Die israelische Botschaft in Amman arbeitet nach der Beilegung von Streitigkeiten wieder in vollem Umfang

Die israelische Botschaft in Amman arbeitet nach der Beilegung von Streitigkeiten wieder in vollem Umfang

Israel und Jordanien erzielen Vereinbarung

Ein tödlicher Vorfall in der israelischen Botschaft in Jordanien sorgte vergangenen Sommer für Unmut. Nun haben beide Länder den Streit ausgeräumt. Auch ein Vorfall aus dem Jahr 2014 ist nun vom Tisch.

JERUSALEM (inn) – Israel und Jordanien haben ihren diplomatischen Streit beigelegt. Das bestätigten beide Seiten am Donnerstag. Den Berichten zufolge hat sich Israel für den Tod zweier jordanischer Bürger durch einen israelischen Wachmann öffentlich entschuldigt und „Bedauern“ zum Ausdruck gebracht. Die israelische Botschaft werde nun wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Das israelische Außenministerium betonte in einer Stellungnahme die Bedeutung der Beziehungen zum Nachbarland, mit dem Israel 1994 einen Friedensvertrag geschlossen hat. „Die beiden Länder werden sich bemühen, ihre Zusammenarbeit voranzubringen und den Friedensvertrag zu stärken.“

Der Zwist kam am 23. Juli 2017 nach einem Vorfall auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Amman auf: In einer Wohnung griff der 17-jährige Sohn eines Möbelgeschäftsinhabers einen israelischen Diplomaten an und verletzte diesen. Anlass war ein Streit um verspätete Fertigstellung von Möbelarbeiten. Der israelische Wachmann eröffnete das Feuer, verletzte den Angreifer, traf aber auch versehentlich den Geschäftsinhaber. Beide erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Entschädigung akzeptiert

Israel wird den Fall nach eigenen Angaben weiter juristisch untersuchen. Der Wachmann genießt diplomatische Immunität, weshalb eine Untersuchung durch jordanische Behörden nicht in Frage kam. Die jordanische Nachrichtenagentur „Petra“ berichtet, auch die betroffene Familie habe die Entschuldigung Israels sowie die Entschädigungszahlungen akzeptiert. Dem Bericht zufolge bezeichnete der Sprecher der jordanischen Regierung, Mohammed Momani, die Todesopfer als „Märtyrer“.

Im Zuge der Vereinbarungen legten die beiden Seiten auch einen weiteren Streit bei, der infolge der Tötung eines Richters aufgekommen war. Der Richter war 2014 an die Grenze zum Westjordanland gekommen und hatte dort versucht, israelische Soldaten anzugreifen. Diese eröffneten das Feuer, der 38-jährige Richter erlag seinen Verletzungen. Israel entschuldigte sich auch für diesen Vorfall und zahlt der Familie eine Entschädigung.

Von: df

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