Der unkenntlich gemachte Palästinenser erhält vom israelischen Innenminister Deri seinen Ausweis

Der unkenntlich gemachte Palästinenser erhält vom israelischen Innenminister Deri seinen Ausweis

Palästinensische Retter erhalten Daueraufenthaltsrecht

Ein palästinensisches Ehepaar, das einer israelischen Familie nach einem Terroranschlag Erste Hilfe leistete, ist in eine soziale Notlage geraten. Nach einem TV-Bericht haben die Helfenden jetzt Daueraufenthaltsrecht in Israel bekommen.

JERUSALEM (inn) – Unterstützung für den Helfer: Ein Palästinenser, der die Kinder des erschossenen Rabbiners Miki Mark im Jahr 2016 aus dem Auto rettete, hat am Dienstag ein Daueraufenthaltsrecht in Israel erhalten. Das gilt laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ auch für seine Ehefrau und seinen Sohn. Siedler haben sich aktiv beim israelischen Innenministerium für deren Aufenthaltsrecht eingesetzt.

Der Rabbiner Mark war am 1. Juli 2016 bei einer Fahrt durch das Westjordanland erschossen worden. Seine Frau Chava wurde schwer verwundet, ihre beiden Teenager verletzt. Der Palästinenser und seine Ehefrau halfen der Familie aus dem Wagen, der sich überschlagen hatte. Sie leisteten Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte vor Ort waren. Die palästinensische Frau, die als Ärztin ausgebildet wurde, stoppte die Blutung der Bauchverletzung eines der Kinder.

Der Palästinenser, der anonym bleiben will, erhielt schon damals Todesdrohungen in seiner Heimatstadt nahe Hebron. Deswegen bekam er von Israel ein zeitlich begrenztes Visum, um dort leben und arbeiten zu können. Das lief allerdings im August 2018 aus. In Folge seiner Arbeitslosigkeit wurde er obdachlos.

TV-Bericht gab den Anstoß

Gemeinsam mit verschiedenen Israelis startete er eine Kampagne für seine Belange und die seiner Familie. „Kanal 12“ strahlte einen Bericht über sein Schicksal aus, worauf die Politik reagierte. Innenminister Arjeh Deri nannte das damalige Eingreifen des Palästinensers „selbstlos und nobel“, als er ihm am Dienstag das Ausweisdokument übergab. Auch seiner Ehefrau und seinem Sohn wurden Dokumente ausgestellt.

Zu den Unterstützern des Palästinensers und seiner Familie gehörten diverse Siedler aus Judea und Samaria. Der Vorsitzende des Regionalrats von Samaria, Jossi Dagan, sagte am Dienstag: „Es ist eine moralische und richtige Entscheidung, diese Sache für einen Mann zu machen, der sein Leben riskierte, als er Juden rettete.“

Von: mm

Sie können sich über Disqus, Facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen ein, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsachliche Formulierungen oder externe Links enthalten. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1.600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungs- bedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus

Israelnetz Newsletter

Lesen Sie die Nachrichten werktäglich auf Ihrem Bildschirm.