Mit dem türkischen Meister erwartet Hapoel Be'er Scheva ein herausfordernder Gegner
Mit dem türkischen Meister erwartet Hapoel Be'er Scheva ein herausfordernder Gegner

Europa-League: Be‘er Scheva trifft auf türkischen Meister

Die neuen israelisch-türkischen Beziehungen können sich jetzt auch auf dem Fußballplatz bewähren: Bei der Qualifikation für das Achtelfinale der Europa-League spielt Hapoel Be‘er Scheva gegen Beşiktaş Istanbul.

NYON (inn) – Erstmals seit 40 Jahren ist Hapoel Be‘er Scheva israelischer Fußballmeister. Nun kann die Mannschaft auch auf europäischer Ebene einen nennenswerten Erfolg verbuchen: Sie hat die Gruppenphase der Europa-League überstanden und trifft im Sechzehntelfinale auf den türkischen Meister Beşiktaş Istanbul. Das hat die Auslosung am Montag im schweizerischen Nyon ergeben – zwei Tage nach der Ankunft des neuen türkischen Botschafters Kemel Ökem in Israel.

Siege gegen Piräus und Inter

Bereits in der Qualifikation für die Champions-League machte Be‘er Scheva auf sich aufmerksam: Unter anderem bezwangen die Israelis Olympiakos Piräus aus Griechenland. In der Playoff-Runde scheiterten sie knapp an Celtic Glasgow, qualifizierten sich jedoch für die Europa-League.

In der Gruppe K überraschte der israelische Meister die Experten: Sowohl auswärts als auch zu Hause besiegte Hapoel die italienische Traditionsmannschaft Inter Mailand. Der einstige Verein der deutschen Weltmeister Andreas Brehme, Jürgen Klinsmann und Lothar Matthäus belegte am Ende mit nur 6 Punkten den letzten Tabellenplatz. Erster wurde Sparta Prag mit 12 Punkten. Zum Abschluss reichte Be‘er Scheva am Donnerstag ein 1:1 gegen Southampton FC, um Platz 2 zu erreichen – beide Teams hatten 8 Punkte, doch die höhere Zahl der Auswärtstore gab den Ausschlag.

Gegner von Be‘er Scheva trauert nach Anschlägen

Der kommende Gegner von Be‘er Scheva, Beşiktaş Istanbul, hatte sich für die Champions-League qualifiziert. Dort belegte der türkische Meister allerdings hinter dem SSC Neapel und Benfica Lissabon den dritten Platz, deshalb spielt er jetzt in der Europa-League weiter. Letzter der Gruppe B wurde Dynamo Kiew.

Am vergangenen Samstagabend explodierten im Stadtteil Beşiktaş zwei Bomben. Bei den Anschlägen, die gegen Polizisten gerichtet waren, starben mindestens 38 Menschen. Eines der Attentate ereignete sich in der Nähe des Stadions, in dem der Fußballclub zu Hause ist. Deshalb ist auf der Facebookseite von Beşiktaş Istanbul eine schwarze Schleife abgebildet.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat den Türken sein Beileid ausgesprochen. „Israel verurteilt jeden Terrorismus in der Türkei und erwartet, dass die Türkei ebenso jeden Terroranschlag in Israel verurteilt“, wird er in einer Mitteilung seines Büros zitiert. „Der Kampf gegen Terrorismus muss gegenseitig sein.“ Am Samstag sei aber auch etwas Positives geschehen: die Rückkehr eines türkischen Botschafters nach Israel nach sechs Jahren Abstinenz.

Tel Aviv knapp ausgeschieden

Der zweite israelische Vertreter in der Europa-League, Maccabi Tel Aviv, ist knapp ausgeschieden. Im Fernduell erreichte am letzten Spieltag AZ Alkmaar aus den Niederlanden durch einen Sieg gegen Zenit St. Petersburg den zweiten Platz. Für den Tabellenführer war es der einzige Punktverlust in der Gruppenphase. Tel Aviv wurde trotz eines Sieges gegen den irischen Club Dundalk FC Dritter. In der Abschlusstabelle der Gruppe D befindet sich Zenit mit 15 Punkten auf Rang 1, gefolgt von Alkmaar (8), Tel Aviv (7) und Dundalk (4).

Zu der Auslosung sagte der Trainer von Be’er Scheva, Barak Bachar: „Ein interessantes Los gegen eine starke und herausfordernde Mannschaft.“ In der Runde der letzten 32 tritt sein Team zunächst zu Hause an, das Hinspiel gegen Beşiktaş ist für den 16. Februar angesetzt. Eine Woche später spielen die Israelis dann in Istanbul. (eh)

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Von: eh

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