Bloggt aus Dankbarkeit gegenüber Israel: Abud Dandadschi
Bloggt aus Dankbarkeit gegenüber Israel: Abud Dandadschi
Digitales Dankeschön: „Thank You Am Israel“ dokumentiert israelische Hilfsbereitschaft
Digitales Dankeschön: „Thank You Am Israel“ dokumentiert israelische Hilfsbereitschaft

Syrischer Blogger dankt Israel

ISTANBUL (inn) – Israel hilft in Krisengebieten wie Syrien Menschen in Not. Aus Dankbarkeit dokumentiert der syrische Blogger Abud Dandadschi diesen Einsatz auf einer Webseite. Der Tenor: Israel ist nicht der Feind, sondern der Freund.

Der seit dem Jahr 2011 anhaltende syrische Bürgerkrieg mit Hunderttausenden Toten ist verheerend und in seiner Verwachsenheit kaum zu durchschauen. Doch für den syrischen Blogger Abud Dandadschi gibt es eine klare Erkenntnis, die er aus den vergangenen fünf Jahren zieht: Der Staat Israel ist nicht der „Große Satan“, wie es ihm immer beigebracht wurde – im Gegenteil: Israelis helfen, wo sie können.

Auf diese Erkenntnis hat der 39-jährige Sunnite Taten folgen lassen: Aus Dankbarkeit gegenüber Israel betreibt er seit Dezember 2015 eine Webseite in englischer Sprache, die die Hilfsbereitschaft von Israelis und Juden gegenüber syrischen Flüchtlingen in aller Welt dokumentiert. „Thank You Am Israel“ nennt er sie, „Danke, Volk Israel“. „Es heißt, eine der größten moralischen Prüfungen einer Gesellschaft besteht darin, denen zu helfen, die nichts zurückgeben können. Das ist eine Herausforderung, der diese Generation von Israelis und Juden mit beispielhafter Großzügigkeit begegnet ist.“

Hilfe ohne Pflicht

Besonders die Versorgung verwundeter Syrer hat es dem Blogger angetan. „Es ist nicht nur die Regierung. Israelis helfen syrischen Flüchtlingen in Jordanien, Griechenland, Serbien und Nordamerika“, sagt er gegenüber der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Dies geschehe oftmals mit erheblichem Risiko. Dabei hätte es ihnen niemand zum Vorwurf gemacht, wenn sie es nicht täten. Die Golfstaaten, die aus Sicht Dandadschis eigentlich dazu verpflichtet seien, hätten keine Syrer aufgenommen. „Und das sind die Länder, die sich selbst ‚Freunde Syriens‘ nennen.“

Derzeit sei es für einen arabischen Politiker in der Region nicht möglich, Israel „Danke“ zu sagen. Als er es 2014 erstmals in seinem eigenen Blog versucht hat, wurde sein Eintrag gelöscht. Seine neue Webseite betreibt er von Istanbul aus, wohin er 2013 geflohen war.

Mit seinem Projekt hat er auch schon die Zeit nach Ende des Konfliktes im Blick. „Es gibt keinen Grund für uns, mit den Israelis in Konflikt zu sein. Sie haben gezeigt, dass sie unsere Freunde sein wollen.“ Damit wendet er sich auch gegen seine eigene Erziehung: „Ich bin aufgewachsen mit Sprüchen wie ‚Diese Leute sind eure Feinde. Die Juden sind böse‘.“ Doch nun sei er der Ansicht, dass die Juden „das menschlichste und großzügigste Volk dieser Region“ seien. (df)

Von: df

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