Die Felsenstadt Petra soll Kulisse des Films „Dschaber“ sein

Die Felsenstadt Petra soll Kulisse des Films „Dschaber“ sein

Filmdreh wegen jüdischer Bezüge gestoppt

Aus Furcht vor Gebietsansprüchen der Israelis liegt ein jordanisches Filmprojekt auf Eis. In der Handlung kommen jüdische Bezüge vor. Die Regierung prüft nun das Drehbuch. Der Regisseur findet die Entwicklung lächerlich.

AMMAN (inn) – Die jordanische Regierung hat eine Filmproduktion gestoppt, weil das Werk eine jüdische Präsenz in dem Nachbarland Israels andeutet. In „Dschaber“ geht es um einen Jungen, der in der Felsenstadt Petra einen Stein mit einer hebräischen Inschrift entdeckt. Das Fundstück will er verkaufen. Kriminelle Gruppen bekommen davon Wind und wollen ihm den Stein abjagen.

Zunächst hatten Schauspieler Kritik am Drehbuch geäußert. Ali Alajan, der einen jordanischen Polizisten spielen sollte, sagte etwa: „Jeder Hinweis auf eine jüdische Geschichte in Jordanien könnte zu politischen Äußerungen führen.“ Daraufhin wies die jordanische Regierung Regisseur Muhjidin Qandur an, den Filmdreh auszusetzen, bis ein Ausschuss das Drehbuch geprüft hat. Wie lange das dauern wird, ist unbekannt.

Qandur selbst sieht keine politischen Aussagen in dem Filmprojekt. Die Bedenken nannte er „naiv und sogar kindisch“. Es gebe viele Völker, die einst in Jordanien gewohnt hätten. „Die kommen auch nicht zurück und erheben Ansprüche auf Teile des Landes.“

Jordanien und Israel haben 1994 Frieden geschlossen. Doch in der Realität lehnen viele Jordanier Israel weiterhin ab. Im Parlament wird Israel mitunter als „Feind“ bezeichnet. Erst Anfang 2018 haben Israel und Jordanien einen Streit wegen eines tödlichen Vorfalls in der israelischen Botschaft in Amman beigelegt. Vorgänge auf dem Tempelberg sorgen regelmäßig für Spannungen. Erst am Dienstag kritisierte Jordanien einen Vorschlag des israelischen Sicherheitsministers Gilad Erdan, den Status quo auf dem Areal zu ändern und Juden dort beten zu lassen.

Von: df

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