Plastikbesteck wird im israelischen Außenministerium bald der Vergangenheit angehören

Plastikbesteck wird im israelischen Außenministerium bald der Vergangenheit angehören

Israels Außenministerium will umweltfreundlicher werden

Plastikgabel, Plastikmesser und Plastiklöffel: Das alles soll es durch die Initiative „Grünes Außenministerium“ bald nicht mehr geben.

JERUSALEM (inn) – Das israelische Außenministerium will kein Wegwerfbesteck mehr benutzen. Das gab das Ministerium Ende Oktober bekannt. Im Rahmen der Initiative „Grünes Außenministerium“ wird alles Plastikbesteck entfernt und durch wiederverwendbares oder biologisch abbaubares Besteck ersetzt. Auch will das Außenministerium die Verteilung von Plastikflaschen einschränken.

Die Initiatoren appellieren an alle israelischen Botschaften, es dem Büro in Israel gleich zu tun. Mitinitiator Gideon Bacher meint dazu: „Der Klimawandel und eine grünere Diplomatie haben weltweit und im israelischen Außenministerium höchste Priorität. Die Initiative ‚Grünes Außenministerium‘ verbindet die globale Agenda mit unserem täglichen Leben als Diplomaten und Bürger des Staates Israel."

Anfang November hat das Land zudem eine Steuer auf Wegwerfplastik eingeführt. Diese soll den alltäglichen Gebrauch von Wegwerfplastik um 40 Prozent reduzieren. Dazu sagte Umweltministerin Tamar Sandberg (Meretz): „Wir schwimmen regelrecht in Einwegplastik und wir alle sehen die Auswirkungen auf die Sauberkeit des Bodens und die Lebensqualität.“

Im Vergleich mit der EU verbraucht Israel pro Person fünf Mal mehr Plastikbesteck. Damit gehört das Land zu den Top 10 der Pro-Kopf-Konsumenten von Einwegbesteck. Laut der Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF) hat Tel Aviv, mit 21 Kilogramm Plastikmüll pro Küstenkilometer, die drittgrößte Verschmutzung an der Mittelmeerküste. „Israel ist süchtig nach Einwegplastik“, ergänzte Sandberg. „Es ist Zeit, damit aufzuhören.“

Von: mls