Gesundheitsministerium: Kinder vor Gefahren beim Bäumepflanzen schützen

Vor dem Halbfeiertag TU BiSchvat veröffentlicht das Gesundheitsministerium Warnhinweise. Denn bei aller Freude birgt das Pflanzen von Bäumen Gefahren für kleine Kinder.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Das Neujahrsfest der Bäume, „TU BiSchvat“, ist für Juden ein fröhlicher Tag. In ganz Israel pflanzen sie Setzlinge und beteiligen sich damit an der Aufforstung. In diesem Jahr ist der Halbfeiertag am kommenden Montag.

Doch für Kinder bergen die Pflanzaktionen auch Gefahren. Deshalb hat das Gesundheitsministerium, wie vor anderen Feiertagen auch, Hinweise für Eltern veröffentlicht. Sie beziehen sich vor allem auf Pflanzaktionen in Vorschulen, Grundschulen und Jugendbewegungen.

Die Behörde fordert Eltern dazu auf, sicherzustellen, dass die jeweiligen Organisatoren eine Bewilligung vom Bildungsministerium erhalten haben. Zudem sollten die Mitarbeiter darauf achten, dass keine toxischen oder allergenen Pflanzen gesetzt werden. Etwaige Überbleibsel von Dünger oder Pestiziden sollen sie von Kindern fernhalten.

Weitere Hinweise nehmen das Gebiet ins Visier, wo die Pflanzaktion geplant ist: Dort dürfe sich nichts befinden, was zu Verletzung führen könnte – wie etwa Löcher, Felsen oder auch Bauabfall. Ebenso warnt das Ministerium vor Schlangen, Skorpionen und anderen Tieren, die beißen oder stechen könnten.

Vergiftungen vermeiden

Ferner heißt es: „Kinder können neugierig sein und versuchen, sich Pflanzen, wilde Pilze oder Früchte, die sie finden, in den Mund zu stecken.“ Die Eltern sollten ihnen bereits zu Hause einschärfen, nichts in den Mund zu nehmen, was sie draußen finden. Denn es könnte giftig sein. Sollte dennoch der Verdacht auf eine Vergiftung entstehen, empfiehlt die Behörde je nach Zustand des Kindes einen Anruf beim Nationalen Giftinformationszentrum oder beim Rettungsdienst Roter Davidstern.

Zum Fest gehört neben dem Pflanzen von Bäumen der Genuss von Trockenfrüchten. Das Ministerium erinnert die Eltern daran, wegen der Erstickungsgefahr kleine Kinder im Blick zu behalten. Zudem sollten sie das Obst in kleine Stücke schneiden. Nüsse, Mandeln oder Pistazien sollen die Kinder nur bekommen, wenn sie gut gemahlen und gereinigt sind. Die Hinweise gehören zum nationalen Programm für Kindersicherheit.

Der Name TU BiSchvat bezieht sich auf das jüdische Datum des Festes: Die hebräischen Buchstaben Tet und Waw, das zu U wird, entsprechen den Zahlenwerten 9 und 6, zusammen also 15. Das Neujahrsfest der Bäume ist am 15. Tag des Monats Schvat. (eh)

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9 Antworten

  1. Auch Ernesto, unser Gärtner, 6 Semester Medizin, möchte beim Bäumepflanzen keine kleinen Kinder in seiner Nähe haben. Jetzt wissen wir warum.

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      1. @Ella
        Ich schließe mich dir an. 👍🤣🤣🤣😂😂
        Alberto,ihr seid einfach ein tolles und lustiges Haus!

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  2. Die Warnhinweise für Eltern beim Bäumepflanzen für Kindersind notwendig, allein schon weil bestimmte Baumsetzlinge mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.

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  3. Ich alter Landwirt muss da schon schmunzeln,ob der Warnhinweise. wenn Familien in der Natur unterwegs sind ,sind das doch die selben „Gefahren“die da lauern. Außer den gefährlichen Tieren gabs da bei uns das alles und ich nahm alles in den Mund. Einmal wurde mir der Magen ausgepumpt weil ich beim Kartoffelspritzen dabei war und meinen Lippen mit blauem Pflanzenschutzmittel benetzt waren. Bis heute erfreue ich mich bester Gesundheit,dank eines gut trainierten Immunsystems, Geb. Dat. 47

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    1. Pfanzenschutzmittel als harmlos zu bezeichnen, ist schon eine grobe Verantwortungslosigkeit in Anbetracht der extrem zerstörerischen Auswirkungen auf das Ökosystem und allein den zahllosen Fällen von Krebs, die auf Pestizidgebrauch zurückgehen.

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      1. @Benett
        Vielleicht sollte dem alten Landwirt empfohlen werden, sich mit der Chemie der Herbizide zu befassen, bevor er so unsachkundig zum Thema plaudert?
        DDT (1939); ein gutes Jahrzehnt später begann die „große“ Zeit der fragwürdigen „Erfindungen“. Und ein Dreivierteljahrhundert liegt zwischen der frühen Kindheit des schmunzelnden alten Landwirts und dem heutigen „Zeitalter“ des Glyphosats und seiner chemischen Verwandten.

        Ich bin stolz darauf, bei meinen Aufenthalten auf Kreta einige Familien dazu gebracht zu haben, auf den Einsatz von Round-up zu verzichten. Was haben wir palavert!
        Round-up-Reklameplakate waren dort ziemlich verbreitet- ganz entsetzlich! Ich habe viele davon am helllichten Tag heruntergerissen. Na ja, zwischen 20 und 30 wahrscheinlich. Habe eins davon noch zu Hause als „Souvenir“.

        Der Bericht von Frau Hausen ist sehr wichtig. Kinder müssen geschützt werden. Und vernünftige Erwachsene auch. Nicht jeder erfreut sich eines so überaus gut trainierten Immunsystems. Möge @JSR 112 Jahre alt werden!

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