.
Und das alles hat wirklich rein gar nichts mit Antisemitismus zu tun.
Okay, Blub, das ist eine Antwort, die ich so erstmal stehen lasse. Aber das beantwortet nicht meine Frage, wie es aussieht, wenn Sie nicht Zeuge, sondern Betroffener sind, mit Kippa und Stern, in einer Stadt, wo Sie nicht bekannt sind.
Was die Bevölkerung Israels betrifft, die hat sich die Politik ihrer Regierung auch anders vorgestellt, als sie jetzt praktiziert wird, aber das ändert sich hoffentlich im Herbst. Was dann kommt müssen wir abwarten. So wie jetzt darf es jedenfalls nicht weitergehen, das ist eine Sackgasse.
Das betrifft sowohl die Politik bezüglich Gazas , des Libanon und vor allem des Westjordanlandes. Syrien und den Iran lasse ich momentan aussen vor, denn in den Beziehungen zu Syrien herrscht momentan so etwas wie ein Gentlemans
Agreement vor, und den Iran betreffend muss man die aktuellen Entwicklungen abwarten.
@ Blub
„…, aber die gewählte Regierung vertritt eben die Meinung des Volkes. Und das Volk will/wollte diese Regierung.“
„Wenn Deutschland schlechte Politik macht, heißt es bei den anderen auch, die dummen Deutschen und nicht der dumme Merz. Denn wir sind für die jetzige Regierung auch verantwortlich.“
Ach, interessant, dabei verwehren Sie sich doch stets total empört, wenn die Gaza-Bevölkerung mit der von ihnen gewählten Terroristenregierung Hamas auf eine Stufe gestellt und zur Verantwortung gezogen wird!?
Und zu Ihrem Bezug auf Deutschland: Unsere Regierung kam nur mit knapper Mehrheit durch ein Koalitionsbündnis zustande, im Gegensatz zu der mit absoluter Mehrheit gewählten Hamas.
Insofern hat sich in unserem deutschen Wahlergebnis der Pluralismus unserer Gesellschaft sehr deutlich abgebildet – im Gegensatz zu der in Gaza, wo auch heute noch nach Umfragen trotz terror-Massaker und Bombenkrieg weit mehr als 60 % der Bevölkerung hinter Hamas stehen.
Im Gegensatz zu den Verhältnissen bei uns in Deutschland ist also die Gleichsetzung von Volk und gewählter Regierung bezüglich Gaza-Bevölkerung und Hamas nach Ihrer Logik durchaus berechtigt.
Also beschweren Sie sich bitte zukünftig auch nicht mehr, wenn nach Ihrem eigenen Ansatz die Gaza-Bevölkerung gleichermaßen zur Verantwortung für den Terror der Hamas gezogen wird.
Alle Achtung Graham Linehan! Sehr guter Zug von ihm abzulehnen, dass der Staatssender seine eigenen Filme ausstrahlen will und den Sender als antisemitisch zu betiteln. So hätte nicht jeder Drehbuchautor gehandelt.
@Ute Engels
Die Iren können trotz Verweigerung des Staatssenders den ESC über den offiziellen YouTube-Livestream mitverfolgen. Zudem haben viele Iren Zugriff auf britische Fernsehsender. Die Frage ist, ob die Iren es wollen oder genauso antisemitisch sind, wie die Staatsführung.
Vielen Dank für den Hinweis. Vielleicht sollte ich den ESC einmal auf YouTube anschauen, um das verrückte politische Spektakel zu sehen.
Liebe Ute,
das können Sie gerne, wenn Sie kein Fernsehgerät haben. Wichtig ist, dass man beides abschalten kann, wenn’s zu deppert wird.😉