Dank der Spende des Syrers kann der Jüdische Nationalfonds einen Baum in Israel pflanzen

Dank der Spende des Syrers kann der Jüdische Nationalfonds einen Baum in Israel pflanzen

Syrer spendet Baum in Israel für jüdischen Jungen

In Mailand muss ein jüdischer Junge wegen des Coronavirus auf eine große Bar-Mitzva-Feier verzichten. Eine tröstende Geste kommt von einem muslimischen Syrer in Kanada, der mit seiner Aktion auch Israel unterstützt.

TORONTO / MAILAND (inn) – Als Israelbefürworter ist der Syrer Abud Dandadschi kein Unbekannter: Vor vier Jahren dankte er Israel von Istanbul aus für die Hilfe, die das Land Kriegsopfern in Syrien hatte zukommen lassen. Mittlerweile lebt der Muslim in Kanada – und hat eine neue Möglichkeit gefunden, seine Freundschaft gegenüber dem jüdischen Staat zu bekunden.

Der 43-Jährige las im Nachrichten-Bulletin „Jewish Telegraphic Agency“ (JTA) von einem italienischen Jungen, der seine Bar Mitzva mit 600 Gästen feiern wollte. Mit diesem Fest begehen 13-jährige Juden den Beginn ihrer Religionsmündigkeit. Doch dieser Junge lebt in Mailand, und dort sind große Veranstaltung wegen der Gefahr des Coronavirus derzeit verboten. Deshalb war für Ruben Golran nur eine Feier im kleinen Kreis möglich.

Der Syrer ließ sich durch jüdische Freunde in Kanada zu einem besonderen Geschenk inspirieren: Er spendete dem kanadischen Zweig des Jüdischen Nationalfonds 18 Dollar. Mit diesem Geld sollte zu Ehren des italienischen Juden ein Baum in Israel gepflanzt werden.

Dem Vater kamen die Tränen

Der Vater des Jungen, Elia Golran, war bewegt über die freundliche Geste. Der JTA sagte er: „Mir kamen vor meinem Computer die Tränen. Zu sehen, dass es einen Muslim aus Syrien gibt, der einen Baum in unserem Land gespendet hat, das ist wirklich etwas ganz Besonderes.“

Dandadschi floh 2013 aus Syrien und lebt seit 2017 in Kanada. Der Computerspezialist unterstützt nicht nur Israel. Auch Annexionspläne von Premier Benjamin Netanjahu für Teile von Judäa und Samaria ist er nicht abgeneigt, wie die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ berichtet.

Von: eh