Immer mehr Frauen treten der Armee bei

Immer mehr Frauen treten der Armee bei

Rekordzahl an Frauen in Kampfeinheiten

Immer mehr Frauen treten den Kampfeinheiten der Armee bei. Das freut jeden, der sich für Frauen bei den Streitkräften stark macht. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen.

JERUSALEM (inn) – Noch nie sind den Kampfeinheiten der israelischen Armee so viele Frauen beigetreten wie in den vergangenen zwölf Monaten. Insgesamt kamen 1.050 Rekrutinnen dazu. In den zwölf Monaten zuvor waren es 150 weniger. Im Jahr 2012 waren es lediglich 547.

Vertreter aus Politik und Gesellschaft begrüßen den Zulauf. Die Frauen-Organisation Na'amat lobte Armeechef Gadi Eisenkot dafür, den Trend zu fördern. „Die Zahlen zeigen, dass die Armee weibliche Kämpfer benötigt“, teilte die Organisation auf Facebook mit. Der stellvertretende Minister für Diplomatie Michael Oren twitterte: „Geschlechter-Gleichheit ist gut für alle. Euch allen eine frohe Rekrutierung!“

Unterschiedliche Anforderungen

Der erhöhte Frauenanteil bei den Soldaten stößt allerdings auch auf Kritik. Beklagt wird, dass das Anforderungsprofil für die einzelnen Einheiten gesenkt werde, um Frauen zuzulassen. So werden weibliche Panzereinheiten nur innerhalb Israels eingesetzt und erhalten daher auch ein anderes Training. Das gleiche gilt auch für die insgesamt vier gemischten Einheiten; diese werden nur zum Grenzschutz eingesetzt. Soldatinnen müssen zudem nur vier Magazine für ihre Waffen bei sich tragen, die Männer hingegen sechs.

Nichtsdestotrotz erhalten Frauen immer mehr verantwortlichere Posten innerhalb der Armee. Am Dienstag wurde bekannt, dass eine Armeepilotin die erste Kommandeurin einer Luftwaffen-Einheit wird. Im Juni haben Frauen erstmals den Rang eines Panzerkommandeurs erhalten.

In Israel besteht grundsätzlich Wehrdienstpflicht für Männer und Frauen. Minderheiten wie Araber sind davon ausgenommen. Männer müssen zwei Jahre und acht Monate Wehrdienst leisten, Frauen zwei Jahre. Dabei besteht die Möglichkeit, in Einheiten zu kommen, die nicht in den Kampf ziehen – sie gehen dann etwa in die Verwaltung oder zur Grenzkontrolle.

Von: df

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus