Auf Anfrage eines Nutzers prüfte der Duden die Aufnahme des Wortes „israelfreundlich“

Auf Anfrage eines Nutzers prüfte der Duden die Aufnahme des Wortes „israelfreundlich“

Nun auch „israelfreundlich“ ins Duden-Wörterbuch aufgenommen

Nach dem Wort „israelfeindlich“ hat der Duden auch „israelfreundlich“ in sein bekanntes Nachschlagewerk aufgenommen. Ein Nutzer hatte sich zuvor beschwert.

BERLIN (inn) – Die Duden-Redaktion hat das Wort „israelfreundlich“ in das von ihr verantwortete Wörterbuch aufgenommen. Das Adjektiv wird auf duden.de nun analog zu „israelkritisch“ („dem Staat Israel kritisch gegenüberstehend“) definiert als „dem Staat Israel wohlwollend gegenüberstehend“.

Die Aufnahme des Wortes erfolgte auf schriftliche Anfrage eines Nutzers. Der Mann hatte sich bei der Redaktion über die Entscheidung vom vergangenen Jahr beschwert, das Wort „israelkritisch“ in das Nachschlagewerk aufzunehmen. Denn Begriffe zur Kritik an anderen Ländern sind in dem Rechtschreibwörterbuch nicht zu finden.

Der Nutzer verlangte daher, durch die Aufnahme des Wortes „israelfreundlich“ einen Ausgleich zu schaffen. In einer Antwort an den Mann, die Israelnetz vorliegt, erklärte der Duden-Verlag unter anderem, „auf Basis der ‚israelkritisch-Debatte’ (...) das Wortfeld ‚-freundlich, -kritisch’ auch unter systematischen Gesichtspunkten“ überprüfen zu wollen.

Damit ein Wort in das Duden-Wörterbuch aufgenommen wird, muss es in einer „gewissen Häufigkeit“ auftreten – „und zwar über einen längeren Zeitraum hinweg“. Das Wort müsse „in aller Munde“ sein und dürfe nicht nur von Experten benutzt werden, um den Kriterien zur Aufnahme in das Nachschlagewerk zu entsprechen, heißt es auf der Webseite des Duden.

Von: ser